TV-Serien 2014

Viel zu viel. Aber dafür auch viel gutes. Ist vermutlich völlig subjektiv, aber ich hatte dieses Jahr bzw vor allem bei den im Herbst gestarteten Network-Serien den Eindruck, dass die Qualität besser war als in den Jahren zuvor. Oder zumindest war mehr dabei, was interessant klang und mich auch für mehr als ein, zwei Folge als Zuschauer gewinnen konnte. Und zum anderen bin ich, glaube ich, einfach besser geworden darin abzuschätzen, was mir gefällt und was ich einfach ignorieren sollte. So hatte ich schon Ende 2013 einige Serien von meiner Liste geworfen und dies auch keine Sekunde bereut seitdem.

The good

Natürlich die schon im Favoriten-Post erwähnten Serien, sonst wären sie ja da nicht aufgetaucht. Aber sie sind nicht die einzigen, die mich dieses Jahr positiv überrascht haben. Das Jahr fing schon gut an mit der dritten Staffel von Sherlock, auch wenn sie anders war als die zwei vorigen und ich immer noch nicht weiß, was ich von der Szene am Ende halten soll. Weitere Serien an die ich mich aus dem Jahr gern erinnern werde sind Vikings (Staffel 2), Game of Thrones (Staffel 4), Real Humans (Staffel 2) und Rectify (Staffel 2), die es alle geschafft haben, das Niveau ihrer Vorgängerstaffel(n) zu halten und mich gefesselt haben. Und eine ganz besondere Erwähnung verdient Agents of Shield, dass sich wahnsinnig gesteigert hat im Vergleich zur ersten Hälfte von Staffel 1 und mir seitdem wirklich ans Herz gewachsen ist. Außerdem ist da noch die hoffentlich erste und nicht einzige Staffel von Intruders und State of Play, welche mich schlußendlich weit mehr beeindruckten und unterhielten als ich nach den ersten paar Folgen jeweils erwartet.
Und dann ist da noch Tabletop, welches nicht zum Rest passt, weil es keine fiktive Serie ist, sondern eine Spielshow, die Gesellschaftsspiele vorstellt. Auf höchst unterhaltsame Weise.

…. the surprises…

Ich hätte nie gedacht, dass How to get away with murder so gut sein würde. Okay, ein guter Teil meiner Begeisterung ist Connor geschuldet und nachdem ein Handlungsstrang passend zur Winterpause beendet wurde, ist unklar, ob der Rest der Staffel genauso gut sein wird. Aber bisher war es toll. Oh und Selfie, die Comedy mit dem dämlichen Titel und den großartigen Charakteren. Außerdem war da noch From Dusk till Dawn, dass sich überraschend weit aus dem Schatten des Films entfernt hat und zu einer interessanten Serie wurde. Und meine zwei persönlichen Sommerhits Finding Carter, eine überraschend gefühlvolles und weitgehend glaubwürdiges Teendrama, und Welcome to Sweden, eine wirklich unterhaltsame Comedy mit dem Bonus von Schwedisch. Und die letzte Überraschung des Jahres ist The Librarians, welches ich Fans von Leverage und/oder Warehouse 13 nur empfehlen kann.

… and the bad

Wo soll ich anfangen? Bei The Strain und Helix, die beide so eine interessante Prämisse haben und das in eine langweilige Serie verwandelt haben? Oder Gracepoint, welches es tatsächlich geschafft meine eh schon negativen Erwartungen noch zu unterbieten? Under The Dome, welches sich endgültig davon verabschiedet hat irgendwelchen Sinn zu ergeben und wo jeder in jeder Folge mindestens drei Mal seine Meinung ohne Grund ändert? Homeland für das langweiligste Staffelfinale (4. Staffel) an das ich mich erinnern kann? Die vierte Staffel von Torchwood, die ebenfalls schon gezeigt hat, dass es nichts bringt britische Serien einfach mal so in die USA zu verlegen? Und wenn wir schon bei vierten Staffeln sind, ist da noch American Horror Story, an dem ich mit der Staffel jedes Interesse verloren habe.
Außerdem ist da noch Pretty Little Liars, das zwar auch absolut keinen Simm macht und wohl nie Antworten auf Fragen geben wird und den nervigsten Charakter des Jahrzehnts hat, aber ich schaff es trotzdem nicht mit der Serie (im Gegensatz zu den anderen aus dieser Kategorie) aufzuhören.

In memory of the deceased

Äh ich mein beendete oder abgesetzte Serien. Ich kann mich immer noch darüber aufregen, dass sie Selfie abgesetzt haben. Das war so eine nette, kleine Show. Und nachträglich trauere ich noch etwas um Drive und Happy Town, die ihr Potential nicht ausschöpfen können. Ansonsten haben noch True Blood, Sons of Anarchy, Ripper Street (geh ich zumindest mal davon aus nach der letzten Szene) und White Collar geendet, wobei es zumindest bei den ersten Zeit aber auch wirklich gut war, da war nichts mehr zum Erzählen übrig und ihre jeweilige letzte Staffel war schon nicht mehr gut. White Collar dagegen hatte ein guten Abschluss für die Serie und Ripper Street erst. Die Serie ist wirklich mit jeder ihrer drei Staffeln besser geworden.

