{Gesehen} The Team – Staffel 1

The Team

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
After a number of murders of prostitutes at a motorway stop near Berlin, in a rear courtyard in Antwerp, and in a brothel in Copenhagen, Europol decides to form a task force to tackle the case. Harald, a Dane, Jackie, a German, and Alice from Belgium embark on the hunt for the killer. As the case unfolds, the killings prove to be just the tip of the iceberg, the iceberg itself being a large, pan-European criminal organization involved in everything from drugs and financial crime to corruption, hired killings and not least people trafficking , illegal labor and prostitution.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: ZDF (in Deutschland)
Staffeln: bisher 1, gibt aber Gerüchte über weitere
Folgen pro Staffeln: 8
Länge einer Folge: etwa 57 Minuten
Darsteller: Lars Mikkelsen, Jasmin Gerat, Veerle Baetens, Nicholas Ofczarek, Carlos Leal, Ida Engvoll, Miriam Stein, Hilde Van Mieghem,

Mein Eindruck:
Jemand in meinem Twitterfeed schwärmte so sehr von der Serie, dass ich neugierig wurde und mehr darüber wissen wollte. Und die Beschreibung klang recht interessant, so dass ich mal reinschaute. Und dann alle Folgen in kurzer Zeit sah, weil ich begeistert war.

Die 8 Folgen erzählen eine lange Handlung, bei der der Beginn – drei auf gleiche Art und Weise ermordete Prostituierte in Antwerpen, Kopenhagen und Berlin, nur die Spitze des Eisberges sind. Es geht dabei weniger um die Frage, wer was es – das wird nach ein paar Folgen geklärt, auch wenn es vorher ein paar falsche (aber überzeugende) Fährten gab. Sondern einfach um das Ausmaß der internationalen Kriminalität und wie wenig die national zu bekämpfen ist – aber eben verpackt in eine spannende Geschichte.

Am Anfang baut sich die Handlung nur sehr langsam auf, aber wird trotzdem sehr schnell spannend. Aber mit jeder Folge auch komplizierter. Es gibt recht viele Figuren, die man auseinander halten muss und deren Beziehungen zueinander man gleichzeitig im Hinterkopf haben muss. Dementsprechend viel Aufmerksamkeit fordert die Serie auch von ihren Zuschauern. Aber dafür belohnt sie diese auch mit entsprechend interessanten Antworten.

Überhaupt die Figuren. Ich hatte ja schnell mit der Belgierin Alicia und der Dänin Kit, aber auch der Rest war toll und die meisten auch schön mit vielen Facetten ausgestaltet. Und in der Mehrheit gut gespielt. Der einzige Name, der mir vorher etwas sagte, war Lars Mikkelsen und das lag auch mehr an seinem Bruder, aber sie konnte wirklich zum großen Teil alle überzeugen.
Und dass die Figuren so gut wirken, liegt auch daran, dass die drei Ermittler nicht nur als Polizisten gezeigt werden, sondern sich auch die Zeit genommen wird, ihr Privatleben einzubinden – und zwar gerade genug davon, dass es die Charaktere vielschichtiger und realer erscheinen lässt, aber nie soviel, dass es von der eigentlichen Handlung ablenkt. Und auch hier fand ich wieder die Teile, die sich um Kit und Alicia, drehten am besten, während mich Jackie und Harold mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit eher nervten. Das wirkte doch etwas konstruiert. Und vor allem unnötig. Was aber auch echt mein einziger Kritikpunkt wäre.

Noch eine Anmerkung: In der Fernsehausstrahlung hat das ZDF die Serie komplett synchronisiert, während in der Mediathek die Fassung mit allen Originalsprachen und englischen Untertitel gezeigt wird. Und ich würde jedem, der des Englischen halbwegs mächtig ist, die Fassung aus der Mediathek empfehlen. Denn in der Serie gibt es wirklich ein Sprachgewirr. Allein unsere drei Ermittler sprechen untereinander Englisch, aber mit ihren jeweiligen nationalen Kollegen Deutsch, Dänisch bzw. Niederländisch/Flämisch (?, Hilfe). Dazu kommt dann noch in den verschiedenen Folgen Französisch, Russisch und Litauisch (und irgendwas hab ich garantiert vergessen). Und diese Vielfalt erzeugt ein ganz eigenes Gefühl der Internationalität, das ich einfach großartig fand.
Ich bin ja bekanntermassen eh kein Fan von Synchronisation*, aber hier ist es nochmal was anderes als, wenn eine einsprachige Serie von einer Sprache in die andere übersetzt wird. Hier geht wirklich was verloren.

Tolles Konzept, dass ich gern noch öfter sehen möchte. Es nutzt wunderbar die europäische Vielfalt und schafft daraus eine überzeugende, innovative Serie, die sich vor amerikanischen und britischen Serien echt nicht verstecken muss.
Und vor allem es ist ein Konzept, dass sich auch wunderbaren mit anderen Schauspielern/Handlungsorten/etc durchführen lässt, so wie dass American Horror Story und True Detective machen. Man kann für eine zweite Staffel problemlos ein oder mehrere Länder (und damit die Figuren/Schauspieler und Sprachen) gegen ein anderes austauschen und so andere Aspekte/Mentalitäten beleuchten.

5 Sterne - klein

*womit ich nicht sagen will, dass ich oftmals ihre Notwendigkeit nicht verstehen kann. Aber es ist halt oftmals so eine entweder-oder Geschichte. Ich fänds ja toll, wenn die Sender ihren Zuschauern öfter die Wahl lassen würden und zwei Sprachfassungen (Original / Deutsch) anbieten würden.

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3 Antworten zu {Gesehen} The Team – Staffel 1

  1. Alice schreibt:

    Ich war total gespannt, aber mir hat die Serie gar nicht gefallen… obwohl es eigentlich genau mein Ding sein sollte. Aber es waren wohl Kleinigkeiten… zum Einen finde ich den Hauptdarsteller echt unattraktiv, dann nervte mich Jasmin Gerat. Summa summarum leider nicht mein Ding.

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    • Amerdale schreibt:

      Ja manchmal hat man Serien, da denkt man bei der Beschreibung, es wäre direkt auf die eigenen Vorlieben zugeschnitten worden, aber wenn man es dann sieht, passt es gar nicht… Zum Glück gibt es ja genug andere Serien zur Auswahl xD

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