{Media Monday} #408

1. So ein viertägiges Wochenende bietet mir endlich mal wieder die Möglichkeit mehr zu schlafen (naja teoretisch…).

2. Tierische Gefährten in Filmen darf nichts passieren. Ganz wichtige Regel.

3. Der Großteil der sogenannten deutschen Comedians hat leider absolut nicht meinen Humor getroffen, was aber oft genug daran liegt, dass ihre Witze auch schon vor Jahrzehnten nicht lustig waren.

4. Ob das Thema Zombies langsam aus- oder gar überreizt worden ist? Keine Ahnung, ich bin (noch) nicht über die erste Staffel von Walking Dead hinaus gekommen.

5. Das TV-Programm zu Ostern ist mir komplett egal.

6. Game of Thrones begegnet mir momentan fast überall, denn logischerweise ist der Hype jetzt bei der finalen Staffel nochmal besonders groß. Go Sansa go!

7. Zuletzt habe ich eine Packliste für den Urlaub erstellt und das war schön, weil so langsam Vorfreude einsetzt.

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{Gesehen} Now you see me 2

image imdb.com

Darum geht es:
One year after outwitting the FBI and winning the public’s adulation with their Robin Hood-style magic spectacles, The Four Horsemen resurface for a comeback performance in hopes of exposing the unethical practices of a tech magnate. The man behind their vanishing act is none other than Walter Mabry, a tech prodigy who threatens the Horsemen into pulling off their most impossible heist yet. Their only hope is to perform one last unprecedented stunt to clear their names and reveal the mastermind behind it all.

Eckdaten:
Trailer
Jahr: 2016
Land: USA
Laufzeit: 129 Minuten
FSK: 12
Darsteller*innen: Jesse Eisenberg, Mark Ruffalo, Woody Harrelson, Dave Franco, Daniel Radcliffe, Lizzy Caplan, Morgan Freeman

Meine Meinung:
Ich hab ja schon vor doch einiger Zeit Teil 1 gesehen und öhm… In Erinnerung geblieben ist mir davon praktisch nichts. Aber damit rechnete die Fortsetzung wohl schon und war nett genug eine kleine Zusammenfassung zu geben. Aber eigentlich ist es auch egal, denn die Handlung im zweiten Teil ist so verwickelt, dass ich ihr vermutlich auch mit einer besseren Erinnerung an Teil 1 nicht hätte folgen können. Nicht gerade ideal.

Für mich ist der Film etwas in sich selbst verliebt und hält sich für ganz arg clever. Aber eigentlich ist er nur eine einzige optische Illusion ohne wirklich überzeugende Handlung. Visuell sehr beeindruckende Szenen, die aber einfach nur so was von unglaubwürdig und unrealistisch sind. Bestes Beispiel dafür ist diese absurde Durchsuchungs/Karte-Werf-Szene in dem Tresorraum. Klar, super Black/White-Look, sehr klasse in Szene gesetzt und tolle Schnitte. Alles erste Sahne. Aber was sollte das denn bitte im Sinne der Handlung? Da hätte mensch das in 5 Sekunden anstatt 5 Minuten haben können. Und durch diese Szenen wird alles unnötig in die Länge gezogen und so nach zwei Dritteln hab ich dann auch innerlich abgeschaltet. Und das die Charaktere einfach nur todlangweilig sind und keien Persönlichkeit entwickeln hilft halt auch nicht.

Und viele der Tricks sind einfach CGI oder so umständlich, dass sie einfach realistisch nicht umsetzbar sind. Das fängt schon mit der Eröffnungssequenz bei diesem Empfang oder was das war an. Und, wenn ich nen Film über Magier sehe, dann soll das doch bitte Bühnenmagie sein und nicht erst durch Postproduction dazu werden (also solche Filme, nicht Fantasyfilme mit Magie). Das war in Teil eins um Welten besser.

Aber das beste war das Ende. Wie soll das denn bitte funktionieren? Klar, die organisieren mal eben so in ein paar Stunden in London (!) an Silversterabend (!!) eine risen Menge an Equipment auf der Themse (!!!) ohne dass es irgendjemand auffällt. Warum nicht? The Fuck?

Nett, optisch durchaus beeindruckend – aber auch komplett überflüssig. Reicht bei weitem nicht an Teil eins heran, und der hatte schon so seine Mängel. Noch nen Teil brauch ich echt nicht.

