{Gelesen} Stephen King: Die Arena

Die Arena

 

Originaltitel: Under The Dome
Taschenbuch, 1.277 Seiten
Heyne, 2013
Originalveröffentlichung: 2009
ISBN: 978-3-453-43523-0
Goodreads

Klappentext:
Urplötzlich stülpt sich eines Tages eine unsichtbare Kuppel über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Es gibt kein Entrinnen – als die Vorräte zur Neige gehen und kein herkömmliches Gesetz mehr gilt, beginnt ein bestialischer Kampf ums Überleben.

Mein Eindruck:
Um mein Verhältnis zu Stephen King zu verstehen, muss man wissen, dass ich im zarten Alter von etwa 9 oder 10 Jahren Friedhof der Kuscheltiere gelesen habe. Und tja, es war das erste und einzige Buch, dass bei mir Albträume ausgelöst hat. Dementsprechend ist es wohl auch kein Wunder, dass ich erst mal einen Bogen um jedes weitere Buch des Herrn King gemacht hat.
Und ohne die auf dem Roman basierende TV-Serie hätte ich wohl auch nie Die Arena gelesen. Aber nachdem in so ziemlich jeder Kritik zu der Serie stand, dass das Buch genau in den Punkten, die mich so störten, so viel besser war, hab ich dann mal einen Versuch gestartet. Und was soll ich sagen? Ich bin nicht traumatisiert, sondern begeistert.

Wie gesagt, mir war die Verfilmung vorher zumindest teilweise bekannt (ich hab nach 2 Staffeln aufgehört sie zu sehen) und das natürlich bis zu einem gewissen Maß meine Vorstellung der Figuren geprägt, was aber keine größeren Auswirkungen hatte. Die Handlung selbst verläuft in Buch und Serie so schnell so unterschiedlich, dass man da eh kaum beeinflusst werden kann.

Ich war von dem Buch von Anfang an gefesselt und hab es innerhalb von drei Tagen verschlungen ohne mich auf irgendeiner Seite zu langweilen – was bei über 1.200 Seiten wirklich bemerkenswert ist. Wie sich die Situation in der kleinen STadt entwickelt, sobald sie von der Außenwelt abgeschnitten ist, liest sich unglaublich spannend. Nicht zuletzt, weil es sich sehr realistisch anfühlt. Ein paar größenwahnsinnige, machthungrige Idioten und viele unsichere Menschen sind die perfekten Voraussetzungen für eine schnelle Spirale in Chaos und Gewalt.

Was dagegen nicht realistisch war, war das Rätsel um die Herkunft des Doms und das damit verbundene Ende der Geschichte. Diese Auflösung fand ich ziemlich enttäuschend und schwach im Vergleich zum Rest der Handlung, auch wenn King damit eine interessante Botschaft verbindet.

Aber insgesamt bin ich wirklich begeistert von dem Buch, das meine Erwartungen wirklich weit übertroffen hat. Nach der Lektüre bin ich sogar motiviert noch weitere Bücher des Autors zu lesen.

5 Sterne - klein

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15 Antworten zu {Gelesen} Stephen King: Die Arena

  1. Staffmann schreibt:

    Ich hatte genau dasselbe Problem mit dem Ende. Aber King hat ja eh so seine Probleme mit den Enden seiner Geschichten^^ Ansonsten fand ich das Buch aber auch klasse!

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  2. jarichan schreibt:

    Stephen King schreibt wirklich tolle Bücher. Wobei ich seine „nicht-Horror-Bücher“ oftmals viel besser finde als die typischen Gruselgeschichten. „Different Seasons“ zum beispiel ist grossartig.
    „Die Arena“ möchte ich irgendwann auch mal lesen 🙂

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    • Amerdale schreibt:

      Nachdem mir die Arena so unerwartet gut gefallen hat, muss ich mich mal näher mit seinen anderen Werken beschäftigen. Ich hab da gar nicht so den Überblick, was da Horror und was Nicht-Horror (letztere dürften wohl eher was für mich sein) ist.

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  3. Cathrin Rubin schreibt:

    Ich mochte das Buch auch ganz gern. Mit den Ende hatte ich auch so meine Schwierigkeiten und nun ja… King ist auch nicht gerade gut darin die Annäherung zwischen Mann und Frau zu erzählen, aber das ist ja auch nur so ein Nebengeplänkel in seinem Genre 😉

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  4. Firyar schreibt:

    Ich hab „Es“ mit etwa 10 Jahren gesehen….
    Schade, dass die Auflösung nicht so gut ist, das hätte mich noch am meisten an dem Buch interessiert. Aber vielleicht versuch ich es trotzdem mal.

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  5. Miss Booleana schreibt:

    Mmmh … ich bin ja ein großer Stephen King Fan und habe schon eine Menge Bücher von ihm gelesen, aber ich ringe immer noch mit mir, ob ich dieses auch lesen soll. Dass du sagst, dass es anders ist als die Serie macht mir Hoffnungen. Denn während ich die erste Staffel von Under the Dome noch ganz okay fand, hat mich die zweite schwer genervt. 😦

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    • Amerdale schreibt:

      Ich hab in oder nach der zweiten Staffel abgebrochen, weil es so doof wurde xD
      Das Buch hat halt allein schon dadurch den Vorteil, dass es sich komplett in wenigen Tagen (ich weiß es nicht mehr genau, aber mehr als zwei Wochen dürften es nicht gewesen sein) abspielt und sich damit so Fragen wie „Warum haben die noch nach Monaten genug zu essen und Benzin???“ wie bei der Serie gar nicht stellen. Und dieses Drama um Juniors Mutter bzw. diese ganze 4 Hands-Handlung gibt es auch nicht.

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      • Miss Booleana schreibt:

        Da bin ich erleichtert – die Handlung um die vier Leute war mir irgendwann zu verschwurbelt. Und überhaupt alles viel zu sehr in die Länge gezogen. Da wurden immer zu wenig Antworten auf die Fragen angeboten. Immer nervig, wenn sich die Serien so anfangen im Kreis zu drehen.

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        • Amerdale schreibt:

          Ich denke, dass hätte als Film oder Mini-Serie mit nur einer Staffel deutlich besser funktioniert. Auf lange Sicht kann diese Dom-Situation einfach nicht funktionieren und das war das Problem der Serie.

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          • Miss Booleana schreibt:

            Ja, gut möglich. Die Geldgier wird den meisten Produktionen zum Verhängnis … aber der Rubel rollt so oder so, deswegen hören sie nicht auf. Zum Beispiel Filme in mehrere Teile zu splitten. usw usw. seufzzz

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  6. Alice schreibt:

    Ich hab auch ein Friedhof-der-Kuscheltiere-Trauma und dann noch eins von Dreamcatcher, allerdings dem Film. Ach und Sie. Ich hätte auf meine Eltern hören und mir die Bücher eben nicht mit 12 aus dem Bücherschrank stibitzen sollen -.-

    Mit Under the Dome habe ich nach Staffel 1 aufgehört und warte seitdem darauf alles zu vergessen um endlich Die Arena lesen zu können, weil ich die Story einfach super finde. Noch ist es aber nicht soweit…

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