{Gesehen} The X-Files Season 1

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Darum geht es:
Two agents from vastly different backgrounds join forces to solve cases the FBI has labeled X-Files, involving paranormal or unexplained phenomena. Both are determined to uncover hidden truths — one searching for otherworldly answers, the other for more earthbound scientific explanations. Together they will make discoveries neither could have ever imagined.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender: FOX
Jahr: 1993
Staffel: 1 von 11
Anzahl Folgen/Staffel: 24
Laufzeit einer Folge: 45 Minuten
Schauspieler*innen: Gillian Anderson, David Duchovny, Jerry Hardin, William B. Davis

Meine Meinung:
1993 war ich acht Jahre alt, unser Fernseher war schwarz-weiß und empfing drei Programme. Und ich hatte andere Dinge im Kopf als Fernsehserien. Und so kam es, dass ich nie X-Files gesehen hatte.

Was ich jetzt dann doch nachholen wollte; die Serie ist in dem Serienkanon so fest verankert, wie Goethes Faust in einem Literaturkanon (btw. tut euch Werther nicht an!). Und ich muss sagen: Sie ist definitiv ein Produkt ihrer Zeit.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich von der Staffel enttäuscht bin, was aber vermutlich einfach an meinen Erwartungen liegt. Ich hab im Vorfeld so viel Gutes gehört und bin wohl einfach zu sehr die Serien aus dem letzten Jahrzehnt gewöhnt, dass X-Files mit seinen mittlerweile 25 Jahren eben einfach auch schon allein technisch nicht mithalten kann. Keine Ahnung, warum mir das nicht vorher klar war, wahrscheinlich weil ich gar nicht darüber nachgedacht hab.

Aber mich hat vor allem auch gestört, wie extrem die Serie nur aus Case-of-the-Week-Folgen bestand und nach jeder Folge alles wieder auf Null gesetzt wurde. Die Bezüge der einzelnen Episoden zueinander war minimalst und Charakterentwicklung gab es auch kaum. Und dadurch ziehen sich die 24 Folgen auch einfach wie Kaugummi.

Was schade ist, denn Mulder und Scully haben definitiv eine Menge Potential, das hier aber total links liegen gelassen wird. Und in den Folgen gibt es eine große Bandbreite an Erscheinungen, Ufos und anderen faszinierenden Ideen, aber die Beschäftigung damit ist immer so oberflächlich.

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{Media Monday} #377

1. Wenn demnächst der Horroctober startet ist mir das vollkommen gleichgültig.

2. Nachdem sich das dritte Quartal nun auch langsam dem Ende neigt, lässt sich wohl sagen, dass mein bisheriges Film- oder Serien-Highlight dieses Jahr war die zweite STaffel von One Day at a Time.

3. Spiele(n) mit Freunden: liebend gerne, aber klappt viel zu selten.

4. Ich mag Lebkuchen, Christstollen, Baumkuchen, Spekulatius & Co ja wirklich sehr, aber in der ersten Septemberhälfte macht es mich immer traurig. Sie sind ein Zeichen, dass der Sommer jetzt wirklich so gut wie vorbei ist *streichelt wehmütig ihr Wassereis*.

5. Ein zweiter Teil, der weitaus besser ist als sein Vorgänger? Klar, zum Beispiel Godfather.

6. The Handmaids Tale mag ja gehypt werden wie sonst etwas, aber wenn es nur bei dem komischen Streaming-Anbieter der Telekom erhältlich ist, nutzt mir das gar nichts.

7. Zuletzt habe ich einen Teil des Küchenschranks und das war sehr faszinierend, weil oh schau mal, seit wann hab ich den zwei Pie-Backformen? Und wo kommen sie her? Seit wann sind sie da?
Und wer hat all diese (nicht wirklich funktionierenden) Keksstempel gekauft?
.

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{Gesehen} Preacher – Season 2

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Darum geht es:
-The expanded second season, consisting of 13 episodes, is a genre-bending thrill ride that follows West Texas preacher Jesse Custer, his badass ex-girlfriend Tulip and an Irish vampire named Cassidy as they embark on a road trip to find God and are thrust into a twisted battle spanning Heaven, Hell and everywhere in between.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender:
AMC
Jahr: 2017
Staffel: 2 von bisher 3
Anzahl Folgen/Staffel: 13
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler: Dominic Cooper, Joseph Gilgun, Ruth Negga, Ian Colletti, Graham McTavish, Pip Torrens, Noah Taylor, Ronald Guttman
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1

Meine Meinung:
War ich von der ersten Staffel nach ein paar Anfangsschwierigkeiten recht begeistert und entsprechend hoffnungsvoll, so verpuffte diese Hoffnung bei der zweiten Staffel recht schnell und ließ mich vor allem verwirrt und ratlos zurück.

