{Gelesen} Joss Whedon: Buffy the Vampire Slayer (Omnibus Volume 1)

eBook, 312 Seiten
Dark Horse Books, 2007
ISBN: 978-1-59307-784-6
Goodreads

Klappentext:
The definitive comics collection of all things Buffy starts here. This first massive volume begins at the beginning – The Origin, a faithful adaptation of creator Joss Whedon’s original screenplay for the film that started it all. The newly-chosen slayer’s road to Sunnydale continues in Viva Las Buffy and Slayer, Interrupted. Next, high school, the Scoobies and an English librarian lead the way into Season One continuity. Plus, The Goon creator Eric Powell provides pencils to „All’s Fair,“ featuring Spike and Drusilla at the 1933 World’s Fair.

Meine Meinung:
Mein erster Ausflug in die Welt der Comic-Fortsetzungen von Buffy und Angel. Wobei das hier keine Fortsetzung, sondern eher eine Ergänzung ist. Sie versucht zum Großteil eine Brücke zu bilden zwischen dem Film (der übrigens besser ist als sein Ruf) und der Serie.

Allerdings mir einem kleinen Problem: Dawn taucht als normales Mitglied der Familie Summers auf. Und auch wenn dies dazu führt, dass sie die tollste Geschichte in dem ganzen Band hat, so fand diese Tatsache an sich einfach total störend. Klar man könnte jetzt sagen, es wrden rückblickend die Erinnerungen aus der fünften Buffy-Staffel heraus erzählt, und da war Dawn dann ja immer dabei, aber das wirkt auf mich sehr konstruiert.

Zeichnerisch fand ich die Figuren optisch eigentlich gar nicht so gut getroffen, aber andererseits hatte ich auch nie Probleme aus der Kombination von Aussehen, Verhalten und Sprechblasen zu erkennen, wer das nun sein soll. Von daher okay, aber wirkliches Buffy-Feeling kam nicht auf.

Wie gesagt es sind mehrere Geschichte, die meisten haben aber Buffy als gemeinsames Thema. Eine Ausnahme ist „All’s Fair“, die sich mit Spike und Dru auf irgendeiner Weltausstellung oder so ähnlich beschäftigt. Und sie ist für sich allein genommen auch nett und ich habe ihren Humor auch sehr genossen, aber es fehlt jegliche Verbindung zu den restlichen Geschichten im Buch und dadurch wirkt sie wie ein Fremdkörper. Ein schöner zwar, aber trotzdem nicht zur Umgebung passend.

Die anderen Geschichten sind „The Origin“, was mehr oder weniger eine Comicversion/-zusammenfassung des Films ist und sich demnach mit ‚burn down the gym full of vampires‘ beschreiben lässt. Da ich den Film kenne, war das für mich die langweiligste Geschichte, weil da wirklich kaum was neu war.
In „Viva Las Buffy“ macht Buffy einen kleinen Arbeitsausflug nach Las Vegal und das ist ganz spannend und hier begann es für mich auch zum ersten Mal wirklich so richtig Buffy-mäßig anzufühlen. Kein Wunder, begegnet man hier doch auch noch mehr Charakteren, die man aus der Serie kennt…

Gefolgt wird dies dann von oben bereits erwähnter Geschichte um „Dawn and Hoopy the Bear“, welche ich ziemlich niedlich fand. Buffy taucht darin übrigens kaum auf, aber dafür bekommt man einen Einblick in das komplizierte und zerbrechende Familienleben der Summers.
Und die letzte Geschichte „Slayer, Interrupted“ schließt wieder nahtlos an „Viva Las Buffy“ an und beschäftigt sich vor allem damit, wie Buffy ihre zu dem Zeitpunkt für sie noch sehr neue Rolle als Slayer akzeptiert und langsam in sie herein wächst. Während gleichzeitig ein Brite auf der anderen Seite des Ozeans seinen Kollegen beweisen muss, dass er in der Lage ist über diese neue Kämpferin zu wachen und ihr zur Seite zu stehen.

Für Fans sicherlich interessant, aber als wirklich umwerfend empfand ich es nicht. Ich hatte mir da mehr davon versprochen.

