{Gelesen} Patrick Rothfuss: Die Musik der Stille (The Kingkiller Chronicle #2.5)

Die Musik der Stille
Originaltitel: The Slow Regard of Silent Things
Übersetzer: Jochen Schwarzer
Illustrator: Marc Simonetti
Hardcover, 173 Seiten
Klett-Cotta, 2015
ISBN: 978-3-608-96020-4
The Kingkiller Chronicle #2.5
Goodreads

Klappentext:
Sie heißt Auri und ihr Dasein ist voller Geheimnisse. Kvothes sonderbare Freundin vermag anders als alle anderen wahrzunehmen, was unter der Oberfläche der Dinge liegt. Sie weiß von verborgenen Namen und schleichenden Gefahren.

Meine Meinung:
Die Novella spielt in dem selben Universum, wie auch die anderen zwei Romane aus Rothfuss‘ Kingkiller Chonicle, konzentriert sich aber komplett auf die Figur Auri. Das bedeutet zum einen, dass man es problemlos auch nach dem ersten Band, „Der Name des Windes“ lesen kann (ich habe es nach der ersten Hälfte des zweiten Bandes gelesen), zum anderen aber auch, dass man mindestens diesen gelesen haben sollte, denn es gibt hier keinerlei Erklärung oder Einführung. An sich spielt die Novella übrigens im gleichen Abschnitt der zwischen Kapitel sieben und elf von „Die Furcht des Weisen“ behandelt wird.
Rothfuss selbst hat gesagt, dass “ the book does not do what a ‚proper book should do'“ (Quelle). Wenn man vorher nicht weiß, wer Auri ist, was sie so besonders macht und wo sie wohnt, wird hier nicht nur keinen Spaß haben, sondern vermutlich auch gar nichts verstehen.

Auri also. Für mich eine der faszinierendsten literarischen Figuren, die mir in den letzten Jahren begegnet sind. Und hier bekommt der Leser 173 Seiten, die an ein paar Tagen beispielhaft aufzeige, wie die Welt für Auri aussieht. Sehr anders. Viel poetischer. Sehr fremd.
Ich will gar nicht zu viel über die Geschichte schreiben, denn das würde ihr nur die Wirkung nehmen. Nur so viel: Auch wenn der Leser Auri über sieben Tage hinweg begleitet, bedeutet das nicht, dass die Geschichte eine klassische Handlung hat. Ganz im Gegenteil. Genauso wenig, wie Auri sich verhält, wie man das von einem ’normalen‘ Menschen erwarten würde, genauso verweigert sich diese Geschichte jeglichen literarischen Konventionen. Und genau deswegen ist sie toll.

Und einfach großartig geschrieben. Ich hatte das ganze Buch über den Eindruck, dass da jedes Wort genau und bewusst an dieser Stelle genutzt wurde. Und die Illustrationen passend einfach wunderbar dazu und verstärken die besondere Atmosphäre des Buches nur noch.

Man muss Auri natürlich mögen, sonst wird einem ein Band, der sich komplett auf sie konzentriert, kaum gefallen, egal, wie sehr einen sonst die Reihe begeistert. Aber wenn man Auri mag, dann wird man dieses Bändchen vermutlich lieben.

5 Sterne - klein

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