Bechdel Test: 1/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Lula und Bubu (also eher „Namen“)
2) die sich miteinander unterhalten: —-
3) über etwas anderes als einen Mann: —-

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{Media Monday} #407

1. Die Entscheidung, mir einen bestimmten Film ansehen zu wollen treffe ich meistens spontan. Außer es geht um einen Kinobesuch, da ist etwas mehr Planung notwendig – mit ein Grund warum ich nicht so gern ins Kino geh.

2. Serien, von denen bereits zig Staffeln existieren versprechen auf der einen Seite (im Idealfall) tolle, langfristig entwickelte Charaktere und komplexe Handlungen aber erfordern eben auch einiges an zeitlichem Investment. Weswegen ich ehrlich gesagt auch froh bin, dass Supernatural beendet wurde – jetzt bestehen Aussichten, dass ich es schaffe in der nächsten Dekade tatsächlich alle Folgen zu sehen.

3. London Spy hätte ich mir ja durchaus spannender/besser vorgestellt, denn ich hatte bei dem Titel mehr tatsächlichen Spionagekram erwartet. Und Spione.

4. Ich kann gar nicht genau sagen, wann ich das letzte Mal mich nicht einfach von 1.000 Dinge gestresst gefühlt hab, sondern einen längeren Zeitraum einfach genießen konnte ohne daran zu denken, was ich alles noch machen muss.

5. ____ könnte für mich durchaus das nächste große Ding werden, was ____ betrifft, schließlich ____ . Eh…

6. Gerne würde ich ja wieder häufiger etwas von oder mit queeren Charakteren sehen, die einfach queer sind ohne dass das zu einer großen dramatischen Handlung werden muss sehen, aber damit ist wohl ein Großteil der Film- und Seirenwelt immer noch komplett überfordert.

7. Zuletzt habe ich am Wochenende zwei gelieferte Sitzbänke zusammen bauen wollen und das war nur sehr bedingt von Erfolg gekrönt, weil eine der Bänke kaputt geliefert wurde und jetzt kann ich mich mit dem Kundendienst rumärgern und meine Sitzecke sieht unfertig scheiße aus. Alles doof.

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{Gelesen} Christian Lange: Die ægyptische Maschine

Taschenbuch, 355 Seiten
Feder & Schwert, 2018
ISBN: 978-3-86762-335-3
Eis & Dampf #3
Goodreads

Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Als die ænglische Wissenschaftlerin Eve Bailiff London verlässt und zu einer geheimen Mission nach Paris aufbricht, ahnt sie noch nicht, dass es sie und ihren geheimnisvollen Schatten bald in den Orient verschlagen wird.
Osiris, der Vizekönig von Ægypten, der sich schon auf einer Stufe mit den alten Pharaonen des Landes sah, wurde ermordet. Doch sein Geist scheint noch nicht verschwunden zu sein. Mit Hilfe einer antiken Maschine soll Eve Osiris aus der Unterwelt zurückholen. Doch der Dschungel aus Intrigen und Machtspielen am ægyptischen Hof macht es Eve fast unmöglich zu bestimmen, wer Freund und wer Feind ist.
Während Eve mit Hilfe einer kleinen Gruppe Verbündeter versucht, Osiris zu retten, wird jener Mann aktiv, vor dem sie aus London floh. Jener Mann, der ebenfalls an dem Geheimnis der ægyptischen Maschine interessiert ist – Professor Clockworth-Merenge.

Meine Meinung:
Die Buchreihe Eis & Dampf spielt in einer Welt, in der es eine Eiszeit gab und Europa sich zum großen Teil in Dauerfrost befindet. Und nur dank ausgefeilter Technik, vor allem Dampfmaschinen (Eis & Dampf, ne?) überleben kann. Und obwohl, ewiger Winter ja ganz und gar nicht meins ist, faszinierte mich genau das an der Reihe. Ein Europa unter dem Eis, so bekannt und doch völlig anders.
Tja, jetzt spielt der Band aber in Ægypten. Und Ægypten ist grün und warm und praktisch genauso, wie es in unserer Realität auch ist. Diese ganze besondere Atmosphäre des kalten Europas ist hier komplett verloren gegangen.  Ægypten ist einfach Ägypten mit verfremdeter Schreibweise. Und das fand ich doch etwas enttäuschend. Auch wenn ich mich frag, was ich eigentlich anderes erwartet habe. Irgendwo müssen ja die Lebensmittel für das eingefrorene Europa herkommen.

