Frankfurter Buchmesse 2015

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Hach, die Frankfurter Buchmesse hat für mich einen ganz eigenen Zauber, den ich gar nicht genau erklären kann. Und so hab ich ihr, auch wenn das Wetter nicht wirklich einladend war (ehrlich Winter, verzieh dich wieder), am Donnerstag auf den zum Glück nicht wirklich weiten Weg gemacht.

Und es war wirklich schön. Ich hab mich mehr durch die Gänge, vor allem der Hallen 3 und 4, treiben lassen und einfach umgesehen, als darauf zu achten, was es für Veranstaltungen gibt. Dementsprechend hab ich auch nicht wirklich Interviews oder Lesungen mitbekommen. Zufällig ein Interview oder so mit Malu Dreyer, bei dem ich aber auch nur ein paar Minuten zugehört hab (Rheinland-Pfalz darf in fünf Monaten wählen, da hör ich noch genug von ihr in nächster Zeit xD). Und eine Demonstration einer nachgebauten Gutenberg-Presse, was sehr interessant war, auch wenn der Drucker etwas zu leise gesprochen hat. Aber es hat mich dazu gebracht mal einen Besuch des Museums genauer ins Auge zu fassen.

Was mir aber aufgefallen ist, ist, dass Malbücher für Erwachsene sich wohl zu dem Trend entwickelt haben. Da gab es ja an fast jedem Stand welche zu sehen. Schön war es bei ars edition, wo man direkt auch etwas malen konnte. Und einfach Bücher, wohin mal sieht ❤

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Etwas genervt haben mich dagegen die vielen* Aussteller, die vor ihren Ständen oder einfach so in den Gängen den Vorbeigehenden Flyer und ähnliches wahllos in die Hände gedrückt haben. Das meiste davon landet doch nach höchstens einem Blick drauf in einem Mülleimer oder sogar einfach auf dem Boden. Ich nehm mich da (also den Mülleimer und wenn ich keinen in der Nähe sah, hab ich es halt eingesteckt und daheim weggeworfen) gar nicht aus, ich greif da auch reflexartig zu und frag mich später was ich damit soll. Legt eure Werbung doch hin und lasst die Leute, die Interesse haben, sich selbst bedienen. Alles andere ist einfach für alle doof. Ihr habt die Werbekosten ohne Gegenwert und wir ärgern uns über den Müll. Ehrlich.
*gut in Relation zu der kompletten Ausstellerzahl waren es jetzt nicht wirklich so viele, aber genug, dass es mir negativ aufgefallen ist.

Toll war dagegen die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Messemitarbeiter, selbst wenn ein verpeiltes Wesen versucht an der falschen Garderobe ihre Sachen zurückzubekommen…. *rot werd*

Und Memo an mich: Das nächste Mal ein Shirt anziehen und keinen Pullover, egal wie kalt es morgens ist. Himmel, war das teilweise warm in den Hallen.

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Da oben im ersten Bild ist eine komplett Ausgabe der Sherlock Holmes-Geschichten (deutsch, Anaconda-Verlag). Und obwohl ich eine englische Ausgabe habe, bin ich versucht diese hier auch auf meinen Wunschzettel zu setzen. Der Schuber und die Bücher sehen einfach toll aus.
Und jetzt freue ich mich darauf, mich irgendwann in den nächsten Tagen mit einer Decke und einer Tasse heißem Tee in den Sessel zu kuscheln und mich nach und nach durch die Verlagsvorschauen und Leseproben zu wühlen und (hoffentlich) viele tolle neue Entdeckungen zu machen.

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12 Antworten zu Frankfurter Buchmesse 2015

  1. jtaelling schreibt:

    Das mit den Malbüchern ist ein erstaunlicher Trend. Hatte mich auch überrascht, weil mir das bisher nicht so auffiel. Aber auch in den Frankfurter Bahnhofsbuchhandlungen waren diese Malbücher, wie ich später sah, schon vertreten. Scheint wohl etwas zu sein, mit dem Menschen denken, dass sie kreativ sind und zur Ruhe kommen. Ähnlich wie Malen nach Zahlen und solche hübschen Dinge.
    Das mit den Zetteln ist natürlich ein Thema, aber ich denke, die Konkurrenz ist groß, also muss man sich wohl etwas einfallen lassen. Ich selbst nehme so gut wie gar nichts mehr von der Messe mit heim, außer ein paar Postkarten oder sehr, sehr wenig Prospektmaterial von unabhängigen englischsprachigen Verlagen. Ich notiere oder fotografiere alles an Ort und Stelle. Manchmal noch Visitenkarten, aber das war es schon. Es gab früher mal Messen, die mich zu Riesentaschen verführten, aber dann war ich Abends platt, kaputt und fix und fertig 🙂

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    • Amerdale schreibt:

      Ach, die sind auch schon in den Buchhandlungen? Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das hilft zum Entspannen/Abschalten.

      Aber fällt man mit so Zetteln wirklich mehr auf? Von allem, dass mir am Donnerstag in die Hand gedrückt wurde, kann ich nur bei einem Flyer sagen, worum es ungefähr ging. Der Rest … keine Ahnung, liegt in einem Messe-Mülleimer. Das bringt es doch nicht.

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  2. An schreibt:

    Ach, ich wäre so gerne hin gegangen. Ich bin morgen sogar in Frankfurt und kann trotzdem nicht zur Buchmesse… Den Sherlock Holmes Schuber habe ich auch schon mal bewundert. 🙂

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  3. Alice schreibt:

    Ich war just vorhin versucht ein Harry-Potter-Malbuch, das demnächst erscheint, auf meine Wunschliste zu setzen… aber ehrlich gesagt.. ich bin nicht so der Maler, das ist eigentlich Quatsch. Immerhin darf ich mich auf Mittwoch freuen, da sollte die illustrierte und somit bereits bunte Ausgabe des Philosopher Stones bei mir landen.

    Wir waren vor zwei Jahren auf der Frankfurter Buchmesse, als Neuseeland Gast war. Leider erst am letzten Tag, wo viele ihre Stände schon abgebaut hatten und auch alle interessanten Lesungen vorüber waren. Aber mit dem Schichtdienst meines Mannes sind solche Trips in der Regel nicht so einfach 😉

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    • Amerdale schreibt:

      Ja, mit Schichtdienst stelle ich mir das schwierig vor.

      Ich kann mir für mich das Ausmalen von Bildern schon vorstellen, aber ich finds seltsam, wie das auf einmal so ein Trend wird.

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  4. kinderdok schreibt:

    Ja, das mit den Malbüchern ist mir auch aufgefallen, vor allem an den Wänden, überall konntest Du ausmalen.

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  5. olivesunshine91 schreibt:

    Wie ich dich gerade beneide .____.
    Früher bin ich jedes Jahr mit meiner Mutter zur Leipziger Buchmesse gefahren – da sie Lehrerin ist, konnten wir auch ermäßigt rein. Aber jetzt, wo ich 500 km weit weg wohne, schaffe ich es nicht hin. Und zeitlich hab ich es bisher auch nicht zur Frankfurter geschafft :/
    Aber ich freu mich, dass andere Bücherfreaks wie du dahin können und dann so tolle Beiträge schreiben! 🙂

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