{Gelesen} Alison Sinclair: Schattengeboren (Minhorne #3)

Schattengeboren

Originaltitel: Shadowborn
Softcover, 507 Seiten
Lyx, 2012
ISBN: 978-3-8025-8337
Minhorne #3
Goodreads

Beschreibung:
Den Schattengeborenen ist es durch Verrat gelungen, einen Keil zwischen Nacht- und Lichtgeborene zu treiben. Während in Minhorne ein Bürgerkrieg droht, kämpft der rebellische Baron Ishmael di Studier in den Grenzgebieten eine blutige Schlacht gegen die Schattenkreaturen. Dabei gerät er in die Fänge des Feindes und muss entsetzt begreifen, dass sein Weg ihn direkt an die Quelle des grausamen Fluchs geführt hat, der die Menschen einst zu Licht- und Nachtgeborenen machte.

Meine Meinung:

~~~ Spoiler zu den vorigen Bänden möglich ~~~

Wohoo, der Abschlussband der Trilogie. Nach den großartigen ersten zwei Bänden hatte ich hier recht hohe Erwartungen an einen tolles Ende, der Handlung, welches endlich alle Fragen beantwortet und ein rundes Ende abliefert.

Was aber leider nur teilweise erfüllt wurde.
Schon den Anfang des Buches fand ich enttäuschend. Die Schattengeborenen treten zwar endlich direkt auf und spielen eine aktive Rolle – es kommt zu einem actionreichen Kampf zwischen Nacht- und Schattengeborenen -, aber man erfährt trotzdem nicht, was genau diese ominösen Schattengeboren sind, was für Fähigkeiten und Formen sie haben. Und leider ist das bis zum Ende des Buches auch kaum besser geworden. Man lernt zwar einzelne Schattengeborene mit Namen kennen, aber als Art oder Rasse hatte ich auch am Ende nur eine sehr verschwommene Vorstellung von ihnen und ihren Motiven. Was doof ist, denn sie und ihre Existenz sind ja ein großer Teil des zentralen Themas der ganzen Trilogie.
Und auch die Auflösung um das Rätsel des Fluches war unbefriedigend. Sie war zwar schlüssig und alles, aber ich hatte einfach angesichts des Auswirkungen was beeindruckenderes, imposanteres erwartet. Was ja an sich auch eine doofe Erwartung ist, oft genug haben ja kleine Dinge große Auswirkungen.

Aber trotzdem hat mir der Band gut gefallen. Es wird wieder aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass man sich den meisten Personen sehr nahe fühlt und ihre Meinungen, Gefühle und Entscheidungen gut nachvollziehen kann. Die Protagonisten sind alle toll mit ihren Schwächen und Stärken und so schön differenzierte, eigenständige Figuren, selbst wenn sie nur kleine Rollen spielen.
Überhaupt und dafür kann man meiner Meinung nach Frau Sinclair nicht genug loben, hat sie es geschafft ein Liebesdreieck beziehungsweise eher eigentlich schon ein Viereck zu erschaffen, dass auf mich völlig logisch, nachvollziehbar und realistisch war und bei dem ich wirklich mit jeder/m der drei Beteiligten mitgefühlt hatte. Und das sich auch völlig normal aus der Handlung entwickelte und keine/n der Beteiligten davon abhielt auch abseits dieser romantischen Verwicklungen sich an der restlichen Handlung deutlich zu beteiligen. Und auch die Auflösung war toll, keine gezwungenes Happy-End für alle, sondern eine Lösung bei der es auch Verlierer gibt.

Alles in allem ist das Buch als einzelner Band gesehen deutlich schwächer als seine beiden Vorgänger, bietet aber immer noch gute Unterhaltung und auch ein befriedigendes Ende der Trilogie. Die selbst finde ich immer noch höchst faszinierend, vor allem wegen der Idee einer Gesellschaft gespalten in Tag- und Nachtaktive mit allen Konsequenzen. Alison Sinclair hat hier eine großartige Welt erschaffen und ich würde gern noch mehr über das Leben mancher Protagonisten, wie beispielsweise Lavander und Laurel oder Fejelis, erfahren.

4 Sterne - klein

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