{Gesehen} The Last Enemy

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Worum geht es:
Der Mathematiker Stephen Ezard kommt zurück in das Vereinigte Königreich um seinen Bruder zu beerdigen. Dabei stellt er fest, dass Yasim,die Witwe des angeblich durch eine Landmine in Afghanistan Getöteten, eine gesuchte illegale Immigrantin, welche tödlich erkrankt ist, versteckt. Nach deren Tod verschwindet Yasim mit der Leiche und hinterlässt mehr Fragen als Antworten. Stephen wird währenddessen von einer alten Freundin als Berater und Promoter eines neuen staatlichen Überwachungssystems namens T.I.A. (Total Information Awareness) angestellt und nutzt die Möglichkeiten dieses Programms um Yasim wiederzufinden. Doch dabei entdeckt er noch vieles mehr und auf einmal befindet er sich mitten in einer Regierungsverschwörung.

The Last Enemy ist eine Mini-Serie mit  Folgen, die 2008 von der BBC ausgestrahlt wurden und zwischenzeitlich auch in den UK auf DVD veröffentlicht wurden. Eine Synchronisation und Ausstrahlung im deutschen Fernsehen scheint bisher nicht stattgefunden zu haben.

Trailer:

Wer spielt mit:
Benedict Cumberbatch (Sherlock, 12 years a slave) als Stephen Ezard, Anamaria Marinca (Holby City) als Yasim Anwar, Max Beelsey (Suits, Survivors) als Michael Ezard, Robert Carlyle (once Upon A Time, Stragate: Universe) als David Russell, Eva Birthistle (Waking the Dead, Strike back) als Eleanor Brooke, Geraldine James (Utopia) als Barabra Turney und David Harewood (Homeland, Robin Hood) als Patrick Nye

Wie gefällt es:
Sherlock und Rumpelstiltskin in einer Serie…. Klingt wie der Anfang von nem doofen Witz, ist aber interessant xD

Die Briten lieben ihre Big-Brother-Überwachungsstaat-Serien, oder? Ich hab das Gefühl nirgendwo sonst werden davon so viele produziert wie dort xD
Hier hat sich Großbritannien nach den Angriffen vom 07. Juli 2005 in einen Staat entwickelt, in der Kameras Alltag sind und die Überwachung immer enger wird.

Uh was soll ich sagen? Die Schauspieler spielen gut, aber alles andere hätte mich bei dem Cast doch auch gewundert.
Die Handlung ist ziemlich komplex und nicht einfach zu verstehen. Gerade am Anfang hatte ich teilweise Probleme durchzublicken und auch einige der Rollen auseinander zuhalten, weil die einzelnen Handlungsstränge erst nach und nach zusammenlaufen.
Ich hab den Eindruck, dass ich um alle Kleinigkeiten und Andeutungen richtig einordnen und verstehen zu können, die Folgen nochmal konzentriert sehen müsste, nachdem ich jetzt die grobe Handlung kenne und mich so mehr auf Details konzentrieren kann.

Aber obwohl ich garantiert einiges nicht mitbekommen habe, bin ich beeindruckt. Es ist eine recht ruhige, wenig actionreiche Auseinandersetzung mit den Fragen der Überwachung, Persönlichkeitsrechten, Freiheit und den ethischen Grenzen von Wissenschaft.

Ganz sicher keine Serie zum Relaxen und nur unterhalten lassen, gerade bei der letzten Folge habe ich mich bei einigen Szenen deutlich unbehaglich gefühlt. Auch weil es zwar nicht das reale Großbritannien zeigt (also politisch/gesellschaftlich, geographisch natürlich schon), aber eben eins, dass nicht weit davon weg ist und sehr leicht Realität werden könnte. Allerdings eine sehr, sehr beunruhigende, beängstigende Realität. Ich hab das Gefühl, dass die Serie mir noch lange in Erinnerung bleibt und noch des öfteren zum Nachdenken bringen wird.

4 Sterne - klein

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4 Antworten zu {Gesehen} The Last Enemy

  1. schauwerte schreibt:

    Fandest du das Ende nicht auch so niederschmetternd traurig?
    Mir hat der 5-Teiler gut gefallen und wirklich, wie du sagst, weit weg von der Realität ist es nicht (schauder).

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    • Amerdale schreibt:

      Nicht unbedingt traurig im Sinne von Tränen und Gefühlsausbruch, aber schon bedrückt und pessimistisch, eben gerade weil es so realitätsnah ist. Gerade auch aktuell bei den Nachrichten, dass sie Ebola-Kranke mit bisher ungetesteten Medikamenten behandeln, musste ich auch wieder an die Verabreichung des Impfmittels mit seinen Nebenkomponenten in der Serie denken und dass kaum einer weiß/kontrollieren kann, was in den Ebola-Mitteln drin ist. Nicht, dass ich den Herstellern hier irgendwas unterstellen will, aber es macht einem noch mal klar, wie gut die einzelnen Ereignisse eben auch real sein könnten. Ohne dass wir es erfahren. Und das ist schon deprimierend.

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      • franziska-t schreibt:

        Ich fand das Ende auch sehr schockierend, aber das sind die meisten Dystopien (1984 von George Orwell, Corpus Delicti von Juli Zeh…). Das Tolle an dieser Mini-Serie finde ich nicht nur den Realismus, sondern auch die Tatsache, dass man merkt, dass all die Überwachung keinen Vorteil bringt. Es ist trotzdem noch möglich unbemerkt Bomben zu platzieren oder illegal ins Land zu kommen. Die Regierung ist ratlos und greift deshalb zu diesem drastischen Mittel.

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