{Gelesen} Gail Carriger: Etiquette & Espionage

Taschenbuch, 312 Seiten
Atom, 2013
ISBN: 978-1-907411-58-8
Finishing School #1
Goodreads

Klappentext:
Fourteen-year-old Sophronia is a great trial to her poor mother. Sophronia is more interested in dismantling clocks and climbing trees than proper manners, and the family can only hope that company never sees her atrocious curtsy. Mrs Temminnick is desperate for her daughter to become a proper lady. So she enrolls Sophronia in Mademoiselle Geraldine’s Finishing Academy for Young Ladies of Quality.
But Sophronia soon realizes the school is not quite what her mother mght have hoped. At Mademoiselle Geraldine’s young ladies learn to finish … everything. Certainly, the learn the fine arts of dance, dress ans etiquette, but they also learn to deal out death, diversion and espionage – in the politest ways, of course. Sophronia and her friends are in for a rousing first year’s education.

Meine Meinung:
Hätte ich nicht schon vorher die Parasol Protectorate – Bücher der Autorin gelesen und geliebt, ich bin mir nicht sicher, ob ich diese hier gelesen hätte. Denn die Grundidee klingt für mich schon ziemlich schräg. Töcher aus gehobenen Kreisen, die in einem Internat zu Spioninnen ausgebildet werden – und das im Viktorianischen England. Oh, und das Internat ist ein unförmiges Luftschiff. Öhm ja.

Aber das Buch macht echt Spaß, auch wenn ich die Idee immer noch für verrückt halte. Sie spielt übrigens in der gleichen Welt die Frau Carrigers andere Bücher auch, aber etwa 20-25 Jahre früher, sprich es gibt Werwölfe und Vampire und sie sind auch in die Gesellschaft integriert. Was aber hier nur eine Nebenrolle spielt, das Buch hat eine viel größeren Schwerpunkt auf Steampunk. Es gibt mechanische Dienstboten, mechanische Haustiere (Bumbersnoot! Der beste mechanische Dackel der Weltliteratur!) neue Erfindungen und den Streit darum.

Aber was das Buch wirklich ausmacht, sind die tollen Charaktere. Allen voran die sympathische und so gar nicht damenhafte Sophronia, aber auch viele ihrer Mitschülerinnen, die alle ihre Stärken haben. Und Vieve, die kleine Nichte einer Lehrerin, die einfach nur großartig ist und ein Händchen für alles mechanische hat. Wobei ich mir gerade bei den Lehrkräften gewünscht hätte etwas mehr über sie zu erfahren.

Und was ganz super gewesen wäre, wäre eine Skizze des Luftschiffes um es sich besser vorstellen zu können. Es wird zwar viel beschrieben – zum Glück klettert Sophronia überall rum – aber die Beschreibungen allein haben mir nicht so sehr geholfen. Und dabei spielt der Großteil der Handlung eben auf genau jenem Schiff. Vom restlichen England erfährt man leider nicht viel.

Überrascht bin ich, dass die Handlung um den geheimnisvollen Prototyp nicht beendet wird, sondern wohl in dem nächsten Band weitergeführt wird. Aber eigentlich ist es auch egal, denn die Handlung ist nur Mittel zum Zweck. Es geht einfach darum mit Sophronia und Co Abenteuer zu erleben und dabei einfach eine gute Zeit zu haben. Und das erfüllt das Buch zu hundert Prozent.

Leichter, einfach zu lesender Stil, ich würde es wohl so ab 12 Jahre empfehlen, aber sehr unterhaltsam auch für Erwachsene. Mit Sicherheit auch gut geeignet um sich das Lesen auf Englisch anzugewöhnen. Das einzige etwas schwierigere sind eben die Steampunk-Begriffe, die sich aber meist aus dem Kontext erschließen lassen.

