{Gelesen} Renate Fabel: Prinzessin Mizzi

Prinzessin Mizzi

… Eine weihnachtliche Katzengeschichte
Taschenbuch, 139 Seiten
dtv, 2005
ISBN: 3-423-25238-3
Goodreads

Klappentext:
Es ist der letzte Schultag vor Weihnachten und Kim Simonis sieht sich außerstande das herrenlose Kätzchen, das einer ihrer Schüler aufgelesen hat, der winterlichen Kälte auszusetzen. „Überlaß mir diese Katze“ hat die Lehrerin spontan gesagt – und überlegt nun fieberhaft, wie sie ihrem ahnungslosen Mann diese ganz besondere Weihnachtsüberraschung präsentieren soll. Doch ihre Ängste erweisen sich als überflüssig. Prinzessin Mizzi macht ihrem Name alle Ehre und regiert bald als absolute Herrscherin in ihrem neuen Reich. Bis sich ein unerwartetes Ereignis ankündigt.

Meine Meinung:
Öh ja. Das war eine „weihnachtliche Katzengeschichte“ bei der sowohl Weihnachten als auch die Katze eher eine Nebenrolle spielen. Dementsprechend nicht, dass was ich erwartet hatte und ich bin doch enttäuscht.

Im Mittelpunkt steht dagegen viel mehr Kim und ihr Ehemann. Und die beiden gingen mir so auf die Nerven mit ihrem Verhalten. Kim fühlt sich nahezu das komplette Buch unfair behandelt, aber anstatt das einmal direkt anzusprechen und ihre Bedürfnisse zu äußern, jammert sie in Gedanken – welche ich als Leser ja leider mitbekomme – vor sich hin und begnügt sich mit Andeutungen und passiv-aggressiven Anmerkungen. Während sie gleichzeitig Stunden damit verbringt ihrem Gatten Palatschinken mit einer unendlich großen Auswahl von Marmeladen und Co zu servieren, in der Hoffnung auf ein nettes Wort. Vergebens natürlich. Aber der Herr ist eh der Typ, bei dem es ein verspätetes Hochzeitsgeschenk ist, wenn er einen Blumenstock zurückschneidet. Und es ist eine außerordentliche und erwähnenswerte Ausnahme, wenn er mal daran denkt, seine dreckigen Schuhe vor der Tür auszuziehen, damit Kim weniger zu putzen hat. Denn natürlich ist alles, was den Haushalt betrifft, allein ihre Aufgabe, auch wenn beide voll berufstätig sind. Man kann sich wohl denken, warum mir beide alles andere als sympathisch waren.

Es gibt noch ein paar weitere Klischees, wie der syrische Junge, der im Krippenspiel der Schule den dunkelhäutigen der Heiligen Drei Könige spielt oder der junge französische Adelige, der aussieht wie Adonis und die allerperfektesten Manieren der Welt hat. Gnah.

Dazu kommt noch der Umgang mit der armen Katze. So ist Kim enttäuscht darüber, dass die Katze, die titelgebende Mizzi, sich mehr ihrem Mann zuwendet. Und in dem Versuch das Tier dazu zu bringen, zieht sie im Puppenkleider an udn wundert sich dann, dass das Tier weg rennt. Äh ja. Und da soll ich glauben, dass Kim schon immer Katzen mochte und mit ihnen aufgewachsen ist? Aber ihre Liebe mit Puppenkleidung erkaufen will?
Oder an anderer Stelle des Buches fahren die beiden mal so für ne Woche in Urlaub. Um die Katze darf sich ne Nachbarin kümmern, welche die zwei überhaupt nicht kennen. Geht natürlich entsprechend gut *seufz*

Aber um auch was positives zu sagen: Die Katze auf dem Cover sieht genauso aus, wie Mizzi in dem Buch beschrieben wird. Klappt ja selten genug, dass so was übereinstimmt. Überhaupt, wenn es darum ging die Katze und deren Verhalten zu beschreiben, ist es der Autorin meist sehr gut gelungen. Mizzi wirkt tatsächlich wie ein normale, zurückhaltende aber sehr liebenswerte Katze. Die am Ende des Buches auch die einzige ist, die vernünftig handelt.

Wenn das Buch mit seinen 139 Seiten nicht eh schon recht dünn gewesen wäre, hätte ich es vermutlich nicht zu Ende gelesen, weil ich mich über zu viel aufgeregt habe. Das Ganze endet in einem wunderschön harmonischen Happy End, dass alles ist bis auf realistisch und glaubwürdig.

2 Sterne - klein

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