{Gelesen} Erin Morgenstern: Der Nachtzirkus

Der Nachtzirkus

Originaltitel: The Night Circus
Übersetzer*in: Brigitte Jakobeit
Hardcover, 461 Seiten
Ullstein, 2012
ISBN: 978-3-550-08874-2
Goodreads

Klappentext:
Er kommt ohne Ankündigung und hat nur eine Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.

Meine Meinung:
Es gibt Bücher, die beziehen ihre Wirkung eher von der dichten Atmosphäre in ihnen als von der eigentlichen Handlung. Dies ist so eines.
Die Idee des Nachtzirkus ist einfach großartig und wie er hier in so vielen Details geschildert wird, erzeugt eine ganz besondere, zauberhafte Atmosphäre. Nur zu gern würde ich so einen Zirkus mal in der Realität besuchen und eine Nacht damit verbringen die verschiedensten Zelte zu besuchen und möglichst viele Geheimnisse zu entdecken. Und diese Beschreibungen des Zirkus aus der Sicht der Besucher waren auch ganz klar mein Highlight des Romans.

Die eigentliche Handlung konnte mich dagegen nur in Ansätzen überzeugen. Der Wettkampf zwischen Celia und Marco war so unklar ohne wirklich verständliche Regeln und außerdem so ewig in die Länge gezogen, dass es zwischen drin doch sehr zäh wurde. Außerdem ist mir bis zum Schluss nicht klar, was Hector und Alexander damit am Ende erreichen wollten. Und diese völlige Gleichgültigkeit darüber wie viele andere ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung in diesen Wettkampf mit hineingezogen werden und teilweise massiv darunter leiden müssen.

Celia und Marco selbst fand ich auf der einen Seite sympathisch, aber gleichzeitig hatte ich nie das Gefühl wirklich eine Verbindung zu ihnen aufbauen zu können. Trotzdem fand ich es toll ihre Entwicklung über die Jahrzehnte hinweg verfolgen zu können und zu sehen, wie sie Stück für Stück ihren eigenen Weg finden.

Und was ich wirklich doof und verwirrend fand waren die wilden Zeitsprünge hinter denen ich auch keinerlei System oder Grund erkennen konnte. Eine chronologische Anordnung der Kapitel hätte ich hier besser gefunden.

Ein zauberhaftes (ich weiß ich wiederhole mich, aber die Beschreibung trifft es einfach so gut) Buch mit einer wirklich wunderbaren Idee, aber auch mit kleinen Schwächen.

4 Sterne - klein

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