{Gesehen} Mortdecai

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Darum geht es:
Juggling some angry Russians, the British Mi5, his impossibly leggy wife and an international terrorist, debonair art dealer and part-time rogue Charlie Mortdecai must traverse the globe armed only with his good looks and special charm in a race to recover a stolen painting rumored to contain the code to a lost bank account filled with Nazi gold.

Eckdaten:
Trailer
Jahr: 2015
Land: USA
Laufzeit: 106 Minuten
FSK: 6
Darsteller*innen: Johnny Depp, Gwyneth Paltrow, Paul Bettany, Ewan McGregor, Olivia Munn, Johnny Pasvolsky, Michael Culkin, Jeff Goldblum

Meine Meinung:

Wow.

Dagegen wirkt The Tourist ja wie ein oscarreifes Meisterwerk der Filmgeschichte und das ist ne verdammt beeindruckende Leistung, weil eigentlich hat der schon nur die Qualität von dem Sonntagsfilm in nem dritten Programm.

Das ist aber halt auch das einzig Beeindruckende an Mortdecai. Ich mein ich hab ja schon nicht viel erwartet – halbwegs unterhaltsames Popcorn-Kino mit ner Handlung, die unglaubwürdiger sein wird. Und das wurde noch unterboten.

Da ist zum einen Johnny Depp, der offensichtlich vergessen hat, wie man als Schauspieler eine Figur glaubhaft darstellt. Denn Mortdecai ist einfach nur so over-the-top affektiert und fake-britisch gespielt, dass es absolut lächerlich und bescheuert ist und schon nach den ersten fünf Minuten einfach nur noch nervt. Dagegen waren die zurückhaltenden Performancen von Bettany und McGregor direkt eine Wohltat. Anderseits wirkte Depp neben ihn halt gleich noch viel deppiger (sorry, I couldn’t resist)  und idiotischer.

Und auch bei den beiden ist es zwar ertragbar, aber die von ihnen gespielten Charaktere handeln genauso unlogisch und unglaubwürdig, wie alle anderen. Und die Handlung erst. Wie gesagt, mit unglaubwürdiger Handlung hab ich ja gerechnet. Aber die hier war so verworren und unlogisch, selbst nach dem Durchlesen auf Wikipedia hab ich noch nicht begriffen, was der Scheiß sollte. Es funktioniert einfach nicht. Schon allein das alberne und absolut nicht überzeugende Liebesdreieck zwischen Johanna (Paltrow, die hier absolut unterfordert ist), Alastair und Mortdecai, ist schon schrecklich genug. Aber die Jagd nach diesem Gemälde ist  … keine Ahnung, ich hab es aufgegeben, da nen roten Faden zu finden.

Dazu kommen dann noch die Dialoge, die alles können außer natürlich zu wirken. Dafür enthalten sie aber alle ganz viele unwitzige Witze, die im Laufe des Films alle auch mindestens dreimal wiederholt werden. Damit man sie ja auch ausreichend belachen kann. Oder, was angemessener wäre, beweinen.
Aber bekanntlich ist Humor ja, wenn man trotzdem lacht. Der Film testet das Sprichwort. Auf Herz und Nieren.

Und ich hab den Blödsinn auch noch auf ner DVD gekauft >.<
Argh. Jemand Interesse?
(fragte sie hoffnungsvoll nach dem sie ihren Vorrat an negativen Beschreibungen aufgebraucht hatte)
Good news: Der nächste Film kann eigentlich nicht schlechter werden.

Bechdel Test: 1/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Johanna und Georgina
2) die sich miteinander unterhalten: nope (ich bin mir nicht mal sicher, ob sie ne gemeinsame Szene haben)
3) über etwas anderes als einen Mann: nope

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{Media Monday} #395

1. Prokrastination kann ich ja besonders gut. mit ____ . Punkt.

2. Wenn es draußen nicht so erbärmlich kalt wäre würde ich ja gern auf dem Balkon sitzen und es genießen, dass es wieder länger hell ist.

3. Beste Film- und Serien-Snacks ist alles, was beim Kauen keine lauten Töne von sich gibt. Gummibärchen zum Beispiel.

4. Wohingegen zu einem guten Buch für mich ja immer ein schönes Getränk (Winter: heiße(r) Tee, Kaffee, Schokolade / Sommer: erfrischendes mit vielen Eiswürfeln gehört, denn ich kann doch nicht mitten im Lesen aufhören, nur weil ich Durst bekomme und nix zu trinken da ist.

