{Gesehen} Vikings Season 4

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
Season 3 culminated with the extraordinary battle in Paris, where Ragnar seized victory from the jaws of defeat–but still returns to Kattegat dangerously ill. Thoughts of his death galvanize the forces who seek to succeed him as king, including his wife Queen Aslaug and his oldest son, Bjorn. Meanwhile, Lagertha continues power struggles with her calculating, former second in command, Kalf; Rollo betrays his Vikings heritage by remaining in Frankia and Floki is seized for his brutal actions to the Christian priest Athelstan.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: History
Jahr: 2016
Staffel: 4 von bisher 5
Anzahl Folgen/Staffel: 20
Laufzeit einer Folge: etwa 44 Minuten
Schauspieler: Travis Fimmel, Katheryn Winnick, Clive Standen, Gustaf Skarsgåd, Alexander Ludwig, Alyssa Sutherland, Linus Roache, Alex Høgh

Meine Meinung:
Es fällt mir etwas schwer mich an den Anfang der Staffel zu erinnern, immerhin liefen die ersten 10 Folgen schon 2016. Die Aufteilung in im Prinzip zwei Staffeln ist einfach unsinnig, vor allem mit so einer langen Pause zwischen den beiden Teilen.

Wie schon in den vorigen Staffeln ist die Handlung nicht mehr allein auf Kattegat und Ragnars näheres Umfeld beschränkt, sondern spielt auch in Essex bei King Ecbert und in Paris, wo Rollo zurückgeblieben ist und sich in die französische Gesellschaft zu integrieren versucht. Und es ist soooo langweilig.
Essex geht ja noch teilweise, weil Ecbert zwar ein Unsympath ist aber als Figur auch faszinierend. Ich hab trotzdem bei den ganzen Intrigen und Problemen von seinem Sohn und irgendwelchen Kindern und Frauen nicht durchgeblickt. Und war ehrlich gesagt auch nie interessiert genug um es auch nur ernsthaft zu versuchen.
Aber Rollos Handlungsfaden in Paris war dagegen echt nur seltsam und ich hätte gern darauf verzichtet.

Aber auch bei den Vikingern haben sich die Kräfteverhältnisse geändert nach den Ereignissen von Paris. Ich sag nur, was sollte denn bitte die Handlum um Yidu? Ich hab das nicht mal in Ansätzen verstanden. Aber auch sonst hat sich Ragnar sehr verändert und es ist mir oft schwer gefallen in ihm die Figur wiederzuerkennen, die ich in den vorigen Staffeln so sehr gemocht habe. Er verliert hier für mich viel von seiner einzigartigen Faszination.

In der zweiten Handlung passiert dann Ereignis X, dass jeder, der sich mit dem historischen Hintergrund beschäftigt hat (also den Wikipedia-Artikel zu Ragnar gelesen hat xD) schon lange kommen sah.
Und es war sehr gut gemacht. Besser als ich dachte. Sehr dem Verhalten einer bestimmten Person angepasst.

Und dann gab es ein Vakuum in der Serie, das die Macher einfach nicht zu füllen wussten. Und dementsprechend haben die letzten 5 Folgen für mich auch einen deutlichen Qualitätsverlust. Es fehlt einfach ein sehr wichtiges Element und niemand scheint in der Lage zu sein es zu ersetzen. Es gibt zwar noch interessante Handlungsfäden, aber die Verbindungen dazwischen sind viel schwächer geworden und das ganze wird einfach zerfasert.

Insgesamt – wobei wie gesagt mein Eindruck stärker von den letzten 10 Episoden geprägt ist – fand ich die Staffel schwächer als die vorher. Zum einen liegt das ganz klar an Ragner, der hier so viel anders ist. Und zum anderen eben an den historischen Ereignissen, die im Prinzip alles in Frage stellen. Es ist durchaus noch spannend und allein für Lagertha (und Astrid!) lohnt isch das Weitersehen. Aber meine Begeisterung hat sich doch merklich abgekühlt.

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{Media Monday} #304


Jeden Montag stellt Wulf von Medien-Journal Fragen rund um die verschiedensten Medien:

1. Der Welttag des Buches würde jedes Jahr an mir vorbei gehen, wenn nicht darüber getwittert werden würde..

2. Bücher zu verschenken mache ich gern aber ist nicht unbedingt einfach.

3. Lesen ist für mich Teil meines Lebens und so natürlich und notwendig wie Atmen oder Trinken..

4. Am liebsten lese ich im Bett (was mich auch schon einiges an Schlaf gekostet hat…).

5. Das Buch „Lock and Key“ von Sarah Dessen hat mich als letztes begeistert, weil es ein unerwartet gut geschriebenes und realistisches Jugendbuch ist.

