{Gesehen} UnReal (Season 2)

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Quelle: imdb.com

Worum geht es:
Quinn has recently promoted Rachel to produce season 14 of “EVERLASTING” and Rachel sets out to change history by casting the first African American suitor. When Chet arrives back on set to reclaim control of the show, Rachel and Quinn find the new suitor being swayed by Chet and his new vision.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: Lifetime
Jahr: 2016
Staffel: 2 von bisher geplanten 3
Anzahl Folgen/Staffel: 10
Laufzeit einer Folge: etwa 43 Minuten
Schauspieler*innen: Shiri Appleby, Constance Zimmer, Craig Bierko, Jeffrey Bower-Chapman, Josh Kelly, Michael Rady, B. J. Britt, Genevieve Buechner
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1

Meine Meinung:
Kennt ihr dieses Gefühl der Verwirrung, wenn eine Serie sich von einer Staffel zur anderen auf einmal in eine völlig andere Richtung entwickelt als man erwartet hat? so ging es mir mit der zweiten Staffel von UnReal.

Im Vorfeld fand ich es richtig toll, dass sich die Verantwortlichen dafür entschieden haben, den Suitor [sorry, aber ich find kein deutsches Wort, das nicht bescheuert klingt… Freier? Bewerber? Hier geht weder um Sexarbeit noch nen Job] mit einem schwarzen Schauspieler zu besetzen – etwas das bis dahin noch keine der parodierten Reality-Shows sich getraut hat.
Und das ist auch einer der Punkte, die in der Staffel recht gut gemacht wurden. Natürlich mit dem unvermeidlichen künstlich geschaffenen Drama. So wird eine Teilnehmerin, in Unkenntnis der Hautfarbe des Suitors, geschickt dahin gehend manipuliert, dass sie ihn in einem Südstaatenflagge-Bikini begrüßt. Man kann sich die Reaktionen denken. Aber ich fand es toll, dass überhaupt der Schritt gewagt wurde.

Aber ansonsten bekamen die Teilnehmerinnen und der Suitor der fiktiven Datingshow Everlasting deutlich weniger Aufmerksamkeit als in der letzten Staffel. Sie wurden praktisch zu Statisten degradiert, vor den sich die Produzenten präsentieren durften. So eine Handlung, wie die um Faith in Staffel 1 waren gar nicht möglich. Und bis zum Schluß wusste ich von kaum einer Frau die Namen, ich hab sie nur nach optischen Merkmalen auseinanderhalten können, weil sie gar nicht die Möglichkeit bekamen ihre Persönlichkeit zu zeigen und eine eigene Nebenhandlung zu entwickeln.

Statt dessen liegt der Fokus deutlich mehr auf den Personen hinter Everlastings Kameras und da besonders auch Rachel und Quinn. Und Gott, gingen mir die beide teilweise so unendlich auf die Nerven. Rachel war natürlich auch schon in Staffel 1 eine manipulative Bitch – kann man in der Branche wohl auch als Voraussetzung ansehen – aber trotzdem gab es da immer wieder Momente, wo sie Einfühlsamkeit zeigte und sich für die Teilnehmerinnen und Suitor über ihren jeweiligen Effekt auf die Einschaltquoten hinaus interessierte. Und alles das fehlt in Staffel 2 komplett.

Rachel behandelt über die einzelnen Folgen der zweiten Staffel hinweg jeden anderen an Everlasting beteiligten Menschen als ihre persönliche Schachfigur, den sie geschickt manipuliert. warum? Weil sie es nun mal kann. So wirkte es auf mich. Aber alle letzten Funken positiver Eigenschaften waren einfach verkümmert und sie wurde mir mit jeder Folge unsympathischer.
Ich hatte zwar stellenweise noch Mitleid mit ihr, wenn sie dann von Quinn über ihre mentale Krankheit auch wieder manipuliert wird, aber sie zeigt auch ständig, dass sie eben kein bisschen besser als Quinn ist.

Es entwickelt sich einfach in eine Spirale eines sinnlosen Zickenkriges, den mal die eine und mal die andere gewinnt, aber ich fand es einfach nur ermüdend. Vor allem da sie beide wissen, was sie als Team erreichen könnten, aber es einfach nicht einsehen wollen.

Die Serie hatte immer noch ihre Momente, aber wenn die Verantwortlichen die Richtung beibehalten, die sie mit Staffel 2 eingeschlagen haben, bezweifle ich, dass ich die dritte Staffel wirklich bis zum Ende verfolgen werde.

3 Sterne - klein

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2 Antworten zu {Gesehen} UnReal (Season 2)

  1. Miss Booleana schreibt:

    Hm – ich habe gerade die erste Staffel gesehen und sie hat mir relativ gut gefallen, wobei ich das manipulative manchmal sehr ätzend fand und mir einfach zuviel war. Rachel habe ich allerdings nicht soooo manipulativ empfunden, sondern oftmals einfach als ein Opfer der Umstände. Wenn aber dieses persönliche Drama in der 2. verloren geht – und so klingt es, dann weiß ich auch nicht, ob ich es begeistert weiter schaue.

    Gefällt 1 Person

    • Amerdale schreibt:

      Klar, Rachel ist ein Opfer der Umstände bzw. ihres labilen mental-seelischen Zustandes. Aber ich finde sie hat auch ein Talent andere (in dem Umfeld halt vor allem die Show-Teilnehmerinnen) zu überzeugen, dass sie jetzt unbedingt xy machen sollten auch wenn sie es eigentlich nicht wollen.
      Und sie wird ja auch oft genug von anderen genauso manipuliert, dass muss man auch ganz klar sagen.

      Persönliches Drama, ist jetzt schwer zu sagen. Bei Rachel und Quinn gibt es an sich schon mehr, aber eben gegen einander und nicht mehr im Team. Nur bei den Teilnehmern geht es dafür sehr stark verloren.

      Gefällt mir

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