{Gesehen} Gattaca

Gattaca

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
In the not-too-distant future, a less-than-perfect man wants to travel to the stars. Society has categorized Vincent Freeman as less than suitable given his genetic make-up and he has become one of the underclass of humans that are only useful for menial jobs. To move ahead, he assumes the identity of Jerome Morrow, a perfect genetic specimen who is a paraplegic as a result of a car accident. With professional advice, Vincent learns to deceive DNA and urine sample testing. Just when he is finally scheduled for a space mission, his program director is killed and the police begin an investigation, jeopardizing his secret.

Trailer:

Eckdaten:
Jahr: 1997
Land: USA
Laufzeit: 106 Minuten
Darsteller: Ethan Hawke, Uma Thurman, Jude Law, Loren Dean, Gore Vidal, Xander Berkeley

Meine Meinung:
Alles was ich vor dem Schauen vor dem Film wusste, waren die zwei mageren Sätze, mit denen Netflix es beschreibt und eine vage Erinnerung, dass ich irgendwo mal was positiver gehört/gelesen hätte. Aber ich hätte nicht gedacht, dass mir der Film so gut gefallen würde. Und wie aktuell er auch nach 18 Jahren noch wirken würde.

Gattaca, nicht nur der Filmtitel, sondern auch das Raumfahrtsunternehmen, in dem der Großteil des Filmes spielt, ist Jeromes einzige Chance sich seinen Herzenswunsch zu erfüllen – Astronaut zu werden. Doch wenn schon ein Tropfen Blut genügt um abgelehnt zu werden (wegen dem Risiko einer Herzschwäche), was bleibt ihm dann noch? Sich die Identität von Jerome anzueignen – genetisch perfekt, aber nach einem Unfall im Ausland querschnittsgelähmt. Doch dies ist nicht so einfach wie gedacht und trotz anfänglichen Erfolgsaussichten muss Vincent um die Erfüllung seines Traums fürchten…

Die Themen des Filmes – Genmanipulation und eine darauf basierende Klassengesellschaft – sind immer noch völlig aktuelle Themen. Und da der Film auch mehr mit den Auswirkungen, die die so errichtete Gesellschaft hat, als den genauen Details der Entwicklung, zu seinem Betrachtungsobjekt macht, spielt das Alter kaum eine Rolle. Vincent und Jerome, die im Mittelpunkt stehen und beide Enden des Spektrums – der eine ohne jeden genetischen Eingriff geschaffen, der andere der ‚perfekte‘ Mensch – widerspiegeln, sind in ihrem Kampf gegen die Restriktionen faszinierend.

Und Vincent ist einfach super symapthisch. Schon von Kindheit an ist er der ewige Verlierer – sein jüngerer, genetisch perfektionierter Bruder ist ihm in jeder Hinsicht überlegen -, aber trotzdem hält er starr an seinem Ziel fest und nimmt dafür einiges in Kauf.
Was mich dagegen nicht so ganz überzeugt hat, war die Liebesgeschichte zwischen Vincent und seiner Kollegin Irene. Das ging so schnell und ich fand Irene sowieso ziemlich langweilig und das Ganze eigentlich unnötig. Hätte man auch weglassen können.
Viel beeindruckender waren dagegen die Szenen mit Vincent und Jerome, die sich beide mit ihrem Schicksal nicht abfinden können und einen Ausweg suchen.

Und ohne zuviel verraten zu wollen: Das Ende ist mehr als gut gelungen und passt richtig gut. Wirklich weitaus sehenswerter und tiefsinniger als ich vorher dachte. Und sich gar nicht so weit von der Realität anfühlt.

4 Sterne - klein

Bechdel Test: 1/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Irene und Marie, Vincents Mutter
2) die sich miteinander unterhalten: nein
3) über etwas anderes als einen Mann: —-

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Eine Antwort zu {Gesehen} Gattaca

  1. bullion schreibt:

    Ja, toller Film!

    Gefällt 1 Person

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