{Gelesen} Guillermo del Toro / Chuck Hogan: Die Saat (The Strain #1)

Die Saat

Originaltitel: The Strain
Übersetzer*in: Jürgen Bürger / Kathrin Bielfeldt
Taschenbuch, 524 Seiten
Heyne, 2010
ISBN: 978-3-453-43518-6
The Strain #1
Goodreads

Klappentext:
New York, John-F.-Kennedy-Flughafen: Eine Maschine aus Europa landet – und kommt unvermittelt zum Stehen, alle Lichter gehen aus, der Funkkontakt bricht ab. Was ist geschehen? Ein Terroranschlag? Ein Seuchenausbruch? Oder etwas ganz und gar Unvorstellbares…

Meine Meinung:
Es war 2014, als außer dieser Buchreihe eine TV-Serie gemacht wurde. Und ich war von den ersten paar Folgen so begeistert, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte und es kaufte. Dann kam ich aber nicht zum Lesen und die Serie dazu wurde auch immer schlechter (subjektive Meinung natürlich), so dass ich es auch recht bald aufgab sie zu sehen. Was mir natürlich auch nicht gerade Lust auf das Buch machte. Das stand dann bis 2016 ungelesen rum.

Joa, manchmal wünsche ich, ich könnte mir selbst in den Hintern treten. Das Buch ist nämlich besser als die Verfilmung und hat mich von Anfang bis Ende gefesselt.
Sehr actionreiche Handlung, die Protagonisten und mit ihnen der Leser haben kaum Pausen zum Luft holen, bevor das nächste dramatische Ereignis anfängt. Das gibt dem Buch ein besonders intensives Gefühl von Dringlichkeit und Hektik, was aber absolut super zu dem Szenario passt.

Dafür hatte ich den Eindruck, dass der Hintergrund hinter der Handlung, wie sich Viren und Epidemien ausbreiten und was für Gegenmaßnahmen ergriffen werden können, welche Stellen zuständig sind und so weiter wirklich gut und fundiert recherchiert war. In der HInischt hatte das Buch sogar etwas lehrreiches, auch wenn der Vampir-Virus (zum Glück?) nur Fiktion ist.

Genauso merkt man aber auch del Toros Background in Horrorgeschichten. Das Buch ist sehr blutig und auch recht brutal, man sollte als Leser in der Hinsicht nicht sonderlich zartfühlig sein. Dafür bringt es aber auch frischen Wind in die Vampirthematik, in dem es die Vampire als wahllose Opfer einer Krankheit darstellt.

Man merkt auch deutlich, dass den Autoren Spannung wichtiger war als Emotionen. Auf die Gefühle der Charaktere, die sich ja mit einer Situation konfrontiert werden, welche sie selbst vorher als unglaublich abgetan hätte, wird nicht wirklich eingegangen. Das hat es mir schwer gemacht eine Verbindung aufzubauen und mit ihnen individuelle mitzufühlen. Will sagen, so spannend das Buch auch ist und so sehr ich daran interessiert war, wie es endet, so hat es mich doch kaum interessiert, was den einzelnen Personen zustößt.
Und besonders auf die Nebenhandlung um Ephraim und seinen Sorgerechtsstreit hätte ich wirklich nur zu gerne verzichtet.

Wirklich ein spannendes, recht ungewöhnliches Vampirbuch, dass mir deutlich besser gefallen hat als ich erwartet habe. Und es wird hoffentlich auch keine 2 Jahre dauern, bis ich den nächsten Band lese. Schon allein nicht weil die eigentlich super simplen, aber trotzdem optisch sehr effektvollen Cover zusammen bestimmt toll aussehen im Regal.

4 Sterne - klein

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