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{Gesehen} Supernatural Season 5

Darum geht es:
Two brothers and one fallen angel – against all the might of Satan and his army! As the Apocalypse grows closer, threatening to turn Earth into a battlefield soaked with human blood, Sam, Dean and Castiel struggle against daunting odds. New foes arise, including the Four Horsemen of the Apocalypse. Old friends depart, consumed by the fearsome wrath of Hell. Through it all, the Winchesters are targeted by demons and angels alike, who warn that each brother has a special and terrible role to play in the coming devastation. Season Five follows Sam and Dean on their most terrifying journey yet, one that may lead them to the only ally strong enough to defeat the Devil: God.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender: The CW
Jahr: 2009
Staffel: 5 von bisher 14
Anzahl Folgen/Staffel: 22
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler*innen: Jared Padalecki, Jensen Ackles, Misha Collins, Jim Beaver, Mark Pellegrino, Rob Benedict, Mark A. Sheppard
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1 / Season 2 / Season 3 / Season 4

Meine Meinung ( mit Spoilern!):
Wenn ich in dem Tempo weiter schaue, bin ich in 2,5 Jahren auf dem aktuellen Stand. Unglaublich xD
Aber es war schön zu sehen, wie hier viele Handlungsfäden von der vorigen Staffel weitergeführt wurden. Also außer Luzifer, das war ja eh klar. Aber das beispielsweise Sam immer noch mit seine Dämonenblutsucht (was für ein Wort ey) zu kämpfen hat. Und ich find immer mehr Gefallen an den Zeitreisen und Trips in alternative Zeitstrahlen/Zukünfte. Schön, dass Sam auch mal Mommy und Daddy besuchen durfte. Und ich bin beeindruckt von der Folge als Dean in der apokalyptischen Zukunftsversion landet und dort einer Version seines Zukunfts-Ich begegnet. Die Unterscheide zwischen den beiden Deans sind so subtil aber auch gleichzeitig unübersehbar. Super gemacht von Ackles.

Und die Erweiterungen des Casts sind großartig. Lucifer ist großartig, gerade weil er physisch gar nicht so beeindruckend ist. Und Crowley und Death sind großartig, wie sie beide auf ihre Art Erwartungen auf den Kopf stellen. Und es war schön Ellen und Jo mal wieder zu sehen. Wenn auch gleichzeitig ziemlich problematisch, aber dazu später mehr.

Und auch der Kampf gegen Luzifer und irgendwo auch gegen Michael war super dargestellt. Obwohl die Serie ja mit Sicherheit kein großes Budget hatte, wird geschickt vermittelt, dass es sich wirklich um eine globale  Apokalypse handelt.

Aber gleichzeitig gab es drei Punkte, die mich an der Staffel echt massiv gestört haben und die auch der Grund dafür sind, dass ich die Staffel nur mit  3 von 5 Sternen bewertet habe.
Zum einen: Where the Fuck is Jesus? Die komplette Staffel ist ein all-inclusive-trip durch die christlich(-jüdisch)e Mythologie, aber der Sohn Gottes wird nicht einmal erwähnt? Warum fragen Dean oder Sam nicht danach? Er wäre doch die offensichtliche Stellvertretung für den verschwundenen Gott. Spätestens bei dem sonst überraschend gut gemachten Trip durch den Himmel hätte diese Frage doch auftauchen müssen. Das einfach zu übergehen, ist so was von unlogisch.
Ich hab zwar irgendwo die großartige Fantheorie gelesen, dass auch Gott ein Vessel braucht um auf der Erde sein zu können und er dafür eben Jesus genommen hat, weil nur dessen Körper Gott aushalten kann, und finde das eine super leegante Lösung, die ich auch so für mich akzeptiert hab. Aber trotzdem: Jesus hätte spätestens da in der Serie zur Sprache kommen müssen.