6. Und weil ja auch Welttag des Bieres heute ist: Bier ist bäh.
(Gibt es auch einen Welttag für Crack und Crystal Meth?)

7. Zuletzt habe ich „Wassermelone“ von Marian Keyes ausgelesen und das war mit seiner Durchschnittlichkeit enttäuschend, weil ich mir mehr davon versprochen hatte, nachdem mir schon mal ein anderes Buch von der Autorin gut gefallen hatte.

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{Gelesen} Brandon Sanderson: The Alloy of Law (Mistborn #4)

Taschenbuch, 383 Seiten
Tor, 2012
ISBN: 978-0-7653-6854-6
Mistborn #4
Goodreads

Klappentext:
In the three hundred years since the events of the Mistborn trilogy, science and technology have marched on. Scadrial is now on the verge of modernity, with railroads, electric lightning, and even the first steel-framed skyscrapers racing for the clouds.
Yet even with these advances, the magics  of Allomancy and Feruchemy continue to play a role in this reborn world. Out in the frontier lands known as the Roughs, they are crucial tools for those attempting to establish order and justice.
One is Waxillium Ladrian, a rare Twinborn who can Push on metals with his Allomancy and use Feruchemy to become lighter or heavier at will. After twenty years in the Roughs, Wax must now put away his guns and assume the duties incumbent upon the head of a noble house – until he learns the hard way that the mansions and elegant tree-lined streets of the city can be even more dangerous than the dusty plains of the Roughs.

Meine Meinung:
Der Band ist der vierte Band der Mistborn-Reihe, spielt aber 300 Jahre nach den ersten drei Bänden und hat dementsprechend inhaltlich wenig mit ihnen gemein. Ich würde trotzdem empfehlen, die anderen drei Bände vorher zu lesen, weil ihnen das Magiesystem (meinem Empfinden nach) ausführlicher und besser erklärt wird. Und weil sie einfach großartig sind.

Aber zurück zu „The Alloy of Law“. Das Buch hat einen deutlichen Western-Vibe gepaar mit Industrialisierung – inklusive all der damit aufgetauchten Probleme wie Armut und Arbeitslosigkeit, Slums etc. Es war schon allein unheimlich faszinierend die Stadt, wie sie hier gezeigt zu werden, mit ihrer Version aus den vorigen Büchern zu vergleichen. So viel hat sich verändert, aber auf eine total logische Art und Weise. Natürlich steht auch dort die Zeit nicht still, nur weil es in einer fiktiven Welt spielt. Aber wann erlebt an so etwas als Leser schon mal?

Doch auch die Handlung wusste zu überzeugen. Sie hat nicht die umwerfende Komplexität der ersten drei Bände, was aber auch gut ist. So kann sie sich von Anfang an auf Wax, Wayne und Marasi konzentrieren, die drei zentralen Figuren. Und sie sind alle sympathisch ohne perfekt zu sein. Gerade Wax und Wayne sind wie ein altes Ehepaar – ständig nörgelt einer am anderen rum und gleichzeitig würden sie für einander sterben. Herrlich unterhaltsam.
Ansonsten fühlt sich die Welt, die Sanderson hier erschaffen, so bewundenrswert komplett und durchdacht an, dass es mir überhaupt nicht schwer fiel, mir all dies vorzustellen. Es könnte genauso gut reale Vergangenheit gewesen sein.

Eine gelungene Fortsetzung, obwohl oder gerade weil sie gar nicht wirkliche eine Fortsetzung in dem Sinne ist. Aber auf jeden Fall bestätigte mit der Band nochmal, dass die Mistborn-Reihe nicht umsonst zu den besten Fantasy-Serien gehört, die ich je gelesen habe.

5 Sterne - klein

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{Media Monday} #302


Jeden Montag stellt Wulf von Medien-Journal Fragen rund um die verschiedensten Medien:

1. Animations- oder Zeichentrickserien wecken selten mein Interesse.

2. Durch (noch?) keine Serie in diesem Jahr habe ich regelrecht durchgesuchtet, und diese Erkenntnis macht mich gerade etwas traurig (wobei es bei der dritten Staffel Broadchurch nur daran liegt, dass es halt nur ne Episode/Woche gibt, ansonsten wäre das eine Antwort gewesen).

