Pause? Ja! Nein! Vielleicht!

Irgendwie so.

Mir fehlt gerade die Zeit und vor allem auch die Motivation zum Bloggen oder eher genau gesagt die Motivation die Texte zu schreiben. Vielleicht liegt es am früheren dunkel werden abends keine Ahnung, aber jedenfalls kann ich mich im Moment nach der Arbeit zu fast nichts aufraffen. Und wenn ist es eher die Suche nach Stellenangeboten und das Schreiben von Bewerbungen, aber das ist ne andere Geschichte. Was mensch ja auch an der Menge an Artikeln in den letzten Wochen merkt.

Ich will nicht sagen, dass es gar keine Beiträge geben werden, aber definitiv ohne irgendeine Regelmäßigkeit. Mal sehen, was sich ergibt.

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{Monatsrückblick} 08/2019

Pünktlich zum Septemberbeginn wird’s kalt, ey…

Gelebt:
Anfang des Monats hatte ich Urlaub, den ich entspannt mit ziemlich viel nichts-Tun zu Hause verbrachte. War nett, aber auch unspannend. Außerdem noch ein paar Besuche auf Mittelaltermärkten, darunter leider auch ein total durchkommerzialisierter und gleichzeitig sowas von schlecht organisierter, dass keinerlei Atmosphäre herrschte. Furchtbar. Aber auch – und das war das Highlight des Monats – die Fark 2019. Ich war zum ersten Mal dort und es war eigentlich viel zu warm, aber ich hatte eines super Tag. Unheimlich viele Cosplays in einer unheimlichen Bandbreite waren zu bestaunen, und das vor einer Kulisse, die für alles von Prinzessinnen hin bis zu SciFi-Dystopien den richtigen Rahmen bot. Im Saarland. Ich bin immer noch erstaunt. Schade, dass es nur alle zwei Jahre statt findet.
Oh, und Arbeit dann auch wieder. Leider.

Gelesen:
So viele Seiten wie in noch keinem Monat dieses Jahr!
Der Monat begann mit Good Omens, das mich unheimlich begeistert hat, obwohl ich die Verfilmung schon kannte. Beides wirklich absolut zu empfehlen.
Daraufhin folgte Weisser Fluch von Holly Black, ein ganz netter aber auch viel zu offensichtlicher Young-Adult-Fantasyroman. War okay, aber ich werd die Reihe nicht weiter lesen. Außerdem hab ich endlich Skeen’s Leap von Jo Clayton beendet, an dem ich schon ein paar Monate rumlese. Aber obwohl die Grundidee – intergalaktische Grabräuberin landet auf einem recht mittelalterlichen Planeten mit faszinierenden Aliens und muss eine Art Quest erledigen um nach Hause zu kommen – faszinierend war, konnte mich das Buch einfach nicht fesseln. Dann noch einen Krimi – Weisser Himmel, schwarzes Eis von Stan Jones – der einfach nur langweilig war. Zum Ausgleich dann zum wiederholten Male Das Lächeln der Fortuna, der erste Waringham-Band von Rebecca Gable. Und wie jedes Mal hat mich das Buch wieder komplett in seinen Bann gezogen. Außerdem Göttertrunk von Andrea Schacht, das okay war. Mehr eine Soap Opera vor historischer Kulisse als wirklich historischer Roman, aber es machte Spaß. Und zum Schluss noch Die Optimierer von Theresa Hannig, sehr gute deutsche SciFi auch wenn mich das Ende nicht ganz überzeugt hat.