Und vielleicht hätte es mich auch nicht so gestört, wenn mich die Charaktere und die Handlung besser gefangen genommen hätten.
Gerade die Charaktere hatten für mich durchweg einfach zu wenig Persönlichkeit und ich fühlte mich das ganze Buch über nicht mit ihnen verbunden. Ihr Schicksal hat mich nur insofern interessiert, wie es eben die Handlung beeinflusste, aber nie emotional berührt. Was daran liegt, dass die Personen alle nur soweit charakterisiert werden, wie das eben für die Handlung notwendig ist. Ihre Vorlieben, Vergangenheit, Wünsche, Träume, Ängste; auf all das wird nicht eingegangen. Besonders deutlich fand ich das bei Horus, dessen Motivation und Verhältnis zu Osiris ich nie wirklich verstand.
Witzig fand ich aber, dass der Reporter Borchert im Auftrag der Grünen Fee unterwegs ist. Ist das doch auch der Name eines Groschenheftes, welches Kurzgeschichten aus eben der Eis & Dampf-Welt veröffentlicht. Schöne Idee.

Die Handlung selbst war spannend und hatte auch einige Wendungen, die ich so absolut nicht kommen sah. Auch der Einbau der ägyptischen Mythologie und Vergangenheit (Heliopolis!) ist sehr gut gelungen. Aber obwohl mich das Buch von Anfang an fesselte, so fehlt für mich doch etwas der Fokus in der Handlung. Geht es um die Intrigen und die Nachfolge von Osiris? Oder um Eves Flucht vor Professor Clockworth-Merenge? Das Geheimnis der Maschine? Haukes Besonderheit? Es wird immer mal was anderes in den Mittelpunkt gerückt, ohne dass es eine wirkliche Haupthandlung gibt und das fand ich doch etwas verwirrend.

Und auch das Ende war für mich unbefriedigend. Zwar wird der konkrete Konflikt aufgelöst, aber was danach kommt, bleibt total offen. Was macht Eve jetzt? Was fängt Hauke mit seinem Wissen an? Was passiert mit/in dem Machtvakuum in Ægypten?

Alles in allem ist es eine nette Geschichte, aber das war es auch. Die Idee hinter der ægyptischen Maschine ist toll und faszinierend, aber die Ausführung kann das Potential leider nur bedingt umsetzen und es fehlt ihr einfach an Substanz. Aber trotzdem hoffe ich, dass es in der Buchreihe noch viele weitere Bücher gibt von vielen Autor*innen, wenn auch besser wieder im kalten Europa.

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{Media Monday} #406

1. Die erste Aprilwoche ist rum und auch wenn es zu früh ist für ein Fazit, kann ich doch für mich schon festhalten dass meine Wochenenden in dem Monat schon viel zu ausgebucht sind. Ich will mehr Freizeit.

2. Die Avengers-Filmreihe kennen ja meiner Meinung nach viel zu wenige, denn es wird einfach keine Werbung dafür gemacht und es gibt keinerlei Trailer und dergleichen.
(ich freu mich auf den Film, aber ich bin trotzdem gerade etwas genervt von dem Tarara drumherum)

3. Ich kann gar nicht verstehen, wieso sich ____ für etwas wie ____ hergibt, immerhin ____ . Ich passe

4. Das Tempo der Veröffentlichungen und die schiere Masse an neuen Serien machen mich so fertig, ich will so viel sehen und bin gleichzeitig froh, wenn ich aktuell auf viel Folgen/Woche komm *heul*.

5. ____ scheint im Genre ____ momentan wahnsinnig im Trend zu sein, schließlich ____ . Ich hab keine Ahnung.

6. Der April ist voller Highlights, was Filme, Serien, etc. betrifft. Mein persönliches Highlight aber ist der Urlaub Ende April. Da kann keine Serie und kein Film mithalten.
(Hat irgendjemand Geheimtipps zum westlichen Bodensee?)

7. Zuletzt habe ich Mocktails gemacht und das war sehr schön, weil das für mich ein typischer Sommerdrink ist. Ergo, es ist Sommer.