Zweitens: Gabriel als Loki. Boah ich bin darüber so sauer. Loki ist selbst ein Gott (oder nach einigen Quellen auch ein Dämon #ohtheIrony) und nicht einfach ein Kostüm, dass nur darauf wartet, von nem dahergelaufenen, gelangweilten Engelchen angezogen zu werden. Religious / cultural appropration much? Aber wehe irgendjemand würde behaupten, dass der christliche Gott gar nicht Gott ist, sondern nur ein Trick von Loki – da wäre das Geschrei groß. Aber so rum interessiert es keinen, als wäre die Religion des Asen wertlos. Sehr nett. Und was ist mit dem eigentlichen Loki? Der ist nämlich der letzte, der es einfach so hinnehmen würde, dass sich jemand anders für ihn ausgibt.
(ja, ich hab mich inzwischen selbst gespoilert und kenn die Antwort inzwischen und sie macht das ganze etwas besser. Trotzdem finde ich die Darstellung in der Staffel hier scheiße.)

And last but not least: Die Frauenrollen in Supernatural. Okay, das ist nicht nur ein Problem dieser Staffel, sondern aller bisherigen, aber hier ist es mir bei Mary, Jo und Ellen besonders aufgefallen. Ich find’s ja großartig, dass die Serie kaum einen Fokus auf Liebe und Romantik legt, sondern die Beziehung zwischen den Brüdern als Grundlage nimmt. Aber jegliche Frauenfiguren, die mit einer auch nur ansatzweise größeren (let’s be honest: eine große Rolle gab es ja bisher nicht mal) dient doch nur dazu in einem oder beiden noch eine neu Art von Schuldgefühlen auszulösen. Aber nie ne eigene Agenda, ne eigene Handlung. In den früheren Staffel gab es da ja noch Ansätze – Ellen und Joe, aber auch Bela, aber mal eine wirklich tolle Frauenrolle, die auch länger präsent und am Leben gebleiben ist, gab es in den ganzen 5 Staffeln nicht. Und auch Jo und Ellen wurden hier doch nur zurück gebracht, damit sie für die Winchesters sterben können. Und das nervt so sehr. Bobby. Castiel. Crowley. Luzifer. Death. Warum ist nicht einer von ihnen weiblich?

Nee, die Staffel hatte zwar tolle Momente, aber für mich auch deutlich mehr negative Punkte als die vorigen. Trotzdem wäre es ein guter Schlusspunkt geworden, wenn die Serie tatsächlich hier aufgehört hätte.

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{Media Monday} #368

1. Jetzt, da die neue Woche schon wieder in den Startlöchern steht ist das einzige was mich motiviert, dass es nur noch 8 Arbeitstage bis zum Urlaub sind. 64 Arbeitsstunden.

2. Im Sommerurlaub darf Eis auf alle Fälle nicht fehlen, schließlich ist der Sommer ohne Eis nicht komplett (probiert das Salted Caramel von Mövenpick <3).

3. Schönes Wetter treibt einen ja bekanntlich gern mal nach draußen, wobei mich wohl einzig starke Schwüle davon abhalten könnte, denn da streikt dann irgendwann mein Kreislauf leicht (Asnahme: das draußen beinhaltet auch ein Wasserbecken zum Abkühlen, dann ist es okay).

4. Interaktive Film-Erlebnisse oder interaktive Bücher betrachte ich mit einem gewissen Maß an Skepsis, wobei ich aber damit auch noch nicht vieel Erfahrungen gesammelt hab.

5. Ich persönlich favorisiere bei der Frage nach eher kurzen Staffeln (bspw. 10-13 Episoden) oder den üblichen rund 22 Episoden grundsätzlich eher kürzere Staffeln, denn dann kann ich in der gleichen Zeit zwei Staffeln sehen und das ist wichtig, weil ich immer eine Liste von etwa 10 Staffeln hab, ich alle unbedingt als nächstes sehen muss und argh. Ich kann mich selbst ganz super unter Freizeitstress setzen.

6. Ich scheine „im Alter“ erst so richtig aufzublühen, schließlich komm ich in den letzten Jahren viel besser mit mir selbst klar, als wie das als Teen/Twen der Fall war.

