{Gesehen} Camelot

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Quelle: imdb.com

Worum geht es:
King Uther dies suddenly. Britain is facing chaos. The sorcerer Merlin appoints the not so known son and heir Arthur as the king who was raised as a commoner, but his half sister has other plans. Arthur faces tough times and will be tested beyond imagination.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: Starz
Jahr: 2011
Staffel: 1 und es wird keine weiteren geben
Anzahl Folgen/Staffel: 10
Laufzeit einer Folge: etwa 50 Minuten
Schauspieler: Joseph Fiennes, Eva Green, Jamie Campbell Bower, Tamsin Egerton, Philip Winchester, Clive Standen, Claire Forlani, Sinéad Cusack

Meine Meinung:
Hach ja der Arthus-Mythos. Wie könnte ich da widerstehen? Vor allem da mit Michael Hirst jemand beteiligt war, der mich auch schon mit The Tudors und Vikings begeistert hat.

Nun ja, Camelot hat definitv mehr mit The Tudors gemein als mit Vikings. Will sagen, die Kostüme sind schrecklich unpassend und die Sexszenen inklusive nackter Haut sehr häufig. Historische Genauigkeit dagegen muss man eher suchen. Was jetzt gar nicht mal so sehr Kritik sein sollte, aber man sollte Camelot mehr als Low Fantasy-Serie und nicht als historische Serie betrachten. Es ist sehr over-the-top, aber einfach unterhaltsam. Man darf es nur nicht ernst nehmen.

Was ich aber an der Serie überraschend kreativ und faszinierend fand, war die Herangehensweise an die Magie. Mit Merlin und Morgan können zwei der wichtigsten drei Figuren Magie ausüben (mit unterschiedlichem Können, natürlich ist Merlin besser, es ist ja Merlin xD). Aber Magie ist nicht einfach was tolles und bewundernswertes a la Harry Potter oder so, sondern wird mit einer Sucht gleichgesetzt, mit den verschiedensten negativen Folgen, die sehr zerstörerisch sein können. Merlin ist der Analogie folgend eine Art trockener Alkoholiker, der ständig in Versuchung lebt wieder Magie zu benutzen und es durchaus auch will, aber weiß welchen Preis er bezahlen würde. Leider wird der Aspekt immer nur gestreift. Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn das mehr im Mittelpunkt gestanden hätte.

Aber auch abgesehen von der Magie sind Eva Green als Morgan und Jospeh Fiennes als Merlin einfach großartig und in der Serie total unterfordert. Man merkt deutlich, dass sie in einer völlig anderen Liga spielen als der Rest des Casts und es ist einfach eine Verschwendung von Talent. Besonders bei Eva Green, weil Morgan ein sehr inkonsistent geschriebener Charakter ist, dessen Aktionen und ständige Sinneswandel einfach nicht nachvollziehbar sind. Merlin dagegen ist zwar ein Arschloch zu jedem anderen (oft genug inklusive Arthur, was mal eine interessante Abwechslung war) bis auf Igraine – aber das wenigstens konsequent.

Arthur selbst…. Nun ja, ich sags mal so. Die blonden Haare waren das, was mir von Jamie Campbell Bowers Darstellung hier am meisten in Erinnerung geblieben ist. Ansonsten bleibt er dafür, dass er ja eigentlich die zentrale Figur sein sollte, unheimlich blass. Und dass er null Chemie mit der Darstellerin von Guinevere hatte, war der dramatischen Liebesgeschichte, die sowieso totlangweilig war, auch nicht gerade zuträglich.

Camelot hat sicherlich seine Schwächen und auch mehr davon als Stärken meiner Meinung nach, aber trotz allem einen recht hohen Unterhaltungswert. Und es klingt immer noch deutlich weniger dämlich als aus König Arthur einen Verbrechen jagenden Graffitikünstler zu machen (kein Scherz! Leider).

3 Sterne - klein

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