3. Wenn es um handfestes Drama geht ist Sons of Anarchy eine gute Wahl – vor allem wenn man ‚handfest‘ wortwörtlich nimmt xD.

4. Fuller House erfüllt so ziemlich jedes Klischee, weshalb es auch den Zauber des Originals nicht hat.

5. Eine Serienstaffel, auf die ich mich richtiggehend freue ist die dritte Staffel von Twin Peaks. Und American Gods Und Defenders. Und The Punisher. Und Orange is… Ist ja gut, ich hör ja schon auf 😀

6. Tatiana Maslany hat mit ihrer Rolle als als nehezu jede weibliche Figur in Orphan Balck mein Herz erobert, weil sie die verschiendenen Persönlichkeiten so hervorragend verkörpert, dass ich selbst nach drei Staffeln immer noch ab und zu vergesse, dass das alles eine Schauspielerin ist..

7. Zuletzt habe ich die vierte Folge von Twin Peaks gesehen und das war dringend notwendig, weil ich vor Beginn der dritten Staffel die bisherigen 30 Folgen noch mal sehen möchte und so viel Zeit ist jetzt auch nicht mehr.

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{Gesehen} Conviction

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
Lawyer and former First Daughter Hayes Morrison is about to accept a job offered from her sexy nemesis, NY District Attorney Wayne Wallis, to avoid jail time for cocaine possession and avoid hurting her mother’s Senate campaign. Working with his team at the new Conviction Integrity Unit will let her use her brilliant mind to turn over cases, where there is credible suspicion of wrongful conviction, and give her a chance to turn things around with her high-powered political family.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: ABC
Jahr: 2017
Staffel: 1 und es wird auch nicht mehr geben
Anzahl Folgen/Staffel: 13
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler: Hayley Atwell, Eddie Cahill, Emily Kinney, Daniel Franzese, Shawn Ashmore, Merrin Dungey, Manny Montana

Meine Meinung:
Die Serie hatte bei mir einen ziemlich schlechten Start schon vor der ersten Folge. Allein weil sie eine (Mit)schuld daran trägt, dass Agent Carter abgesetzt wurde nur damit Hayley Atwell hier die Hauptrolle übernehmen konnte. Und ich verdammt noch mal mehr Agent Carter haben will!
Aber trotzdem hab ich rein gesehen, weil ich den Cast mochte – Ashmore ist in Killjoys toll (das auch nicht wegen Conviction abgesetzt wurde! Syfy 1:0 ABC), Cahill war eine der Highlights in CSI:NY für mich. Und natürlich Atwell. Aber hohe Erwartungen hatte ich absolut nicht. Die Beschreibung klang nach einem 08/15 police procedural, die es wie Sand am Meer gibt.

Und ja, das ist die Serie in vieler Hinsicht auch (mit ner Prise legal drama dazu). Aber gleichzeitig in anderen Punkten auch nicht.
Was für mich besonders in den ersten Folgen heraus gestochen hat, ist das Verhältnis von Hayes zu ihrem Bruder. Die beiden sind die priveligierten Kinder eines ehemaligen US-Präsidenten, kommen also aus einer völlig anderen Welt als ich – aber diese Geschwisterdynamik war so vertraut und auf den Punkt gebracht, das ich da viele Verhaltensweisen von meinen Brüdern und mir als Erwachsene wieder erkannt hab. Unsere Streitereien und Neckereien finden nicht in nem Edel-Loft hoch über New Yorks Straßen statt, aber sie laufen nach dem gleichen Schema ab. Und das ist was, das ich so gelungen dargestellt, bisher in Serien kaum gesehen habe.

Wie gesagt im Grunde ist es ein police procedural, da sollte man auch nicht viel mehr erwarten. Manche der Fälle sind zwar mutiger als ich erwartet hätte – besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Fall eines von einem Polizisten getöteten schwarzen Teens – und sie werden dank der diversen Charaktere auch von vielen Seiten diskutiert. Aber gleichzeitig ist es halt jedes Mal das gleiche Schema. Und (MINI-SPOILER) diese Unit untersucht ausschließlich Fälle, in denen etwas schief lief und der für die Verurteilte nicht oder zumindest nicht allein der Täter war. Was wohl sehr unrealistisch ist und mich mit jeder Folge mehr nervte. Ich mein ich find das legal system der USA scheiße, aber so verdammt viele Fehlentscheidungen (wohlgemerkt: allein in New York) können doch selbst die nicht hinkriegen. Man bekommt ja den Eindruck, es würde immer der Falsche verurteilt werden.

