{Gesehen} Galavant

Galavant

Quelle: imdb.de

Worum geht es:
Once upon a time, the dashing hero Galavant was a slayer of dragons, protector of the innocent, and defender of the less fortunate. But one day, the evil King Richard fell for Galavant’s ladylove Madalena and kidnapped her. On Madalena and King Richard’s wedding day, Galavant courageously fought his way back to the palace to rescue his love. And while this is where most fairytales end happily ever after, it’s where the tale of Galavant truly begins.

Trailer:

Eckpunkte:
Sender: ABC
Erstausstrahlung: 2015
Staffeln: bisher 1, über weitere aktuell noch nicht entschieden
Folgen pro Staffel: 8
Länge einer Folge: etwas 20-25 Minuten
Darsteller: Joshua Sasse, Timothy Omundson, Vinnie Jones, Mallory Jansen, Karen David und Luke Youngblood

Mein Eindruck:
Ich glaube, dass ist eine der Serien, bei denen das Konzept hinter der Serie interessanter ist als die Serie selbst. Mir fällt keine andere Serie ein, die als Musical konzipiert ist – am ehesten wohl noch Glee, wobei da das Singen Bestandteil der Handlung ist (soweit ich weiß, ich hab eine Folge mal unaufmerksam gesehen) und nicht die Handlung gesungen wird (Galavant).

Die Handlung von Galavant ist okay aber auch – bis auf das Gesinge – nichts besonderes. Es gibt einige schöne Umkehrungen von Klischees, wie zum Beispiel das sich die entführte Maid für den König (und Geld und Einfluss) entscheiden und nicht für ihren armen Ritter und ewige Liebe. Man merkt, dass die Serie ihr Setting aber auch sich selbst absolut nicht ernst nimmt und das ist herrlich erfrischend und lustig (in der letzten Folge fällt unter anderem die Liedzeile: Will all the singing kill our Nielsen ratings?).
Andererseits aber auch gibt es mehr Logikfehler und -lücken als sonst was. Und es passiert teilweise einfach zu wenig. Die Hälfte der Folgen bestehen daraus, dass Galavant mit Begleitern von A nach B reist und damit auf seltsame Leute trifft. Beispielsweise auf Land lebende Piraten (fragt nicht…), die einfach nicht ins Setting passten und die Handlung nicht voran brachten, aber eben Sendezeit füllen. Skurille Ereignisse ja, Spannung nein.

Ein Lob dagegen verdient die Ansammlung an Gaststars, die in der Häufung von bekannten Namen wirklich sehenswert ist: John Stamos, Anthony Stewart Head, Rutger Hauer, Hugh Bonneville, Weird Al Yankovic und Ricky Gervais. Schade, dass manche nur so kurze Szenen hatten, ich hätte von einigen gern mehr gesehen. Aber von anderen auch weniger, gleicht sich also aus.

Die Gesangsnummern fand ich, die absolut null Ahnung von Musik hat und von daher auch nicht beurteilen kann/will, wie talentiert der Cast in der Beziehung ist, okay bis gut. Am Besten in Erinnerung geblieben sind mir das Lied, mit dem in Folge 1 Galavant vorgestellt wurde, und aus der letzten Folge das Metalied des Jesters mit oben erwähnter Zeile über die Ratings. Der Rest ist in dem Moment sehr unterhaltsam, teilweise auch mit lustigen Wortspielen und Reimen, aber eben auch nichts an was ich mich einen Tag später noch erinnern kann (zum Vergleich: ich kann 95% der ‚Once more with a feeling‘-Texte auswendig). Allerdings sind die Lieder auch ein Grund warum ich sehr dazu raten würde diese Serie hier wirklich in der Originalversion anzuschauen, selbst wenn sie mal im deutschen Fernsehen laufen sollte. Werden die Lieder dort übersetzt, geht ein Großteil des Wortwitzes vermutlich verloren und werden sie nicht übersetzt, ist die halbe Serie eh noch auf Englisch.

Falls es eine zweite Staffel gibt, hoffe ich, dass ABC mehr Wert auf die Handlung legt. Ich würde es wohl sowieso schauen, zumindest wenn die Episodenzahl in dem Rahmen bleibt (und/oder sie Neil Patrick Harris und Hugh Jackman dafür casten <3), aber ausgehend von Staffel 1 gibt es definitiv noch Verbesserungspotential.

3 Sterne - klein

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3 Antworten zu {Gesehen} Galavant

  1. Cat vom Salon schreibt:

    Die Kombination Musical-Fantasy-Märchen-Serie finde ich ganz groß, aber schon bei der Längenangabe habe ich etwas gestutzt. 20 Minuten sind echt zu kurz für eine Serie für Erwachsene, ich kenn das eher von Kinderserien. Allerdings stelle ich es mir auch ungemein schwierig vor, eine Comedy-Serie zu schreiben, in der dann auch noch Musik vorkommt! Ich werde mir die Serie darum auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit anschauen. Danke fürs Vorstellen!

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    • Amerdale schreibt:

      Naja es ist schon vom der Art her im Comedy-Bereich anzusiedeln und da haben die Folgen ja meist zwischen 20 und 30 Minuten. The Big Bang Theory hat beispielsweise laut wikipedia 18-24 Minuten/Folge, so ungewöhnlich ist es bei Galavant dann auch nicht.

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  2. Pingback: Upfronts 2015 | Mind Palace

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