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{Monatsrückblick} #3/2019

Gelebt:
Ein Viertel von 2019 ist schon vorbei. Urgh. Gestern war doch erst Neujahr.
Aber: Urlaub! Endlich. Und natürlich hab ich nicht mal annähernd das gemacht, was ich machen wollte. Aber ich habe nun endlich einen Kleiderschrank. So schön.  Ansonsten war der März ziemlich unspektakulär. Ich freute und freue mich über das längere hell sein am Tag, welches mich mit so deutlich mehr Energie beglückt.

Gelesen:
Mehr Seiten als in den anderen zwei Monaten bisher! Urlaub sei Dank xD Und auch qualitativ gut. I like.
Angefangen hat der Monat mit Das Erbe der Elfen, dem ersten Hexer-Roman von
Andrzej Sapkowski. Gut geschrieben, klassische High Fantasy, allerdings hab ich erst während dem Lesen erfahren, dass es einige Kurzgeschichten gibt, welche vor dem Roman spielen und als Einführung in die Welt besser vorher gelesen worden wären. Nunja. Danach folgte eine Sammlung von Erzählungen von Hans Fallada und joa, ich hab mich bei Büchern schon weniger gelangweilt als hier. Darauf folgte In den Augen der anderen von Jodi Picoult, das mich schon verlor als die Erzählerin ziemlich am Anfang des Buches schwört, dass der Autismus ihres Sohnes durch Impfung hervorgerufen wurde. Außerdem In einem anderen Buch, den zweiten Thursday Next Roman von Jasper Fforde, der mir besser gefallen hat als Band 1. Dann kam auch schon Die verkehrte Stadt, ebenfalls der zweite Band einer Reihe. Das Ende des Monats bildete dann Hexagon von Henning Mützlitz, ein überraschend guter Fantasyroman im Frankreich Kardinal Richelieus.

Gesehen:
Ich hab die sechste Staffel von Supernatural beendet und wtf Castiel? Das passte überhaupt nicht zu seinem Verhalten in den vorigen Staffeln. Außerdem die erste Staffel von Lost Girl, welche ich überraschend gut fand. Bisexuelle Hauptfigur, Sex-positivity, so viele übernatürliche Wesen. Und Kenzi <3 Die Handlung selbst war manchmal etwas mittelmäßig, aber das Konzept ist toll. Außerdem noch die Mini-Serie London Spy, die mich aber gar nicht überzeugen konnte. Fand die Figuren da alle sehr unglaubwürdig.

Bei den Filmen war im März ganz klar Captain Marvel der Höhepunkt. Allerdings war die Konkurrenz auch nicht so umwerfend. Ich hab noch Young Adult und Carol gesehen, die ich aber bei de nicht so überzeugend fand. Bei Young Adult ging mir die Protagonistin so auf die Nerven und arol war mir zu langsam erzählt, wobei ich glaube, dass ich einfach in der falschen Stimmung für den Film war. Und The Iron Lady hatte ich angefangen aber nicht zu Ende gesehen, das war gar nicht, was ich mir von dem Film erhofft hatte.
Überrascht war ich dagegen von Seeing Allred, einer Netflix-Dokumentation über die Anwältin Gloria Allred. Und Only Lovers left Alive hat mir auch beim zweiten Ansehen sehr gefallen.

Geschnappt:

9 für 2019:
Bücher: 1/9 – In einem anderen Buch (Thursday Next #2)
Serien: 1/9 – Lost Girl Season 1
Filme: 1/9 – The Iron Lady (abgebrochen)

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{Gelesen} Judith & Christian Vogt: Die verkehrte Stadt


Taschenbuch, 607 Seiten
Bastei Lübbe, 2019
ISBN: 978-3-404-20934-7
Die 13 Gezeichneten #2
Goodreads
Rezension zu Band 1