In pleasant Anticipation

Boradchurch Staffel 2. Ich kann es kaum erwarten (und das war jetzt der Punkt, an dem man merkt, dass der Artikel schon einige Zeit vor der Veröffentlichung geschrieben wurde :D). Ich hab ja etwas Angst, dass sie die Qualität von Staffel 1 nicht halten können, aber das mindert meine Aufregung kaum. Immerhin darf Tennant hier seinen schottischen Akzent benutzen und das allein ist es wert.
Ansonsten freue ich mich auf:
Agent Carter, weil kickass female lead
Schuld, nachdem mich Verbrechen schon beeindruckt hat. Hey ich fiebere einer deutschen Serie entgegen xD
Wayward Pines, aber vor allem weil es mit ‚das neue Twin Peaks‘ beworben wird und ich erwarte wohl viel zu viel
iZombie weil Rob Thomas (der Mensch hinter Veronica Mars) verantwortlich ist
Poldark – Aidan Turner in historischem Kostüm erklärt alles, oder?
Und außerdem ist da noch Galavant, dass so schräg und bescheuert klingt, dass ich das schlimmste erwarte aber trotzdem mal reinschauen muss. Und natürlich die Fortsetzungen von allen unter „the good“ genannten Serien, soweit es dieses Jahr welche gibt. Besonders gespannt bin ich dabei auf die Serien-Version der Sand Snakes bei Game of Thrones.

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7 Antworten zu TV-Serien 2014

  1. filmschrott schreibt:

    Vikings fand ich ja in Staffel 2 schwächer. Irgendwie dreht man sich da ein bisschen im Kreis, finde ich. Aber gut ist es trotzdem weiterhin.

    Ich hab jetzt mal mit Broadchurch angefangen und die erste Folge hat mir schon richtig gut gefallen. Wenn ich das richtig sehe, kann ich aber auf Gracepoint jetzt definitiv verzichten, oder?

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    • Amerdale schreibt:

      Oh Gott ja, Gracepoint ist einfach eine Kopie. Und die kleinen Änderungen, die es gibt, machen es nur schlechter.

      Ich fand die zweite Staffel von Vikings auch nicht mehr so toll wie die erste. Vor allem die Handlung um Floki war so offensichtlich.

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      • filmschrott schreibt:

        OK, damit ist gracepoint endgültig vom Tisch.

        Vikings hält sich ja angeblich sehr strikt an wahre Ereignisse. Ich hoffe mal, dass man sich, auf Grund von besserer Dramaturgie, vielleicht doch mal etwas von diesem Konzept verabschiedet. Ich weiß zwar nicht, wie sehr man daran überhaupt festhält, aber hab das mal gelesen und irgendwie kam die zweite Staffel nicht wirklich voran und hat auch einfach nichts neues gebracht. Irgendwie ist man immer noch genau so weit, wie am Ende von Staffel 1.

        erinnert etwas an Sons Of Anarchy, das auch nicht aus dem Quark kommt seit 3 Staffeln, oder so. Bin da noch nicht ganz mit durch (irgendwo Mitte der letzten Staffel), aber die hat ein ähnliches Problem.

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        • Amerdale schreibt:

          Die letzte SoA-Staffel war so dröge, das war ätzend. Wirklich was passiert ist da nur in den letzten zwei oder drei Folgen, alles vorher war unnötig. Ich war direkt froh, als es dann endlich vorbei war. Außerdem hat mich Gemma mit jeder Sekunde mehr genervt. Blödes Weib ey.

          Wenn ich mich richtig erinnere, was ich über die dritte Staffel von Vikings gehört hab, soll Ragnar versuchen Paris zu erobern. Keine Ahnung, wie historisch belegt das ist, aber es klingt als würde es spannend werden xD

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          • filmschrott schreibt:

            Gemma geht mir eigentlich schon seit dem Anfang auf den Sack. Ich hoffe allerdings, dass die noch ihre gerechte Strafe kriegt.

            Wikinger in Paris? Klingt erst mal gut. Historisch bin ich da nicht wirklich bewandert. keine Ahnung, ob die wirklich mal da waren.

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          • Amerdale schreibt:

            Ich fand es nur halbwegs befriedigend, wie die Serie für Gemma geendet hat. Einerseits hat sie schon bekommen, was sie verdient hat, aber andererseits war das wie einfach doof. In den ersten paar Serien war Gemma so ein „love to hate“-Charakter für mich und in Staffel 3 oder so als sie vergewaltigt wurde, hatte ich sogar etwas Mitleid aber dass hat sich immer mehr zu reinem Hass geändert.

            Paris wurde tatsächlich mal von Wikingern belagert: http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Paris_%28885%E2%80%93886%29

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          • filmschrott schreibt:

            Bei der Vergewaltigung hatte ich zwar nicht unbedingt Mitleid, aber da war der Punkt noch nicht erreicht, dass ich dachte: „Die Bitch hat es verdient.“ Mittlerweile kann es gar nicht schlimm genug sein, was am ende mit ihr passiert. Mal sehen, bin ja noch nicht ganz da. Auch weil sich die Staffel so hinzieht und ich irgendwie nie Bock zum weitergucken habe.

            Wikinger in Paris gabs also wirklich mal. Da bin ich dann mal gespannt. Hauptsache ist, die wiederholen jetzt nicht schon wieder so eine Jemand-hat-Ragnar-verraten-Story, bei der sich am Ende rausstellt, dass es doch nicht so war. Das gabs jetzt genug.

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