7. Zuletzt habe ich den Regen draußen betrachtet und das war schön, weil die Luft jetzt viel angenehmer ist. Hat zwar nur kurz geregnet, aber das macht trotzdem so viel aus, lässt sich jetzt viel besser atmen.

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{Gelesen} James Bowen: Bob, der Streuner / Bob und wie er die Welt sieht

Originaltitel: A Street Cat named Bob / The World according to Bob
Übersetzer*in: Ursula Mensah
Taschenbuch, 490 Seiten
Bastei Lübbe, 2014
ISBN: 978-3-404-60882-9
Goodreads

Klappentext:
Die wunderbare Geschichte der Freundschaft zwischen James und seinem Kater wurde mit Bob der Streuner zum Welt-Bestseller. In seinem zweiten Buch, Bob und wie er die Welt sieht, erzählt James, wie Bob ihm in harten Zeiten und selbst in lebensgefährlichen Situationen immer wieder den Weg weist. Mit seiner Klugheit, seinem Mut und seinem Humor steht er für Freundschaft, Loyalität – und das Glück,  das zu sehen er James gelehrt hat.

Meine Meinung:
Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und es waren dort immer Katzen. Ist ja auch kein Wunder, Getreide -> Mäuse-> Katzen ist ne klassische Nahrungskette. Aber die erste Katze* zu der ich eine festere Beziehung hatte, war ein roter Kater. Mit dem typischen Hundenamen Fifi, ich hatte schon immer ein Talent für unpassende Namensgebung… Jedenfalls sah er genauso aus, wie die Katze auf dem Buchcover. Er ließ sich sogar auch eine Schal anziehen. Und ist auch schon Grund genug, warum ich das Buch gelesen hab.

Tja. So können einen Cover in die Irre führen. Denn her geht es höchstens zur Hälfte um den Kater. Der Rest dreht sich um James, seine menschliche Bezugsperson.
Und James ist so anstrengend mit seinem dauerhaften Selbstmitleid und Gejammer. Wobei ich zugegebenermaßen auch generell wenig Geduld und Verständnis für Drogenabhängige und ihre daraus entstehenden Probleme habe. Aber James bauscht seine Probleme einfach so sehr auf anstatt Verantwortung zu übernehmen, dass ich teilweise ganz Abschnitte seiner Klagelieder übersprungen habe.

Und auch Bob der Kater kommt hier eher rüber wie ein Fabelwesen und nicht wie eine real existierende Katze. Unheimlich intelligent und empathisch und so super geeignet für ein Leben auf der Straße. Es wirkt einfach sehr übertrieben und zu idealisiert.

Oder vielleicht kommt es mir auch nur so vor, weil alles mindestens fünfmal wiederholt wird. Überhaupt ist der Schreibstil einer der großen Schwachpunkte des Buches. Mir ist klar, dass es so wirken soll, als ob James es allein geschrieben hätte und er hat keine große Bildung. Aber wenn ein einfacher Stil einfach nur gleichgesetzt wird mit alles stilistisch und inhaltlich endlos wiederholen, dann ist schlicht und ergreifend was gewaltig schief gelaufen. Vielleicht würde die Geschichte ganz anders wirken, wenn hier mal kräftig gekürzt worden wäre.
(Und ich glaube nicht, dass es der Übersetzung geschuldet ist, bei Goddreads beschweren sich viele auf Englisch über den miserablen Stil)

Klar, man kann es noch als niedliche „Feel-good“-Geschichte lesen und es bekommt wohl auch einen Bonus, weil es nicht nur herzerwärmend, sondern auch wahr (zumindest der Kern des Ganzen, ich kann nicht glauben, dass da nicht gewaltig beschönigt und ausgeschmückt wurde) ist. Aber es gibt auch viele (wahre) Geschichten mit und ohne Katzen, die einfach besser zu lesen sind.