5. Ich glaube, ich sollte mal wieder öfter die Fotos vom Handy auf den PC übetragen…. Sind ja nur 1375 Stück aktuell.

6. Serien sind eigentlich ideal, um abends einen langen Tag ausklingen zu lassen, schließlich kann mensch sich da schön auf die Couch kuscheln und sich von dem Tag ablenken lassen .

7. Zuletzt habe ich endlich mal wieder länger am Stück genäht und das war dringend notwendig, weil meien Mutter so langsam mal ihr Weihnachtsgeschenk 2018 bekommen sollte #seufz.

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{Rückblick} Serien 2018

Auch zu den Serien gibt es natürlich noch einen Rückblick.

2019 habe ich insgesamt 38 Serienstaffeln gesehen, eine weniger als 2017. Dafür aber bestanden diese 38 Staffeln aus zusammen aus 538 Episoden, was 59 Folgen mehr sind als 2017. Verrückt. Ich gebe Supernatural, Veronica Mars und Full House die Schuld :D
Damit hab ich dann im Schnitt 1,47 Folgen am Tag gesehen (wow) und eine Staffel hatte 14 Folgen.
Ansonsten hat sich gegen den Vorjahren gar nicht so viel verändert.


Die dunkle Jahreszeit lädt offensichtlich viel mehr zum Serienschauen sein. Juli und August sind schon fast deprimierend.


Auch hier nicht überraschend, für mich sind Staffeln mit so um die 12 Folgen eigentlich ideal. Lang genug für eine komplexe Handlung, aber nicht so lang, dass es  sich unnötig in die Länge zieht.


Hier bin ich wirklich überrascht, dass ich am meisten die zweite Staffel von Serien gesehen hab, gefühlt hätte ich das ganz anders eingeschätzt. Aber es gab wohl 2018 viele Serien, die ihre zweite Staffel veröffentlicht haben.


Denn fast ein Drittel der gesehen Serien wurde auch erst 2018 ausgestrahlt. Ich finds eh lustig wie es da so richtige Abschnitte gibt und zwischen drin gähnende Leere. Die aktuellen aus 2017/2018, dann 2012-2015 (vor allem Hannibal), 2004 bis 2009 (Supernatural & Veronica Mars) und dann der fast zwei Jahrzehnte alte Kram (Full House).


Die Vorliebe für Netflix ist echt unübertreffbar.

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{Gesehen} Derry Girls Season 1

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Darum geht es:
„Derry Girls“ is a coming-of-age story centered on 16-year-old Erin and her friends, whose world is dominated by armed police in armored Land Rovers, British Army checkpoints, and „peace walls.“
But even in the midst of the Irish conflict, teens struggle with common problems. Erin experiences the first love and the fact that the boy she is in love with does not even know she exists. Or that her curious cousin Orla gets involved in things that she should not. Or that her second best friend almost had sex and she could not even kiss a boy.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender: Channel 4 (UK)
Jahr: 2018
Staffel: 1 von bisher geplanten zwei
Anzahl Folgen/Staffel: 6
Laufzeit einer Folge: 25 Minuten
Schauspieler*innen: Saoirse-Monica Jackson, Louisa Harland, Nicola Coughlan, Jamie-Lee O’Donnell, Dylan Llewellyn, Tara Lynne O’Neill, Kathy Kiera Clarke, Tommy Tiernan, Ian McElhinney, Siobhan McSweeney, Leah O’Rourke
Wo zu sehen: Netflix

Meine Meinung:
Ich bin so froh, auf die Serie aufmerksam geworden zu sein. Die Serie ist so erfrischend anders und unverbraucht, als alles was ich in letzter Zeit gesehen habe. Schon allein durch die Wahl des Schauplatzes. Wie viele Serien aus Nordirland fallen euch ein? Die in den 90ern spielen? Und in denen der Nordirlandkonflikt nicht das Hauptthema ist? Mir keine.

Wobei der Konflikt natürlich auch hier eine Rolle spielt. Er ist eine der wichtigsten Rahmenbedingungen in dem Leben der Teens neben der Reliogion, wobei die Trennung hier ja oft genug mehr als schwammig wird. Busse werden angehalten und durchsucht (uhhh, sexy Soldaten), Brücken wegen Bombendrohungen gesperrt (verdammt Schule ist trotzdem), der Orange Order demonstriert (Zeit für einen Trip ind ie Republik Irland). Aber eben nicht mehr. Es schwingt in jeder Folge mit, es könnte jederzeit eskalieren, aber gleichzeitig ist es auch banalster Alltag und nicht der Rede wert. Und diese Balance ist echt super gelungen.

