{Gelesen} Jim Butcher: Sturmnacht

Originaltitel: Storm Front
Übersetzer*in: Jürgen Langkowski
Taschenbuch, 316 Seiten
Feder&Schwert, 2012
ISBN: 978-3-86762-111-3
Dresden Files #1
Goodreads

Klappentext:
Immer häufiger wird die Polizei von Chicago mit bizarren Morden konfrontiert. Wenn man mit modernsten Ermittlungsmethoden nicht weiter kommt, gibt es nur einen, der helfen kann: Harry Dresden, Profler der besonderen Art. Er verfügt über einen ausgezeichneten Spürsinn – und außergewöhnliche Fähigkeiten. Doch wer in der Lage ist, die Dunkelheit hinter unserer Realität zu sehen, lebt gefährlich!
Harrys neuer Fall: Ein Liebespaar wird tot aufgefunden. Nackt. Im Bett. Buchstäblich zerrissen, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Doch kann so etwas möglich sein? Harry beginnt zu ermitteln – und hat es bald nicht nur mit der Polizei und einem skrupellosen Drogenboss zu tun, sondern auch mit blutrünstigen Dämonen.

Meine Meinung:
Harry Dresden war mir vor allem deswegen ein Begriff weil James ‚Spike‘ Marsters die englischen Hörbücher zu der Reihe liest (Hörprobe zum zweiten Band). Und es mich an dem Punkt doch etwas schmerzt, dass Hörbücher und ich einfach nicht zusammen passen und mir dafür leider völlig die Konzentration fehlt. Aber etwas neugierig auf die Reihe machte es natürlich trotzdem, besonders nachdem mir Windjäger vom gleichen Autor sehr gut gefallen hat.

Und dann kam ich bei der BuCon 2016 mehr oder weniger zufällig an dem Stand des Feder&Schwert-Verlages vorbei und verliebte mich direkt in die düsteren Cover – nicht zuletzt auch deshalb weil die Reihe einheitlich gestaltet ist und auf den Bändern drauf steht, welcher Band es ist (warum ist das im deutschsprachigen Raum nicht Standard?). Und so beschloss ich spontan den ersten Band zu kaufen.

Und das war eine sehr gute Entscheidung. Es ist Urban Fantasy, die sich vor allem durch zwei Punkte von dem Großteil des Genres unterscheidet.
Zum einen schon allein dadurch, dass die Buchreihe mit Harry Dresden eine männliche zentrale Figur hat. Die ein sarkastisches Arschloch ist, dass man genau deswegen einfach mögen muss. Und (natürlich) Alkoholiker, schwarzes Schaf der Zauberer, aber irgendwo doch noch ein bisschen ein gutes Herz (was ihn immer in Probleme bringt) und findet sein Leben scheiße. Also genau der Charakter, den ich in Büchern und Serien ziemlich unwiderstehlich finde.
Und zum anderen gibt es keine großartige Liebesgeschichte. Natürlich gibt es Frauen in Dresdens Leben – meistens eher für kurze Episoden – aber er ist doch der Typ Lone Wolf.

Der Fall selbst war gut und auch bis zum Schluss spannend, aber was mich an der Reihe mehr fasziniert ist wirklich Dresden und die übernatürliche Welt, die Butcher um ihn rum aufzubauen beginnt. Das Buch kratzt dabei nur an der Oberfläche und  macht in vielen Punkten Andeutungen, aber das ist bei einem Reihenauftakt ja verständlich. Magie nimmt auch erst nach und nach in der Handlung mehr und mehr Raum ein, der Anfang des Buches wirkt mehr wie eine hardboiled Detektivgeschichte (was jetzt keine Kritik darstellt). Aber dann begegnet man immer mehr übernatürlichen Wesen der verschiedensten Art, die alle auch großartig geschildert werden, so dass man sofort eine Vorstellung von ihnen bekommt.

Ich freu mich darauf mehr Bücher dieser Reihe in meinem Bücherregal stehen zu haben. Auch aber nicht nur wegen der Cover.

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2 Antworten zu {Gelesen} Jim Butcher: Sturmnacht

  1. Miss Booleana schreibt:

    Ich komme nicht umhin mich sehr über seinen Nachnamen zu freuen, weil ich mal in der Nähe von Dresden gewohnt habe und da öfter hingepilgert bin. 😉 Habe von der Reihe aber schon viel gehört, nur immer so nebenbei … deswegen ist es cool, dass du die mal „richtig“ besprichst. danke

    Gefällt 1 Person

    • Amerdale schreibt:

      Bitte 🙂 Ich fand am Anfang ja die englische Bezeichnung „Dresden Files“ sehr verwirrend, weil ich auch immer zuerst dachte, dass hätte irgendwas mit der Stadt zu tun. Klingt für mich wie ein in Dresden spielender Spionageroman 😀

      Gefällt mir

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