Irgendwann hab ich gemerkt, dass ich mich tatsächlich auf die jeweils nächste Folge gefreut habe, was mich selbst ziemlich überrascht hat. Und ich hätte auch nichts gegen weitere Staffeln einzuwenden gehabt. Die Serie war nichts innovatives, aber für ein police procedural fand ich sie doch sehr überzeugend. Kann man ruhig mal etwa 10 Stunden Lebenszeit drin investieren.

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{Gelesen} Sophie Kinsella: Kennen wir uns nicht?

kennen-wir-uns-nicht

Originaltitel: Remember me?
Übersetzer*in: Jörn Ingwersen
Taschenbuch, 410 Seiten
Goldmann, 2008
ISBN: 978-3-442-46655-9
Goodreads

Klappentext:
Als Lexi Smart nach einem Unfall im Krankenhaus aufwacht, erleidet sie einen Schock: Die letzten drei Jahre sind komplett aus ihrer Erinnerung gelöscht, und sie erkennt sich selbst nicht wieder. Die junge Frau mit dem Mercedes, dem Chefposten und dem schwerreichen Ehemann soll sie sein? Offenbar führt sie ein tolles Leben. Seltsam nur, dass die mit ihren alten Kolleginnen im Streit liegt und ihre neue beste Freundin ein Hohlkopf ist. Und dann taucht auch noch ein höchst attraktiver Mann auf, der etwas Unglaubliches behauptet. Wie soll Lexi dieses Chaos nur in Ordnung bringen? Und wird sie je wieder herausfinden, wer sie wirklich ist?

Meine Meinung:
Ach Frau Kinsella… Ich mag ihre Shopaholic-Reihe ja sehr, auch wenn sie langsam doch schwächelt. Und Charleston Girl ist ein tolles Buch. Aber bei dem hier hat irgendwas nicht so geklappt.

Da ist zum einen allein schon der Umgang mit Miss Smart… Nein halt, da ist schon viel früher ihr gottverdammter Nachname. Smart? Ernsthaft? Und ihr zweiter Vorname ist vermutlich clever oder success… Sorry, aber ich find’s total albern. Abgesehen davon, dass Lexi einfach auch nicht smart ist. Intelligent vielleicht, aber nicht smart.

Aber wirklich unmöglich finde ich die Art, wie hier Lexis Gedächtnisverlust dargestellt wird. Nach einem Unfall kann sie sich an die letzten drei Jahre nicht mehr erinnern und was machen die Ärzte? Sie entlassen sie aus dem Krankenhaus. Ohne dass irgendeine ambulante Behandlung oder Therapie folgt. Soll sie doch sehen, wie sie klar kommt. Und niemand findet es seltsam.

Und es nervte mich einfach so sehr wie die geschäftstüchtige Version von Lexi einfach als total negativ und absolut nicht erstrebenswert dargestellt wurde, während die sich irgendwie faul durch Leben schmuggelnde und nur auf Spaß ausgerichtete super-duper war. Beides wird sowieso mehr als nur einmal vollkommen klischeehaft dargestellt, aber das war so eine verdammte schwarz-weiß-Zeichnung. Als wäre jede beruflich erfolgreiche Frau eine egozentrische Zicke. Muss echt nicht sein. Lexi ist in keiner Versiona uch nur Ansatzweise vorbildhaft in ihrem Verhalten.

Das Buch war natürlich immer noch irgendwo eine locker-flockige unterhaltsame Lektüre, sonst hätte ich es nicht bis zum Ende gelesen, aber ich hab mich im Prinzip ständig über Lexi aufgeregt. Kann man lesen, man kann aber auch zu einem deutlich besseren Buch der Autorin greifen. Hat man mehr davon.

3 Sterne - klein

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{Media Monday} #301


Jeden Montag stellt Wulf von Medien-Journal Fragen rund um die verschiedensten Medien:

1. Zuletzt meine Aufmerksamkeit geweckt hat die Nachricht, dass es wahrscheinlich eine zweite Staffel von The Night Manager geben wird.

2. ____ war für mich ein regelrechter Blick über den Tellerrand, schließlich ____. Öhm….

3. In punkto Konsolen bin ich sowas von desinteressiert.

4. Das Wochenende hat meine Erwartungen leider überhaupt nicht erfüllen können, weil es viel zu kurz war.

5. Im Moment nimmt eigentlich nichts große Teile meiner Freizeit ein, und trotzdem hab ich das Gefühl keine Zeit für irgendwas zu haben.

