{Gelesen} Neil Gaiman: Norse Mythology

Hardcover, 297 Seiten
Norton, 2017
ISBN: 978-0-393-60909-7
Goodreads

Klappentext:
Neil Gaiman has long been inspired by ancient mythology in creating the fantastical realms of his fiction. Now he turns his attention back to the source, presenting a bravura rendition of the great northern tales. In Norse Mythology, Gaiman fashions primeval stories into a novelistic arc that begins with the genesis of the legendary nine worlds; delves into the exploits of the deities, dwarves, and giants; and culminates in Ragnarok, the twilight of the gods and the rebirth of a new time and people. Gaiman stays true to the myths while vividly reincarnating Odin, the highest of the high, wise, daring, and cunning; Thor, Odin’s son, incredibly strong yet not the wisest of gods; and Loki, the son of a giant, a trickster and unsurpassable manipulator. From Gaiman’s deft and witty prose emerges the gods with their fiercely competitive natures, their susceptibility to being duped and to dupe others, and their tendency to let passion ignite their actions, making these long-ago myths breathe pungent life again.

Meine Meinung:
Ich bin mit Götter- und Heldensagen und -legenden aufgewachsen und seit meiner Kindheit davon fasziniert. Und besonders von den nordischen Sagen. Und als ich dann das erste Mal das Cover von Norse Mythology sah, war ich verliebt.

Das Buch ist eine Nacherzählung der Edda, wobei manche Geschichten, wie zum Beispiel die Lokasenna sehr gekürzt und in andere Geschichten eingebettet erzählt werden. Dabei gelingt es Gaiman sehr geschickt das ganze in eine zusammenhängende Form zu bringen und auch sprachlich leicht zu modernisieren. Dabei klingt er aber trotzdem noch wie ein Erzähler vor einem Feuer, der sich auch öfter mal direkt an das Publikum beziehungsweise den Leser wendet. Eine sehr gelungene Gratwanderung.

Aber während die Geschichten gut zu lesen sind und es an sich eine angenehme Lektüre ist, war ich doch etwas enttäuscht. Ich kann zwar nicht genau sagen was, aber mir fehlte irgendetwas, dass über eine reine Nacherzählung der Mythen hinausgeht. Eine andere Interpretation, ein anderer Blickwinkel, irgendwas in diese Richtung. Immerhin steht mit Gaiman ein ohne Zweifel sehr talentierter Geschichtenerzähler hinter dem Buch, der sicher seine individuelle Sicht mehr hätte einbringen können ohne die Mythen in ihrem Kern zu verändern.

Aber so wie es ist, ist das Buch eine sehr gute und auch optisch sehr ansprechende Einführung in die Welt der nordischen Mythologie und auch gerade für Kinder wohl in einer leicht zu verstehenden Form. Aber mehr auch nicht. Für jemand, der mit der Thematik vertraut ist, bietet es nichts neues und lohnt sich leider nicht wirklich (auch wenn sich das Cover echt gut im Bücherregal macht). Da würde ich eher empfehlen sich Harris‘ Gospel of Loki anzuschauen.

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