Ebenfalls ständig präsent ist die Religion, genauer gesagt Katholizismus. Schon allein dadurch, dass die Teens eine katholische Mädchenschule besuchen (ja auch James). Aber auch hier ist es vor allem, von einer Folge abgesehen, im Hintergrund. Und mehr ein Anlass für Witze, niemand in der Derie nimmt Religion wirklich ernst, nicht die Leiterin der Schule – der beste Charakter der Serie übrigens und allein schon wert, dass man sie sieht -, aber auch nicht der Priester.

Und sie spielt in den 90ern. Gut, ob dass jetzt ein Pluspunkt ist oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich war da halt auch Teen und auch wenn ich nicht in Nordirland war, so ist doch viel vertraut. Die Klamotten. Die Frisuren. Ich sah auch so aus. Es ist so schrecklich. Und so angenehm vertraut.

Aber wirklich getragen wird die Serie von den fünf Teens. Die trotz der wenigen Sendezeit – die Staffel läuft ja keine drei Stunden – alle sehr viel Persönlcihkeit entwickeln und sehr differenziert dargestellt werden. Und jede auf ihre Art in einem Moment unheimlich sympathisch ist, während ich sie drei Minuten später am liebsten von einer Brücke schubsen will. Was ja auch nur zeigt, dass sie es alle schaffen mich emotional zu berühren und mitzureissen. Well done. Und natürlich sehen sie aus wie Menschen, die einem auf der Straße begegnen können und nicht wie Ausschnitte aus einem Hochglanzmagazin. Es ist halt keine US-Teenie-Serie.
Besonders fasziniert war ich dabei von Saoirse-Monica Jackson, der Darstellerin von Erin. Einfach deshalb weil ihre Mimik und Gestik mich unheimlich an Olivia Coleman erinnert hat, das war teilweise schon gespenstisch.

Aber es gibt auch ein paar Punkte, die mir nicht so gefallen haben. Zum einen hat nichts, was in einer Episode passiert, Konsequenzen für die folgenden Episoden. Jede Folge fängt sozusagen bei null an und es gibt keine längere Handlung. Das ist schade, denn viele der Inhalte könnten durchaus noch weitergeführt werden.
Und so sympathisch die Charaktere auch sind und so gut die Schauspieler*innen ihre Arbeit machen, so ändert es doch nichts daran, dass die Teenagerdarsteller*innen zwischen 24 und 31 (!) Jahre alt sind und mensch ihnen das einfach trotz jugendlichen Outfits und Styling ansieht.
Und natürlich: 6 Folgen sind einfach zu wenig. Viel zu wenig.

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{Media Monday} #394

1. Doku- oder Reality-Shows bei Streamingdiensten schaue ich selten (Doku) oder ganz, ganz selten und dann mag ich sie meistens nicht sonderlich (Reality). Beispiel für letzteres: Queer Eye. Und Marie Kondos Serie hat mich mit der ersten Folge auch schon ziemlich genervt.

2. Ein Wochenende ist meist viel zu kurz, doch immerhin habe ich es in den letzten zwei Tagen geschafft die Weihnachtsdeko im ganzen Haus abzubauen und wegzuräumen #readyforSpring.

3. Ich glaube, meine persönliche Film- und/oder Bücher-Sammlung muss auch mal dringend durch- und aussortiert werden. Ich hatte letzte Woche schon mal ganz spontan ein Bücherregal aufgeräumt und direkt 11 Bücher rausgeschmissen, ich müsste nur weitermachen.

4. Kreuzblume von Andrea Schacht war eine ziemliche Enttäuschung, denn obwohl es immer noch ein recht unterhaltsames Buch war, bin ich von der Autorin einfach qualitativ deutlich höherwertiges gewöhnt.