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{Gesehen} How to get away with murder Season 3

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
Murder, deception, fear and guilt are the ties that bind Middelton University Professor Annalise Keating to her long-time associates Frank Delfino, Bonnie Winterbottom and her students, the “Keating 5.” But as the group struggles to move on with their lives and focus on their clients, their past continues to haunt them. With Wallace Mahoney’s murder unsolved and Frank’s whereabouts still unknown, Annalise and her inner circle struggle to keep their secrets from getting exposed. Relationships will be fractured, lies will spin out of control, and a shocking, new mystery will upend their entire lives.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: ABC
Jahr: 2016
Staffel: 3 von bisher 4
Anzahl Folgen/Staffel: 15
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler: Viola Davis, Billy Brown, Alfred Enoch, Jack Falahee, Aja Naomi King, Matt McGorry, Karla Souza, Conrad Ricamora, Charlie Weber, Liza Weil, Lauren Vélez
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Staffel 1, Staffel 2

Meine Meinung:
In nicht mehr ganz sieben Wochen beginnt die vierte Staffel, da wird es doch mal langsam Zeit, dass ich den Review zur dritten Staffel veröffentliche.

Die Gruppe um Annalise befindet sich seit Staffel eins in einer Abwärtsspirale,die in dieser Staffel nochmal deutlich an Fahrt gewinnt und zu einigen tragischen Ereignissen führt. Davon eines, dass ich in der Form nie erwartet hätte und dass mich doch etwas schockiert hätte. Nicht mal weil es so unerwartet war an sich, aber weil es sich einen Dreck um gängige Erzählregeln schert.
Und es ist unglaublich, wie sehr das Leben dieser fünf, oder eigentlich mit Oliver eher sechs Menschen, seit dem Beginn der ersten Staffel zerstört wurde. Und das war für mich auch einer der Höhepunkte der Staffel, wie sehr das hier angesprochen wurde. Alle sind psychisch mehr als belastet und man merkt es ihnen so sehr an, jeder verliert immer mehr die Kontrolle über sich und sein Leben, Konflikte zwischen so ziemlich jedem kochen immer wieder hoch.
Und ich will gar nicht zählen, wie oft mir Connor und Oliver in dieser Staffel das Herz gebrochen haben.

Annalise selbst ist aber auch in keiner viel besseren Verfassung als ihre Studenten. Ihr Leben ist auch ziemlich zusammengebrochen, ihre berufliche Karriere wird von allen Seiten in Frage gestellt und ihre Alkoholsucht wird hier sehr klar mit allen negativen Folgen und Problemen gezeigt.
Überhaupt fand ich diese Staffel erschreckend düster und ja irgendwie hoffnungslos. Teilweise sogar mit einer deprimierenden Wirkung auf mich als Zuschauer. Denn umso mehr sich alle in dieses Gespinst aus Verbrechen, Lügen und Täuschungen begeben, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass da auch nur einer halbwegs mit heiler Haut – wenn auch ohne Zweifel für den Rest seines Lebens schwer traumatisiert – herauskommt. Und gerade weil mir den Großteil der Studenten und auch zunehmend Bonnie so sehr ans Herz gewachsen sind, finde ich das schlimm, auch wenn es ’nur‘ fiktive Figuren sind. Wobei das ja auch irgnedwie ein Kompliment an die Serie ist.

Strukturell hat sich an der Serie nichts geändert. Es gibt immer noch viele Fälle der Woche, die immer noch zum großen Teil an sich sehr uninteressant sind, aber manchmal der Aufhänger für die gesellschaftskritischen Szenen – immer noch sehr treffend und gleichzeitig ohne große Betonung – sind. Allerdings dürfen die armen Studenten jetzt immer öfter auch  mal im Gerichtssaal zu Wort kommen. Das war nett anzuschauen. Ansonsten wie üblich Flashbacks ab und zu und das Markenzeichen der Serie die Flashforwards zu einem dramatischen Höhepunkt, hier ein niedergebranntes Haus mit Leiche. OMG, wer??? Gute Frage. Und spannend, weil es wirklich jeder sein könnte und sich erst langsam Folge mit Folge zeigt, wer denn sicher nicht der Tote ist.

Bewährtes Schema, aber überraschender dramatischer Höhepunkt, dessen Auswirkungen sich noch lange zeigen werden und Staffel vier deutlich beeinflußen werden. Insgesamt trotz teilweise schwieriger Ereignisse für mich deutlich besser als Staffel zwei.

