{Gesehen} Don Juan DeMarco

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Quelle: imdb.com

Worum geht es:
John Arnold DeMarco is a man who believes he is Don Juan, the greatest lover in the world. Clad in a cape and mask, DeMarco undergoes psychiatric treatment with Dr. Jack Mickler to cure him of his apparent delusion. But the psychiatric sessions have an unexpected effect on the psychiatric staff and, most profoundly, Dr Mickler, who rekindles the romance in his complacent marriage.

Trailer:

Eckdaten:
Jahr: 1995
Land: USA
Laufzeit: etwa 97 Minuten
FSK: 12
Darsteller: Johnny Depp, Marlon Brando, Faye Dunaway, Géraldine Pailhas, Rachel Ticotin, Talisa Soto

Meine Meinung:
Als ich den Film das erste Mal sah, erwartete ich einen Liebesfilm oder irgendwas das in Richtung Casanova ging – eben die Thematik des weltgrößten Liebhabers. Was ja auch gar nicht schlecht hätte sein müssen. Ich mag den Casanova-Film von 2005 mit Heath Ledger sehr.

Aber der Film hier ist mehr. Oder was ganz anderes. Denn Liebe spielt zwar irgendwo schon eine Rolle, aber geht um so viel mehr. An Hand von Depps toll gespielter Figur eines Menschen, der die dröge alltägliche Welt des Alltags nicht akzeptieren möchte und sich in die Fantasie des spanischen Edelmannes/Liebhabers flüchtet und dafür von seiner Umwelt für verrückt erklärt wird, so dass er schließlich in einer Klinik und bei Dr. Mickler (Brando) landet. Und gemeinsam spüren sie und der Film sehr behütsam und vor allem auch vorurteilsfrei der Frage nach, wie viel Fantasie denn jeder von uns in seinem Alltag zulassen sollte und ob es nicht manchmal besser ist die allzu triste oder auch einfach nur gewöhnliche, banale Welt auszublenden und sich in eine andere zu flüchten.

Es ist ein sehr ruhiger Film, der vor allem von Dialogen getragen wird und ihn dem außer Brando und Depp eigentlich auch keine Figur wirklich bemerkenswert Zeit und Aufmerksamkeit bekommt. Das ist an sich auch total okay, weil alles andere wohl nur vom zentralen Thema ablenken würde. Allerdings fand ich Faye Dunaway als die Frau von Dr. Mickler verschwendet, sie bekam gar keine Chance ihr Talent und Können zu zeigen.

Ein überraschend nachdenklicher Film, in dem sich viel mehr Gedankenfutter verbirgt als sich auf den ersten Blick vermuten lässt. Wirklich schön.

4 Sterne - klein

Bechdel-Test: 1/3 erfüllt
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Dona Ana, Dona Julia und noch einige mehr, die zumindest beim Vornamen genannt werden
2) die sich miteinander unterhalten:
3) über etwas anderes als einen Mann:

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