{Gelesen} Gregg Hurwitz: Orphan X (Evan Smoak #1)

Orphan X

Originaltitel: Orphan X
Übersetzer*in: Mirga Nekvedavicius
Hardcover, 429 Seiten
HarperCollins, 2016
ISBN: 978-3–95967-024-1
Evan Smoak #1
Goodreads

Klappentext:
1. Gebot: Keine voreiligen Schlüsse
Seine Nachbarn halten Evan Smoak für einen harmlosen Verkäufer von Industriereinigern. Dabei ist er eine der tödlichsten und geheimsten Waffen der US-Regierung: ein Absolvent des Orphan-Programms, in dem Weisenkinder zu hocheffizienten Killern ausgebildet wurden.
4. Gebot: Es ist nie persönlich
Nach Jahren des Mordens im inoffiziellen Regierungsaufrag ist Evan in den Untergrund gegangen. Er hilft nun den Verzweifelten, die mit ihren Problemen nicht zur Polizei gehen können – mit allen Fähigkeiten, die ihm zur Verfügung stehen. Dabei hält er sich strikt an seine eigenen Gebote. Doch diesmal bricht er eine der Regeln, und sein Auftrag entwickelt sich zur Katatrophe. Nun muss er gegen ein Gebot nach dem andern verstoßen, damit das allerwichtigste unangetastet bleibt:
10. Gebot: Lasse niemals einen Unschuldigen sterben.

Meine Meinung:
HarperCollins hatte zu dem Buch ein Gewinnspiel veranstaltet und da ich Gewinnspielen eh kaum widerstehen kann und die Kurzbeschreibung ganz okay klang, hab ich mal mitgemacht. Und es prompt vergessen – bis dann auf einmal ein Buch im Briefkasten lag (Danke!) und ich erst mal verwirrt war. Dementsprechend ging ich auch ohne irgendwelche Erwartungen an die Lektüre heran. Und dann ab ich zwei Tage praktisch nichts anderes mehr gemacht als zu lesen. Eine absolut positive Überraschung.

Manchmal fühlte ich mich etwas an die Bourne-Filme erinnert, auch wenn es hier um einen Auftragsmörder geht und nicht einen Spion. Aber auch Evan Smoak wird von der US-Regierung – seinem ehemaligen Auftraggeber – gesucht und das Buch ist eine Abfolge von rasanten Kampfszenen aus denen sich Smoak nur in allerletzter Sekunde und mittels unerwarteter Tricks retten kann. Und das Ganze ist super spannend und fesselnd.

Am Anfang des Buches scheint Smoak sein Leben und seine Arbeit vollkommen unter Kontrolle zu haben und präsentiert dem Leser und seinen Mitmenschen eine normale gutbürgerliche Existenz, von der keiner denken würde, dass dahinter ein gesuchter Meisterassassine steckt. Und es macht einfach Spaß als Leser zu verfolgen wie mit jeder Seite des Buches dieses geordnete Leben Stück für Stück auseinander bricht und Smoak nur noch auf die Ereignisse reagieren kann, ihm aber alles immer mehr entgleitet.

Es ist nicht immer realistisch, besonders was die Stunts von Smoak in einigen Kampfszenen betrifft, wie beispielsweise die Kletterpartie an dem Hochhaus über mehrere Stockwerke hinweg, oder die ganzen kleinen hochentwickelten technischen Spielereien. Von Smoaks finanzieller Situation ganz zu schweigen. Aber das hat mich gar nicht weiter gestört, weil es hier ganz einfach zu Atmosphäre und Ton der Handlung passt.

Und umso weiter die Handlung voranschreitet, umso komplizierter wird sie. Es gibt mehrmals Wendungen, welche Smoak – und mit ihm auch der Leser, welcher nicht mehr weiß – dazu bringen, alle bisherigen Erkenntnisse in Frage zu stellen und an seinen Einschätzungen zu zweifeln. Dies schafft eine Art grundsätzliche Unsicherheit welche der zweiten Hälfte des Buches nochmal extra Spannung verleiht.

Es ist ein Buch, bei dem ich mir eine Verfilmung super gut vorstellen kann und dementsprechend ist es auch kein Wunder, dass ich in der Rezension schon zwei Mal Zuschauer getippt hatte und es wieder zu Leser korrigieren musste… Aber noch viel mehr als auf eine mögliche (Warner Bros hat sich schon mal die Rechte gesichert) Verfilmung freue ich mich auf weitere Bände um Evan Smoak. Dieser erste Band schließt zwar seine eigentliche Handlung zum Glück sehr gut ab, bietet aber gerade genug offene Handlung um neugierig zu machen auf weitere Bände ohne einen aber mit einem Cliffhanger zu foltern.

5 Sterne - klein

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 5 Sterne, Buchbesprechungen, Crime abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu {Gelesen} Gregg Hurwitz: Orphan X (Evan Smoak #1)

  1. Pingback: {Rückblick} Top 5 in 2016 | Mind Palace

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s