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{Gelesen} Sarah Dessen: Lock and Key

Taschenbuch, 422 Seiten
speak, 2009
ISBN: 978-0-14-241472-9
Goodreads

Klappentext:
She’s used to counting on no one and answering to nobody. But all of that changes when her mother vanishes and Ruby is sent to live with her older sister, Cora. Now Ruby’s got her own room in a fabulous new heouse, she’s going to a private school, and – for the first time – feeling as if she has a future. Plus, there’s the adorable and sweet boy next door, Nate. Everything should be perfect. So why is Ruby so wary? And why is Nate keeping her at a distance? Ruby soon comes to realize that sometimes, in order to save yourself, you’ve got to reach out to someone else.

Meine Meinung:
Ich bin immer mal wieder in den Untiefen des Internets über die Bücher von Sarah Dessen und, viel wichtiger noch, fast durchweg begeisterte Stimmen dazu gestolpert. Was mich neugierig machte. Und als ich dann die Möglichkeit hatte, recht kostengünstig ein Buch der Autorin zu lesen, konnte ich nicht nein sagen.

Und ich muss sagen, dass das Buch wirklich besser ist als viele Young Adult Romane, auch wenn es im Kern natürlich nur zum xten mal das gleiche Schema von „girl loves boy with happy end“ durchspielt.
Aber der Weg corthin ist einfach gut geschrieben. Und Ruby und in geringerem Maße auch Nate sind einfach sehr sympahische und vor allem auch glaubwürdige Teenager. Überhaupt konnte ich mich, obwohl mir eigentlich ihre Lebenssituation – von der Mutter im Stich gelassen, zieht sie bei ihren Schwester und deren superreichem Mann [einem fiktiven Zuckerberg xD] ein – so absolut fern liegt, konnte ich ihre Reaktionen so gut nachvollziehen und hab mich ihr direkt verbunden gefühlt. Sie macht in dem Buch eine ziemliche Verwandlung mit, die sich nach und nach zeigt und auch sehr nachvollziehbar, wenn vielleicht auch etwas zu schnell, ereignet.

Und dann ist da noch Cora, Rubys ältere Schwester, und die alles andere als einfache Beziehung zwischen den beiden. Es gab da einiges in der Vergangenheit, das erst nach und nach ans Licht kommt, was ziemlich spannend ist, und zu sehen, wie sich die beiden am Anfang des Buches recht fremden Schwester langsam und nicht ohne einige Rückschritte annähern, ist einfach sehr gut geschrieben.

Wirklich eine positive Überraschung und das obwohl meine Erwartungen schon recht hoch waren. Eines der besten Young Adult Bücher, die ich seit langem gelesen habe.

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{Monatsrückblick} #7/2017

Gelebt:
Der Monat ist so schnell vorüber gegangen, dass ich mich kaum an ihn erinnern kann. Das Wetter spielt immer noch verrückt und hat von allem etwas, aber nichts vernünftiges… Ansonsten war ich Anfang des Monats in einem Badesee hier in der Nähe und war doch überrascht, was für ein Unterschied es macht in natürlichem Wasser zu schwimmen oder in dem chemiebehandelten eines Hallenbades.
Außerdem war die Dorfkirmes (auf der ich das erste Mal seit bestimmt 15 Jahren wieder war xD) mit – zur großen Begeisterung von Nichte – einem Kinderkarussell. Und einem Umzug. Das Kind hat jetzt genug Süßigkeiten bis Weihnachten, wenn nicht noch länger.
Und am Monatsende Urlaub. Wenn auch bisher sehr verregnet, aber ausschlafen (also nicht, dass ich mehr Stunden schlafen würde, aber halt zu mir angenehmeren Zeiten #Eule_nicht_Lerche).

Gelesen:
Ich hab den Monat tatsächlich Up&Coming mit seinem über 3.000 Seiten beendet. Finally. War eine schöne Mischung aus unwahrscheinlich breit gefächerten Scifi- und Fantasygeschichten aber alles in allem einfach zu viel. Außerdem ein paar Klassiker: Fontanes Frau Jenny Treibel, das sehr langweilig war sowie Hauptmanns Die Weber, das mich mit seinem Dialekt nur nervte.
Und weil ich nach den beiden ein Buch brauchte, von dem ich wusste, dass es mich begeistert, dann noch The Gospel of Loki.