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{Gesehen} Dear White People Season 2

image imdb.com

Darum geht es:
In the wake of a student protest lead by Sam White that also saw Troy getting arrested, there’s plenty of questions about what came next. From the looks of things, Sam still seems torn between her different feelings for Reggie and Gabe, as the latter’s new film about race threatens to make things even more complicated.
A few other students from Winchester University look like they’re back to figuring right into the heart things at school, including Coco and Lionel, who seems to have found some romance all his own.
As Sam faces down challenges from social media and seminars alike, it looks like the show’s in for another semester-long balancing act between attraction and activism.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender: Netflix
Jahr: 2018
Staffel: 2 von bisher geplanten 3
Anzahl Folgen/Staffel: 10
Laufzeit einer Folge: etwa 30 Minuten
Schauspieler: Logan Browning, DeRon Horton, Antoinette Robertson, Brandon P. Bell, John Patrick Amedori, Marque Richardson, Ashley Blaine Featherson
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1

Meine Meinung:
Während mich die erste Staffel (und der dazugehörige Film) noch positiv zu überraschen und zu begeistern wussten, ließ mich die zweite Staffel ziemlich gleichgültig zurück. Und ich kann nicht mal genau sagen, wieso, denn viele der Zutaten, die Staffel eins so bemerkenswert machen, sind in gleicher Form auch hier enthalten.

Das Hauptproblem war wohl, dass mir etwas eine deutliche Haupthandlung gefehlt hat, die alle Perspektiven (die meisten Folgen konzentrieren sich auf eine Person und damit ihren persönlichen Blickwinkel) deutlich miteinander verbunden hätte. In Staffel 1 war das die Blackface-Party und ihre Folgen. Hier gab es zwar Rassismus und im Speziellen gerade AltRight-Trolle als übergreifendes Element, aber die Verbindungen waren viel lockerer und mehr ein allgemeines Motiv. Das führte dazu, dass für mich die meisten Personen sehr isoliert wirkten und das nimmt der Serie viel von ihrer Wirkung.

Und ich hatte mehr Charakterentwicklung erwartet. Wobei das ist falsch ausgedrückt, es gibt schon bei vielen Entwicklungen, aber am Ende der Staffel sind sie noch mitten drin und auf der Suche. Was natürlich zu Collegestudenten auch passt, aber es führt auch dazu, dass die Staffel irgendwie nicht rund und vernünftig beendet wird. Und vor allem war es meistens nicht sonderlich interessant. Troys Entwicklung vom Overachiever zum jammernden Dauerkiffer war nicht gerade fesselnd und Lionel is all over the place. Sam und ihre Auseinandersetzung mit ihrer Familiengeschichte fand ich noch gut. Aber wirklich mein Interesse geweckt hat nur Reggie und sein Kampf mit den Folgen der Blackfaceparty.

Deutlich interessanter fand ich dagegen, dass in der Staffel auch stark die Geschichte von Winchester beleuchtet wurde, natürlich vor allem im Hinblick auf den Umgang mit Minderheiten (zuerst Italiener und Iren, dann Schwarze) und welche Auswirkungen das noch bis in die Gegenwart hat. Manche offensichtlicher , wie A-P als das traditionelle Wohngebäude schwarzer Student*innen, manche eher subtil. Aber gleichzeitig wirkte das alles auch etwas wie die Einleitung zu der Handlung von Staffel 3, besonders dank dem Cliffhanger im Serienfinale.

Natürlich ist die Serie dank dem aktuellen politisch-gesellschaftlichen Kommentar in unterhaltsamer Verpackung immer noch sehr sehenswert und ich freue mich auch schon etwas auf die dritte Staffel. Aber gleichzeitig muss ich doch sagen, dass die zweite Staffel für mich wirklich nicht das Niveau der ersten erreicht.