Und das lag vor allem an Jesse. Ich fand seine Entwicklung hier ziemlich negativ und verlor zunehmend meine Sympathie für ihn. Er wirkt immer weniger wirklich an seiner Suche nach Gott interessiert, sondern mehr so, als würde mir einfach nichts besseres einfallen. Und ich kann seine Entschiedung und besonders sein Verhalten gegenüber Cassidy und Tulip einfach nicht verstehen.

Deutlicher interessanter war da Herr Starr, der eine Villain der Staffel, und seine scheinbar nahezu unbegrenzt einflussreiche Organisation. Und es war schön mehr über Cassidys und Tulips Leben vor den Ereignissen in Staffel 1 zu erfahren. Außerdem gibt es da noch den Saint, der davon besessen ist Custer zu töten. Und dafür wortwörtlich über Leichen geht. Viele Leichen. An Blut und Gewalt mangelt es der Staffel nicht. Faszinierend als Gegenspieler, aber manchmal macht es sich die Seire da auch zu einfach

Und was mich auch sehr nervte, war die Rolle Hitlers in der Serie. Schon allein, dass er so viel Raum eingeräumt bekommt beziehungsweise überhaupt die ganze Handlung um die Hölle, fand ich störend. Aber gerade Hitler wird mir hier viel zu als lustige Witzfigur hingestellt, was für mich seiner Rolle in der Geschichte (history, nicht story *manchmal ist Deutsch einfach unpräzise, ey*). Vielleicht bin ich in der Hinsicht etwas empfindlich, aber ich fand das unangemessen geschmacklos. Ja, selbst für eine Serie wie Preacher.

Inzwischen ist die dritte Staffel online verfügbar – ein sicheres Zeichen, dass ich schneller Reviews schrieben sollte – und obwohl ich etwas neugierig darauf bin, wie sich das Leben einer Figur weiterentwickelt, konnte ich mich bisher nicht motivieren, weiter zu schauen.
Es fehlt mir einfach das Gefühl dafür, was die Serie will und wohin sie sich bewegt. Da reiht sich nur Szene an Szene zusammen, aber der eigentliche rote Faden, die Suche nach Gott, ist total in den Hintergrund gerückt. Zu viele einzelne Punkte und Handlungen ohne dass ich das Gefühl hatte, es hätte in der Staffel wirkliche einen Fortschritt des Plots gegeben.

Außerdem: Gott, was dieses so erzwungen wirkende Liebesdreieck anstrengend.

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{Gelesen} Ally O’Brien: So viel Diva muss sein

Originaltitel: The Agency
Übersetzer*in: Astrid Finke
Taschenbuch, 413 Seiten
Heyne, 2009
ISBN: 978-3-453-58048-0
Goodreads

Klappentext:
Literaturagentin Tess hat ihr Image als Über-Bitch perfektioniert. Keine macht bessere Deals für ihre Autoren als sie. Keine ist netter zu ihren Kollegen, bevor sie sie hintergeht. Keine hat heißere Affären mit dem Ehemann der Chefin. Unsympathisch? Keinesfalls! Denn keine ist so brillant, schlagfertig und  scharfsinnig wie Tess Drake. Aber wer hart spielt, muss hart im Nehmen sein.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch vor Jahren schon mal gelesen und war begeistert davon. Allerdings gehörte es damals auch zu meinen ersten Ausflügen in die Welt der Chicklit-Romane. In der Zwischenzeit hab ich einiges mehr – gut und schlecht – aus dem Genre gelesen, bevor ich erneut zu dem Buch griff.

Und nun ja. Meine vorige Begeisterung kann ich nicht mehr so ganz nachvollziehen. Ohne das Buch schlecht reden zu wollen. Es ist immer noch ein gutes Chicklit-Buch. Leicht, etwas oberflächlich, aber mit einem flotten Stil. Gut zu lesen, ohne dass es dabei geistige Anstrengungen erfordert. Eine schöne Lektüre zur Ablenkung und Entspannung nach einem langen Arbeitstag.

Und Tess ist faszinierend. Sie will um jeden Preis Erfolg haben und andere sind für sie dabei nur Mittel zum Zweck. Sicherlich nicht sympathisch und ich möchte jemand wie ihr nicht im realen Leben begegnen. Aber als Protagonistin hier war sie sehr erfrischend. Der Rest der Charaktere ist dagegen leider doch entweder ziemlich klischeehaft gestaltet oder bleibt gleich so blass, dass ich sie schon wieder vergessen habe.