Gesehen:
Game of Thrones hat wieder angefangen. Wohoo. Ohne irgendwelche großen Spoiler: man merkt der Serie an, dass sie sich sehr ihrem Ende zubewegt. In den bisherigen drei Folgen ist mehr passiert, als sonst in ner Staffel. Und ich werd der Serie nie verzeihen, was sie aus dem im Buch so großartigen Dorn und den Sand Snakes gemacht hat. Und das Aufeinandertreffen zweier Charaktere in der zweiten Episode hat mir das Herz gebrochen #schnieff
Außerdem nahezu die komplette Serie Rome, welche mich auch beim zweiten Schauen sehr begeistern konnte.
Und – wahr wohl der Monat der (pseudo)historischen Serien – viele Folge der letzten Staffel von Turn. Und wow, die ist richtig gut. Ich fiebere jeder neuen Folge regelrecht entgegen; und das obwohl ich auf Wikipedia ja nachlesen kann, wer überlebt…
Und Preacher habe ich weiter geschaut, aber irgendwie kann mich die zweit Staffel da bisher nicht überzeugen. Sie hat ein paar tolle Momente, aber die drei Hauptfiguren nerven mich irgendwie alle.
Wo wir bei nervender Hauptfigur sind: die ersten zwei Folgen von Iron Fist hab ich auch gesehen und Himmel ist Danny da ein Idiot. Wenn das so bleibt, werden das 13 anstrengende Folgen.
Ach und Crimson Peak. Bildlich natürlich sehr, sehr großartig und ach ein toller Cast, aber trotzdem kam es mir teilweise etwas leblos und konstruiert vor.

Neuzugänge:
Und Anfang des Jahres plante ich noch so naiv, meinen Stapel an ungelesenen Büchern abzubauen. Äh ja…
Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich den linken Stapel geschenkt bekommen habe (ausmistende Verwandtschaft immer noch) und es wäre ja schon blöd gewesen nein zu kostenlosen Büchern, die mich schon immer interessiert haben, zu sagen…

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{12 Monate} #6

Ich hab ein „neues“ (für mich neu, aber an sich älter; Verwandtschaft hat Keller aufgeräumt) Dingens rumstehen. Hat mir spontan gefallen, auch wenn ich (noch) nicht weiß, was ich damit anfangen soll…

Vormonate:
Februar
März
April
Mai
Juni

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{Gesehen} Broadchurch Season 3

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
Three years have passed in a town that will never forget; but times change. The local newspaper, once the backbone of Broadchurch, is about to be closed down. And DI Alec Hardy with DS Ellie Miller are about to explore a case that reopens old wounds and divides the town in ways they could never have predicted. Hardy and Miller are called on to investigate the brutal sexual assault of a local woman, Trish Winterman. The crime scene points to a party attended by close to a hundred people. But not a casual assault the act appears premeditated. What dark secrets still lie buried in a town that has been so closely examined? And how will unresolved issues around the death of young Danny Latimer finally be settled?

Trailer:

Eckdaten:
Sender: ITV
Jahr: 2017
Staffel: 3 von 3
Anzahl Folgen/Staffel: 8
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler: David Tennant, Olivia Colman, Julie Hesmondhalgh, Sarah Parish, Mark Bazeley, Lenny Henry, Charlie Higson, Sebastian Armesto, Jodie Whittaker, Andrew Buchan
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1, Season 2

Meine Meinung:
Hoppla, ich war der festen Überzeugung schon vor Monaten über diese abschließende Staffel dieser großartigen Serie gebloggt zu haben. Nur um eben mit Schrecken festzustellen, dass ich wohl den Post nur in Gedanken formuliert, aber nie getippt und veröffentlicht habe. Das muss aber schnell nachgeholt werden.

Im Gegensatz zu den anderen zwei Staffeln steht hier nicht der Mord an Danny Latimer und die Folgen davon für die Einwohner von Broadchurch im Vordergrund. Es geht nicht einmal um einen Mord. Was die Handlung der Staffel aber nicht weniger spannend oder wichtig macht. Ganz im Gegenteil.