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{Media Monday} #367

1. Am liebsten schaue ich Filme ja zu Hause von der Couch aus – wenn ich jederzeit pausieren und/oder zurückspulen kann, die Snacks nicht überteuert sind und die Auswahl nach meinem Geschmack. Und niemand mit Popcorn raschelt oder das Handy benutzt.

2. Und wenn mir dann ein Film so richtig gut gefallen hat, bin ich meist sehr gespannt darauf, was andere Blogger dazu sagen.

3. Das letzte Mal, dass ich ein Serienkonzept als absolut neuartig und unkonventionell empfunden habe ooooh interessante Frage *grübel* Nach allem, was ich gehört / gelesen hab, soll Westworld wohl ziemlich ungewöhnlich sein. Aber beurteilen kann ich es nicht wirklich.
Von daher. American Gods (naja, mindestens mal Staffel 1). Ich mein, als Serie ist es neu, die Idee an sich gab es dann ja schon als Buch aber trotzdem. Die Darstellung der Götter als um Aufmerksamkeit ringende Entitäten mit Konkurrenz zwischen alten und neuen Gottheit und das ohne irgendeine Religion positiver oder negativer als andere darzustellen, ist schon super.

4. Ich mag ____ ja, aber ihre/seine Rolle als ____ in ____ konnte ich ihr/ihm absolut nicht abnehmen, weil ____. Öhhh keine Ahnung, mir fallen gerade nur Leute, denen ich eine bestimmte Rolle zwar nicht abnehmen konnte, die ich aber auch nicht mag….

5. Angebliche „Fans“, deren verbale Hasstiraden schon in Richtung Mobbing gehen sind keine Fans, sondern Arschlöcher. Ist ganz einfach.

6. Jüngst erst habe ich von dem Trubel um derartige Fans bei Star Wars und wie lange sich das schon hinzieht gelesen/erfahren und denke dass die ganzen Beteiligten an Filmen/Serien/etc. ja manchmal die Existenz des Internets und Social Media im Speziellen doch stark verfluchen müssen.

7. Zuletzt habe ich das Erwachsensein verflucht und das war, weil ich bis Sonntag Abend um zehn mit Erwachsenenkram (Post fertig machen, Emails schreiben, Essen für mit ins Büro vorbereiten, Einkaufszettel schreiben, etc) beschäftigt war und erst danach dazu komme, mich dem Blog zu widmen. Und eigentlich wollte ich den Abend nutzen um die Blogposts für die ganze Woche vorzubereiten, aber ich mag auch gern 7-8 Stunden Schlaf in einer Nacht…. #seufz

 

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8 für 2018 – Halbjahresfazit

Wie ja schon fast Tradition hab ich am Anfang des Jahres einen kleinen Plan aufgestellt, welche Bücher/Serien/Filme ich 20158 lesen/sehen möchte. Und nachdem nun die Hälfte des Jahres vorbei ist, wird es Zeit mal eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen:


bei den Büchern sieht es quantitativ sehr gut aus.Die Veronica Mars-Bücher kann ich noch noch nicht wirklich lesen, weil ich erst alle drei Serienstaffeln schauen müsste. Aber qualitativ ist es eher meh. Felicia Days Buch hat mir gut gefallen und Wenn ihr uns findet war auch ansprechend, der Rest war aber leider nicht meins. Das meiste war okay, aber nicht mehr und Gespräche mit meiner Katze richtig enttäuschend.


Veronica Mars konnte ich noch nicht sehen. Aristocats und The King’s Speech werde ich wohl in den kommenden sechs Monten locker irgendwann sehen können. Ansonsten bin ich hier mit meiner Auswahl recht zufrieden. The Judge war der einzige Film bisher, den ich langweilig fand. Gut Star Trek ist halt typisch für die neuen Star Trek Filme und bietet wenig Neues, aber immerhin gute Unterhaltung. Into the Woods war unterhaltsamer als ich erwartet hab.

