{Gelesen} Daniel Wolf: Das Salz der Erde

Das Salz der Erde
Taschenbuch, 1.137 Seiten
Goldmann, 2013
ISBN: 978-3-442-47947-4
Fleury-Saga #1
Goodreads

Klappentext:
Salz.
Das weiße Gold des Mittelalters. Für Michael de Fleury ist es der Schlüssel zur Freiheit. Doch muss er für den Kampf um die Freiheit seine große Liebe und eine kostbare Freundschaft opfern?

Meine Meinung:
Salz. Heute so allgegenwärtig und alltäglich, dass man es kaum noch wahrnimmt. Und ihm auch kaum einen Wert beimisst. Gerade um diese Jahreszeit wird es in Massen auf die Straße geworfen. Eine Handlung, welche für die Charaktere in diesem historischen Roman wohl unvorstellbar gewesen sein dürfte.
Denn der Handel mit Salz steht im Mittelpunkt dieser Familiensaga. Michael de Fleury hat sich aus dem Nichts damit ein florierendes Unternehmen aufgebaut.

Teilweise hatte ich beim Lesen etwas den Eindruck, die de Fleurys seinen die französische Version der Warinhgams, denn das Buch fühlte sich wirklich so an als käme es von der gleichen Autorin. Was durchaus positiv gemeint ist, aber es war doch auch etwas irritierend. Sowohl was den Aufbau und die Struktur der Handlung angeht als auch die Zeichnung der einzelnen Figuren, sind die Parallelen erstaunlich. Und die Seitenanzahl auch xD

Michael selbst war ein sehr sympathischer Protagonist, auch wenn er mir in seinen Ansichten manchmal etwas zu modern vorkam um wirklich 100% glaubwürdig zu sein. Und seine Liebesgeschichte zu Isabelle war mir doch an einigen Stellen zu dick aufgetragen. Ebenso wie die Bösewichtig doch sehr eindimensional dargestellt wurden.

Aber das sind kleine Kritikpunkte, die mir den Genuss der Lektüre nicht verdorben haben.
Es war  unheimlich faszinierend mehr über den Salzhandel und den Kampf der Städte für ihre Unabhängigkeit von Fürsten oder religiösen Oberhäuptern zu erfahren und Michael sowie seine Gildenbrüder auf diesem schwierigen, steinigen Weg zu begleiten. Und auch sehr informativ, wie es sich für einen gelungen historischen Roman gehört. Aber gleichzeitig auch spannender als ich erwartet habe. Und eben weil Michael wirklich so wahnsinnig sympathisch ist, fieberte ich mit ihm mit, ob er denn nun sein Happy End in jeglicher Hinsicht – politisch, geschäftlich, in Liebesdingen – bekommen wird oder nicht.

Ich glaube, Fans von Frau Gablé haben bestimmt ihre Freude an diesem Band. Ich jedenfalls freue mich schon auf meinen nächsten Besuch bei der Familie de Fleury.

4 Sterne - klein

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