5. Den Begriff „Trash-TV“ ist für mich ziemlich gleichbedeutend mit Reality-TV.

6. ____ wird von Rolle zu Rolle immer besser, schließlich ____ . Könnte ich mir die Namen von Schauspieler*innen merken, dann wüsste ich vielleicht auf die Frage ne Anwort…

7. Zuletzt habe ich mir Gedanken über eventuelle Urlaube für dieses Jahr gemacht und das war gar nicht so einfach, weil ich ernsthaft anfangen will, nen neuen Job zu suchen und die damit verbundene Unsicherheit macht es schwer für den Sommer nen längeren Urlaub zu planen (wer weiß, ob ich da Urlaub nehmen kann..).

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{Rückblick} Bücher 2018

2018 war ein gutes Lesejahr.

Insgesamt hab ich 2018 93 Bücher oder 27.764 Seiten gelesen, was rund 76 Seiten pro Tag entspricht. Im Durchschnitt hatte jedes Buch 299 Seiten, in der Realität das dünnste gerade mal 25 Seiten und das dickste901 Seiten. Das sind 8 Bücher aber gerade mal 385 Seiten mehr als in 2017. Lustig irgendwie.
Meine fünf Jahreshighlights habe ich hier schon erwähnt. Und einen hübschen, bebilderten Überblick über alle gelesenen Bücher hat Goodreads netterweise gebastelt (nicht über die Zahl gelesener Seiten wundern Goodreads hat oft andere Angaben).
Meinen Plan 80 Bücher zu lesen, hab ich damit übererfüllt – aber trotz 13 Büchern mehr nicht geschafft mein Ziel von 30.000 Seiten zu erlesen. Naja, vielleicht klappt es ja in 2019.
Was dagegen überhaupt nicht geklappt hat, war die Anzahl ungelesen rumliegender Bücher zu reduzieren. Ganz im Gegenteil. Das ist was, das 2019 auf jeden Fall anders werden muss. Die jetzige Situation nervt mich ungemein.

Und das Lesejahr noch etwas in Diagrammen dargestellt und im Vergleich mit den Vorjahren (ein Lob der jahrelangen konsequenten Statistikführung!):

Das ist das erste Mal überhaupt, dass ich mehr Bücher auf Englisch als auf deutsch gelesen habe.
Eindeutig ein sehr fantasievolles Jahr <3

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{Gelesen} Linnea Hartsuyker: Eis und Schwert

Originaltitel: The Sea Queen
Übersetzer*in: Edigna Hackelsberger
Taschenbuch, 659 Seiten
Ullstein, 2018
ISBN: 978-3-548-28928-1
Fjordland-Saga #2
Goodreads

Klappentext:
Norwegen, Ende des 9. Jahrhunderts: Fünf Jahre sind vergangen, seitdem sich Svanhild gegen ihren bruder Ragnvald gewandt und seinen Rivalen Solvi zum Mann genommen hat. Als jedoch ihr Sohn erkrankt, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Svanhild sucht Trost – und zwar ausgerechnet bei Solvis Erzfeind, dem mächtigen Wikingerkönig Harald. In dessen Rängen ist ihr Bruder Ragnvald mittlerweile zum Herrscher von Sogn aufgestiegen. Doch der Frieden ist brüchig. Schon bald müssen die taferen Wikinger erneut für ihren König in die Schlacht ziehen. Denn Solvi sinnt auf Rache und schwört, erbarmungslos um Svanhild zu kämpfen.

Meine Meinung:
Nachdem sich der erste Band der Reihe, den ich ja ganz spontan aus einem offenen Bücherschrank ‚gerettet‘ hatte, sich als wahrer Überraschungshit entpuppte, musste ich den zweiten Band natürlich direkt haben und hab ihn mit entsprechend hohen Erwartungen gelesen.

Was vielleicht ein Fehler war. Denn obwohl es immer noch ein guter historischer Roman ist, so kann er für mich nicht mit dem ersten mithalten und konnte mich nicht so sehr in seinen Bann ziehen. Gerade in der ersten Hälfte des Buches zog es sich für mich doch etwas. Das lag vermutlich daran, dass alle wichtigen Figuren ihre eigenen Handlungen hatten und zwar unabhängig voneinander. Der Roman sprang also von Figur zu Figur und von Ort zu Ort in ganz Mittel- und Nordeuropa und es war erst mal ein etwas verwirrendes Stückwerk. Mit der Zeit ergibt sich zwar ein Muster und Handlungen liefen dann auch zusammen, aber dadurch wurde eben der Anfang nicht besser.
Außerdem bekommen Nebenfiguren einfach zu viel Raum. Was braucht denn bitte jemand wie Egil eine eigneen Handlung? Da hätte die Autorin sich besser auf das zentrale Quartett Solvi, Ragnvald, Svanhild und Harald beschränkt.