Gesehen:
Bei den Serien hat der August mit der vierten Staffel von iZombie begonnen und es ist so unglaublich, wie sehr sich die Serie in diesen vier Staffel entwickelt hat. Großartig, gerade Livs Entwicklung hier. Gefolgt von der dritten Staffel von Dear White People und auch drei Wochen später bin ich davon vor allem verwirrt. Die Staffel folgt absolut nicht dem bisherigen Konzept und fühlte sich für mich einfach nur planlos und chaotisch an. Überhaupt nicht, was ich erwartet hatte. Ziemlich exakt, das was ich erwartet hatte, war dagegen die zweite Staffel von Derry Girls. So ein super Humor, besonders die Schulleiterin <3
Und dann war mein Urlaub rum und der Serienkonsum verringerte sich drastisch. Was aber auch daran lag, dass meine Wahl auf die erste Staffel von Boardwalk Empire und diese mich zu Tode langweilte. Es ist eigentlich absurd. Ich find die Zeit der Prohibition* unheimlich faszinierend und hab ne Schwäche für Gangsterfilme. Und die Serie hat ne verdammt hohe handwerkliche Qualität und gute Schauspieler*innen. Aber es war soooo langweilig. Zum Abschluss des Monats folgte dann noch die erste Staffel von Trinkets, ner Teenie-Serie über drei Kleptomaninnen, welche ich berührender fand als erwartet.

Für Filme blieb nicht mehr viel Zeit. Ich hab Anfang des Monats mal wieder The Godfather gesehen, der auch beim ten Mal noch toll ist (und Kay nervt immer mehr >.<).  Außerdem noch King Arthur – Legend of the Sword und nun ja, ich versteh jetzt warum der im Kino gefloppt ist. Merlin durch ne weibliche Zauberin zu ersetzen, ist ja nett, aber dann sollte sie auch was anderes machen als Artus anzuhimmeln…

*diese Ironie, dass das Land, welches es mal geschafft hatte Alkohol zu verbieten, es nicht mal im Ansatz schafft Waffenbesitz zu reglementieren, bringt mich noch um den Verstand

Geschnappt:

Die James Bond Filme geben mein Filmprojekt für 2020….

9 für 2019:
Bücher: 1/9 – Das Lächeln der Fortuna
Filme: bereits alle neuen gesehen
Serien: 1/9  – Boardwalk Empire S1

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{Media Monday} #427

1. Das letzte Drittel des Jahres ist angebrochen – höchste Zeit dass im Radio Last Christmas gespielt wird. Hier stehen im doofen Discounter übrigens schon Weihnahcts-Süßigkeiten rum..

2. Am laufenden Band werden Serien verlängert oder abgesetzt, Filme angekündigt oder eingestampft. Die Empörung oder Begeisterung, die das stets so mit sich bringt kann ich grundsätzlich nachvollziehen. Ich mein, ich bin auch nach 16 Jahren noch über die Absetzung von Firefly sauer, was soll ich da über andere urteilen? Ob ich es im Einzelfall verstehe/auch so sehe, ist was anderes. 

3. Kino ist ohne Frage noch immer der Ort für Filme schlechthin, doch welche Art von Film schaut ihr euch lieber daheim vor dem Fernseher (oder Laptop oder sonst was) an?
Praktisch alle, ich bin kein großer Fan von Kinos. Oder genauer gesagt kein Fan von Kinobesuchern und ihrem Verhalten. Inzwischen gibt es immer eine*n Idiot*in, der*die nicht die Finger vom Handy lassen kann, jemand anders hat es auf laut stehen und wird natürlich angerufen. Person 3 isst lautstark ihren 10-Liter-Eimer stinkendes Popcorn. Person 4 hat ihr Baby mit in den FSK-16-Film genommen und es fängt natürlich an der ruhigsten Stelle an zu schreien und anstatt rauszugehen, wird versucht es im Saal zu beruhigen.

4. ____ hätte mich beinahe dazu verleitet, ____ niemals eine Chance zu geben, denn ____ . Eh, da gibt es bestimmt was, aber es fällt mir gerade nichts ein.

5. Es muss nicht immer große Qualität sein, um mich begeistern zu können, wie man sehr schön an Boardwalk Empire sieht, schließlich ist das qualitätsmäßig ganz weit oben und hat mich unheimlich gelangweilt.