Denn es geht um Vergewaltigung. Und vor allem darum, was das für das Opfer bedeutet. Während der Tat, aber auch in den Wochen und Monaten danach. Wie gründlich und langfristig es ein Leben zerstören kann.
Natürlich geht es auch um die Suche nach dem Täter als Handlung, aber Trish, das Opfer, und ihre Erlebnisse und Gefühle stehen so sehr im Vordergrund und werden von der Serie als wichtig erachtet und dargestellt, wie ich es noch in keiner Serie erlebt habe. Und auch wenn es teilweise verdammt schwer anzuschauen war und mich emotional mehr mitgenommen hat als die Morde aus den ersten Staffeln (aber gut ich hab mit Trish und was ihr angetan wurde auch mehr gemein als mit den Latimers), so war es großartig, wie hier das Opfer und nicht der Täter die zentrale Figur war. Und dass das Opfer keine Schuld trägt und auch nicht durch Kleidung oder was auch immer dazu eingeladen hat sie zu vergewaltigen, hab ich auch noch nie so klar dargestellt gesehen. Es ist echt so super gemacht, dass allein schon dafür sich das Ansehen der ganzen Staffel lohnt.

Der Mord an Danny wird allerdings nicht komplett vergessen, sondern ist in einer Nebenhandlung präsent. Und zwar geht es da einfach nur darum wie seine Angehörigen, vor allem seine Eltern, seinen Tod verarbeitet haben und wie sich ihr Leben nach diesem Einschnitt (inzwischen sind ein paar Jahre seit eben jener Verhandlung vergangen) gestaltet. Dabei ist durch Beths ehrenamtliches Engagement eine gelungene Verbindung zwischen dieser und der Haupthandlung geschaffen.

Insgesamt war ich etwas überrascht, wie sehr sich diese Staffel von den anderen unterscheidet. Schon allein dadurch, dass es um ein Sexualdelikt und nicht einen Mord geht (ergo Opfer, dass Auskunft geben kann), lässt von der Ermittlungsseite eine ganz anderen Herangehensweise bei der Suche nach dem Täter zu. Aber auch sonst konzentriert es sich mehr auf das Opfer und potentielle Täter und Zeugen, und weniger auf den Ort Broadchurch als Ganzes. Nicht schlechter, ganz im Gegenteil, meine Reaktion auf diese Staffel war emotional deutlich stärker als in den vorigen. Aber eben anders.
Und es ist einfach schade, dass dies die letzte Staffel sein wird, da wäre noch Potential für viele Staffeln gewesen. Und ich hätte gern mehr von Tennant und Colman als Team gesehen. Für mich schon jetzt eine der besten Staffeln 2017.
(Andererseits: Chibnall und Whittaker könnten dann nicht versuchen Doctor Who für mich wieder interessant zu machen.)

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{Gelesen} Jeff Lindsay: Dearly Devoted Dexter

Taschenbuch, 296 Seiten
Orion, 2005
ISBN: 978-0-7528-7788-4
Goodreads
Dexter #2

Klappentext:
A charming monster. A macabre hero. The serial killer who only kills bad people is back on the prowl – at least he would be if he could shake off his permanent shadow. Ever since their paths first crossed, the handsome charming homicidal maniac Dexter Morgan has been pursued by Sergeant Doakes. Dexter may well be a Miami PD blood-spatter analyst, but Doakes has a pretty good idea of how Dex likes to spend his free time and he’s determined to catch him in the act.
Then a body turns up, horribly mutilated and barely breathing. To trap the torturer Doakes and Dexter will have to work together – and one of them will have to be the bait…

Meine Meinung:
Manchmal frag ich mich ja, was das Tourist Office von Miami von der Buchreihe (und der TV-Serie) eigentlich hält. Man bekommt ja den Eindruck, dass die Stadt nur aus Polizisten, Serienmördern (manchmal beides in einer Person) und deren Opfern besteht. Lädt nicht gerade zu nem Urlaub ein.

