{Gesehen} Hogfather

Don’t get afraid – get angry!

Hogfather

Worum geht es:
Es ist Hogswatch in Ankh-Morpork, der wichtigsten Stadt der Discworld – ein Mittwinterfest des Feierns und Schenkens, welches an ein ganz anderes Fest in einer ganz anderen Welt erinnern mag. Der Hogfather – ein lustiger, dicker Mann, gekleidet in Rot – verteilt von seinem fliegenden Schlitten aus Geschenke und die Kinder können es kaum erwarten, die Hufe der Zugtiere auf den Hausdächern zu hören. Aber dieses Jahr müssen sie wohl ziemlich lange warten….
Jemand, oder etwas, möchte den Hogfather loswerden und das könnte so viel mehr bedeuten als nur das Ende von Hogswatch. Und als anthromorphe Personifizierung fragst du als erstes Kollegen um Hilfe. So kommt es, dass Death, sein Butler Albert und seine Enkelin (frag nicht) Susan den Tag, oder eher die Nacht, retten müssen.

Trailer:

Wer spielt mit:
Marc Warren (Hustle) als Teatime, Michelle Dockery (Downton Abbey) als Susan, David Jason (Only Fools and Horses) als Albert, Ian Richardson (Bleak House) als Death, Nigel Planer (he Grimleys) als Mr. Sideney, Peter Guiness (The Bill) als Medium Dave, Stephen Marcus (Starhunter) als Banjo, Craig Conway (The Descent) als Chickenwire

Wie gefällt es:
Ich sollte als erstes wohl sagen, dass ich vor Jahren das zugrundeliegende Buch gelesen habe und daher die Handlung in groben Zügen schon vorher kannte und auch aus anderen Discworld-Büchern mit der Welt und den Figuren bekannt und vertraut bin. Von daher kann ich echt nicht beurteilen, wieviel oder wenig jemand versteht, der vor dem Film keinen Kontakt mit dem Discworld-Universum hatte.

Aber ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß. Meine Schwäche für Bad Guys kam natürlich mal wieder voll zum Trage und ich war total begeistert von Teatime. Aber auch sonsthat mir der Cast gefallen. Susan ist großartig, ich wünschte ich hätte sie auch als Kindermädchen gehabt. Gut, Death hatte ich mir weniger comichaft im Aussehen vorgestellt, aber damit kann ich leben. Und der Death of Rats ist niedlich, wenn auch für den Film überflüssig. Hab trotzdem bei seinem Auftauchen (für ne Maus! WTF?) gequietscht.
Die Zauberer sind genau solche unfähigen Trottel, wie ich sie mir immer vorgestellt habe (aber Hex ♥), was herrlich ist – aber ich glaube sie sind auch etwas, das nicht-Pratchett-Kenner völlig verwirrt, da zu ihnen kaum eine Erklärung geliefert wird.

Es lässt sich natürlich nicht alles von der Buchvorlage in den Film übertragen – die vielen Wortspiele und Feinheiten gehen unweigerlich verloren – wie soll man denn auch Fußnoten in einem Film zeigen? Aber das macht den Film nicht schlechter, sondern nur anders. Und außerdem hat er die wichtigste Botschaft ja behalten:

Death: Humans need fantasy to *be* human. To be the place where the falling angel meets the rising ape.
Susan: With tooth fairies? Hogfathers?
Death: Yes. As practice, you have to start out learning to believe the little lies.
Susan: So we can believe the big ones?
Death: Yes. Justice, mercy, duty. That sort of thing.

Und natürlich das eingangs erwähnte Motto „Don’t get afraid – get angry!“ für den Kampf gegen Monster, egal welcher Art.

Ein schönes Märchen, das einen idealen Fernsehfilm für die Weihnachtsfeiertage abgibt.

4 Sterne - klein

Bechdel Test: 3/3 Punkten erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Ja mehr: Susan, Violet, Twyla, Mrs. Gaiter
2) die sich miteinander unterhalten: Ja, Susan und Twyla*
3) über etwas anderes als einen Mann: Ja, sie reden über ein Monster im Keller*
*um Minute 11, hab danach nicht mehr auf weitere Dialoge geachtet

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5 Antworten zu {Gesehen} Hogfather

  1. oldboyrap schreibt:

    Die Discworld-TV-Familie find ich auch ganz witzig 🙂

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  2. Miss Booleana schreibt:

    Ich kenne zwar die Bücher nicht, war aber total angefixt von dem Film. Erst durch den habe ich Terry Pratchett überhaupt erst kennen gelernt … man stelle sich das mal vor. Stand am DVD-Regal in einem Laden, der hier nicht genannt werden soll und lese die Inhaltsangabe und denke „Genial“. Erst danach habe ich von dem riesengroßen Universum dahinter erfahren XD
    Aber so als „Anfänger“ konnte ich mich eigentlich gut einfinden beim Schauen des Films – auch so ganz ohne Vorkenntnisse. Wenn man fantastielos ist, wird das aber wohl nix 😉

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  3. Pingback: {Blogparade} Gegen den Strom – 10 unbekannte oder unbeliebte Lieblingsfilme | Mind Palace

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