6. Fragt man mich im Freundes- und Bekanntenkreis nach Empfehlungen hat mensch danach eine ganze Liste und weiß nicht, womit er*sie anfangen soll.

7. Zuletzt habe ich nach Zielen für einen Wochenendtrip gesucht (um den 1.11. ist ein langes Wochenende!) und das war überfordernd, weil ich nur weiß, dass ich weg will (aber nicht zu weit!), aber nicht wohin oder was ich machen will.
Urghs, meine Hormone bringen mich heute noch um. Oder treiben mich in den Wahnsinn >.<

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{Gesehen} Moana

image imdb.com

Darum geht es:
Moana Waialiki is a sea voyaging enthusiast and the only daughter of a chief in a long line of navigators. When her island’s fishermen can’t catch any fish and the crops fail, she learns that the demigod Maui caused the blight by stealing the heart of the goddess, Te Fiti. The only way to heal the island is to persuade Maui to return Te Fiti’s heart, so Moana sets off on an epic journey across the Pacific.

Eckdaten:
Trailer
Jahr: 2016
Land: USA
Laufzeit: 107 Minuten
FSK: 0
Sprecher*innen: Auli’i Cravalho, Dwayne Johnson, Rachel House, Temuera Morrison, Jemaine Clement, Nicole Scherzinger, Alan Tudyk

Meine Meinung:
Was für ein toller Film.

Es ist natürlich irgendwo ein klassischer Disney-Märchen-Film mit vertrautem Schema, Moana ist ja als Tochter des Stammesführers auch eine Prinzessin, auch wenn sie nicht den klassischen europäischen Vorstellungen entspricht.
Aber durch den Wechsel des Schauplatzes nach Polynesien wirkt es eben trotzdem erfrischend neu. Nicht zuletzt auch dank der geschickt eingebauten Mythologie, die – zumindest mir – vorher absolut nicht bekannt war. Und ich denke gerade für jüngere Kinder, die ja einen nicht unerheblichen Teil der Zielgruppe darstellen, kann es nur von Vorteil sein auch mit solchen Disneyfilmen aufzuwachsen, die eine andere Lebenswelt positiv darstellen.

Visuell ein so umwerfender Film. So satte Farben, der Film vibriert von Anfang bis Ende einfach nur mit Lebensfreude.
Aber wirklich leben tut er doch von den Charakteren, die ihn bevölkern. Allen voran natürlich die sympathische und abenteuerlustige Moana. Aber neben ihr ist mir auch ihre Großmutter Tala mit ihren Weisheit und Fürsoge sehr ans Herz gewachsen. Und ich fand es so super, dass Maui nicht mit den typischen Bodybuilder-Muskeln dargestellt wurde, sondern einem viel realistischeren Körperbau.

Unheimlich kurzweiliger, extrem unterhaltsamer Film für alle Altersgruppen. Und wer bezahlt mir jetzt einen Urlaub mit Segelkurs auf einem Camakau in der Südsee?

Außerdem: das verdammt verrückte Huhn! ♥

Bechdel Test: 3/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Moana, Gramma, Sina, Tefiti
2) die sich miteinander unterhalten: jepp, Moana und Gramma des öfteren
3) über etwas anderes als einen Mann: oh ja, über Moanas Wünsche und ihre Pläne

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{Media Monday} #426

1. Der alljährliche Trubel um die gamescom tangiert mich null.

2. Bevor der August zu Ende geht würde ich gern noch die erste Staffel von Boardwalk Empire fertig sehen, habe aber Zweifel, ob das klappt.

3. In den letzten Jahren stehen immer häufiger Serien nach Buchvorlage ins Haus und meistens bekomme ich erst viel später mit, dass es dazu ne Buchvorlage gibt.

4. Fernab des Mainstream lohnt es sich meines Erachtens nach besonders, mal zu schauen was für Serien so in nicht-englischsprachigen Ländern produziert werden. Ich empfehle zur Inspiration Made in Europe.