Uhm…. Ich bin mir ehrlich nicht sicher, ob ich es schaffe, die alle noch in 2018 zu sehen – vor allem da ich ja nicht nur alte Serien schauen will. X-Files hab ich gerade angefangen, bin aber erst bei Episode 2.

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{Monatsrückblick} #6

Gelebt:
Platsch, platsch <3
Ich hab einen kleinen Privat-Pool und es ist so unvorstellbar toll. Okay, erst nach 5 Minuten, wenn man sich an die Wassertemperatur gewöhnt hat :D Aber so schön, sich abends einfach für ne halbe Stunde im Wasser abkühlen zu können.

Ansonsten hab ich es geschafft mich bei schönstem Wetter Anfang Juni so zu erkälten, dass ich vier Tage krank geschrieben war. Es ist unglaublich. Da übersteht man die verdammte hartnäckige Grippewelle Anfang des Jahres ohne Probleme, aber im Sommer wird man krank. Das gehört doch verboten.
Außerdem war ich im Theater (wo ich mich möglicherweise auch mit den Erkältungsviren angesteckt hab -.-) – eine Aufführung von Sweeney Todd. Gut gemacht, aber gerade den Todd-Schauspieler fand ich nicht so überzeugend. Aber ein schöner, ruhiger Monat.

Gelesen:
„Schöner, ruhiger Monat“ ist Code für „viel Zeit für Bücer und Co“ xD Und in dem Monat sogar direkt auch viel gutes.
Ich habe die komplette vierbändige Finishing School-Reihe von Gail Carriger gelesen. Schöne Young Adult Steampunk Fantasy mit großartigen Heldinnen. Shr zu empfehlen, wenn man das Genre mag. Außerdem The Testament of Loki, eine Fortsetzung von The Gospel of Loki, welches zwar immer noch gut war – Harris‘ Loki ist einfach awesome -, aber nicht mit dem Vorgänger mithalten konnte. Und das Highlight des Monats: Sandersons Elantris sowie die dazugehörige Kurzgeschichte The Hope of Elantris (online lesbar, wenn es jemand interessiert). Sandersons Magiesysteme sind so faszinerend durchdacht und elegant, ich bin immer wieder aufs neue begeistert.
Und an nicht Fantasy war da noch Krone und Feuer von Linnea Hartsykker, welches mich positiv überrascht hat. Historischer Roman über Wikinger, in dessen Zentrum ein Geschwisterpaar mit toller Frauenfigur steht.

Gesehen:
Dank oben erwähnter Erkältung und gezwungener Freizeit hab ich relativ schnell die fünfte Staffel von Supernatural gesehen. Den Großteil davon fand ich gut, aber es gab auch einige Punkte, die mich massiv störten. Außerdem noch jeweils die zweite Staffel von A Series of Unfortunate Events (hach, Nathan Fillion ist eine tolle Ergänzung des Casts) und Dear White People. Beides gut, aber bei DWP fand ich die zweite Staffel im Vergleich zur ersten doch etwas enttäuschend. Außerdem noch Amazons inzwischen längst abgesetztes The Last Tycoon und ich sag’s mal so: ich versteh jetzt vollkommen, warum Amazon nicht mehr als eine Staffe davon wollte *gäääähn*
An Filmen hab ich im Kino Ocean’s 8 gesehen. Außerdem das sehr langweilige Pirate’s Passage auf Netflix, ein Kinderfilm, bei dessen Kurzbeschreibung ich dachte es wäre von Stevensons Treasure Island inspiriert, aber dem war leider nicht so. Muss man nicht sehen. Und zum wiederholten Male Sweeney Todd, weil Alan Rickman <3

Neuzugänge:
Und inzwischen sogar schon 5 davon gelesen! #stolz

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{Media Monday} #366

Noch 3,5 Wochen bis Geburtstag und – viel wichtiger – Urlaub! (mein persönlicher Juli-Countdown xD)

1. Kaum zu glauben, dass das verdammte halbe Jahr rum ist – und ich immer noch nicht den Kram genäht habe, den ich mir schon für Februar vorgenommen hatte >.<.