Problematischer fand ich dagegen die Handlung. Teilweise wirklich zu vorhersehbar und wie sich am Ende alles in Wohlgefallen auflöst, ist einfach so absurd unrealistisch.

Joa, nettes (Urlaubs)Buch. Kann man lesen und wird gut unterhalten, aber muss man nicht.

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{Media Monday} #376

1. Geschichten aus anderen Epochen haben mich schon immer fasziniert.

2. Zu einem tollen Abenteuerfilm gehören für mich viele verschieden Schauplätze wie beispielsweise in der Hobbit-Trilogie .

3. Figuren- und Set-Design bei Into the Badlands sind einfach unvergleichlich/einmalig, schließlich gibt es nicht viele Martial Arts-Serien vor amerikanisch-dystopischer Kulisse.

4. ____ hat mich regelrecht das Fürchten gelehrt, denn ____ . Oh nö, Gruseln war noch nie meins.

5. Spiele, die wie interaktive Filme funktionieren oder alternativ Filme, die das spezifische Flair eines Spiels nachzubilden versuchen sind mir bewusst noch nicht begegnet.

6. Carnival Row fasziniert mich allein schon von der Prämisse her, dass es klingt wie das love child von Dexter und True Blood.

7. Zuletzt habe ich den Sonntag im Opel-Zoo verbracht und das war ermüdend aber auch toll, weil Wildkatze <3 Eisfuchs <3 und so vieles mehr.

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{Media Monday} #375

 

1. Diese ewigen Vergleiche zwischen gedrucktem Buch und E-Book nerven mich. Beide haben ihre Vorteile und jeder kann bevorzugen, was er will.

2. Hannah Gadsbys Nanette hat mich weitaus mehr begeistert, als ich das erwartet hätte, denn das hätte ich unter dem Laben Standup-Comedy nie im Leben erwartet. Danke an alle, die dass so sehr auf Twitter gehypt haben, dass ich trotz meiner Skepsis gegenübr Comedy reingeschaut habe.

3. Wäre ja schon klasse, wenn einmal sich Europa bzw. die EU schnell einig wäre und die verdammte Zeitumstellung abschaffen würde. Dauerhafte Sommerzeit wäre ganz genial, aber auch dauerhafte Winterzeit wäre mir lieber als der Wechsel.

4. ____ kann ich mir – glaube ich – so schnell nicht wieder ansehen, schließlich ____. Öh, fällt mir jetzt nichts ein. Ich schließe daraus einfach mal, dass meine Serien- und Filmauswahl sehr gelungen ist xD

5. Es hat ja durchaus seine Vorteile, dass der Sommer so langsam vorbei ist. Die Anzahl an Insektenstiche wird kleiner ^_^.

6. Untenrum frei von Margarete Stokowski ist jetzt zwar nicht die „klassische“ Urlaubs- oder Sommerlektüre, aber großartig, weil es super zu Lesen ist, einem zum Nachdenken anregt und sowas von aktuell ist.

7. Zuletzt habe ich endlich meine Haare wieder gefärbt und das war sowas von notwendig, weil schon zuviel in langweiligem Mausbraun nachgewachsen ist.

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{Monatsrückblick} #8/2018

Gelebt:
Was für ein Sommer, ey. Ich bin ja tatsächlich braun geworden.
Und die Ostsee war so wunderbar warm <3

Der Urlaub in der ersten Monatshälfte war wirklich großartig in so vielen Dingen. Hamburg ist und bleibt eine großartige Stadt, auch bei 35 Grad. Und das Tropenaquarium ist so viel toller, als ich erwartet hatte. Und ich hab mich so in Schleswig-Holstein verliebt, trotz der flachen Landschaft. Und will wieder hin.
Der rest des Monats war dagegen ziemlich blass. Weiterhin gutes Wetter, klar, aber eben auch wieder Arbeit. Nicht unangenehm, auch wenn „Kollege xy hat sich drei Rippen gebrochen“ nun wirklich nicht das war, womit ich nach dem Urlaub begrüßt werden wollte…. Und freizeitmäßig gab es vor allem noch ein paar Treffen mit Verwandtschaft. Ansonsten hab ich endlich mal wieder mehr Lust zum Nähen, das ist sehr schön.