5. Dass ich wegen dem Wort ‚evakuieren‘ auf Twitter mal von nem Account geblockt werde hätte ich ja wirklich nie geglaubt, jedoch heute so passiert.

6. Wäre doch schön, wenn mal irgendwas auf Anhieb klappen würde.

7. Zuletzt habe ich die erste Episode von „Trinkets“ und das war okay, weil die Serie durchaus Potential hat, aber die erste Folge halt erst mal alle vorstellen muss und das ist nicht so spannend.

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{Gesehen} Lost Girl Season 1

image imdb.com

Darum geht es:
Lost Girl focuses on the gorgeous and charismatic Bo, a supernatural being called a succubus who feeds on the energy of humans, sometimes with fatal results. Refusing to embrace her supernatural clan and its rigid hierarchy, Bo is a renegade who takes up the fight for the underdog while searching for the truth about her own mysterious origins.

Eckdaten:
Trailer
Sender: Showcase (Kanada)
Jahr: 2010
Staffel: 1 von 5
Anzahl Folgen/Staffel: 13
Laufzeit einer Folge: 45 Minuten
Schauspieler*innen: Anna Silk, Ksenia Solo, Kris Holden-Ried, Zoie Palmer, Rick Howland, K.C. Collins

Meine Meinung:
Hui, ich hätte nicht gedacht, dass es mir mal zuviel Sex in einer Serie geben würde. Aber Lost Girl hat diese Grenze definitiv erreicht. Was seltsam ist, weil ich es einerseits super fand, wie Sex und Sexualität hier als ganz normaler Teil des Alltags gezeigt wurde und es bei einem Succubus als Hauptfigur ja auch logisch ist. Aber trotzdem war es mir irgendwie zu viel. Vielleicht liegt es einfach daran, dass mich die Anziehung zwischen Bo und Dyson nie wirklich überzeugte.
Aber trotzdem kann mensch die Serie nur dafür loben, wie sehr sie (einvernehmlichen) Sex als etwas positives normales darstellt. Und das sogar nicht nur in einem heteronormativen Kontext. Gerade für das Alter der Serie beeindruckend.

Aber abgesehen davon hat Lost Girl eine faszinierende Welt geschaffen, auch wenn ich es doch etwas unrealistisch finde, dass sich scheinbar die ganze übernatürliche Welt auf diese eine (kanadische?) Stadt fokussiert. Aber das wird durch die Vielfalt an mythischen und übernatürlichen Kreaturen mehr als ausgeglichen. Und dazu kommt der Konflikt zwischen der hellen und der dunklen Seite der Fae – wie sich die übernatürlichen Wesen als Sammelbegriff nennen. Auch wenn sich dieser Konflikt bisher eher im Hintergrund abspielt, ist da definitiv viel Potential, besonders weil Bo sich weigert für eine Seite Partei zu ergreifen und somit eine Wild Card ist.

Ich fand ich nicht ganz überzeugend, wie schnell Bo zu einem zentralen Part in der Welt der Fae wurde und wie sehr sie alle ihre Fähigkeiten in Anspruch nehmen wollten. Wobei mir andererseits auch nicht wirklich klar ist, was für einen Zeitraum die Staffel abdecken soll. Und das ach so große Geheimnis um Bos Herkunft fand ich eher nervend.

Bei den Charakteren fand ich, dass Kenzi etwas zu kurz kam – wobei sie auch mein Favorit war und ich deswegen garantiert alles andere als objektiv bin ;) Aber in ihrer Rolle als Bos Sidekick kann sie nur selten wirklich scheinen und das ist einfach schade, denn in den wenigen Momenten, in denen sie mal im Vordergrund steht, merkt man, wie viel sich hinter ihrer punkigen Fassade wirklich verbirgt. Und ich würde einfach gern mehr über ihre Familie erfahren.

Alles in allem, war ich überrascht, wie gut mir die Serie gefallen hat. Kleiner Schwächen, aber faszinierendes Wordbuilding. Bin gespannt wie es sich in der nächsten Staffel entwickelt.

