{Gelesen} Andrea Schacht: Die Nacht, in der der Kater sang

Die Nacht in der der Kater sang
Taschenbuch, 306 Seiten
Egmont Lyx, 2016
ISBN: 978-3-8025-9895-1
Jenny & Ghizmo #1
Verlagsseite mit Leseprobe
Goodreads

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Um endlich Ruhe in ihr Leben zu bringen, bezieht Jenny von Rosmalen ein Gehöft auf dem Land. Das neue Zuhause ist jedoch nicht nur renovierungsbedürftig, sondern beherbergt auch einen Untermieter: Ghizmo, den frechen Streunerkater. Nur wenige Tage nach Jennys Einzug geschieht etwas Entsetzliches: Das Pony auf der Nachbarweise wird von einem Unbekannten getötet. Ghizmo hat die abscheuliche Tat beobachtet  – und versucht Jenny nun auf die Spur des Mörders zu bringen, ehe noch Schlimmeres passiert…

Meine Meinung:
Andrea Schacht und Katzen – eine Kombination, der ich nicht widerstehen kann. Und die auch nur sehr selten enttäuscht meiner bisherigen Erfahrung nach. So auch hier.

Im Mittelpunkt des Romans steht der Kater Ghizmo und sein ihn adoptierendes (oder von ihm adoptiertes?) Frauchen Jenny. Und mir war schon lange keine Protagonisten so komplett sympathisch wie Jenny hier. Jenny hat einige schlimme Erlebnisse hinter sich und gerade eine Therapie beendet, leidet aber immer noch unter den Folgen. Und zeigt dadurch eine Verletzlich aber auch eine innere Stärke, die ich einfach großartig fand.
Aber auch die Nebenpersonen wurden in dem Roman wirklich toll geschildert. Obwohl sie nicht unbedingt große Rollen spielen, so werden sie doch alle wunderbar skizziert und mit ihren Eigenheiten ausgestattet, so dass es keinerlei Problem ist sie auseinanderzuhalten und zuzuordnen.

Und natürlich ist Ghizmo ein super Tier. wie übrigens auch alle anderen Katzen, die in dem Buch auftauchen. Die Kapitel sind abwechselnd aus Jennys und Ghizmos Sicht geschrieben, so dass es unvermeidlich ist, dass dem Kater ein gewisses Maß an menschlichem Denken zugeschrieben wird. Aber gleichzeitig hatte ich nie den Eindruck, dass er vermenschlicht wurde. Dazu hat mich sein Verhalten viel zu sehr an meine eigene Katze erinnert. Sein Verhalten fühlt sich einfach richtig an.

Der Kriminalfall ist jetzt nicht sonderlich innovativ und besonders. Das auffälligste an ihm ist wohl noch, dass keine Menschen, sondern ein Tier zu Schaden kommt. Was für mich übrigens seltsamer Weise schlimmer zu lesen war. Aber sonst würde ich den Kriminalfall hier eher in die Reihe der sogenannten cozy mysteries einordnen. Was nicht als Kritik gemeint ist, aber der Leser sollte hier nicht unbedingt zu viel von der Handlung erwarten. Es gibt zwar einige falsche Fährten, aber mir war schon recht schnell klar, wer wohl der Täter sein wird und ich fand das recht offensichtlich.

Hach ja, das Buch hat mir richtig gut gefallen und gehört auch zu den besten Büchern, die ich 2016 bisher gelesen hab (okay das sagt Anfang Februar nicht so viel aus, aber trotzdem – meine erste 5 Sterne-Wertung dieses Jahr). Und ich bin erleichtert, dass der zweite Band der Reihe schon dieses Jahr erscheinen wird und freue mich darauf mehr Zeit mit Jenny und Ghizmo zu verbringen. Und hoffentlich auch mehr über Darius zu erfahren.

5 Sterne - klein

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4 Antworten zu {Gelesen} Andrea Schacht: Die Nacht, in der der Kater sang

  1. Alice schreibt:

    Das Buch hast du letztens schon in einem Rückblick erwähnt, weshalb ich es direkt auf meine Wunschliste geschobe habe, und ich werde es mir im März auf jeden Fall gönnen 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: {Gelesen} Sam Gasson: Gone Cat | Mind Palace

  3. Pingback: {Gelesen} Andrea Schacht: Der Tag an dem die Katze kam (Jenny & Ghizmo #2) | Mind Palace

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