Wobei ich auch mit denen und besonders Svanhild und Solvi nicht ganz glücklich wurde. Aber das ist subjektiv, ich mochte einfach ihre Entscheidungen nicht, muss aber trotzdem zugeben, dass sie zu den Charakteren passen, sind halt alles sturre Wikinger*innen, die ihren eigenen Kopf durchsetzen müssen. Aber immerhin passen die Entscheidungen zu den Charakteren, das ist nämlich auch nicht immer der Fall. Manchmal handeln Figuren sowas von untypisch und als Leser*in merkt mensch richtig, dass das jetzt halt so sein musste, damit die Handlung sich wie gewünscht entwickelt. Das fand ich sehr schade, das klappte in Buch eins überzeugender.

Aber trotz allem ein sehr spannendes Buch, eben auch weil es die Wikinger nicht alle als blutrünstige Kämpfer darstellt, sondern es ihnen erlaubt Facetten zu zeigen.
Wem in der aktuellen Staffel von Vikings auf die Nerven geht, dass es sich langsam zu einer Serie über die Intrigen am englischen Königshof entwickelt (oder geht es nur mir so?), der finde hier eine gute Alternative in Buchform.

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{Media Monday} #393

1. Hätte man mir vor einem Jahr gesagt, dass eh keine Ahnung.

2. Zwölf unverbrauchte Monate liegen vor mir. Ich glaube, wenn ich mir jetzt vornehme mir öfter mal Zeiträume freizuschaufeln und diese ganz bewusst mit absolut nichts zu verplanen auch nicht mit angenehmen Sachen, sondern ganz spontan zu füllen, kann mir das nur gut tun.

3. Schnee, Eis, Kälte, Glätte und all die doofen Winter-Begleiterscheinungen darf es 2019 ja ruhig ein wenig seltener geben, schließlich finde ich sie auch 2019 noch doof.

4. Bezüglich der am 6. Januar verliehenen Golden Globes hab ich keine Meinung, weil ich bis eben nicht mal wusste, dass sie an dem Datum verliehen werden.

5. Ein neues Jahr bedeutet für viele ja beispielsweise auch neue Lese-Challenges oder dergleichen. Ich für meinen Teil habe mir da auch so meine Gedanken gemacht.

6. Meine kaum ausgeprägte Fähigkeit Kritiken zeitnah zum Konsum des Werkes zu schrieben muss 2019 besser werden, denn ich hab noch so einige aus 2018 nachzuholen und das nervt mich.

7. Zuletzt habe ich den Berg verschiedenster Zettel neben dem PC mal durchgearbeitet und das war einfach notwendig, weil mich der Anblick nervte.

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9 für 2019

Inzwischen sind diese „x für 201x“-Listen zum Jahresanfang ja schon eine lieb gewonnene Tradition geworden. Ich mag sie, weil ich mir damit zumindest ein paar Werke ganz fest vornehme zu konsumieren und nicht alles der Spontanität überlasse.
By the way: sind das 2020 dann 10 oder 0? xD

Aber wie immer zuerst ein Rückblick auf das letzte Jahr: Ich bin stolz auf mich, denn ich hab alles gesehen (wenn auch nicht zu allem was geschrieben).  Bei den Büchern hatte ich mir ja bewusst drei Sachbücher dazu gepackt und nun ja sie waren alle drei nicht, was ich mir davon versprochen hatte. Die ganzen Veronica Mars-Teile über alle Medien hinweg war natürlich super Timing und eine passende Gedächtnisauffrischung, immerhin wurde 2018 auch eine neue Staffel angekündigt (und immer noch ist die Beteiligung von Tina Majorino nicht bestätigt #schmoll). Wenn ihr uns findet hat es in meine Jahreshighlights geschafft, die anderen beiden Romane erwähnen wir besser nicht.
Die Filme waren im Großen und Ganzen okay. Am betsen war Aristocats, am schlimmsten The Judge. Aber war jetzt nichts umwerfend gutes oder auch schlechtes dabei. Die Filme, die ich ungeplant gesehen hab, haben mich da zum Teil mehr begeistert.
Bei den Serien waren es ja fast nur wiederholte Sichtungen und das ich von Veronica Mars und Hannibal auch nach mehrmaligem Schauen begeistert bin, dürfte niemanden überraschen. Orphan Black war die letzte Staffel und ich vermiss die Serie ja doch etwas. Akte X hat mich dagegen ziemlich enttäuscht.

