{Gelesen} Andrea Schacht: Hexenkatze

Hexenkatze

 

Taschenbuch, 309 Seiten
Aufbau, 2011
ISBN: 978-3-7466-2637-6
Goodreads

Klappentext:
Deba McMilan hat es nach der Trennung von ihrem Mann geschafft, sich mit ihrer vierzehnjährigen Tochter Micki eine neue Existenz aufzubauen. Dazu gehört auch der Einzug in ein eigenes Haus. Kaum haben sie sich eingerichtet, läuft ihnen auch schon eine trächtige Katze über den Weg, die beschließt, ihre Jungen in ihrem Heim zu bekommen. Doch dann entdeckt Deba, dass sie, wann immer sie wütend wird, mysteriöse Kräfte freisetzt, die nicht nur ihren attraktiven Nachbarn abschrecken.

Mein Eindruck:
Titel und Cover suggerierten mir eigentlich, dass Katzen in dem Roman eine größere Rollen spielen würden. Tja, weit gefehlt. Es kommt zwar eine Katze vor, die dann auch 2 Kätzchen bekommt, und alle haben dann solch wunderschöne Namen wie Freia, Holy und Mystery. Nur falls jemand noch nicht verstanden haben sollte, dass es hier um Hexen und übernatürliches gehen sollte, nennen wir doch gleichmal die Katzen so. Aber das war es auch. Zur Handlung tragen sie kaum bei.

Es geht nämlich eher um Hexen, bei denen Katzen leben. Und wer sich jetzt an Charmed erinnert fühlt, liegt nicht mal so ganz falsch. Sicher es sind keine drei Schwestern, sondern Mutter und Tochter, aber manchmal hat es sich trotzdem angefühlt wie eine Charmed-Folge. Aber nicht wie eine der besseren.

Denn inhaltlich wimmelte es nur so von Klischees (Achtung Spoiler im Rest vom Absatz). Der sehr attraktive Nachbar, der aber ein unhöflicher Rüpel ist, bis Deba plötzlich entdeckt, dass er ja doch ganz nett ist und sich sofort unsterblich verliebt. Es wirkt einfach nicht glaubhaft.
Oder meine Lieblingsszene: Der Dealer, der sich ertappt fühlt, ausrastet und gewalttätig wird, nur weil ein Teenie in seiner Nähe laut das im für alle hörbaren Radio laufende „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ mitsingt. Ja klar. Sowas kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen. Und die Darstellung von Magie und Zauberei ist so verwirrend. Es gibt offensichtlich so gut wie keine Regeln, alles funktioniert immer so, wie es die Handlung gerade erforderlich macht. Und jeder zweite schient magische Kräfte zu haben, aber trotzdem ist das ganze ein Riesengeheimnis. Und es ergibt alles keinen Sinn.
Auf die sehr seltsame Darstellung von Satanisten will ich gar nicht erst eingehen.

Schade, nach einigen tollen Katzenromanen der Autorin hatte ich mir einfach mehr erhofft, wobei mich Titel und Cover auch etwas in die Irre geführt haben. So was es zwar eine ordentliche Geschichte, aber einfach nicht meins.  Man kann es lesen und es unterhält auch während des Lesens (zumindest wenn man nicht anfängt über die Handlung nachzudenken), aber ich würde eher zu einem anderen Buch der Autorin raten.

3 Sterne - klein

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