{Gesehen} The Principal

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Quelle: sbs.com.au

Worum geht es:
The Principal is set in a notoriously violent and difficult Australian high school. Matt Bashir is promoted to Principal of Boxdale Boys High because of his different and radical approach to reform. The change brings the new Principal into conflict on all fronts and leaves his personal life exposed. Bashir works overtime to get the local community on side with his promised reform, but just as he seems to be making progress, a student is found dead in the school grounds.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: SBS (Australien)
Jahr: 2015
Staffeln: 1
Anzahl Folgen/Staffel: 4
Laufzeit einer Folge: etwa 50 Minuten
Schauspieler: Mirrah Foulkes, Tyler De Nawi, Alex Dimitriades, Aden Young, Salvatore Coco, Rahel Romahn, Miles Gibson, Narek Arman, Karim Zreika, Thuso Lekwembe, Andrea Demetriades, George H.  Xanthis

Meine Meinung:
Ich kenne mich mit dem australischen Schulsystem so gut wie gar nicht aus und war dementsprechend etwas überrascht, dass es da scheinbar noch staatliche Schulen nur für Jungen zu geben scheint. Wobei, die Schule eh scheinbar nur eine Klasse hat und die scheinbar nur Kochunterricht xD

Aber trotz dieser Konzentration auf eine Klasse, ein Fach und naja eigentlich auch auf einen Lehrer, einen Direktor, und eine Sekretärin (?, also auf jeden Fall war sie eher für Organisatorisches zuständig) wirkte die Serie auf mich überraschend real und glaubhaft. Es ist eine Brennpunktschule mit vielen Konflikten und das merkt man. Aber es gibt keine Metalldetektoren oder Durchsuchungen beim Betreten, sondern einfach eine allgemeine Atmosphäre der Hoffnungs- und Aussichtslosigkeit und viele kleine Konflikte, die in Sekundenschnelle hochkochen können und eben nicht mit höflichen Diskussionen, sondern eher mit Gewalt gelöst werden. Nicht schön, aber interessant. Besonders die Herangehensweise von Matt, dem neuen Direktor, der versucht die Probleme der Schule auf eher unkonventionelle Weise zu lösen. Und auch wenn dies durch die Mordermittlung in den folgenden Episoden etwas zum Stocken kommt, ist das für mich einer der faszinierendsten (und diskussionwürdigsten) Aspekte der Serie gewesen. Wie geht man mit solchen Schülern/Schulen um? Konsequente Strenge, individuelle Förderung, die Schüler resignierend abschreiben oder doch die Schüler einfach auf andere Schulen verteilen?

Am Anfang dauert es etwas, bis die Handlung in Schwung kommt und die erste Folge fand ich damit auch etwas lahm, weil da die Schule und die wichtigsten Person vorgestellt werden. Erst am Ende kommt es zum Tod eines Schülers, wodurch die Handlung richtig in Gang gesetzt wird. Wobei die Suche nach dem Täter nie wirklich ganz im Vordergrund steht, sondern mehr als Mittel zum Zweck dient. Ich fand es zwar sehr amüsant Aden Young hier als ermittelnden Polizisten in einer so total anderen Rolle als in Rectify zu sehen, aber wirklich überzeugend fand ich ihn nicht. Ansonsten ist die Aufklärung, welche in der letzten Folge erfolgt, durchaus interessant auch wenn sie sich schon etwas früher abzeichnete und so nicht sonderlich überraschend war.

Aber eigentlich geht es mehr darum, wie die Personen, besonders der Schulleiter und der Zwillingsbruder des Ermordeten, auf den Mord reagieren und was für Auswirkungen er auf den Schulbetrieb hat. Wobei mich hier besonders die Leistung von Alex Dimitriades als der namensgebende Principal der Schule wirklich begeistert hat. Ich will hier aber bewusst gar nicht viel sagen, weil es der Serie sonst einiges an Wirkung nehmen würde, aber es ist richtig gut gemacht. Und alle Reaktionen fühlen sich wirklich glaubhaft an. Keine übersteigerten Gefühlsausbrüche oder so was.

Allerdings fand ich die vier Folgen etwas zu kurz um auch allen Nebenhandlungen genug Raum zu geben. So hab ich beispielsweise bis zum Schluss nicht verstanden, was das mit der Handlung um George sollte. Und auch diejenige um Matt in den letzten zwei Folgen ging einfach zu schnell um wirklich die eigentlich angebrachte emotionale Wirkung erreichen zu können. Da passierte einfach zu viel in kurzer Zeit. Ich denke 6 oder 8 Folgen wären hier die klügere Wahl gewesen.

Eine kleine Serien-Perle, die zwar auch ein paar Mängel hat, der es aber trotzdem zu wünschen ist, dass sie auch außerhalb von Australien einiges an Aufmerksamkeit bekommt.

4 Sterne - klein

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