Aber es sorgt für eine spannende Geschichte. Wenn ich auch hier die Hintergründe um den Serienkiller verworren bis unverständlich fand – aber das kann durchaus auch daran liegen, dass in meinem Geschichtsunterricht der Bürgerkrieg in El Salvador nicht vorkam. Von daher ließ mich die Handlung um den Folterer mit dem großartigen Namen Doctor Danco [ich weiß nicht warum, aber ich musste jedes Mal an Donnie Darko denken..] recht kalt. Interessanter fand ich aber zum Glück wie Dexter und Doakes umeinander herumgeschlichen sind und versucht haben sich gegenseitig zu überlisten. Besonders, weil ich einfach nicht wusste, mehr ich mehr Erfolg wünschen sollte. Also es war ja klar, dass Dexter gewinnen würde – die Reihe hat ja noch sechs oder so Bände -, aber trotzdem. Dexter ist ein Mörder. Charmant und interessant, aber trotzdem. Von daher handelt Doakes ja komplett richtig (mal abgesehen davon, dass Beschattungen nur auf Grund eines Gefühls und ohne Beweise auch eher naja sind, aber hey) – er ist aber auch so unsympathisch und ein Kotzbrocken.

Und dann ist da noch die Beziehung zu Rita, der Königin der Naivität. Aber irgendwie macht genau das ihre Beziehung auch süß und ich find sie erstaunlich wenig störend; sie bringt eher den doch etwas dringend benötigten humorvollen Ausgleich. Was aber auch zu nem guten Teil an Cordy und Astor liegen könnte, die einfach die genialsten Kids ever sind. Ihr Handlungsstrang ist einfach nur klasse gemacht und ich bin so gespannt wo das noch hinführt.

Insgesamt fand ich das Buch zwar etwas schwächer als den ersten Band, was vor allem an dem Killer-of-the-Book liegt – aber Brian ist halt auch ein sehr spezieller Fall, es war sehr unwahrscheinlich, dass da noch jemand anders mithalten könnte. Aber zum Ausgleich hat mich überrascht, wie viel Anteil ich doch an Dexters Privatleben nehme.

Dem zweiten Band entspricht wohl mehr beziehungsweise eher weniger die zweite Staffel der TV-Serie, zumindest insofern wie es um das Katz-und-Mausspiel zwischen Dexter und Doakes geht. Allerdings sind die Enden völlig unterschiedlich und auch schon vorher verläuft einiges anders. Zum Teil sind das einfach Änderungen/Abweichungen aus Band eins, die jetzt hier erst richtig zum Tragen kommen. Aber auch sonst: so kommt beispielsweise Lila gar nicht vor (Riesenpluspunkt fürs Buch xD). Hier merkt man deutlich, wie sich die beiden Medien handlungsmäßig in unterschiedliche Richtungen begeben und sich anders entwickeln. Und die Morde konnte sie auch unmöglich so zeigen, wie sie hier im Buch vorkommen, das ugh nee visualisiert will ich das auf keinen Fall erleben.

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{Gesehen} Bonnie & Clyde

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
1934. Young adults Bonnie Parker, a waitress, and Clyde Barrow, a criminal just released from prison, are immediately attracted to what the other represents for their life when they meet by chance in West Dallas, Texas. Bonnie is fascinated with Clyde’s criminal past, and his matter-of-factness and bravado in talking about it. Clyde sees in Bonnie someone sympatico to his goals in life. Although attracted to each other physically, a sexual relationship between the two has a few obstacles to happen. Regardless, they decide to join forces to embark on a life of crime, holding up whatever establishments, primarily banks, to make money and to have fun. They don’t plan on hurting anyone physically or killing anyone despite wielding loaded guns. They amass a small gang of willing accomplices, including C.W. Moss, a mechanic to fix whatever cars they steal which is important especially for their getaways, and Buck Barrow, one of Clyde’s older brothers.

Trailer:

Eckdaten:
Jahr: 1967
Land: USA
Laufzeit: etwa 111 Minuten
FSK: 16
Darsteller: Warren Beatty, Faye Dunaway, Michael J. Pollard, Gene Hackman, Estelle Parsons, Denver Pyle, Dub Taylor, Gene Wilder

Meine Meinung:
Eine kleine Universitätsstadt irgendwo in Schweden, im Herbst 2007. Eine kleine Austauschstudentin hat genug davon ihre (in Schweden schon erstaunlich langen) Abende unter der Woche nur damit zu verbringen für Prüfungen zu lernen und schaut sich beim Einkaufen mal den Ständer mit DVDs genauer an. Nur um mit Freude festzustellen, wie viele davon eine deutsche Tonspur hatten (damals hatte sich unsere kleine Studentin noch nicht angewöhnt nahezu alles auf Englisch zu sehen, aber eine englische Tonspur war auf den DVDs selbstverständlicher als eine schwedische..). Und so landet dieser Film (und als Kontrastprogramm Robin Hood – Helden in Strumpfhosen) im Einkaufskorb.