Danke an die Autor*innen und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Die Rebellion war erfolgreich. Die Bürger von Sygna, Stadt der magischen Zeichen, haben die Besatzer aus Aquintien fortgejagt. Doch nun befindet sich der kleine Stadtstaat in einem offenen Krieg gegen das aquinzinische Kaiserreich.
Die Schmiedin Elisabeda Eisenhammer, Rebellin erster Stunde, schart die Kampfwilligen um sich und zieht mit einem winzigen Kontigent gegen die Große Armee des Kaisers. Verzweifelt sucht sie nach Verbündeten, denn sie weiß: Alleine wird Sygna untergehen.
In Sygna selbst stemmen sich die alten Zünfte gegen jede Erneuerung. Kilianna Erdhand, Tochter des Großgildenmeisters, ist nicht bereit, dies hinzunehmen. Sie träumt von der Gleichberechtigung aller. Dabei droht ausgerechnet ihr Vater, ihr in den Rücken zu fallen. In seiner Verblendung geht er einen gefährlichen Pakt mit einem mythischen Wesen ein…

Meine Meinung:
Würde mir ein Dichterzeichen zur Verfügung stehen, dann hätte es diese Rezension bestimmt schon viel früher gegeben, weil ich nicht ewig gebraucht hätte um die passenden Worte zu finden xD

Im zweiten Band wird weit über die Stadtgrenzen von Sygna hinaus geblickt und ein großer Teil des Buches spielt außerhalb. Ein Teil der Handlung spielt in Naronne, der Hauptstadt von Aquintien, und ganz ehrlich? Ich würde die Stadt gern mal als Tourist besuchen, die Beschreibungen von ihr sind so schön.
Aber natürlich ist das Geschehen in Sygna immer noch der zentrale Punkt und die Stadt sieht jetztohne ihre Besatzer völlig anders aus. Wo es in Band eins noch ein mehr oder weniger einfaches Sygna versus übermächtiges Aquintien war, sind es hier auf beiden Seiten viele kleine Gruppen, die alle ihre eignen Interessen vorantreiben (oder es zumindest wollen; der Erfolg ist so eine Sache). Die Gruppe um Kilianna versucht allen Bürgen den Zugang zu den Zeichen zu ermöglichen, unabhängig von Geschlecht und Herkunft. Die Gilde will das nicht, weil weniger Macht für die gesetzten Herrn in ihren schönen Villen oberhalb des Pöbels. Und dann ist da noch der Verborgene Hof, der in diesem Band kräftig mitmischt.
Überhaupt fand ich diesen Band in Vergleich zu seinem Politiker noch mal deutlich politischer/feministischer. Nicht mal unbedingt die Handlung an sich, aber es herrschte eine viel größere Grundstimmung nach Art von „We can do it!“, die sich an vielen kleinen Punkten immer wieder zeigte. Egal, ob ein weiblicher General für die Streitmacht, eine Frau im Gildenrat (welch schockierende Vorstellung!) oder so vieles mehr.

Dazu kommt mit der Noccurn-Allianz eine weitere politische Partei ins Spiel, die bisher Sygna freundlich gesinnt scheint, aber ob das auch so bleibt, wenn/falls der gemeinsame Feind besiegt worden ist?
Genauso interessant fand ich jedoch den Einblick in das Leben in Naronne und die Erkenntnis, das die Bürger von Aquintien gar nicht so geschlossen und einige die Politik von Kaiser Yulian unterstützen, sondern es da auch sehr unterschiedliche Meinungen gibt. Dieses differenzierte Bild hat mir sehr geholfen Aquintien nicht nur als unbestimmt bedrohlich-grausame Besatzungsmacht wahrzunehmen, sondern
Und außerdem haben diese Handlungsstränge so einen herrlichen Les Miserables- und Hamilton-Vibe (Die Duellszene ♥).

Aber auch über die Zeichen erfährt die Leserin erfreulich viel mehr. Zum einen werden in der Handlung mehr von den Zeichen angewendet und dadurch, dass sich auch jedes der Urzeichen eine*n Träger*in gesucht hat, wird viel mehr über sie und ihre Möglichkeiten gesprochen.
Und zum anderen wird hier auch nach der Entstehung der Zeichen und der Frage, warum diese gerade in Sygna ihre Macht entwickelt haben, geforscht. Und die da nach und nach entdeckte Mythologie ist so faszinierend. Und voller Überraschungen für alle Beteiligten.

