{Gelesen} Kai Meyer: Merle-Trilogie

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Band 1: Die Fließende Königin | Band 2: Das Steinerne Licht | Band 3: Das Gläserne Wort
Taschenbuch, 272 Seiten | Hardcover, 347 Seiten | Hardcover, 285 Seiten
Carlsen, 2012 | Loewe, 2002 | Loewe, 2002
ISBN: 978-3-551-35910-0 | ISBN: 3-7855-4278-X | ISBN: 3-7855-4403-0
Goodreads Band 1 | Band 2 | Band 3

Klappentext (Band 1):
Merles Welt ist voller Magie. In einem Venedig, in dem die Zauberei nie gestorben ist, flüstert jedermann von der Fließenden Königin – doch nur Merle gewinnt ihre Freundschaft. Als die Mächte des Bösen das phantastische Wesen jagen, entbrennt im Labyrinth der dunklen Gassen und Kanäle ein abenteuerlicher Kampf. Doch dann bricht der Boden auf, Flammen schlagen himmelhoch und etwas Unbeschreibliches steigt aus der Erde empor…

Mein Eindruck:
Die Merle-Trilogie spielt in einer Welt, die zwar geographisch der unseren entspricht, aber gleichzeitig völlig anders ist. Sie ist voller Magie – und voller Krieg. Das Ägyptische Reich erobert seit ein paar Jahrzehnten mit Hilfe von magischen Priestern, Sphinxen und Mumienkriegern unter der Führung eines auferstandenen Pharaos die ganze Welt – bsi auf Venedig und das russische Zarenreich. Beide werden von jeweils einer Göttin beschützt. Zumindest bisher. Doch jetzt braucht die Fließende Königin, die Beschützerin Venedigs, Hilfe – und ihre Wahl fällt auf Merle.

Und das ist eine Wahl (naja gut, so ganz freiwillig war es zugegebenermaßen nicht), die ich nicht nach vollziehen kann. Denn Merle ist in den drei Bänden der Trilogie sehr passiv. Es entscheiden ständig alle anderen für sie. Schon am Anfang kommt sie nur in Kontakt mit der Fließenden Königin, weil jemand anders entscheidet, dass er und sie jetzt in das Haus gehen. Also macht Merle es. Fertig. Und das Muster zieht sich durch das Buch. Mal entscheidet die Fließende Königin, mal ein lebender steinerner Löwe, mal Menschen – aber äußerst selten trifft Merle mal selbst eine Entscheidung. Und es nervt mit der Zeit.
Dagegen fand ich die Nebenfiguren zum großen Teil viel interessanter, besonders Unke und Serafin. Was auch die Insant-Liebesbeziehung zwischen Merle und Serafin erträglich machte, wenn auch nicht glaubhafter.

Die Handlung ist als typische Heldenreise aufgebaut. Über die drei Bücher hinweg begibt sich Merle an die verschiedensten Orte um dort Hilfe für das bedrängte Venedig zu finden. Was auch durchaus spannend ist und gute Unterhaltung bietet, obwohl eigentlich von Anfang an klar ist, dass Venedig am Ende gerettet werden wird. Wenn auch nicht ohne Verluste – die ich teilweise so wirklich nicht erwartet hätte. Was mich aber etwas störte ist, wie wenig man über die Ägypter, welche Venedig bedrohen, erfährt beziehungsweise wie wenig das Ganze für für Sinn ergibt.

Was ich mit am faszinierenden fand, war die Welt hinter der eigentlichen Handlung. Kai Meyer hat hier eine einzigartige Version erschaffen, über die ich genr noch mehr erfahren hätte. Was steckt hinter der Göttin des Zarenreiches? Hat sie auch ein Geheimnis aus ihrer Herkunft gemacht wie die Fließende Königin? Und was hat es mit Frühjahr und Herbst auf sich, wo sind die?

Ich glaube ich bin einfach schon etwas zu alt für die Trilogie (meine Bibliothek, aus der ich Band 2 und 3 ausgeliehen habe, empfiehlt sie für 12jährige) und hab die Handlung beziehungsweise die Bösewichte und ihre Motivation zu sehr hinterfragt, anstatt sie einfach hinzunehmen und mich an dem Quest* der Heldin zu erfreuen. Für Jüngere sind die Bücher bestimmt ein Riesenspaß.

3 Sterne - klein

*Ich glaube die Trilogie würde auch ein verdammt gutes Computerspiel abgeben.

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3 Antworten zu {Gelesen} Kai Meyer: Merle-Trilogie

  1. An schreibt:

    Ich habe die Bücher auch gelesen, als ich ungefähr 12 war, denke ich… ich fand sie zu dem Zeitpunkt sehr gut, aber ich denke, jetzt würden sie mir auch längst nicht mehr so gut gefallen.

    Gefällt mir

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