{Gesehen} Wynonna Earp Season 1

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Quelle: imdb.com

Worum geht es:
Wynonna Earp follows Wyatt Earp’s great granddaughter as she battles demons and other creatures. With her unique abilities, and a posse of dysfunctional allies, she’s the only thing that can bring the paranormal to justice.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: Syfy
Jahr: 2016
Staffel: 1 von bisher 2
Anzahl Folgen/Staffel: 13
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler: Melanie Scrofano, Shamier Anderson, Tim Rozon, Dominique Provost-Chalkley, Michael Elklund, Katherine Barrell, Natalie Krill

Meine Meinung:
Stellt euch mal vor Jessica Jones und Dean Winchester aus Supernatural bekämen eine Tochter. Was wären deren hervorstechende Eigenschaften? Konstant schlechte Laune und konstanter Konsum von Alkohol von Seiten der Mutter, eine Liebe zum Dämonen bekämpfen vom Vater und von beiden ganz viel Sarkasmus und latente Gewalttätigkeit sowie einen nicht gerade großen Freundeskreis, dafür aber auch sehr viel Loyalität zu Familie und den wenigen Freunden. Zutreffend?

Genau das (abgesehen von den Eltern natürlich :D) ist Wynonna Earp, die auch gleich der ganzen Serie ihren Namen gibt und für mich eine der Überraschungen des Jahres ist. Also ich zum ersten Mal von der Serie hörte, hielt ich es einfach nur für albern. Wyatt Earps Urenkeltochter, die Dämonen bekämpft, die nur mit Opas Revolver, dem Peacemaker  (das wäre ein besserer Serientitel gewesen finde ich übrigens) wieder in die Hölle geschickt werden können. Es klingt einfach albern und dann Wynonna anstatt Wyatt,  überhaupt nicht offensichtlich. Aber dann hab ich mal in einen Trailer reingeschaut, weil ich wissen wollte, wie schlecht es wirklich ist und verdammt, der war unterhaltsam. Unfair, meine Erwartungen einfach so auf den Kopf zu stellen ey. Jedenfalls hab ich dann tatsächlich auch die erste Folge gesehen und von da an war ich begeistert.

In den 13 Folgen der einen Staffel passiert eine Menge, mit den behandelten Handlungssträngen würden andere Serien mindestens 3 Staffeln füllen können. Dementsprechend hoch ist das Tempo und so dauert es durchaus einige Folgen, bis man alle Zusammenhänge zwischen den Revenants – die Bezeichnung für die Wesen, die Wynonna bekämpft – , der Earp Familie und auch Purgatory (dem Ort, in dem alles spielt, nicht das Fegefeuer) ganz versteht.

Was aber auch nicht so unheimlich wichtig ist, denn bis auf ein, zwei sind die Revenants ziemlich austauschbar. Der Fokus liegt deutlich mehr auf Wynonna, ihrer großartigen Schwester Waverly, ihrem FBI-Partner Dolls, sowie Doc Holliday. Ja, der Doc Holliday, Partner von Wyatt Earp, der es irgendwie (kommt in der Serie zur Sprache, ich will nicht spoilern) in die Moderne geschafft hat. Denkt euch Crane aus Sleepy Hollow, es wird für die gleichen Effekte genutzt – veraltete Kleidung und Sprache, Probleme mit moderner Technologie etc. Allerdings ist Holliday auch der Charakter mit dem ich am wenigstens warm wurde, was vermutlich eben auch daran liegt, dass Wynonna ihn erst nach und nach kennen lernt und damit auch der Zuschauer. Er bleibt lange etwas ein Fremdkörper.

Aber viel wichtiger sind auch die beiden Schwestern Wynonna und Waverly, die man einfach mögen muss. Die Beziehung zwischen den beiden ist das Fundament der ganzen Serie und einfach toll gemacht. Sowieso hat sich Waverly ganz schnell zu meinem absoluten Liebling unter allen Figuren entwickelt. Sie ist einfach unheimlich liebenswert, schlau und genau die perfekte Ergänzung zu Wynonnas eher zynisch-sarkastischem Charakter, der eher der Typ „erst schießen, dann fragen stellen“ ist. Zusammen ergeben sie eine wundervolle Mischung. Und beide würden für die jeweils andere durchs Feuer gehen. Was sie auch mehrmals unter Beweis stellen.

Übrigens sind auch nicht alle Charaktere heterosexuell, es gibt eine Figur, die in der Staffel so nach und nach ihre Homosexualität/Bisexualität entdeckt und es wird einfach auf wunderbare Art und Weise keine große Sache daraus gemacht. Etwas Verwunderung am Anfang und dann allgemeine Akzeptanz. Und es ist nur ein Aspekt dieser Figur, die noch viele andere, deutlich wichtigere aufweist.

Man merkt der Serie und ihren Effekten natürlich manchmal an, dass sie nicht das Budget eines Films oder auch ’nur‘ einer Serie wie Game of Thrones zur Verfügung hatte, aber das hat mich kein bisschen gestört, da der Rest einfach passt.
Der Cast ist wirklich toll zusammen gesetzt, es gibt sehr viel Chemie unter den verschiedenen Charakteren. Die Dialoge sind sehr clever und gerade zwischen Wynonna und entweder ihrem Partner Dolls oder ihrem wichtigsten Gegenspieler, dem Revenant Bobo, auch ziemlich oft lustig.

Die Staffel endet übrigens mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger. Wenn euch euer Seelenfrieden also viel wert ist, solltet ihr in Betracht ziehen, sie erst kurz vor dem Start der nächsten Staffel, die es Gott sei Dank geben wird, zu sehen. Aber sie lohnt sich wirklich.

4 Sterne - klein

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5 Antworten zu {Gesehen} Wynonna Earp Season 1

  1. Zeilenende schreibt:

    Oh … Ich habe das auf Twitter am Rande mitbekommen, dass du die Serie artig durchgeschaut hast. Die Besprechung lockt mich … Sie ruft meinen Namen … *seufz*

    Gefällt 1 Person

  2. An schreibt:

    Uiii, das klingt aber gut! Eine Mischung aus Jessica Jones & Dean Winchester sowieso schon, aber jetzt nach deiner Rezi bin ich überzeugt, dass ich die Serie sehen muss. Es ist hoffentlich kein Problem, wenn man Wyatt Earps nicht kennt?

    Gefällt 1 Person

  3. Da muss ich mir die Serie wohl auch anschauen!
    Liebe Gruesse Monika

    Gefällt 1 Person

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