6. So eine richtig tolle Romanfigur ist Steris aus der Mistborn-Reihe ❤.

7. Zuletzt habe ich eine Hose gekürzt und das war dringend notwendig, weil ich beim Laufen ständig auf das Hosenbein getreten bin und mich selbst zum Stolpern brachte (besonders spaßig beim Treppensteigen!).

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{Monatsrückblick} #3/2017

Gelebt:
Ich kann nicht so ganz begreifen, dass schon ein Viertel des Jahres vorbei sein soll. Vor zwei Wochen war doch erst Neujahr…
Aber der März war ein guter Monat. Zum einen dank Steuerrückzahlung (ich entschuldige mich hiermit ganz offiziell für jeden dämlichen Witz über angeblich faule Beamte, den ich in meinem Leben gemacht habe. Es tut mir leid!) und Gehaltserhöhung und zum anderen wegen des Kurztrips nach Hamburg.
Der einfach sehr schön war. Unheimlich tolles Wetter. Hamburg. Im März. Ohne Jacke ❤ Und so viele schöne Gebäude.

Gelesen:
Oh Gott, hab ich den Monat viel gelesen O_O
Dem Frühjahrsputz inklusive gründlichem Abstauben der Bücherregale ist es geschuldet, dass ich spontan einige Bücher erneut las. Und mich dank dem Bilderbuch Die lange, lange Reise von Ilon Wikland über den Zweiten Weltkrieg irgendwann heulend im Sessel wiederfand. Außerdem nochmals gelesen: Schuld von Ferdinand von Schirach und Hello Kitty muss sterben von Angela S. Choi, die mich beide noch so sehr fasziniert haben wie beim ersten Lesen. Und So viel Diva muss sein von Ally O’Brien, dass allerdings nicht ganz so gut war, wie ich es in Erinnerung hatte.
Das Highlight bei den erst mals gelesenen Bücher dagegen war Poison or Protect, eine Romance-Kurzgeschichte von Gail Carriger mit viel Humor, dicht gefolgt von Dexter by Design, dem vierten Band der Reihe. Daneben eine ganze Reihe durchschnittlicher Bücher: Weil wir Flügel haben von Vanessa Diffenbaugh mit dem ich einfach nichts anfangen konnte. Die Berufene von M. R. Carey, bei dem ich das Ende doof fand. Maria ihm schmeckt’s nicht von Jan Weiler, das zwar amüsant aber auch so seicht war. Und (eigentlich erst heute beendet, aber was soll’s) Elizabeth wird vermisst von Emma Healey, das ich als sehr anstrengend empfand. Und das absolut unrealistische Frühlingsträume von Nora Roberts mit einer so nervtötenden Protagonistin wie ich es selten erlebt habe.
Aktuell lese ich die Kurzgeschichtensammlung Up and Coming, an deren über 3000 Seiten ich auch noch eine Zeitlang zu knabbern haben werde.

Gesehen:
Der Menge an gelesenen Bücher steht dagegen nur eine beendete Serienstaffel im März gegenüber – die zweite Staffel von Love / Hate. Und die fand ich auch noch deutlich langweiliger als die erste. Aber immerhin hab ich dazu noch alle bisherigen Folgen der dritten Broadchurch Staffel gesehen. Was nicht unbedingt angenehm war. Nicht weil die Staffel nicht gut ist – das Gegenteil ist der Fall. Sondern weil diese Staffel sich mit der Suche nach einem Serienvergewaltiger beschäftigt – und dabei die Opfer und ihre Gefühle und Reaktionen in den Mittelpunkt stellt. Auf eine großartige Weise, aber es ist nicht immer einfach da Zuschauer zu sein.
Dafür hab ich aber für meine Verhältnisse recht viele Filme gesehen:
Elizabeth, dass mich aber mehr durch die Kostüme denn durch die Handlung begeistert hat. Zum xten Mal Bonnie & Clyde, welches ich eh bald mitsprechen kann. Aber Faye Dunaway ❤ Und Suffragette, der mit weitaus besser gefallen hat, als ich im Vorfeld dachte.