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{Media Monday} #425

1. Der jüngst aufgekommene Hype um den neusten Tarantino-Streifen hab ich überhaupt nicht mitbekommen.

2. In Sachen Humor trifft ja insbesondere aktuell niemand voll meinen Geschmack und das ist okay. Markus Barth allerdings trifft ihn ziemlich oft, ebenso wie Erzählmirnix.

3. Bei der Masse an – oft unerwartet – abgesetzten Serien kann ich es total verstehen, wenn jemand erst mal abwartet, ob eine neue Serie eine zweite Staffel spendiert bekommt und/oder die erste wenigstens komplett ausgestrahlt wird und/oder die Staffel/Serie ein befriedigendes Ende hat. Auch wenn es natürlich irgendwo ein Paradox/kontraproduktiv ist: Wenn alle mit dem Schauen auf die Bestellung der zweiten Staffel warten, verringert das die Chancen auf die zweite Staffel, weil ja niemand die erste sieht...

4. Katzen istsind auch eines dieser Themen, worüber ich stundenlang diskutieren / referieren könnte, schließlich bin ich mit ihnen aufgewachsen(okay mit meinen Brüdern auch, aber die Katzen waren niedlicher).

5. Um Buch darüber zu führen / statistisch auswerten zu können, was, wie viel, wozu ich wann gebloggt habe müsste ich mich durch die ganzen Artikel wühlen und zählen. Muss aber ehrlich sagen, dass mich das auch gar nicht interessiert .

6. ____ hat mich ja tatsächlich dazu inspiriert, ____ . Ehhhhh

7. Zuletzt habe ich ein altes, angefangenes Nähprojekt mal wieder rausgekramt und das war unerwartet frustrierend, weil ich erstmal zwei Stunden lang Einzelteile bügeln musste, damit ich überhaupt weiter machen kann (und dann hatte ich keine Lust mehr).

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{Gelesen} Kate Pepper: 5 Tage im Sommer

Originaltitel: Five Days in Summer
Übersetzer*in: Teja Schwaner
Taschenbuch, 313 Seiten
Rowohlt, 2005
ISBN: 3-499-23777-6
Goodreads

Klappentext:
Auf dem Parkplatz eines Supermarktes verschwindet eine junge Mutter. Als ihr Ehemann eine Vermisstenanzeige aufgeben will, nimmt ihn die Polizei nicht ernst. Nur John Geary, ein Ex-FBI-Agent, ist alarmiert. Vor genau sieben Jahren wurde eine andere Frau entführt. Fünf Tage danach verschwand ihr siebenjähriger Sohn. Und tauchte nie wieder auf. Im Gegensatz zu seiner Mutter. Doch die hat seitdem kein einziges Wort gesprochen.

Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht mehr, wie das Buch mal in mein Bücherregal gelangt ist. Jedenfalls steht es dort jetzt ungelesen seit Jahren rum und es wurde endlich ma Zeit. Erwartungen hatte ich keine großen, aber ja. Das war auch gut so.

Die Handlung ist okay. Wer schon öfter Thriller gelesen hat, wird hier recht schnell eine korrekte Vermutung über den Täter haben. Es gibt zwar ein paar falsche Fährten, aber die sind ziemlich offensichtlich falsch. Trotzdem ist es unterhaltsam genug der Polizei bei ihrer Suche bis zum Schluss zuzusehen.
Es ist praktisch einfach ein durchschnittlicher Thriller. Einige Klischees, allen voran der in Rente gegangene Super-Cop, der besser ist als alle anderen, einige Logiklücken, aber okay. eben durchschnittlich, nicht schlecht.