Es war Liebe auf den ersten Blick.

Diese Szene liegt nun dieses Jahr schon 10 Jahre zurück, ich vermiss Schweden (nun gut, das sommerliche Schweden) wahnsinnig und liebe den Film noch genauso sehr.
Und kann nicht mal genau sagen warum.

Historisch korrekt ist der Film kaum, aber dafür umso spannender. Clyde und vor allem Bonnie, beide großartig gespielt, wirken gerade zu Beginn des Films unerwartet sympathisch und es macht anfangs auch einfach Spaß mit ihnen in das kriminelle Leben einzutauchen. Vor allem auch, weil es erst mal wie ein Spiel wirkt. Banken werden ausgeraubt, ein bisschen mit Waffen rumgefuchtelt, aber alles hat eine heitere Note, niemand nimmt es so ganz ernst, nichts wirkt bedrohlich.

Doch nach und nach ändert sich das, es gibt immer mehr Aufmerksamkeit durch Polizei und Presse und immer öfter brenzlige Situationen. Auch die Gewalt – überraschend präsent und auch ungeschönt dargestellt in dem Film, besonders die Szene am Ende – nimmt immer mehr zu und aus dem Spiel wird blutiger Ernst. Und genauso wie Bonnie und Clyde wird auch dem Zuschauer klar, dass dies kein gutes Ende nehmen kann.

Man merkt dem Film natürlich an, dass er inzwischen 50 Jahre (hey, happy Birthday xD) alt ist, schon allein an der Qualität des Bildes. Aber das schauspielerische Niveau und die Handlung sind so gut, dass einen das nicht davon abhalten sollte den Film zu sehen.

Bechdel Test: 3/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Bonnie (kinda obviuos, isn’t it? xD) und Blance
2) die sich miteinander unterhalten: jepp
3) über etwas anderes als einen Mann: jepp

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{Gelesen} Brandon Sanderson: Shadows of Self (Mistborn #5)

Taschenbuch, 436 Seiten
Tor, 2016
ISBN: 978-0-753-7856-9
Mistborn #5)
Goodreads

Klappentext:
When family obligations forced Waxillium Ladrian to forske the fronier lands and return to the metropolis of his birth to take his place as head of a noble house, he little imagined that the crime-fighting skills he accquired during twenty years in the dusty plains would be jst as applicable in the big city. He soon learned that there, too, just being a talented Twinborn – one who can use both Allomancy and Feruchemy, the dominant magical modes on Scadrial – would not suffice.
The bustling, optimistic, but still-shaky society now faces its first test by terrorism and assassination, crimes intented to stir up labor strife and religious conflict. Wax, his eccentric sidekick, Wayne, and brilliant Marasi, now officially part of the constabulary, must unravel the conspiracy before civil strife can stop Scadrial’s progress in its tracks.

Meine Meinung:
Der zweite Band um Wax, Marasi und Wayne. Wax hat sich inzwischen weitestgehend in das Stadtleben eingefunden. Dementsprechend nimmt der Western-Vibe aus dem Vorgängerband auch ab, was aber auch okay ist. Er wäre hier wirklich fehl am Platz gewesen. Stattdessen hatte es etwas von beginnender Industrialisierung mit all seinen Problemen wie Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot in überbevölkerten Stadt, Aufruhr gegen die Machthabenden, Fanatiker, Dreck von Fabriken etc.

Allerdings dauerte es etwas, bis mich die Geschichte fesseln konnte und am Anfang war ich regelrecht etwas enttäuscht, weil das sogar nicht zu den vorigen Büchern passte. Dies änderte sich dann aber schnell und vollkommen, als die Handlung anfing auf die Mythologie aus der ‚ersten‘ Trilogie zurückzugreifen. Und spätestens vor diesem Band sollte man die auch dann gelesen haben, sonst wird es hier wohl irgendwann doch etwas unverständlich. Wenn man sie – und vor allem die Kendra mit all ihren speziellen Fähigkeiten kennt – ist es großartig.