Jetzt aber zu 2019:

Ich hab da ein paar ungelesene Bücher in meinem Regal, die stehen da schon ziemlich lang. Bis zu 11 Jahren nämlich, kein Scherz. Und vielleicht sollte ich das dieses Jahr mal ändern, weswegen ich mir gezielt diese Bücher rausgesucht habe. Bei Das Spiel der Könige (in meinem Regal seit 2014 – und dazu auch noch ein Geschenk…) ist da recht einfach, da besitzt ich nämlich auch die Bände, die vorher in der Reihe kommen. Ich hab sie sogar schon gelesen, werde ich aber zur Auffrischung nochmal machen. Bei der Wüstenplanet-Reihe wird es lustig. Band 1 hat mir sehr gut gefallen, Band 2 war sehr doof, Band 4 steht seit 2011 bei mir rum. Band drei kann ich praktischerweise in der Bücherei ausleihen, aber hier bin ich ja echt skeptisch, wie es mir gefällt und ob ich die beiden wirklich lese oder irgendwann abbreche. Die Thursday Next-Reihe ist ähnlich: Band eins hab ich gelesen, hab aber keine Erinnerungen dran, Band 2 kann ich ausleihen, Band drei steht seit 2009 bei mir rum. Und Relic ist dann einfach der erste Band der Pendergast-Reihe von Preston und Child, bei der ich mehrere der folgenden Bände ungeordnet gelesen hab und eben auch Band 3 und 7 seit 2008 ungelesen rumstehen habe. Und die will jetzt einfach mal chronologisch korrekt lesen. Muss mir aber die ersten zwei Bänder erst mal zulegen.

Bei Game of Thrones, A Series of Unfortunate Events und One Day at a Time sind es einfach die neuen Staffeln 2019. Daredevil und Orange is the new Black wollte ich eigentlich schon 2018 sehen, bin aber nicht dazu gekommen. Und die anderen 4 hab ich hier auf DVD stehen und sollte sie doch mal sehen. bevor sie komplett eingestaubt sind.

Die Filme habe ich tatsächlich alle auf DVD hier stehen und es sind einfach von allen ungesehenen Film-DVDs diejenigen, welche mich in dem Moment am meisten angesprochen haben.
(die rechts unten ohne Titel ist übrigens Stonewall)

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{Rückblick} Meine Top 5 in 2018

Nachdem ihr ja alle schon seit Wochen Rückblicke auf 2018 schreibt, wird es höchste Zeit, dass ich eurem Beispiel folge. Anfangen will ich mit den Highlights des letzten Jahres, weil die echt einen eignen Post verdient haben. Ansonsten wird es in den nächsten Wochen noch jeweils einen separaten Rückblick zu Büchern, Serien und Filmen geben.

Es ist mir übrigens ziemlich peinlich für wie wenige Werke ich bisher eine Kritik geschrieben habe. Aber die kleine Auszeit vom Bloggen im Dezember hat meine Lust und Motivation wieder sehr entfacht und einige Kritiken sind auch schon halbfertig. Die Aussichten, dass das in den kommenden Wochen was wird sind also sehr hoch.

Bücher


Romancing the Inventor ist ’nur‘ eine Novella, aber trotzdem eine der besten Beschreibungen einer jungen Frau, die darum kämpft mit ihrer Sexualität ins Reine zu kommen. Okay und eine großartige Liebesgeschichte dazu.
Elantris ist halt von Sanderson und der Mann kann einfach schreiben. Großartige Idee und besonders beeindruckt hat mich der Grund hinter dem Fluch. Im Nachhinein so simpel und logisch, aber darauf gekommen wäre ich nie.
The Shepherd’s Crown ist der letzte Band der Tiffany Aching-Reihe (und das letzte Buch von Pratchett überhaupt ;_;) und steht eigentlich für die gesamte Reihe. So gut die einzelnen Bände für sich sind, zusammen erst ergibt sich ein tolles Bild von Tiffanys Entwicklung vom Kind zur selbstbewussten Frau und das ist einfach unheimlich aufbauend und motivierend.
Wenn ihr uns findet hat mich beim Lesen emotional total mitgenommen. Es behandelt mehre schwierige Themen, das aber außerordentlich gut und gefühlvoll. Mit einer tollen Handlung drumrum. Ein Roman, der mich auch Monate nach dem Lesen gedanklich immer mal wieder beschäftigt.
Und Die Stadt & die Stadt hat etwas mein Vorstellungsvermögen gesprengt und mir beim Lesen Kopfschmerzen bereitet. Das Konzept von zwei Städten, die am gleichen Ort zur gleichen Zeit existieren ist unheimlich faszinierend. Und Mieville hat dieses Konzept wirklich bis zum Ende durchdacht. Die eigentliche Handlung ist auch gut, aber was das Buch besonders macht, ist echt sein Handlungsort (seine Handlungsorte?).

