{Blick über den Blogrand} #6: tauschgnom.de

Allen Vorteilen von Streaming und Co zum Trotz schaue ich noch gern Filme auf DVDs und mangels eines E-Book-Readers lese ich Bücher noch als gedruckte Werke. Und nicht alle aus der Bibliothek.
Und leider kommt es immer mal wieder vor, dass mir etwas nicht so gefällt, wie gehofft. Und dann? Ins Regal stellen und Staub ansammeln lassen, weil es ja eh nie wieder in die Hand genommen wird? So viel Platz hab ich gar nicht.

Viel besser dagegen: Gegen etwas eintauschen, dass einem (zumindest potentiell) gefällt. Und hier kommt Tauschgnom ins Spiel, eine Online-Tauschbörse, die ich euch gerne vorstellen möchte.
Wie der Name schon andeutet, ist es eine Tauschbörse, bei der theoretisch alles mögliche getauscht werden kann – komplett kostenlos (bis auf Versandkosten natürlich). Praktisch sollte es wohl doch besser – zumindest, wenn man nicht gerade in einer Großstadt wohnt – zu einem bezahlbaren Preis per Post versendbar sein.

Ich benutze Tauschgnom jetzt seit knapp vier Jahren und hab in der Zeit über 400 Artikel ver- bzw. ertauscht. Der Schwerpunkt liegt dabei deutlich auf Büchern und DVDs, aber auch Kleidung, Musik, Dekokrams etc. Und ich liebe es und kann die Tauschbörse fast uneingeschränkt weiterempfehlen. Seit ich dort bin, ist die Anzahl der Mitglieder und damit auch die der angebotenen Artikel konstant gewachsen. Anfänglich gab es kaum Serienstaffeln und englische Bücher, aber auch in den Bereichen wird es zu meiner Freude immer mehr.

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten bei der Tauschbörse zu tauschen:
A) Der Tausch gegen Token (die interne Währung): Als Anbieter kann man wählen, wie viele Token man für einen Artikel möchte (maximal fünf). Bei der Anforderung des Artikels bekommt man dann die Token gutgeschrieben und kann sie gegen Artikel von jedem beliebigen Mitglied eintauschen.
B) Der Direkttausch: Man tauscht direkt mit einem Mitglied einen Artikel gegen einen seiner Artikel aus, ohne dass Token involviert sind.

Ich finde die Kombination der beiden Möglichkeiten großartig, ebenso wie die Möglichkeit den Wert eines Artikels in Grenzen frei selbst festzulegen. Eine aktuell Serienstaffel mit 6 Einzeldvds ist für mich nun mal mehr wert als ein Buch von 1995 oder so.

Die meisten Artikel sind auch mit Fotos und ausführlichen Beschreibungen eingestellt – meist klingen die Zustandsbeschreibungen sogar schlimmer, als es dann im Endeffekt ist meinem Eindruck nach. Wirklich schlechte Erfahrungen habe ich auch keine gemacht bisher. Es gab ein-, zweimal Leute, die sich mit dem Versand viel Zeit gelassen haben oder kleine Unstimmigkeiten bei der Beschreibung (ein Namenseintrag in einem Buch, der nicht erwähnt wurde), aber im Großen und Ganzen kann ich mich echt nicht beschweren. Die Kommunikation ist meistens sehr freundlich – übrigens auch im zu der Seite gehörenden Forum. Und auch nicht zu unterschätzen: Der Betreiber der Seite ist auch selbst in dem Forum aktiv und geht dort immer (also vor allem am Wochenende, weil das als Hobby betrieben wird) auf Fragen und so weiter von Mitgliedern ein.
Überhaupt wird auch viel auf das Feedback der Community gegeben und es bei Updates berücksichtigt.

Man merkt dem bisherigen Text wohl meine Begeisterung an und ich kann die Tauschbörse wirklich nur weiterempfehlen. Schaut es euch mal an.

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6 Antworten zu {Blick über den Blogrand} #6: tauschgnom.de

  1. An schreibt:

    Das klingt wirklich gut! Würde mich ja anmelden, wenn ich denn endlich mal 18 wäre… 😀

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    • Amerdale schreibt:

      Kannst du nicht vielleicht einer deiner Eltern überreden, dass sie sich sozusagen für dich anmelden (also mit ‚deinem‘ Nutzernamen und deiner Email) und offiziell es halt ihr Account ist, den du nur mitbenutzt und ihn dann sozusagen mit 18 erbst? Ich denk das interessiert eh keinen wirklich und ich bin auch schon öfter Profilen begegnet, in denen Leute sich als Schüler_innen bezeichnet haben. Kann mir nicht vorstellen, dass die alle über 18 waren.

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  2. Miss Booleana schreibt:

    Oh danke für den Tipp. Mein Zeug auf Seiten wie ebay oder amazon zu verschleudern gefällt mir nicht so gut, da kommt mir das auch wie die bessere Alternative vor! 🙂

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    • Amerdale schreibt:

      Bitte 🙂 Vor allem verdient hier auch der Betreiber nichts daran, dass war ein Punkt der mich bei amazon immer so abgeschreckt hat, die ja sogar an den Versandkosten mitverdienen (was auch immer die Logik dahinter ist….). Hier ist es komplett kostenlos und man wird meinem Eindruck nach auch mal was älteres los, weil es halt doch irgendwo ohne Geldeinsatz ist.

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  3. Pingback: {Gemacht} Juni 2015 | Mind Palace

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