Gelesen:
Urlaubszeit ist Lesezeit.
Und da ich nur den E-Book-Reader mitgenommen hab, hab ich sogar ein paar E-Books gelesen. Daheim tendiere ich doch eher dazu Taschenbücher oder Hardcovers aus dem Regal zu ziehen.
Das erste war Camber of Culdi von Katherine Kurtz, welches mich leider nicht begeistern konnte. Zu sehr eindimensionale Charaktere. Weiter ging es mit Marine Biology, einer Kurzgeschichte von Gail Carriger, was gewohnt amüsant war, wenn auch bedingt durch die Kürze, etwas oberflächlich. Dann folgte mit Saffron & Brimstone von Elizabeth Hand gleich eine ganze Kurzgeschichten-Sammlung, von der ich leider mit 90 % so gar nichts anfangen konnte. Außerdem war da noch Emylia Halls Mein Sommer am See, da ne ganz nette, aber auch total unlogische Handlung erzählte. Wieder aus dem Urlaub zurück folgten dann noch Das Geheimnis der Alice Sparrow von Ann-Kathrin Karschnik und Felix A. Münter, was sehr ansprechend geschrieben war, aber so sehr der Auftakt zu einer mehrbändigen Reihe, dass es sich anfühlte, als wäre es nur das erste Kapitel eines Buches. Und zum Schluß noch Der Barde von Angus Donald, ein Buch über Robin Hood – in dem Robin Hood kaum vorkommt. Meh.

Gesehen:
Urlaubszeit ist nicht Serien- und Filmzeit.
Um es kurz zu machen: Ich hab im August keinen einzigen Film gesehen. Und an Serien auch nur die zweite Staffel von Veronica Mars – huh, ich hatte Jackie ja völlig verdrängt – und etwas die Hälfte der vierten Staffel von Full House. Wird aber im September wieder mehr werden.

Neuzugänge:
Plus das oben erwähnte und gelesene „Mein Sommer am See“, dass ich mir nur geliehen und bereits zurückgegeben habe.

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{Gesehen} A Series of Unfortunate Events Season 2

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Darum geht es:
The second series picks up where the first left off, with the Baudelaire orphans – Violent, Klaus and Sunny – waiting in the lobby of a bleak boarding school, after their various legal guardians have been bumped off by a distant uncle hell-bent on seizing their family fortune, the wicked Count Olaf. Olaf pursues the orphans through a Wild West dustbowl town, a dazzling art deco apartment and a nightmarish hospital, all tastefully colour co-ordinated in muted pastel tones.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender: Netflix
Jahr: 2018
Staffel: 2 von 3
Anzahl Folgen/Staffel: 10
Laufzeit einer Folge: etwa 50 Minuten
Schauspieler*innen: Neil Patrick Harris, Patrick Warburton, Malina Weissman, Louis Hynes, Presley Smith, K. Todd Freeman, Lucy Punch, Sara Canning, Nathan Fillion, Patrick Breen
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1

Meine Meinung:
Genau wie auch schon die erste Staffel, ist auch die zweite in 5 Doppelfolgen unterteilt – allerdings wechselt zum Glück nicht mehr mit jeder neuen Doppelfolge der Vormund der drei Kinder. Stattdessen ist es vor allem ein Wechsle des Handlungsortes – und die sind noch bizarrer hier, was auch schon eine beeindruckende Leistung darstellt – und viele andere Elemente der Handlung erstrecken sich über mehr als eine Doppelfolge. Auch sind die drei Kinder in der Staffel viel mehr auf sich selbst angewiesen und wirken viel aktiver. Sie greifen mehr in das Geschehen ein und lenken es aktiv, anstatt nur zu reagieren.

Und mit dem Fortschreiten der Handlung erfährt die Zuschauerin auch endlich mehr über die mysteriöse Organisation VFD, welche in dieser Staffel erfreulicherweise auch eine deutlich größere und aktivere Rolle innehat. Zugegeben, was mensch erfährt, wirft vor allem neue Fragen auf, aber es gibt der Handlung trotzdem mehr Momentum. Mensch merkt, dass sie sich nicht nur im Kreise dreht, sondern deutlich weiter entwickelt.

Vergrößert hat sich auch der Cast. Besonders erfreut war ich natürlich über die Addition von Nathan Fillion, was die Staffel zu einer kleinen „Dr Horrible“-Reunion macht. Aber auch die Schauspielerinnen von Esme und Olivia beleben den Cast merklich.
Und dann sind da natürlich die beiden Quagmires, die für mich etwas das Highlight der ganzen Staffel sind. Sie sind eine großartige Ergänzung zu den älteren Baudelaires und ich wünschte sie hätten mehr gemeinsame Szenen. Und nebenbei, dass Sunny einfach mal anfangen würde zu sprechen.