Serien


One day at a Time war 2017 schon mit der ersten Staffel unter meinen fünf Serienfavoriten und daran hat sich auch 2018 mit der zweiten Staffel nichts geändert, eher im Gegenteil. Die Serie ist einfach großartig.
Bodyguard hatte ich erst gar nicht auf dem Schirm und wurde dann von den vielen begeisterten Stimmen in meiner Filterbubble (wobei da gefühlt der Twitteraccount der BBC alle positiven Tweets retweetet hat) neugierig gemacht. Und es hat sich gelohnt. Hochspannung über sechs Folgen und eine Menge toller, verschiedener Frauenfiguren.
Auf Derry Girls wurde ich durch die „Made in Europe“-Reihe  von DWDL aufmerksam und hab es direkt gesehen, als Netflix es im Dezember ins Angebot aufnahm. Ein toller und höchst unterhaltsamer Einblick in das Leben von katholischen, nordirischen Teenagern in den 90ern.
Explained hatte ich spontan aus Langeweile ausgewählt, ich brauchte eine Berieselung beim Essen. Joa, mit Essen war ich nach einer Folge fertig. Hab dann aber trotzdem noch direkt zwei weitere geschaut. Weil es einfach genial Dinge und Konzepte erklärt – und mit einer riesigen Bandbreite. Quasi Sendung mit der Maus für Erwachsene. Nur leider ohne Maus und Elefant. Das ist schon ein Kritikpunkt. Dafür aber mit dem Stimmen von Kristen Bell, Samira Wiley, Christian Slater, Kyle MacLachlan und vielen anderen.
Suburra ist einfach anders. Schmutzig, vulgär, unverständlich (zumindest ohne Untertitel #mussitalienischlernen), faszinierend. Rom ist ein toller Schauplatz und es sind Konflikte zwischen Gruppierungen, die man so einfach auf dem Bildschirm selten zu sehen bekommt. Auch wenn die Grundidee von rivalisierenden Mafiabanden natürlich nichts neues ist, so lässt die Darstellung hier – die sich auf die zweite Generation und deren Suche nach einem Platz im Machtgefüge der ewigen Stadt konzentriert – es in einem neuen Licht erscheinen.

(Beobachtung nebenbei (1): Alle fünf Serien hab ich über Netflix gesehen – zwei davon sogar für den Dienst produziert. Was sagt das über mich und/oder Netflix aus? #füreinanderbestimmt #bisinalleewigkeit #justkidding
Beobachtung nebenbei (2): zwei US-Serien, zwei UK-Serien, eine aus Italien. Das ist für mich ja schon fast ne diverse Mischung.)

Film


Schon seit ich ein kleines Kind war, liebe ich die Geschichten über Tomte Tummetott. Und die Verfilmung orientiert sich so sehr an den Illustrationen des Buches, es ist unglaublich. Einfach eine großartige Weihnachts- / Wintergeschichte.
Endlich auch mal gesehen hab ich Les Miserables und ich war so was von nicht darauf vorbereitet, dass die ja fast nur singen. Aber macht Spaß der Film.
Hidden Figures ist mein absolutes Film-Highlight des Jahres. Schon allein aufgrund seines realen Hintergrundes, aber auch weil die drei Frauen im Mittelpunkt einfach klasse sind. Mehr von solchen Filmen bitte.
The Breadwinner hab ich in einem dieser „mir ist langweilig und ich schau irgendwas bei Netflix“-Momente angeklickt und vielleicht sollte ich das öfter machen. Toller Film über ein Mädchen in Afghanistan, das sich als Junge ausgibt um das Überleben der Familie zu sichern.
Und Deadpool 2 ist halt Deadpool. Und außerdem Domino, die noch viel cooler ist.

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