{Gesehen} State of Play

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(Awww, I want to hug him so badly)

Worum geht es:
A thriller set in London, in which a politician’s life becomes increasingly complex as his research assistant is found dead on the London Underground and, in a seemingly unrelated incident, a teenage pickpocket is shot dead.

Die Mini-Serie mit 6 Folgen wurde 2003 von der BBC ausgestrahlt und ist nicht zu verwechseln mit dem US-Film-Remake von 2009 (Well yes, of course the USA needed their own remake, what else?). Auf Deutsch hat die Serie den (erstaunlicherweise) treffenden Titel „Mord auf Seite eins“ verpasst bekommen und wurde 2008 (nicht so erstaunlicherweise) von Arte gezeigt. Sie ist auf DVD erhältlich.

Trailer:

Wer spielt mit:
John Simm (Doctor Who) als Cal McCaffrey, Kelly Macdonald (Boardwalk Empire) als Della Smith, Bill Nighy (Love Actually) als Cameron Foster, Philip Glenister (Ashes to Ashes) als William Bell, David Morrissey (The Walking Dead) als Stephen Collins, James McAvoy (X-Men-Franchise) als Dan Foster, Amelia Bullmore (Scott & Bailey) als Helen Preger, Benedict Wong (Top Boy) als Pete Cheng, Marc Warren (Hustle) als Dominic Foy, Polly Walker (Caprica) als Anne Collins

Wie gefällt es:
Hach, die Briten und ihre Polit-Verschwörungsthriller xD Aber man muss es ihnen lassen, sie wissen, was sie da tun.
Hier steht zur Abwechslung mal ein Team von Journalisten im Mittelpunkt, das über den Tod der Assistentin eines Politikers berichtet und dabei einiges entdeckt, das nach Ansichten von einflußreichen Leuten besser verborgen geblieben wäre.

Am Anfang hab ich etwas (also so etwa bis zum Ende der zweiten Folge) gebraucht um in die Handlung reinzukommen und bis dahin war es auch recht zäh und langweilig. Das änderte sich dann aber und bis zum Ende war die Serie dann sehr fesselnd.

Zum Inhalt will ich gar nicht mehr sagen, denn der baut sich erst nach und nach auf, und ich denke, die Serie wirkt am Besten, wenn man sich selbst während des Schauens eine Meinung zu den Ereignissen und was dahinter steckt bildet. Und aufmerksam schauen und zuhören ist hier ein Muss, denn vieles wird erstmal nur angedeutet, bevor es dann ein, zwei Folgen später seine volle Bedeutung entwickelt.

Aber den Journalisten bei ihrer Arbeit zuzuschauen, war – auch unabhängig von der Thematik – einfach spannend. Gut, ich kann nicht sagen, wie realistisch es war aber ich fand es sehr überzeugend. Diese Aufregung, als ihnen klar wurde, dass es hier um mehr geht als einen tragischen Selbstmord, und der entstehende Ehrgeiz, diese Geschichte der Öffentlichkeit bekannt zu machen, war direkt mitreißend. In dem Sinne kann man die Serie auch als ein Plädoyer dafür verstehen, warum Demokratie die Medien als vierte Gewalt braucht.

Ein paar Dinge habe ich nicht ganz verstanden, was allerdings an meinem mangelnden Wissen über das britische Strafrecht beziehungsweise die Feinheiten der politischen Arbeit dort geschuldet ist. Aber das ist nicht weiter störend, so dass ich auch einfach zu faul bin es nachzuschlagen.

Die Darsteller kann man eigentlich durchgehend nur loben (sieht James McAvoy da so jung aus xD), die machen ihre Sache alle super. Besonders gefallen hat mir dabei die von Kelly Macdonald gespielte Della mit einem einfach wunderbaren schottischen Akzent. Aber alle Figuren sind sehr überzeugend gespielt.

Eine faszinierende Serie, die schön die Verflechtungen von Politik und Lobbyismus beleuchtet (was leider viel zu real wirkt) und dabei noch einen Einblick in den investigativen Journalismus gibt.

4 Sterne - klein

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