Bis auf einen Punkt und der ist dafür verantwortlich, dass aus einer 3-Sterne Bewertung gerade noch so eine 2-Sterne Bewertung wurde. Und das ist die Role der Frauen in dem Buch. Zum einen ist da die entführte Mutter, der im Klappentext nicht mal eine Nennung des Namens gegönnt wird – sehr bezeichnend. Sie dient einzig dazu, die Handlung von verschiedenen Männer im Buch voranzutreiben: einmal logischerweise der Entführer, dann der Polizist, der sie suchen darf, und zuletzt ihr Mann, der verzweifelt Dummheiten begehen darf. Sie selbst bekommt nahezu kein Profil uns ist einfach passives Opfer. Abgesehen von ihrer Entführung – und an der ist sie ja auch nicht aktiv beteiligt -, hat sie null Einfluss auf die Handlung.
Und dann ist da noch John Geary, SuperCop und Sexist ersten Ranges, dessen Vorname mit Dick so viel besser gefällt gewesen wäre. John war ein großes Tier beim FBI und hat diese Position genutzt um sich einer Auszubildenden in sehr deutlicher Absicht (Stichwort: Grab them by the pussy) zu nähern. Die Frau hat allerdings genau richtig reagiert und sich über ihn beschwert. Was zu seiner Suspendierung und schließlich zur Versetzung im Ruhestand führte. So weit, so ekelhaft. Aber immer wenn im Buch die Rede auf diesen Vorfall kam, wurde die Frau zum einen schon als Mädchen abgewertet und zum anderen als die Schuldige für Gearys Karrierende dargestellt. Nicht, dass der Arsch nicht seine Finger bei sich behalten konnte, sondern dass das frigide Mädel so blöd war und die Voreile des Arrangements nicht sehen konnte.
Und diesen Kotzbrocken von präsidialer Qualität präsentiert das Buch dann seinen Leserinnen als strahlender Held, Retter und inbegriffen des Polizisten als Freund und Helfer. Und das geht echt gar nicht.

Nee, ich kann das Buch echt nicht weiterempfehlen. Hab allerdings noch eines der Autorin im Bücherregal stehen und bin gespannt, ob ich auf das gleiche miserable Frauenbild stoßen werde.

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{Media Monday} #424

1. Serienkonsum: Den Überblick über die Serien, die ich momentan schaue hab ich schon längst verloren.

2. Hat sich euer Medienkonsum (in Bezug auf die Wahrnehmung) durch Ereignisse im persönlichen Leben verändert? Insgesamt sicherlich, einfach dadurch, dass sich mit Älter und reifer werden auch der Geschmack verändert. Aber ich könnte jetzt nicht sagen Ereignis a hat zu Veränderung b geführt.

3. In der Regel blogge ich a) auf dem Smartphone, b) dem Tablet, c) dem Laptop oder d) dem Desktop-PC.
Nahezu ausschließlich c. D. besitz ich gar nicht mehr, a und b höchstens mal zum Kommentare beantworten.

4. Neuseeland, London, Unna. Filmorte gibt es viele. Reisen an diese Orte kann ich mir bei einigen gut vorstellen, allerdings war sehr selten der Film der Auslöser (und wie oft ist die angebliche gezeigte Stadt gar nicht in dieser Stadt gefilmt worden…), sondern der Filmort ist einfach ein Ort, an den ich eh wollte.

5. Habt ihr zu speziellen Filmen bestimmte Getränke oder Lebensmittel, die ihr genau bei diesem Film (immer) verzehrt? Nee. Ich hab nur spezielle Serien, bei denen ich genau nix verzehre. Danke für nix, Hannibal.

6. Immer wieder gibt es neue Blogs, die beim Media Monday mitmachen. Zum Media Monday gefunden habe ich uff, garantiert über irgendeinen anderen Blog, aber ich weiß nicht mehr welchen. Der erste Media Monday, bei dem ich mitgemacht hatte war #204 am 25.05.2015.

7. Zuletzt habe ich den ersten Arbeitstag nach 2 Wochen Urlaub hinter mich gebracht und das war ätzend, weil ich jetzt schon wieder absolut urlaubsreif bin. Ich will nen Job mit verlässlich funktionierender Technik.

