{Gesehen} The Kennedys

kennedys

Quelle: imbd.com

Worum geht es:
The story of the most fabled political family in American history, told in a manner similar to The Godfather: a manipulative, egocentric father determined to live out his own ambitions through his sons, who in turn spent their lives dancing to his tune while at the same time trying to stand on their own. This is history through personality – the tangled relationships through which paint a picture of one of the most turbulent periods of the modern age.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: Reelz (US)
Jahr: 2011
Staffeln: 1
Anzahl Folgen/Staffel: 8
Laufzeit einer Folge: etwa 60 Minuten
Schauspieler: Katie Holmes, Greg Kinnear, Barry Pepper, Tom Wilkinson, Diana Hardcastle, Kristin Booth

Meine Meinung:
Wie der Titel der Serie schon vermuten lässt, handelt es sich hier um eine Serie über den berühmten Präsidenten der USA und seine Familie. Die Handlung setzt im Präsidentenwahlkampf 1960/191 ein, aber durch Flashbacks geht sie zurück bis zum Anfang des 2.Weltkrieges, als John F. Kennedy etwa 23 war. Enden (ja Spoiler, aber das ist alles vor  50 Jahren passiert….) tut die Serie kurz nach der Ermordung von Bobby. Es werden in jeder Folge auch immer mal wieder Originalaufnahmen von Nachrichten und so weiter gezeigt, was ich mit am interessantesten an der ganzen Serie fand.

Die wichtigste Frage bei so einem Thema ist wohl die der historischen Korrektheit und nun ja. Ich wusste vorher nicht allzu viel über die Kennedys und Johns Zeit als Präsident, außer den wirklich ‚großen‘ Sachen wie jüngster Präsident, Kuba-Krise, Berlin-Rede und eben das Attentat.
Und gut, vielleicht hab ich da als Deutsche eine andere Schwerpunktsetzung als die Amis als ursprüngliche Zielgruppe, aber ich kann nicht nachvollziehen, wieso der Berlinbesuch und die „Ich bin ein Berliner“-Rede komplett unerwähnt bleiben. Ansonsten fallen auch noch einige Geschwister unter den Tisch, was ich aber noch so etwas verstehen kann, weil es sich wirklich auf John und Bobby konzentriert. Aber Vertrauen, dass der Rest der Ereignisse so passiert ist, weckt es auch nicht wirklich.
Ich war allerdings auch nicht so sehr daran interessiert Fiktion und Realität zu trennen, dass ich lange nachgeforscht hätte. Was mich dagegen bis auf eine Ausnahme sehr beeindruckt hat war die Ähnlichkeit der Schauspieler mit den Personen, die sie darstellen. Durch die schon erwähnten Einspielungen von alten Aufnahmen hat man ja sozusagen einen direkten Vergleich und ich war echt beeindruckt, wie gut das funktioniert hat.

Wenn man aber die Serie nicht als Biografie betrachtet, sondern einfach als eine Geschichte, hat sie überraschend gut funktioniert. Thematisch dreht sich alles um verschiedenste Machtfragen – zwischen Vater Kennedy und seinen Söhnen, zwischen Jack und Jackie, zwischen Jack und Bobby und natürlich auch zwischen den verschiedenen Politikern innerhalb des White House, wobei die Serie da auf große Auftritte verzichtet und eher Konferenzen und Meetings zeigt. Und Ehebruch, Tragödien und viel Drama und alles. Teilweise ist es zu viel um es wirklich ernst zu nehmen, aber es macht Spaß es anzusehen.

Auch wenn mir der Vergleich zu anderen Werken, die sich mit den Kennedys beschäftigen, fehlt, glaube ich nicht, dass es historisch gesehen zu den besten gehört. Aber es hat mich über alle acht Folgen gut unterhalten.

4 Sterne - klein

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4 Antworten zu {Gesehen} The Kennedys

  1. bullion schreibt:

    Klingt ziemlich gut – schön, dass die Serie schon bei mir im Regal steht. Nun habe ich noch einen Grund sie demnächst einmal anzugehen 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Alice schreibt:

    Wir haben die Serie auch geguckt, aber mir war das alles zu viel Pathos, zu positiv, zu verherrlichend. Nicht jeder Kennedy mag ein Schwein gewesen sein, aber die Heldenverehrung ist mir in dieser Serie echt too much. Wäre die Serie völlig erfunden, also die Figuren, wäre ich aber wirklich sehr gut unterhalten gewesen, das muss ich zugeben 🙂

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    • Amerdale schreibt:

      Ja, der Pathos ist sicherlich heftig. Aber da ich eh kein großes Vorwissen hatte, hab ich auch gar nicht erst versucht, dass mit Fakten abzugleichen, sondern einfach so weit wie möglich als pseudo-fiktive Serie zu sehen.

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