{Gelesen} Wolfgang Hohlbein: Am Abgrund (Die Chronik der Unsterblichen #1)

Am Abgrund

Taschenbuch, 359 Seiten
Ullstein, 2002
ISBN: 3-548-25165-X
Die Chronik der Unsterblichen #1
Goodreads

Klappentext:
Transsylvanien im 15. Jahrhundert: Der junge Frederic überlebt als einziger das grauenhafte Massaker, das die Inquisition in seinem Heimatdorf anrichtet. Der Schwertkämpfer Andrej, dem die heimtückische Tat einzig und allein galt, sucht den Jungen auf und nimmt ihn mit auf die Jagd nach den Mördern. Doch schon bald hegt Frederic einen furchtbaren Verdacht: Ist dieser Mann, der fast unbeschadet durchs Feuer gehen kann und schwerste Verletzungen mühelos übersteht, etwa mit dem Teufel im Bunde?

Meine Meinung:
Es ist erstaunlich, wie gut mir das Buch am Ende gefallen hat, wenn man bedenkt, dass ich so etwa alle 50 Seiten dachte, dass die Hauptfigur einen riesen Idiot ist. Aber ich konnte Andrej einfach über die ganze Handlung hinweg nicht ernst nehmen. Er ist so das wandelnde Klischees des Helden mit einer tragischen Vergangenheit, der nur aus den edelsten Motiven handelt. Ihm gelingt nahezu alles, er besiegt jeden Gegner, egal wie unwahrscheinlich das eigentlich alles ist und wie oft er vorher sagt, dass ihn diese und jene Aktion töten wird.

Von der Handlung her gesehen ist das Buch eine seltsame Mischung aus Abenteuerroman und Vampir- und Highlandermythos. Ganz nett, aber nicht sonderlich innovativ. Ich bin etwas überrascht, dass noch niemand versucht hat es zu verfilmen (gut es ist ein deutsches Werk und hat damit nicht so das internationale Interesse), denn als Fantasyfilm mit konzentrierter Handlung könnte ich es mir fast besser vorstellen.
Geschrieben fällt sogar mir – und das will was heißen – auf, wie oft sich Formulierungen und Beschreibungen wiederholen. Und auch sonst ist es in einem recht einfachen Stil geschrieben und nicht sonderlich anspruchsvoll. Hat aber natürlich auch den Vorteil, dass es sich recht schnell und ohne zu große Konzentration lesen lässt.

Ohne Zweifel ist das Buch recht seichte Kost und ich werd mich schon bald auch nicht mehr groß an Details erinnern können, aber es unterhält bei dem Lesen. Worauf ic aber gern hätte verzichten können, ist die alberne Verliebtheit von Andrej in Maria, die so sehr diesem klischeehaften ‚ich hab für einen Nanosekunde eine Haarsträhne von dir gesehen und bin direkt unsterblich in dich verliebt‘ entspricht. Und es nervt einfach, obwohl ich Maria an sich eine interessante Figur fand (die viel zu gut für Andrej ist).

4 Sterne - klein

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