{Gesehen} The Ninth Gate

the ninth gate

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
„Every book has a life of its own.“
An all-expenses-paid international search for a rare copy of The Nine Gates of the Shadow Kingdom brings an unscrupulous book dealer deep into a world of murder, double-dealing and satanic worship.

Trailer:

Eckdaten:
Jahr: 1999
Land: Frankreich, Spanien
Laufzeit: etwa 128 Minuten
FSK: 12
Darsteller: Johnny Depp, Frank Langella, Lena Olin, Emmanuelle Seigner, Barbara Jefford, Jack Taylor

Meine Meinung
Der Film ist eine Verfilmung des Romans „Der Club Dumas“ von Arturo Pérez-Reverte oder genauer gesagt des halben Romans, denn im Film wird nur einer der zwei Handlungsfäden des Buches erzählt.
Das hat den Vorteil, dass der Film weniger verwirrend ist und auch nicht die Kenntnis anderer Bücher voraussetzt. Er wird zu einem recht gradlinigen aber unterhaltsamen Mystery-Thriller.

Die zentrale Figur des Films ist Dean Corso und gemeinsam mit ihm versucht der Zuschauer das Rätsel um das geheimnisvolle Buch der Neun Pforten zu lösen. Wir wissen nämlich immer nur so viel (oder weniger) wie auch Corso, was den ganzen Film über für reichlich Spannung sorgt.

Allerdings nicht für viel Action. Der Film ist zwar spannend aber diese Spannung zieht sich eher aus der Frage, was denn nun hinter diesem ominösen Buch steckt (und wer das Mädchen ist, aber zu ihr gleich mehr) und weniger aus dramatischen Szenen. Das empfand ich als recht ungewohnt und habe tatsächlichen einen Moment gebraucht bis ich mich daran gewöhnt hatte, es dann aber als angenehm empfunden.

Ach ja das namenlose Mädchen. Es begegnet Corso in einem Zug und folgt ihm wie ein kleines verwirrtes Hündchen. Wer sie wirklich ist, erfährt man erst ganz am Schluß (oder man kombiniert die Hinweise vorher korrekt), was natürlich zu der Spannung beiträgt. Aber ich empfand sie nicht als ganz überzeugend, wohl weil nie erklärt wird, warum sie sich gerade Corso aussucht und nicht eine der anderen Personen, die in irgendeinem Bezug zu dem Buch stehen.

Es ist ein ungewöhnlicher, aber genau deswegen interessanter Film, auf den man sich wirklich einlassen muss und der auch von dem Zuschauer ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration erwartet. Aber es lohnt sich.

4 Sterne - klein

Bechdel-Wallace Test: 1/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Liana Telfer und Baronesse Kessler
2) die sich miteinander unterhalten:
3) über etwas anderes als einen Mann:

Vergleich Buchvorlage und Film:
Ich weiß gar nicht inwiefern ich das überhaupt als Verfilmung zählen soll, weil eben nur das halbe Buch verfilmt wurde…
Davon abgesehen ist wohl die größte Änderung, dass Corso in New York und nicht mehr in Paris lebt (wobei ironischerweise die New York-Szenen in Paris gedreht wurden, weil halt Polanski. Warum also nicht gleich Paris nehmen?), was aber kaum Auswirkungen auf die Handlung hat.
Und der Film scheint zu einer anderen Zeit zu spielen als das Buch; ich meine im Film würde Corso ein Handy benutzen und im Buch Telefonzellen suchen, kann es aber nicht mit Bestimmtheit sagen. Ansonsten wurden ein paar Namen geändert (Corso hat einen anderen Vornamen), ein paar Figuren geändert, hinzugefügt bzw. weggelassen, aber nichts wirklich von großer Bedeutung.

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