Und die Charaktere sind noch genauso toll, wie schon in ihrem ersten Band. Als Überraschung entpuppte sich hier allerdings Steris, die sich mit jedem Auftritt immer mehr in mein Herz schlich (auch wenn ich ihren Namen jedes Mal erst mal falsch als Setris schreibe….). Und auch Wayne fand ich hier sympathischer, wenn er mir auch immer noch manchmal auf die Nerven ging mit seinen Kommentaren. Aber in Kombination mit Wax ist er der perfekte Ausgleich.

Alles in allem ist das für mich der schwächste Band der Serie, was aber hier heißt, dass er nur gut ist und nicht umwerfend wie die anderen vier – sich aber immer noch auf sehr hohem Niveau befindet. Und ein Ende hat, bei dem man einfach direkt den nächsten band lesen muss.

4 Sterne - klein

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{Gesehen} White Collar Season 3

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
At the end of the previous season, Caffrey found himself in possession of a trove of classical art recovered from a sunken Nazi U-boat. His moral quandary–whether or not to sell the art and run–is the thread woven throughout the season, tying together assorted single-episode high jinks about stolen objects like an Egyptian scarab amulet or a Stradivarius violin, a forged will that turns out to be a treasure map, and speed dating with a possible black widow murderess. Another element recurring over the course of the season: Both Peter and Neal are deviled by figures from their respective pasts–Peter’s former mentor and Neal’s former partner. Lies, false identities, and shifting allegiances are the bread and butter for White Collar.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: USA Network
Jahr: 2001
Staffel: 3 von 6
Anzahl Folgen/Staffel: 16
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler: Matt Bomer, Tim DeKay, Willie Garson, Tiffani Thiessen, Marsha Thomason, Sharif Atkins, Hilarie Burton, Beau Bridges
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1, Season 2, Season 6

Meine Meinung:
Hach ja, Staffel 3. Für mich eine der besten Staffeln der ganzen Serie. Hier stimmt einfach so vieles.

Zum einen liegt es daran, dass Kate endgültig verschwunden ist und Neil auch seine Trauer um sie überwunden hat. Und eine Figur, die mir in den späteren Folgen genauso auf die Nerven gehen sollte, taucht noch nicht auf. Stattdessen ist da Alex. Und Keller in seinem traditionellen Kurzauftritt.

Und zum anderen ist zwischen Neil und Peter ein gespanntes, verunsichertes Verhältnis und keiner weiß, wie sehr er dem anderen trauen kann. Und genau in dieser Situation finde ich die beiden und ihre Katz-und-Maus-Spiele am faszinierendsten. Sie müssen zusammenarbeiten und – das ist ja gerade das verzwickte – können das auch super, harmonieren und ergänzen sich gegenseitig wunderbar und mögen sich extremst.
Aber gleichzeitig ist da im Hintergrund immer das Verhältnis Cop-Criminal, dass sie einfach nicht los lässt. Und keiner kann sich von seiner Vergangenheit und seinen Verhaltensmustern lösen.

Natürlich bleiben einige Kritikpunkte, die ich schon an den vorigen Staffeln hatte, auch hier bestehen. Die staffelumfassende Handlung über den U-Boot-Schatz ist sicher super dramatisch und alles, aber eines absolut nicht – realistisch. Sobald man anfängt, näher darüber nachzudenken, fällt das ganze Konstrukt in sich zusammen.
Wobei das ja sowieso auch für die Grundidee der ganzen Serie gilt: Neil – als der weltbeste Con Artist – kann unmöglich vier Jahre als Informant für das FBI arbeiten, ohne dass sich das in der Unterwelt von New York (nicht mal Amerika, nur New York; also doch ein relativ überschaubarer Bereich) herumspricht und er ständig erkannt werden würde.
Aber andererseits will die Serie auch zu keinem Zeitpunkt ein realistisches Drama sein, sondern einfach eine unterhaltsame Serie nach Art der Ocean’s Filme. Und dass muss vom Zuschauer dann einfach akzeptiert werden.

Aber dann macht es Spaß und die Folgen entwickeln eine Art Sogwirkung. Man ist gut unterhalten, kann es genießen ohne groß mitdenken zu müssen.

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