Worüber ich etwas traurig war, ist dass so nebenbei mit Lidia eine super interessant und saucool klingende Frau (sie ist Piratin! <3) erwähnt wird, sie dann aber das ganze Buch nicht mehr vorkommt. Schade, ich hätte gern mehr über sie erfahren, aber vielleicht passiert das ja in Band 3?
Und der Cliffhanger am Ende ist so fies. Also nicht der Cliffhanger an sich (es sind ja eh eigentlich mehrere), der ist eigentlich großartig, weil ich das absolut nicht erwartet habe. Aber jetzt ein Jahr warten, bis es weitergeht? Das ist ganz gemein.

Eine tolle Fortsetzungen, die geschickt auf der Handlung des ersten Bandes aufbaut und die Welt um Sygna gekonnt erweitert und vorantreibt.

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{Media Monday} #405

1. Durch die Zeitumstellung fehlt mir plötzlich eine Stunde, die ich viel lieber mit Schlaf verbracht hätte, schließlich halte ich diese Umstellung zweimal im Jahr für großen Blödsinn. Allerdings freu ich mich sehr, dass es abends länger hell wird #TeamEwigeSommerzeit

2. Es scheint eine ungeschriebene Regel zu sein, dass Telefone immer in den ungünstigsten Momenten klingeln („Ich kann nicht drangehen, ich hab den Mund voll Essen“….).

3. Gloria Allred würde ich ja gerne mal im wahren Leben begegnen, einfach weil der Dokumentationsfilm über die und ihre Arbeit sie sehr sympathisch erscheinen lässt und ich sie gerne mal ‚live‘ erleben würde.

4. Was ich besonders daran schätze, Filme mehrmals zu sehen (also gute), ist dass ich mich dann dank der Vertrautheit mit der Handlung viel mehr auf die Details konzentrieren kann.

5. Die Nachricht, dass Greta Thurnberg die Goldene Kamera bekommt, kam für mich schon überraschend, denn das ist ein Filmpreis?!?
Nix gegen Frau Thurnberg, ich finde sie hat den (alternativen) Nobelpreis absolut verdient, aber warum gibt es bei einem Filmpreis ne Sonderkategorie für Klimaschutz? Und warum bemerkte keiner von den Organisatoren, wie lächerlich sie sich damit machen, wenn sie dann gleichzeitig nen SUV als Preis an jemand vergeben?

6. Jetzt, wo sich die Sonne auch mal wieder häufiger blicken lässt merke ich direkt, wie viel energiegeladener und positiver gestimmt ich dadurch bin.

7. Zuletzt habe ich das Wochenende durchgehend mit immer stärker werdenden Kopfschmerzen verbracht und das war einfach scheiße, weil a) mir von der kleinsten Kopfbewegung übel wurde (aber ich konnte mich ja nicht mal übergeben, weil dazu hätte ich ja den Kopf bewegen müssen…) b) ich mich nicht genug konzentrieren konnte um am Samstag die geplante Rezension zu schreiben und am Sonntag den Media Monday auszufüllen und c) ich die sehr interessante Dokumentation „Seeing Allred“ (Netflix) nicht so sehr genießen konnte, wie sie es verdient hätte.

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{Gesehen} Vikings Season 5 Part 2

image imdb.com

Darum geht es:
Tensions mount between the sons of Ragnar Lothbrok as the Vikings continue to threaten the very heart of England. As the Great Army moves to take York, with King Aethelwulf and his family still in hiding, Heahmund, the warrior bishop, must rally the Saxons to defend the Realm. In Kattegat, Lagertha misjudges King Harald and pays a heavy price. Floki arrives at a mysterious land.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender
: History
Jahr: 2017
Staffel: 5 von  6
Anzahl Folgen/Staffel: 20 aufgeteilt in 2 10er-Blöcke
Laufzeit einer Folge: etwa 44 Minuten
Schauspieler: Katheryn Winnick, Gustaf Skarsgård, Peter Franzén, Jasper Päärkönen, Moe Dunford, Alex Høgh, Marco Ilsø, Jordan Patrick Smith, Jonatan Rhys Meyers
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 4 / Season 5 Part 1

Meine Meinung:
Hirst trauert immer noch ein bisschen seiner anderen Serie – The Tudors – nach, hab ich so den Eindruck. Anders kann ich mir nicht erklären, warum der englische Königshof immer mehr Raum eingeräumt bekommt. Und es nervt so, weil die sind nun mal leider so gar nicht interessant. Judith ist noch etwas ne Ausnahme, aber spielt leider auch die meiste Zeit nur eine kleine Rolle.

