{Gelesen} Joyce Maynard: Der Duft des Sommers

Der Duft des Sommers

Originaltitel: Labor Day
Übersetzer*in: Sibylle Schmidt
Taschenbuch, 284 Seiten
Goldmann, 2013
ISBN: 978-3-442-47493-6
Goodreads

Klappentext:
Eine Kleinstadt in New Hampshire: Adele, liebenswert, sensibel und seit ihrer Scheidung totunglücklich, lebt mit ihrem 13-jährigen Sohn Henry sehr zurückgezogen. Bis sie im Supermarkt von einem verletzten Mann angesprochen wird. Er bittet um Hilfe, und zögerlich nimmt Adele ihn mit nach Hause. Dort stellt sich heraus, dass der höfliche und rücksichtsvolle Frank ein entflohener Sträfling ist. Für ein Wochenende gewähren Adele und Henry ihm dennoch Zuflucht. Ein langes, heißes Sommerwochenende, das das Leben dieser drei Menschen für immer verändern wird.

Meine Meinung:
Für mich klang der Klappentext so als wäre das Buch dem Genre des Krimis oder Thrillers zuzuordnen. Dementsprechend verwirrt und überrascht war ich als sich die Lektüre (übrigens auch unter dem englischen Titel verfilmt) als reine Coming of Age Story entpuppte. Und ich sags mal so: Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch aus von vornherein feststehendem mangelndem Interesse gar nicht erst gelesen. Was nicht mal gegen das Buch gerichtet ist, aber solche Geschichten sind generell einfach nicht so meins.

Wie dann auch wenig überraschend, wird die Handlung aus Sicht des 13jährigen Henry erzählt, der mit seiner mehr als nur etwas seltsamen und meiner (absolut unprofessionellen) Einschätzung nach höchstwahrscheinlich mental erkrankten Mutter ein ziemlich isoliertes Leben in einer Kleinstadt führt. Bis dann am Labor Day Wochenende Frank von ihnen aufgenommen wird und sich alles ändert.

Die Geschichte baut nur sehr langsam Spannung auf und fließt mehr ruhig und langsam vor sich hin. Aber immerhin war es genug, dass ich sie nicht abgebrochen habe (allerdings war es auch das einzige Buch, das ich auf einer längeren Autofahrt greifbar hatte, also…), aber komplett gefesselt war ich auch nicht von ihr. Die Autorin schafft es zwar wirklich gut eine greifbare Atmosphäre aufzubauen, aber gleichzeitig waren mir die ganzen Charaktere und ihre Handlungen einfach viel zu unrealistisch. Besonders Frank war viel zu gut und edel, als dass ich ihn als glaubwürdig empfinden konnte.

Aber trotz allem hatte das Buch irgendwas, das mich etwas berührte und ich fand es gar nicht so schlecht. Bis das Ende des Buches kam und argh. Es ist so extrem auf ein idyllisches Happy-End ausgerichtet, dass es alle vorige Wirkung kaputt macht.

3 Sterne - klein

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