{Gelesen} Cat Patrick: Forgotten

Forgotten

Originaltitel: Forgotten
Übersetzer: Sybille Uplegger
Hardcover, 302 Seiten
Marion von Schröder, 2011
ISBN: 978-3-547-71182-0
Goodreads

Klappentext:
Stell dir vor, du weißt, was morgen passiert, doch gestern hast du schon vergessen. Stell dir vor, du verliebst dich jeden Tag aufs Neue in ein und denselben Typen, weil du dich nicht an ihn erinnern kannst. Stell dir vor, du wüsstest, dass bald jemand sterben wird. Jemand, den du liebst. Was würdest du tun?

Meine Meinung:
Ich habe das Buch vor ein paar Jahren schon mal gelesen und weiß, dass es mir damals gut gefallen hatte. Aber als ich es jetzt aus dem Regal zog und nochmal las, konnte ich das nicht mehr wirklich nachvollziehen. Es ist okay, aber mehr auch nicht.

Was mich am meisten stört ist das Ende. Die Handlung hört nämlich abrupt auf, gerade dann, wenn es spannend wird. Wäre es der Auftakt zu einer Reihe könnte ich diese Ende ja noch verstehen, aber so wird gar nichts geklärt. London ist gerade an einem Punkt, an dem sich ihr Leben komplett geändert hat aber die Auswirkungen darf der Leser nicht mehr mit erleben. Für mich fühlte es sich so an als würden da einfach ein oder zwei Kapitel vergessen.

Davon abgesehen ist die Handlung nett, aber die Liebesgeschichte zwischen London und Luke wird nur durch Lukes Erinnerungsprobleme zu etwas bemerkenswertem. Ansonsten ist es die typische Teenager-Liebesgeschichte mit Zweifeln, Zögern und Missverständnissen, wie man es aus unzähligen Büchern und Filmen kennt. Nicht schlecht, aber auch einfach nichts, das Eindruck hinterlässt. Und Luke ist ziemlich perfekt. Der wahnsinnig gut aussehende Junge, der jedem Morgen mit Donuts und Kaffee vor Londons Tür steht und immer verständnisvoll auf ihre Wünsche eingeht.

Und das besondere an dem Buch – Londons Erinnerungen an die Zukunft? Die Idee ist sicherlich toll und auch recht ungewöhnlich, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Das fängt schon mit der Frage an, wie London überhaupt im normalen Unterricht mitkommen kann, wenn sie sich nur an die Zukunft erinnern kann? Und London und jeder, der von ihrer Situation weiß, nimmt es einfach so hin, als wäre es nichts anderes als ein fehlender Finger an einer Hand. Es wird zwar erwähnt, dass London deswegen mal Ärzte besucht hat, aber die haben nichts gefunden und das war es dann.
Sobald man anfängt näher darüber nachzudenken, fällt dieses „Erinnerungen nur an die Zukunft“ vollkommen zusammen.

Wenn man aber diese Erinnerungseigenheit einfach als Schrulle des Buches hinnimmt, ist es eine nette, leichte Lektüre für zwischendurch. Angenehm zu lesen, nicht fordernd aber unterhaltsam. Allerdings auch nichts, an dass man sich noch lange erinnern wird.

3 Sterne - klein

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