Teilweise fand ich es aber selbst für diese Serie etwas zu bizarr, besonders in den ersten vier Folgen. Und die Erwachsenen auf allen Seiten verhalten sich echt absurd. Von dem Cliffhanger und seiner Lächerlichkeit ganz zu schweigen. Als würde gerade diesen Personen etwas ernsthaftes zustoßen, ega wie viel dunkler die Serie geworden ist.

Veröffentlicht unter 4 Sterne, Children, Crime, Fantasy, Serien | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

{Media Monday} #374

1. Der Song „Zeit“ von Schandmaul ist für mich ja unweigerlich verknüpft mit Urlaub.

2. Stapel ungelesener Bücher (SuB), ungesehener Filme (SuF) oder einfach „Pile of Shame“ – ich persönlich komme ja bei Serien kaum hinterher, alles zu sehen, was ich gerne würde, denn es gibt einfach zu viele interessante Serien #Luxusprobleme.

3. Der Sommer hat es mir durchaus angetan, jedoch bin ich aktuell auch ganz froh über die niedrigeren Temperaturen, besonders nachts. Wenn es jetzt auch noch mal richtig regnen würde….

4. Im Moment beschäftige ich mich ja ausgiebig mit der Frage ob und wenn ja welche Geschenke ich für Weihnachten nähen will (hey, wenn man nur abends und am Wochenende dafür Zeit hat, ist das bis Weihnachten nicht mehr viel).

5. Immer wieder interessant, dass man in Filmen quasi nie sieht, wie jemand die Toilette benutzt.

6. Elantris war ist ein richtig tolles Buch, denn Sanderson hat hier mal wieder eine faszinierende Welt mit einem noch faszinierenderen Magiesystem erschaffen.

7. Zuletzt habe ich im neuen Ikea-Katalog gestöbert und das war inspirierend, weil ich neue Schlafzimmermöbel brauche.

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{Gelesen} Ferdinand von Schirach: Schuld

Taschenbuch, 200 Seiten
Piper, 2012
ISBN: 978-3-492-27377-0
Goodreads

Klappentext:
Eine junge Frau wird jahrelang von ihrem Ehemann brutal misshandelt – bis er eines Tages erschlagen wird. Ein Internatsschüler wird im Namen der Illuminaten fast zu Tode gefoltert. Das Spiel eines Pärchens gerät außer Kontrolle. Doch wie kam es dazu? Nach seinem Erfolgsdebüt „Verbrechen“ legt Ferdinand von Schirach einen neuen Erzählband vor, der fünfzehn literarisch aufbereitete Gerichtsfälle versammelt. Leise, aber sehr bestimmt stellt der Berliner Strafverteidiger die Frage nach Schuld und Unschuld, nach Gut und Böse.

Meine Meinung:
Der Anwalt ist die zentrale Figur und der Erzähler, welcher die einzelnen, ansonsten völlig eigenständigen Kurzgeschichten verknüpft. Und alle beschäftigen sich mit dem Gegensatz zwischen Rechtsprechung und Gerechtigkeit und der Frage, wie leicht ‚ganz normale‘ Menschen zu Tätern werden können. Gerade die Geschichte „Volksfest“ macht das sehr deutlich. Und hier in diesen Schicksalen liegt auch die Stärke des Buches und das ist es was es zu etwas Besonderem macht.

Wie auch schon bei Verbrechen ist es für mich vor allem der Stil des Autors, der das Buch so besonders macht. Von Schirach benutzt hier kein Wort zu viel, er hat einen sehr emotionslosen, nüchtern-distanzierten Stil – aber genau das macht die Geschichten so mächtig und so berührend. Es ist da eine Diskrepanz zwischen Stil und Inhalt, aus der heraus eine wahnsinnige Wirkung entfaltet.

Und das Buch fordert den Leser. Es bietet kein richtig und falsch an. Es erzählt, was passiert ist – aber die Bewertung muss der Leser vornehmen. Und das fällt einem echt nicht immer leicht. Manches, was vor Gericht als Recht vollkommen korrekt sein mag, fühlt sich einfach nur als himmelschreiende Ungerechtigkeit an. Und anderes ist einfach nur tragisch.

Ein unheimlich interessantes und auch intensives Buch, in dem sich viel mehr verbirgt und das einen länger beschäftigt, als man aufgrund seiner Dicke (oder eher Dünne) im ersten Moment vermuten würde. Sehr lohnenswert.

Veröffentlicht unter 5 Sterne, Bücher, Buchbesprechungen | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen