{Gelesen} Scott Westerfeld: Peeps – die letzten Tage (Peeps #2)

Peeps 2 Originaltitel: The Last Days
Hardcover, 313 Seiten
Kosmos, 2009
ISBN: 978-3-440-11552-7
Peeps #2
Goodreads

Klappentext:
Wir spielten das Stück bis zum Ende durch und hofften, dass uns jemand hörte. Als wir am Schluss angekommen waren, brandete kein Applaus auf, kein einziger, aufmunternder Ruf. Es war niemand gekommen. Dann gingen die Lichter aus, und ich blickte in die Richtung, in der Publikum hätte sein sollen. Eine Galaxie aus Augen erwiderte meinen Blick.
Nachtsichtaugen.
Peeps.
Sie starrten uns an, gebannt, untot. Sie alle hatte die Seuche voll erwischt. Ihre Fingernägel waren lang und glänzten schwarz, als ob sie sich die Panzer von toten Käfern aufgeklebt hätten. Sie standen zu Hunderten dort. Reglos. Die Überlebenden waren nicht zu uns gekommen. Aber die Vampire.

Mein Eindruck:
Ich war von dem ersten Band so begeistert, denn er interpretierte Vampirismus auf eine ungewohnte Art und Weise: als übertragbare Krankheit. Und versorgte einen so nebenbei noch mit vielen amüsanten aber auch informativen Details über Viren und Bakterien.

Und so ziemlich das gleiche, verpackt in eine andere Handlung, erwartete ich hier auch. Dementsprechend war dann auch meine Verwirrung. Denn die Existenz der Vampire und wie die Krankheit verbreitet wird spielt hier nur eine kleine Nebenrolle. Im Mittelpunkt steht dagegen Musik und eine Teenagerband. Und das ist einfach nicht so meins. Dementsprechend ließ mein Interesse während dem Lesen auch schon mal deutlich nach, als sich abzeichnete, dass der Schwerpunkt bei der Musik bleiben wird.

Aber auch sonst hatte ich meine Schwierigkeiten. Das lag daran, dass aus der Sicht von fünf Personen erzählt wird – die aber alle gleich klingen. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich zum Anfang eines Kapitels zurückblättern musste um mir in Erinnerung zu rufen, wer da nun gerade erzählt. Egal ob Street Artist, Mädchen aus reichem Hause oder Vampir – sie sind nicht auseinander zuhalten. Und auch sonst waren sie für mich nicht wirklich greifbar. Abgesehen von ihrer Liebe zur Musik erfährt man nicht viel über sie. Sie sind einfach da, weil ohne Musiker kann man keinen Roman über eine Band schreiben oder so. Dementsprechend kalt ließen mich auch die wohl unvermeidlichen Liebesdreiecke und Eifersüchteleien.

Die Handlung selbst war soweit okay, eben unerwartet auf Musik und nicht Vampire fokussiert, aber wenn man das akzeptierte durchaus unterhaltsam. Aber sie hat auch viele Fragen aufgeworfen, die nie beantwortet wurden, wie: Woher hat Moz das Geld um Alana Rey zu bezahlen? Wer ist Luz und woher hat sie ihr Wissen? Und das waren nicht die einzigen Fragen. Das fand ich schon nervend, dass das einfach beiseite geschoben und ignoriert wird. Und am Ende überschlägt sich die Handlung irgendwie. Da hat sie mich auch etwas verloren und ich war irgendwann so: Okay, yeah, alle sind happy und ich blick nicht ganz durch wieso. Aber von mir aus *nervöses Augenzucken*

Das klingt jetzt schlechter als es an sich ist, weil da einfach meine unerfüllten Erwartungen ihre Frustration zeigen. Wenn man etwas Interesse an Teenager-Bands und ihren Problemen einen Einstieg in die Musikwelt zu bekommen hat, beurteilt man es wohl völlig anders.
Oh und man muss echt nicht den ersten Band gelesen haben um den hier zu verstehen – und umgekehrt verpasst man auch nichts, wenn man nur den ersten liest. Sie spielen beide in New York während des gleichen Ausbruchs von Vampirismus, aber das war es auch schon so ziemlich. Zwei Figuren aus Band 1 tauchen hier gegen Ende auf, aber sie spielen nur kleine Rollen, die auch ohne Vorkenntnisse verständlich sind.

3 Sterne - klein

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