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{Monatsrückblick} 07/2019

Gelebt:
Uuuurgh, was bin ich froh, dass der Monat rum ist.
Auf der Arbeit ist (mal wieder….) ein Server dank eines Trojaners für mindestens 2,5 Wochen ausgefallen – dann hatte ich Urlaub und es würde mich kein bisschen wundern, wenn ich am Montag ins Büro komme und das Teil immer noch nicht geht. Macht ja auch so viel Spaß, wenn wochenlang niemand Zugriff auf etwa 1/3 der Daten hat… Und mensch dann stattdessen Däumchen drehend am Schreibtisch sitzt, weil das Minimum von 8 Stunden am Tag muss natürlich trotzdem jede*r anwesend und beschäftigt wirkend sein, ob Arbeit da ist oder nicht…
Privat ist mir vom Großteil des Julis gar nicht so viel in Erinnerung geblieben. Einige Schwimmbadbesuche, aber sonst… Wie gesagt ab Ende Juli Urlaub, denn ich eigentlich dazu nutzen wollte, den Flur zu renovieren inklusive etwas Verlegen von neuem Kabel um dann auch mal auf Treppe und Flur Licht zu haben. Joa, das führte zur Erkenntnisse, dass a) eine Leitung angeschmort ist b) es stromführende Leitungen gibt, deren Zweck nirgends verzeichnet ist und c) Kabel, die so alt sind, dass sie noch mit Stoff isoliert sind (WTF!?!). Ja, und jetzt müssen erst mal viele Wände geöffnet und neue Kabel verlegt werden. So viel Dreck und Staub *wein*
Alte Häuser*, so eine Freude >.<
*Baujahr 1863

Gelesen:
So gut wie nix, weil die Motivation fehlte.
Anfang des Monats 5 Tage im Sommer von Kate Pepper, bei dem mich aber vor allem der Sexismus aufgeregt hat. Die Handlung war ein durchschnittlicher Thriller, aber wie von der Autorin die sexuelle Belästigung durch den Helden des Buches als Schuld der Frau dazustellen, war so zu kotzen.
Und gegen Ende des Monats A Blink of the Screen, eine Kurzgeschichtensammlung von Terry Pratchett. Beeindruckend, wie gut er schon als 13jähriger geschrieben hat. Und jetzt werde ich für immer traurig sein, dass aus seiner Idee für eine weibliche König Arthur-Saga nie mehr als nur eine Kurzgeschichte geworden ist…

Gesehen:
Anfang des Monats hab ich die siebte Staffel von Supernatural zu Ende gesehen. Und sie hat mir deutlich besser gefallen, als ich nach den zwei vorigen, für mich sehr mittelmäßigen Staffeln, erwartet hatte. Weniger Fixierung aufs Christentum (Leviathan gab es als Mythos schon in Babylon), außerdem tolle Gastaufritte von so vielen bekannten Gesichtern.
Und dann noch direkt nach dem Erscheinen die vierte Staffel Veronica Mars. Und nun ja, ich wäre sehr überrascht, wenn mich eine Serienstaffel 2019 noch mehr enttäuscht als die hier.

An Filmen hab ich die Verfilmung von A Series of Unfortunate Events gesehen, die an sich eigentlich gut war, aber einfach so viel mit der Serie gemein hatte, dass ich die ganze Zeit über das Gefühl hatte, ich hab es schon mal gesehen. Gefolgt von Driving Miss Daisy, das nett aber mir auch viel zu ruhig und mit zu wenig Handlung war. Und The Highwaymen, welches die Jagd nach Bonnie & Clyde aus Sicht der Polizei beschreibt. Auch nett, aber mehr auch nicht. Und noch das Highlight des Monats. Dumplin‘ – toller Film mit deutlich differenzierteren Charakteren als ich erwartete. Aber diesen ganzen Pageant-Kram werd ich nie verstehen.

Neuzugänge:

Die besten Geburtstagsgeschenke sind die, die mensch sich selbst macht xD

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