{Gesehen} Captain America: Civil War

Civil War

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
Following the events of Age of Ultron, the collective governments of the world pass an act designed to regulate all superhuman activity. This polarizes opinion amongst the Avengers, causing two factions to side with Iron Man or Captain America, which causes an epic battle between former allies.

Trailer:

Eckdaten:
Jahr: 2016
Land: USA
Laufzeit: 148 Minuten
FSK: 12
Darsteller: Chris Evans, Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Anthony Mackie, Don Cheadle, Jeremy Renner, Chadwick Boseman, Paul Bettany, Elizabeth Olsen, Paul Rudd, Tom Holland, Daniel Brühl, Martin Freeman

Meine Meinung:
Mein erster Gedanke zu dem Film war ja echt: „Oh Natashas Haare sind mal wieder schön, aber warum sind sie so braun?“ 😀

Dafür dass der Film nicht umsonst auch oft als Avengers 2.5 bezeichnet wurde, hat sich die Handlung doch mehr als ich dachte auf Cap und Bucky konzentriert. Dass bedeutet leider auch, dass manche andere Personen etwas zu kurz kamen – Martin Freeman zum Beispiel wird in seiner Rolle als irgendein Offizieller von irgendwas (CIA?) vollkommen unterfordert und nicht genutzt, was ich schon sehr schade fand.

Die Handlung selbst fand ich okay, teilweise doch etwas vorhersehbar, aber nicht schlimmer als in anderen Marvel-Filmen auch. Aber irgendwie hat sie es nur an wenigen Stellen geschafft mich wirklich emotional zu berühren (lobenswerte Ausnahme: Die Stelle mit dem Video vom Unfall. Das war wirklich schlimm die Reaktionen da zu sehen). Es war zwar sehr unterhaltsam und auch fesselnd, aber nicht so sehr, dass nicht ständig eine Stimme in meinem Kopf blöde Kommentare zu dem Geschehen abgegeben hat.

Besonders in Erinnerung bleiben, wird mir wohl vor allem der Kampf Avengers gegen Avengers auf dem Leipziger Flughafen (laut Film übrigens gefühlt in 5 Minuten aus dem Berliner Regierungsviertel zu erreichen*), der einfach toll war und bei dem auch jeder Avengers schön seine Stärken und Schwächen zeigen konnte. Und der halt allein von seiner Größe und Zerstörungswut bisher einmalig im MCU ist.
Aber trotzdem hatte der Film auch unerwartet viele ruhige Momente zwischen zwei oder drei Avengern, die zeigten welche Beziehungen sich zwischen den einzelnen Superhelden entwickelt haben, seit wir sie das letzte Mal gesehen haben. Diese persönlichen Momente fand ich immer sehr schön.
*Europas politische/polizeiliche Zuständigkeiten [deutsche Polizei in Bukarest, the fuck?] und geographische Details wird nie ein US-Film vernünftig hinbekommen, ey. Aber um es positiv zu sehen: es wurde wenigstens von den deutschen Figuren auch ein verständliches Deutsch gesprochen #nichtselbstverständlich

Was ich bei dem Konflikt um die Sorkovia-Accords aber etwas vermisst habe, war eine bessere Herausarbeitung der Gründe für die einzelnen Positionen. Es wird zwar immer mal wieder kurz angesprochen, warum vor allem Steve und Tony die Haltungen einnehmen, die sie einnehmen, aber bei anderen kam es mir viel zu kurz (warum Clint auftaucht und diese Partei ergreift, hab ich beispielsweise immer noch nicht kapiert). Und auch bei Tony/Steve hätte ich mir gewünscht, dass gerade da mehr Bezug auf die Ereignisse in früheren Filmen und deren Auswirkungen auf die einzelnen Avengers genommen wird. Aber die Fragen, die in diesem Zusammenhang aufgeworfen wurden, finde ich super interessant und es haben ohne Zweifel auch beide gute Argumente für ihre Ansichten.

Und dann sind da noch die vielen neuen Figuren, allen voran Black Panther, Spiderboy (sorry aber er ist so jung, dass Spiderman einfach nicht passt), Zemo und Crossbones.
Wobei ich erst nach dem Film kapiert habe, dass das Crossbones darstellen soll – während des Anschauens kam es mir wie ein x-beliebiger Bad Boy vor und seine Rolle ist auch deutlich unwichtiger als ich es nach seinem Auftritt in The Winter Soldier erwartet hätte. Positiv überrascht war ich dagegen von Zemo, dem eigentlichen Bösewicht des Films. Er geht zwar etwas in dem Konflikt Stark vs. Rogers unter, aber ich fand ihn für Marvel-Verhältnisse recht gut skizziert mit klarer und nachvollziehbarer Motivation und durchaus auch sympathisch und nicht einfach nur böse um des Bösen willens. Und vor allem war sein Plan unerwartet kompliziert, ich zumindest hatte mit dem Endplan nicht gerechnet.

Und auch Black Panther war toller als ich es im Vorfeld erwartet hatte und jetzt freue ich mich schon total auf seinen Solo-Film. Nicht nur, dass ich ihm einfach stundenlang zuschauen könnte, wenn er so elegant auf einen Flughafen rumturnt. Nein, ich mochte seine Entwicklung während des Films von allen Avengers auch am meisten.
Spiderboy dagegen fand ich etwas fehl am Platz. Schon allein, weil er viel zu jung ist um in so einem Kampf mit zu machen und sich besser auf seine Hausaufgaben konzentrieren sollte. Aber irgendwie kam er mir auch viel zu comichaft (jaja, dämlicher Kritikpunkt bei ner Comicverfilmung) im Vergleich zu den restlichen Leuten vor, deutlich unrealer. Allerdings mag ich Spiderman eh nicht sonderlich und bin immer noch sauer, dass Marvel keinerlei Probleme hatte für einen Solo-Spiderman-Film in ihrem 10-Jhares-Plan kurzfristig nen Platz zu finden, aber mit dem Argument des Vorausplanens alle Filme mit weiblicher Haupfigur ablehnt oder auf ungewisse Zeit verschiebt.
(Und ich kann wegen Spiderboy nicht meinen Geburtstag 2017 mit dem neuen Thorfilm feiern und das nehm ich persönlich. Verzieh dich.)

Insgesamt hat mir der Film um einiges besser gefallen als Age of Ultron, aber zu meinen Marvel-Lieblingsfilmen wird er wohl nie gehören. Aber ernsthaft, kann mal jemand den Mut haben ein oder zwei der Avengers zu töten oder für ein paar Filme irgendwo einzufrieren oder ähnliches? Es sind einfach zu viele und ich kann mir gar nicht vorstellen wie das bei Infinity War werden soll.

#TeamTonyStark (that man needs a billion hugs and someone to finally take his freaking PTSD seriously)

4 Sterne - klein

Bechdel-Wallace Test: 1-2/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Black Widow, Scarlet Witch, Sharon Carter
2) die sich miteinander unterhalten: es gibt eine Unterhaltung zwischen Black Widow, Scarlet Witch, Sam und Captain America. Die zwei Frauen reden zwar mal direkt miteinander und in den paar Sätzen schweigen Sam und Cap, aber es ist halt nur ein Ausschnitt aus der Unterhaltung von allen vieren
3) über etwas anderes als einen Mann: es geht um die Ergreifung von Crossbones, also nein

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 4 Sterne, Fantasy, Filme abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu {Gesehen} Captain America: Civil War

  1. Pingback: Kritik: The First Avenger – Civil War | filmexe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s