2. Sommerflaute hin oder her, auf irgendwas im Kino freue ich mich jetzt schon, denn es gibt hier in der Nähe im August immer ein Freiluftkino mit (bisher) recht guter Filmauswahl und an einem schönen Platz, aber der diesjährige Film wurde noch nicht bekannt gegeben.

3. The Fall hätte besser spätestens nach der zweiten Staffel beendet werden sollen, denn die dritte war so viel schlechter als die anderen beiden und hat deren tolle Wirkung kaputt gemacht.

4. Bei dem Wust an Serien, der mittlerweile alljährlich aus dem Boden sprießt komm ich einfach nicht mehr hinterher und es frustriert mich gerade so sehr (sagte sie während sie eine Staffel aus dem Jahre 1993 anfing….#X-Files).

5. Wow. Selten eine beeindruckendere schauspielerische Leistung erlebt als von Tatiana Maslany in Orphan Black.

6. Madame Katz kann ich ja tatsächlich immer wieder zur Hand nehmen, denn sie ist so unheimlich schmusig und flauschig und schnurrig <3.

7. Zuletzt habe ich etwas geschwommen und das war eine dumme Idee, weil ich jetzt Wasser im linken Ohr hab und es absolut nicht rausbekomme. Hilfe!

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{Gesehen} Turn – Season 4

image imdb.com

Darum geht es:
Notorious traitor Benedict Arnold takes his revenge on George Washington by rounding up suspected rebel spies to impress his new British commanders. Meanwhile, Abe Woodhull and the other members of the Culper Ring escape Arnold’s clutches and unintended consequences compel Abe to seek revenge.
For his side to prevail, Abe must forsake his bloodlust and turn his attention toward the one thing that truly matters: winning the war.

Trailer:

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender:
AMC
Jahr: 2017
Staffel: 4 von 4
Anzahl Folgen/Staffel: 10
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler: Jamie Bell, Daniel Henshall, Heather Lind, Meegan Warner, Seth Numrich, Samuel Roukin, Ksenia Solo, Kevin R. McNally, Ian Kahn, Owein Yeoman, Nick Westrate

Meine Meinung:
Es ist immer wieder schön, wenn von Anfang an klar ist, dass eine Staffel die letzte einer Serie sein wird und die Verantwortlichen so Zeit haben alle losen Fäden aufzuwickeln und alles zu einem schönen, runden Ende zu bringen.

So auch hier. Die Serie endet mit dem Sieg der Amerikaner über die britischen Truppen und der Gründung der Vereinigten Staaten (und wehe, jetzt beschwert sich wer über Spoiler ;) ). Aber auch die einzelnen Handlungsfäden der Protagonisten auf beiden Seiten kommen alle schön zu einem Ende. Nicht immer zu dem, dass ich als passend empfunden hätte, aber gut. Aber man merkt deutlich, dass für jede*n von ihnen das Kapitel Krieg jetzt abgeschlossen ist und etwas komplett neues beginnt. Sehr schön gemacht, wirklich.

Es ist sicherlich nicht absolut historisch korrekt, aber dafür umso unterhaltsamer. Auch gerade, weil die großen Figuren des Bürgerkrieges nur eine Nebenrolle spielen und dafür eben jene im Mittelpunkt stehen, die sonst kaum Aufmerksamkeit bekommen.

Man muss natürlich ein Interesse an historischen Stoffen und eben auch besonders dem amerikanischen Bürgerkrieg mitbringen, sonst findet man die Serie wohl vor allem langweilig. Aber wenn dieses Interesse vorhanden ist (und wenn es auch nur durch den Hype um Hamilton entstanden ist xD), dann ist das hier eine gelungene, unterhaltsame Serie, die – zumindest im deutschsprachigen Raum – nie die Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie eigentlich verdient hat.

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