{Gelesen} Andrew Lane: Das Leben ist tödlich (Young Sherlock Holmes #2)

Das Leben ist tödlich

Originaltitel: Red Leech
Taschenbuch, 428 Seiten
FJB, 2012
Originalveröffentlichung: 2010
ISBN: 978-3-596-19301-1
Goodreads
Young Sherlock Holmes #3

Klappentext:
Ein totgeglaubter Auftragskiller und ein Verbrechen, das ein ganzes Land erschüttert, halten den jungen Sherlock Holmes in Atem. Und dann ist da noch sein Bruder, der irgendwie in dieser Geschichte mit drinzuhängen scheint. In seinem neuen Fall führen die Spuren den jungen Meisterdetektiv an einen Ort, an dem Leben und Tod keinen Wert besitzen, die Wahrheit jedoch unbezahlbar ist.

Meine Meinung:
Wer jetzt Sherlock Holmes gelesen hat und erwartet, dass das Buch hier irgendwas mit Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes zu tun hat, hört besser direkt auf zu lesen. Abgesehen von der Verwendung des Namens gibt es nämlich nahezu keinerlei Ähnlichkeiten. Zumindest meiner Meinung nach, der Autor hält seinen Sherlock natürlich für eine total glaubwürdige jüngere Version des bekannten Privatdetektives.

Was es meiner Meinung nach eher ist: eine Mischung aus Action und Krimi/Thriller mit jugendlicher Hauptfigur, die einfach schlau ist. Und es eigentlich gar nicht nötig hat sich mit dem bekannten Namen zu schmücken. Aber da der Bub nun mal Sherlock Holmes heißt, will ich kurz darauf eingehen, was mich an ihm als jüngerer Sherlock stört: er ist mir zu emotional, sowohl wie er sich von seinen eigenen Gefühlen leiten lässt als auch in der Art, wie er Rücksicht auf die Gefühle von anderen nimmt oder es zumindest versucht. Und er ist zwar durchaus schlau, aber nicht Sherlock-Holmes-schlau, so dämlich es klingt. Oh und er entwickelt Gefühle für ein Mädchen. Normale, verwirrende Teenager-Gefühle. Aus denen zwar, zumindest in diesem Band, nichts weiter wird, aber Virginia hier ist nun mal nicht Irene Adler und damit passt es nicht.

Aber das Buch ist mehr als nur Sherlock Holmes und der Rest hat mir gefallen. Es ist ein Jugendbuch und dementsprechend lösen sich manche Dinge leichter/unbrutaler als es vielleicht realistisch gewesen wäre, aber das trotzdem ist es spannend und macht Spaß. Der Stil ist auch entsprechend einfach, viele kurze simple Sätze und eine recht moderne Sprachwahl, obwohl das Buch an sich ja im 17. Jahrhundert spielt. Zeit und Ort der Handlung werden dadurch auch nicht wirklich unbedingt greifbar, aber man kann das Buch schnell und flüssig lesen.

Wie gesagt: man sollte von dem Namen keine falschen Erwartungen wecken lassen. Es ist kein Buch, dass einen zum Nachdenken anregt oder lange in Erinnerung bleibt, aber es unterhält einen sehr gut. Auch wenn man deutlich älter als die eigentliche Zielgruppe ist. Und manchmal ist das alles, was ich von einem Buch will.

4 Sterne - klein

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