{Gelesen} Charlaine Harris: Dead until Dark (Sookie Stackhouse #1)

161020143259

Taschenbuch, 292 Seiten
Ace Books, 2008
ISBN: 978-0-441-01699-0
Sookie Stackhouse #1
Goodreads

Beschreibung:
Sookie Stackhouse is a small-time cocktail waitress in smalltown Louisiana. She’s quiet, keeps to herself, and doesn’t get our much. Not because she’s not pretty. She is. It’s just that, well, Sookie has this sort of „disability“. She can read minds. And that doesn’t make her too dateable. And then along comes Bill. He’s tall, dark, handsome – and Sookie can’t hear a word he’s thinking. He’s exactly the type of guy she’s been waiting for all her life…
But Bill has a disability of his own: He’s a vampire with a bad reputation. He hangs with a seriously creepy crowd, all suspected of – big surprise – murder. And when one of Sookie’s coworkers is killed, she fears she’s next.

Meine Meinung:
Einer, wenn nicht der größte, Pluspunkt des Buches war für mich die Art und Weise, wie Sookies Telepathie dargestellt wird und was für einen Einfluss diese Fähigkeit auf ihr komplettes Leben hat. Sie konnte sich beispielsweise in der Schule nicht konzentrieren, weil sie ständig die Gedanken der anderen Schüler im Kopf hat beziehungsweise ihre Konzentration nicht ausreicht um sich sowohl darauf zu konzentrieren Aufgaben zu lösen und gleichzeitig die Stimmen aus ihrem Kopf auszusperren. Ganz zu schweigen von Liebesbeziehungen. Wie soll man Sex genießen und sich darin verlieren können, wenn man die ganze Zeit über Konzentration aufbringen muss um die Gedanken seines Partners auszublenden? Dieser Fluch, und genauso empfindet Sookie es, wird hier eindrucksvoll beschrieben und es wird sehr gut dargestellt, wie sehr er Sookie, die eigentlich zwar etwas naiv, aber durchaus intelligent wirkt, in ihrer persönlichen Entwicklung behindert.

Da ist es für mich auch kein Wunder, dass sie die Gegenwart Bills, dessen Gedanken sie nicht hören kann, so sehr liebt und aktiv sucht. Ich bin normalerweise alles andere als ein Freund von „ewige Liebe auf den ersten Blick“-Geschichten, aber hier fand ich die sofortige Anziehung zwischen Sookie und Bill – zumindest von Sookies Seite her – wirklich nachvollziehbar. Bill ist die erste Person, bei der sich Sookie wirklich entspannen kann ohne Angst haben zu müssen, einen Gedanken aufzuschnappen, der nicht für sie bestimmt war. Es ist eine ganz neue, großartige Welt für sie und ich kann verstehen, dass sie davon nicht genug bekommt. Und außerdem ist es nicht wirklich sofort Liebe zwischen ihnen. Also wieder von Sookies Seite, ich hab keine Ahnung, was in Bill vorgeht*. Es ist eher eine Art Crush/Faszination, aus der langsam mehr wird. Und das nicht von Zweifel und Probleme.
*Was aber auch kein Wunder ist, denn das Buch ist von Sookie als Ich-Erzähler geschrieben und sie kann weiß ja eben gerade nicht, was in Bills Kopf vor sich geht. Er ist ihr und damit auch dem Leser in vielen Punkt ein Rätsel.

Und obwohl Sookie, wie schon erwähnt, naiv ist, so dass ich sie manches mal einfach nur noch schütteln wollte, in der Hoffnung, dass sie so etwas vernünftiger wird, ist sie gleichzeitig auch oft erheiternd sarkastisch und scharfsinnig in ihren Bemerkungen über andere. Besonders ihre Bemerkungen über das Sexualleben ihres Bruders Jason sind auch großartig. Der Humor in dem Buch ist toll und ich musste öfters laut auflachen.

Was mich dagegen öfters mal gestört hat, war der sehr einfache, simple Schreibstil der Autorin. Normalerweise mache ich mir beim Lesen nie viele Gedanken über den Schreibstil und schon gar nicht, wenn ich auf Englisch lese. Aber hier ist selbst mir aufgefallen wie einfach der Satzbau ist und wie viele Wiederholungen der Struktur und Wörter es gibt. Irgendwo bin ich über einen Absatz gestolpert, bei dem fünf Sätze hinter einander mit „I said… I did this…. I did that…“ anfingen. Ein etwas abwechslungsreicherer Schreibstil hätte hier Wunder für den Lesefluss bewirkt. Ich hoffe ja, dass das in den folgenden Büchern doch etwas besser wird.

Außerdem gibt es einige Logikfehler beziehungsweise Widersprüche. So  kann Sookie beispielsweise Bills Gedanken nicht lesen und es wird auch in Szenen mit anderen Vampiren angedeutet, dass sie es bei keinem von ihnen kann. Aber dann kann sie plötzlich in einer Szene (und scheinbar auch nur in der) Erics Gedanken lesen. Ohne Erklärung, warum es doch geht. Und von diesen kleinen Unstimmigkeiten gibt es noch mehrere.

4 Sterne - klein

Ich hab versucht das Buch unabhängig von der darauf basierenden TV-Serie zu bewerten, will aber jetzt doch noch schnell ein paar Worte dazu verlieren: Die Handlung dieses Bandes entspricht im Großen und Ganzen der Handlung von Staffel 1 (der Mörder ist übrigens auch der gleiche – aber es ist im Buch so gut gemacht, dass ich lange Zweifel hatte). Es gibt ein paar veränderte Nebenhandlungen, aber nichts großartiges. Bei den vorkommenden Personen sind die Unterschiede dagegen deutlich gravierender. So spielt in dem Buch ein Vampir namens Bubba eine nicht unbedeutende Rolle, die in der Serie wegfällt, während Tara dafür in der Serie Sookies beste Freundin ist und im kompletten Buch mit keinem einzigen Wort erwähnt wird (YAY! Sorry, Tara-Fans^^). Statt dessen ist die Beziehung zwischen Arlene und Sookie viel freundschaftlicher. Und auf der bedauerlichen Seite: Keine Jessica. Schade.

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