Geschnappt:
Außerdem noch die E-Books aus diesem HumbleBundle – aber die lassen sich nicht so schön fotografieren
(und so sieht es nach viel weniger aus :D)

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{Gesehen} Mutiny on the Bounty

Quelle. imdb.com

Worum geht es:
Frank Lloyd’s Oscar-winning film tells the story of the infamous mutiny aboard HMS Bounty. First officer Fletcher Christian and tyrannical Captain Bligh clash over Bligh’s leadership. On their way back home from Tahiti, Christian manages to commandeer the vessel from its brutal master after Bligh causes the death of the ship’s doctor. The Captain and several other officers are then set adrift in an open boat whilst Christian steers the ship on a 4,000 mile journey to the Dutch East Indies – without losing a man.

Trailer:

Eckdaten:
Jahr: 1935
Land: USA
Laufzeit: 132 Minuten
FSK: 12
Darsteller: Clark Gable, Charles Laughton, Franchot Tone, Hernert Mundin, Eddie Quillan, Dudley Digges, Donald Crisp, DeWitt Jennings

Meine Meinung:
Als Kind bekam ich mal von irgendjemand ein Buch über diese berühmte Meuterei geschenkt und seitdem bin ich von der Bounty und ihrer Geshcichte fasziniert. Kein Wunder also, dass ich auch mit hohen Erwartungen an den Film ran ging.

Und nicht enttäuscht wurde. Die Geschichte, wie Christian von pflichtgetreuen Offizier langsam aber sicher durch die Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten des Kapitäns zur Meuterei getrieben wird, bis er keinen anderen Ausweg sieht, ist spannend und fesselnd erzählt. Wobei ich nicht beurteilen kann, wie sehr das Verhalten von Bligh von dem anderer Kapitäne zu der damaligen Zeit abweicht, aber das ist auch keine Frage mit der sich der Film aufhält . Bligh wird da eindeutig als der Bösewicht dargestellt.

Man merkt dem Film natürlich sein Alter an, auch abgesehen davon, dass es ein Schwarz-Weiß-Film ist. Besonders die Art, wie Frauen und die Südsee-Bewohner dargestellt sind, wäre heute wohl zum Glück undenkbar.

Aber trotzdem ist es ein unerwartet unterhaltsamer Film mit vielen komischen Momenten, die ich so nicht erwartet hätte. Und es macht es natürlich noch viel interessanter, dass die Handlung auf wahren Ergebnissen beruht, wenn wohl auch nicht unbedingt historisch korrekt wiedergegeben.

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{Gelesen} Wolfgang Hohlbein: Die Blutgräfin


Taschenbuch, 429 Seiten
Ullstein, 2005
ISBN: 978-3-548-26156-0
Die Chronik der Unsterblichen #6
Goodreads

Klappentext:
Osteuropa im 16. Jahrhundert. Die Reise auf den Spuren seiner Vergangenheit führt den Schwertkämpfer Andrej nach Ungarn. Dort hört er von einer rätselhaften Frau, die in Verbindung zu seinem Erzfeind Dracul zu stehen scheint. Ist sie für das Verschwinden junger Mädchen aus dem nahegelegenen Dorf verantwortlich? Gemeinsam mit seinem Begleiter Abu Dun nimmt der Unsterbliche die Fährte auf.

Meine Meinung:
Irgendwann muss auch mal gut sein. Bei der von Hass/Liebe geprägten Beziehung zwischen der Buchreihe und mir war mit diesem Band eben genau jener Punkt erreicht. Es langte mir endgültig. Und wie das mit so ungesunden Beziehungen ist: Rückblickend frage ich mich warum nicht schon viel früher?

Was soll ich zu dem Band sagen? Der achso überraschende Twist um die Identität der Blutgräfin war schon im ersten Viertel der Handlung so offensichtlich, eine ganze Klasse die Lösung tanzender Waldorfschüler hätte es nicht mehr deutlicher machen können.

Und zu Andrej bleibt nur zu sagen: Gäbe es einen Nobelpreis für die begriffsstutzigste Figur in der kompletten internationalen Literaturgeschichte seit den Sumerern, Andrej müsste keinerlei Konkurrenz fürchten – das wäre sein Preis! Keine einzige Handlung von Mister „Oh so super-duper mysteriös! Blanche (allein der Name!) ergibt auch nur ansatzweise Sinn, aber stört das Andrej, die Personifizierung der nie aussterbenden Dummheit? Neeeeein.

Die Qualität der Reihe schwank von Band zu Band ungemein, fast so als gäbe es verschiedene Autoren. Aber die paar spannenden Bücher sind es einfach nicht wert, dass man sich durch die anderen miserablen quält. Wenn sie wenigstens auf eine unterhaltsame Art schlecht wären, aber die sind einfach nur schlecht.

2 Sterne - klein

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