Aber auch sonst war es vor allem eins: langweilig. Ivar, der für mich bisher noch die interessanteste Figur unter Ragnars Söhnen war (okay, Björn hat durchaus Potential, nur keine brauchbare Handlung hier), wandelt sich aus nicht nachvollzihebaren Gründen zu so einem comichaft übertriebenen Villain, dass es einfach unerträglich und lächerlich wurde. Und ich will gar nicht anfangen mich über die visuellen Anleihen an Nazi-Opulenz und Design aufzuregen, sonst argh. Völlig dämliche Handlung.

Und Floki, ach Floki. Diese ganze Island-Handlung war ja von Anfang an ziemlich merkwürdig. Und es wird einfach nicht besser. Von dem alten Floki ist so gut wie nichts mehr übrig und der neue ist so passiv. Es ist so offensichtlich, dass die Gruppe in dem unwirtlichen (und historisch absolut inkorrekten – es regt mich immer noch auf!) Island nicht überleben kann, aber trotzdem passiert kaum was.

Lagertha ist auch nicht mehr die, die sie früher mal war. Zum einen ist da die alberne und unpassende Beziehung zu Haehmund. Wobei ich ja ehrlich durchaus sogar etwas die Anziehung zwischen den beiden verstehen kann, aber dass sich Lafertha sich einfach so zu Haehmuns lebendem Bettwärmer reduzieren lässt, passt überhaupt nicht zu ihr. Und es ärgert mich auch, weil Lagertha bisher eine der tollsten Figuren war und hier einfach ihr Potential nicht genutzt wird.
Und können wir die Existenz von Magnus einfach vergessen?

Ernsthaft das Highlight der meisten Folgen war das hypnotische Intro. Und das ist so traurig, weil die Serie am Anfang so gut und eben auch ganz anders war. Und davon ist kaum noch was übrig.

Gegen Ende der Staffel wurde es dann etwas besser, weil sich endlich was tat. Verschiedene Handlungsstränge vereinen sich und es geschehen Dinge, die nach fast einer Staffel Stillstand die Handlung endlich wieder in Bewegung bringen und sich auch anfühlen, als ob es Konsequenzen hätte. Von daher hab ich auch leichte Hoffnung, dass es nächste Staffel besser werden könnte.
Es ist aber wirklich gut, dass nach der nächsten Staffel Schluß ist.

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{Media Monday} #404

1. Lesend trifft man mich am ehesten auf der Couch (Winter) oder auf der Bank auf dem Balkon (Sommer) an, denn das sind einfach die bequemsten Plätze.

2. Weibliche, deutsche SciFi ist eine ziemlich stiefmütterlich behandelte Nische, die es den misogynen Arschlöchern der deutschen Wikipedia nicht wert ist in ihrem heiligen männlichen Werk erwähnt zu werden #sosauer.
Ernsthaft die deutsche Ausgabe von Wikipedia ist so hundsmiserabel und praktisch unnutzbar, wenn es um Popkultur geht und dann gibt sich da jemand engagiert Mühe um das zumindest in dem Bereich zu ändern und alles was denen Idioten hinter dem Projekt einfällt ist, das zu löschen und dabei noch beleidigend zu werden. Zum Kotzen
.

3. Jüngst wurde durch Twitter, Blogs und Goodreads ja mein Interesse an so verdammt vielen Büchern geweckt geweckt, da die Vielfalt einfach unglaublich ist und jetzt verzweifele ich etwas, weil ich das gar nicht alles lesen kann.

4. Leserunden und dergleichen mehr sind nicht so meins, ich mag es nicht, wenn mir das Lesetempo vorgeben wird.

5. Der Ruf, den dann Genre der Phantastik genießt, ist in Deutschland einfach unglaublich schlecht und das völlig zu Unrecht.

6. Bei Büchern entscheide ich ja meist nach dem Klappentext und/oder dem Namen der Autor*innen.

7. Zuletzt habe ich Die verkehrte Stadt (Die dreizehn Gezeichneten #2) von Judith & Christian Vogt ausgelesen und das war spannend und toll aber auch gemein, weil es mit einem ganz fiesen Cliffhanger endet und ich jetzt etwas ein Jahr auf die Auflösung warten muss.

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