{Gelesen} Victoria Aveyard: Die rote Königin (Red Queen #1)

Die rote KöniginOriginaltitel: Red Queen
Übersetzer: Birgit Schmitz
eBook, 359 Seiten
Carlsen, 2015
ISBN: 978-3-646-92724-5
Red Queen #1
Verlagsseite
Goodreads

Danke an den Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar!

Klappentext:
Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz.

Meine Meinung:
X-Men trifft auf rebellische Katniss Everdeen. Zumindest so ähnlich, lässt sich die Grundidee des Buches zusammenfassen. Diejenigen, ich weiß auch nicht mutierten Menschen oder eine komplett andere Rasse/Art, mit silbernem Blut haben Fähigkeiten, die mich immer wieder in ihren Beschreibungen an Mutanten oder Inhumans aus den entsprechenden Comics und Verfilmungen denken ließen. Unter anderem gibt es Silberne, die durch Gedankenkraft Metall verformen, Gedanken lesen oder Wasser formen können.
Und dann gitb es noch die normalen Menschen mit rotem Blut, welche den Silbernen natürlich unterlegen sind und von ihnen beherrscht und ausgebeutet werden. Unter ihnen Mare (ich würde ja übrigens zu gern wissen, was die Autorin bewegt hat sie auf Englsich einfach mal ‚Stute‘ zu nennen..) – die, wie sich bei einem Unfall zeigt, zwar rotes Blut hat aber die Fähigkeiten einer Silbernen *Trommelwirbel*

Aber trotz der Ähnlichkeiten mit schon bekannten Geschichten nahm mich die Handlung schnell gefangen. Das lag weniger am Mare selbst, die mir bis zum Ende hin manchmal mit ihrer Art in Selbstmitleid zu baden (wobei das Mitleid viel mehr ihre Schwester verdient hat) auf die Nerven ging, als der faszinierenden Welt der adligen Silbernen, in der sich Mare zurecht finden muss. Es wimmelt nur so von Intrigen und Ränkespielen und niemand ist, wer er zu sein scheint.
Ganz besonders interessant fand ich hier Maven, der im Schatten seines Bruder, des Kronprinzen, aufwächst aber eigentlich der viel geeignetere Thronfolger wäre. Aber leider erfährt man über das gesamte Universum in dem Rote und Silberne leben nicht sehr viel. Da hätte ich mir mehr Informationen gewünscht.

Während des Lesens war ich auch teilweise genervt, weil mir manche Teile der Handlung zu problemlos passierten und es mir in dem Kontext ziemlich unglaubwürdig erschien beziehungsweise alternativ der Leser nicht komplett informiert war über die Motive und Aktionen der Beteiligten. Zum Glück hat es sich in einer nicht wirklich überraschenden Wendung gegen Ende als Letzteres herausgestellt. Zwar hätte ich mich mehr gefreut, wenn die Wendung etwas weniger offensichtlich gewesen wäre, aber so ist immer noch besser als eine unlogische Handlung.

Und das Liebesdreieck… Ich konnte bis zum Schluss nicht nachvollziehen, was Cal und Mare an dem/der jeweils anderen fanden. Sie kennen sich nur eine kurze Zeit und die meiste davon verbringen sie in der Gegenwart von anderen ohne wirklich viel übereinander zu erfahren. Eine gegenseitige Faszination – Mare als das unerklärliche Wunder, Cal als der Thronfolge – ist nur zu verständlich und natürlich, aber mir ging diese tiefere Verbundenheit hier zu schnell und war mir zu unbegründet.
Maven und Mares Beziehung zu einander fand ich dagegen nachvollziehbarer, da die beiden zumindest vordergründig gleiche Interessen und Gesprächsthemen hatten. Aber auch hier entwickelt sich mir das alles zu schnell. Es wirkt so als wären sowohl Maven als auch Cal seit dem Auftauchen von Mare komplett auf sie fixiert und nichts anderes würde mehr existieren für sie.

Ein spannender und actionreicher Trilogie-Auftakt, auch wenn er sich etwas aus Motiven verschiedener anderer Werke zusammengesetzt anfühlt. Aber das recht offene Ende verspricht viel Spannung und aufregende Ereignisse in dem kommenden Band und wohl auch Antworten dazu, warum Mare so besonders ist.

4 Sterne - klein

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2 Antworten zu {Gelesen} Victoria Aveyard: Die rote Königin (Red Queen #1)

  1. Miss Booleana schreibt:

    Mensch .. ist ja doch eine ziemlich gute Bewertung trotz der nicht wenigen Kritikpunkte. Du sagst ja selber, dass es wie eine Zusammenstückelung von bereits bekannten Motiven ist und da es nun auch noch Young Adult ist (oder nicht?), würde mich interessieren, ob dich das noch alles gleichermaßen fesselt? ich finde in dem bereich kommen soviele Motive wieder, dass es mir schwer fällt zu den Büchern zu greifen.

    Gefällt 1 Person

    • Amerdale schreibt:

      Es ist Young Adult, Mare steht kurz vor ihrer Volljährigkeit (bin mir gerade nicht sicher, ob gesagt wird wann die dort legal erreicht wird, aber halt so zwischen 16-20 als Alter) und die beiden Prinzen sind auch etwa in dem Bereich vom Alter her.

      Es war während dem Lesen spannend und ich kann mir auch durchaus vorstellen die Reihe weiter zu lesen, aber es löst kein „omg muss unbedingt sofort wissen, wie es weiter geht“-Gefühl aus.
      Allerdings hab ich davor auch länger keine Fantasy Young Adult (und allgemein dieses Jahr relativ wenig YA) gelesen, dass hat meinem Eindruck davon möglicherweise positiv geholfen.

      Gefällt mir

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