{Gelesen} Neil Gaiman: Niemalsland

Niemals-Land

Originaltitel: Neverwhere
Übersetzer: Tina Hohl
Hardcover, 349 Seiten
Hoffmann und Campe, 1997
ISBN: 3-455-02307-X
Goodreads

Klappentext:
Unter den Straßen Londons gibt es in verlassenen U-Bahnhöfen und Geisterzügen, Katakomben und Kanälen eine bizarre Welt zwischen Wirklichkeit und Traum – bevölkert von Ungeheuern und Heiligen, Mördern und Engeln. Rittern in eiserner Rüstung und leichenblassen Schönheiten in schwarzem Samt. Im Niemalsland erlebt der junge Londoner Geschäftsmann Richard Mayhew, was jemandem passiert, der einem fremden, verletzten Mädchen auf der Straße zu Hilfe eilt.

Meine Meinung:
Auch wenn dies mein erstes Buch von Neil Gaiman war, das ich gelesen habe, so war mir der Name im Vorfeld natürlich nicht unbekannt (und wie ich gerade realisiere, kannte ich außerdem vorher immerhin die Coraline-Verfilmung…), hatte schon viel positives über ihn und seine Werke gelesen und hatte dementsprechende Erwartungen.

Die auch nicht enttäuscht wurden. Ich brauchte zwar etwas Zeit um mit dem Buch warm zu werden, weil Gaiman eine ganz eigene Art Fantasy zu (be)schreiben hat, in die ich mich erst einlesen musste – dafür dann umso begeisterter davon war. Im Prinzip ist das Buch Urban Fanatsy aber gleichzeitig meilenweit von dem Genre entfernt.

Und so nebenbei ist es eine Liebeserklärung an London. Auch wenn der Großteil der Handlung in einer fantastischen Version von London spielt, so ist diese doch immer in der Realität und den wahren Strukturen von London verankert. Und nach der Lektüre des Buches habe ich erst Recht Lust einen Trip nach London zu machen und die im Roman erwähnten Orte aufzusuchen.

Der Leser begleitet Richard, ursprünglich ein Durchschnittstyp, der sich in seinem unaufgeregten Leben recht gut eingerichtet hat, wenn auch er nicht wirklich glücklich ist, und der durch einen Zufall und seine Menschlichkeit mit der fantastischen Seite Londons in Berührung kommt und sie nach und nach mehr oder weniger freiwillig entdeckt. Und dabei von einer Lebensgefahr in die andere springt.
Und es macht einfach Spaß ihn dabei zu begleiten und mit ihm diese Welt unter unserer zu entdecken. Und vor allem die Wesen, welche diese Welt bevölkern, kennenzulernen. Denn die sind alle einfach toll und hochinteressant. Der Marquis de Carabas hat sich recht schnell als mein absoluter Liebling herauskristallisiert, aber auch die anderen mochte ich sehr.

Ein anderes Buch, als das welche ich vor der Lektüre erwartet hatte und weitaus unkonventioneller, aber vielleicht genau deswegen hat es mir auch richtig gut gefallen. Und ich bin überzeugt, dass noch mehr Bücher des Autors folgen werden.

4 Sterne - klein

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2 Antworten zu {Gelesen} Neil Gaiman: Niemalsland

  1. An schreibt:

    Yay! ich finde das ja auch wirklich gut. Wird Zeit, dass ich „American Gods“ von ihm lese, steht zumindest schon im Regal.

    Gefällt 1 Person

  2. Sam (Buchflimmern) schreibt:

    Sehr schön. Liegt noch auf meinem SuB 🙂

    Gefällt 1 Person

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