{Gelesen} Caroline Kington: Schönwetterwolken

Schönwetterwolken

Originaltitel: A Tangled Summer
Übersetzer: Tina Thesenvitz
Taschenbuch, 554 Seiten
Knaur, 2008
ISBN: 978-3-426-63678-7
Summerstroke #1
Goodreads

Beschreibung:
Früher einmal war die in der Nähe von Bath liegende Marsh Farm ein blühender Bauernhof, doch das ist lange her, denn heute steht die Farm kurz vor dem Ruin. Großmutter Elsie aber will nicht, dass das Lebenswerk ihres verstorbenen Mannes den Bach heruntergeht, und entschließt sich zu einer drastischen Maßnahme: Ihre Enkelsöhne, der verträumte Stephen und der charmante Tunichtgut Charlie, sollen heiraten und den Hof wieder zum Blühen bringen. Andernfalls verliert die ganze Familie ihren Anspruch auf das Erbe und die Farm. Es beginnt ein verrückter Sommer voller Turbulenzen, Missverständnisse und Liebe.

Meine Meinung:
Vor langer Zeit hatte ich mal spontan ein Buch aus einem Mängelexemplar-Stapel gefischt, weil die Beschreibung locker-flockigen Lesespaß versprach. Nur um zu Hause festzustellen, dass es der zweite Band einer Reihe war. Also musste auch der erste Teil her.

Nun ja, locker-flockig ist durchaus zutreffend, Lesespaß aber nur bedingt. Der Roman ist gekennzeichnet durch eine extreme klischeehafte Einteilung aller Personen in gut und böse, ohne irgendwelche grauen Schattierungen dazwischen. Und keine Person ist wirklich glaubhaft in ihrer Charakterisierung, keine wirkt realistisch in ihrer Motivation und Handlung.

Dazu kommt, dass die vollkommen offensichtliche Handlung nur durch sehr viele Zufälle und unglaubwürdige Verbindungen zusammengehalten wird. Nicht nur, dass es natürlich gut ausgehen wird – das ist bei der Art von Büchern ja der Standard und stört mich an sich auch nicht – aber der Weg dahin bietet keinerlei Überraschungen.

Es lässt sich schnell lesen, unterhält auch durchaus, wenn man nicht zu lange nachdenkt – sonst entdeckt man immer mehr Schwächen. Ich würde es als typisches Urlaubsbuch bezeichnen, dass man nach der Lektüre auch im Hotel/Flugzeug oder so liegen lassen kann ohne dass man es vermissen wird.
Aber mir war es selbst für ein solches Buch zu einfach gebaut. Etwas weniger Zufälle in der Handlung und etwas besser gestaltete Charaktere hätte hier wohl geholfen, denn die Grundidee ist gar nicht so schlecht, nur bei der Ausführung hapert es.

2 Sterne - klein

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Eine Antwort zu {Gelesen} Caroline Kington: Schönwetterwolken

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