{Gelesen} Rachel Ward: Numbers – Den Tod im Griff (Numbers #3)

Den Tod im Griff

 

Originaltitel: Infinity
Taschenbuch, 311 Seiten
Chicken House, 2012
ISBN: 978-3-551-52037-1
Numbers #3
Goodreads

Klappentext:
2030 – Adam ist kein Unbekannter mehr. Seit er versucht hat, die Menschen vor der bevorstehenden Katastrophe zu warnen, weiß jeder von seiner Gabe. Denn wenn Adam in fremde Augen schaut, kann er das Todesdatum seines Gegenübers sehen. Und genau das macht ihn zum Objekt der Begierde von Saul und seinen Männern. Um Adam unter Druck zu setzen, entführen sie Sarahs Tochter Mia. Adam bleibt nur eins: Er muss so tun, als wäre er zur Zusammenarbeit bereit. Denn noch ahnt niemand, dass auch Mia eine unheimliche Gabe besitzt.

Mein Eindruck:
Als ich vor ein paar Jahren die Vorgängerbände dieser Reihe las, fand ich besonders die Grundidee – der Protagonist sieht in den Augen anderer deren Todesdatum – so unheimlich faszinierend. Aber obwohl diese Idee auch hier noch existiert, bin ich von dem Abschlussband etwas enttäuscht. Aus verschiedensten Gründen.

Zum einen spielt dieser letzte Band in einer dystopischen Zukunft – über die der Leser aber nicht viel erfährt. Menschen leben in Wäldern, aber nicht alle. Einerseits scheint alle Ordnung zusammengebrochen zu sein, andererseits können Menschen mittels Chips auf Meter genau geortet werden. Es passt einfach nicht zusammen beziehungsweise ich konnte es mir nie wirklich was vorstellen, weil man nur Andeutungen erfährt und es keinerlei Erklärungen gibt. Und so schwebt sozusagen die Handlung für mich in einem luftleeren Raum, weil einfach der Hintergrund dazu fehlte beziehungsweise so sehr verschwommen war.

Und leider ist es ähnlich mit den Figuren. Saul, der böse Gegner von Adam und seiner Familie, ebenso ein Rätsel wie die Welt. Man erfährt viel zu wenig über ihn und vor allem seine Organisation. Wieso haben sie diese Möglichkeiten und den Einfluß? Wer hat sie ausgesucht? Da stellen sich so viele Fragen und auf keine wird eingegangen. Saul ist einfach da.
Und dann ist da noch Mia, Sarahs Tochter. Die mir viel zu reif für eine Zweijährige vorkam. Sie läuft weite Strecken, sie versteht alles, was man zu ihr sagt und so weiter. Ich hatte während des Lesens von den Schilderungen immer wieder den Eindruck, dass sie so etwa sechs Jahre alt sein müsste und war immer wieder aufs neue verwirrt, wenn ihr Alter erwähnt wurde. Es passt für mich einfach nicht zusammen.

Der Roman ist immer noch sehr spannend und unterhaltsam; ich hab ihn in wenigen Tagen durchgelesen. Was auch von dem recht einfachen Schreibstil (positiv gemeint) gefördert wurde. Und man merkt auch jedem Kapitel sehr schön an, ob es von Sarah oder Adam, welche sich als Erzähler abwechseln, erzählt wird. Frau Ward hat da jeder der beiden Figuren eine eigene Stimme gegeben, was sehr schön ist. Aber leider hat das Buch nicht das Potential seiner Vorgänger und kann die durch sie geweckten Erwartungen nur teilweise erfüllen. Es ist okay als Abschluss, aber hätte besser sein können.

3 Sterne - klein

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