{Gelesen} Sophie Kinsella: Kennen wir uns nicht?

kennen-wir-uns-nicht

Originaltitel: Remember me?
Übersetzer*in: Jörn Ingwersen
Taschenbuch, 410 Seiten
Goldmann, 2008
ISBN: 978-3-442-46655-9
Goodreads

Klappentext:
Als Lexi Smart nach einem Unfall im Krankenhaus aufwacht, erleidet sie einen Schock: Die letzten drei Jahre sind komplett aus ihrer Erinnerung gelöscht, und sie erkennt sich selbst nicht wieder. Die junge Frau mit dem Mercedes, dem Chefposten und dem schwerreichen Ehemann soll sie sein? Offenbar führt sie ein tolles Leben. Seltsam nur, dass die mit ihren alten Kolleginnen im Streit liegt und ihre neue beste Freundin ein Hohlkopf ist. Und dann taucht auch noch ein höchst attraktiver Mann auf, der etwas Unglaubliches behauptet. Wie soll Lexi dieses Chaos nur in Ordnung bringen? Und wird sie je wieder herausfinden, wer sie wirklich ist?

Meine Meinung:
Ach Frau Kinsella… Ich mag ihre Shopaholic-Reihe ja sehr, auch wenn sie langsam doch schwächelt. Und Charleston Girl ist ein tolles Buch. Aber bei dem hier hat irgendwas nicht so geklappt.

Da ist zum einen allein schon der Umgang mit Miss Smart… Nein halt, da ist schon viel früher ihr gottverdammter Nachname. Smart? Ernsthaft? Und ihr zweiter Vorname ist vermutlich clever oder success… Sorry, aber ich find’s total albern. Abgesehen davon, dass Lexi einfach auch nicht smart ist. Intelligent vielleicht, aber nicht smart.

Aber wirklich unmöglich finde ich die Art, wie hier Lexis Gedächtnisverlust dargestellt wird. Nach einem Unfall kann sie sich an die letzten drei Jahre nicht mehr erinnern und was machen die Ärzte? Sie entlassen sie aus dem Krankenhaus. Ohne dass irgendeine ambulante Behandlung oder Therapie folgt. Soll sie doch sehen, wie sie klar kommt. Und niemand findet es seltsam.

Und es nervte mich einfach so sehr wie die geschäftstüchtige Version von Lexi einfach als total negativ und absolut nicht erstrebenswert dargestellt wurde, während die sich irgendwie faul durch Leben schmuggelnde und nur auf Spaß ausgerichtete super-duper war. Beides wird sowieso mehr als nur einmal vollkommen klischeehaft dargestellt, aber das war so eine verdammte schwarz-weiß-Zeichnung. Als wäre jede beruflich erfolgreiche Frau eine egozentrische Zicke. Muss echt nicht sein. Lexi ist in keiner Versiona uch nur Ansatzweise vorbildhaft in ihrem Verhalten.

Das Buch war natürlich immer noch irgendwo eine locker-flockige unterhaltsame Lektüre, sonst hätte ich es nicht bis zum Ende gelesen, aber ich hab mich im Prinzip ständig über Lexi aufgeregt. Kann man lesen, man kann aber auch zu einem deutlich besseren Buch der Autorin greifen. Hat man mehr davon.

3 Sterne - klein

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