{Gesehen} Dear White People (Film & TV-Serie / Staffel 1)

Quelle: imdb.com

Worum geht es (Beschreibung des Films):
Four black students attend an Ivy League college where a riot breaks out over an “African American” themed party thrown by white students. With tongue planted firmly in cheek, the film explores racial identity in ‚post-racial‘ America while weaving a story about forging one’s unique path in the world.

Trailer (Film):

Trailer (Serie):

Eckdaten Film:
Jahr: 2014
Land: USA
Laufzeit: etwa 108 Minuten
FSK: n/a (UK: 15)
Darsteller: Tessa Thompson, Tyler James Williams, Kyle Gallner, Teyonah Parris, Brandon P. Bell, Justin Dobies, Marque Richardson, Dennis Haysbert
aktuell schaubar über: Netflix, DVD (als Import, keine deutsche Version)

Eckdaten Serie:
Sender: Netflix
Jahr: 2017
Staffel: bisher 1, über weitere aktuell nichts bekannt
Anzahl Folgen/Staffel: 10
Laufzeit einer Folge: etwa 30 Minuten
Schauspieler: Logan Browning, DeRon Horton, Wyatt Nash, Antoinette Robertson, Brandon P. Bell, John Patrick Amedori, Marque Richardson, Obba Babatundé
aktuell schaubar über: Netflix

Meine Meinung:
Man sollte dazu wissen, dass die Serie direkt an den Film anknüpft und dessen Handlung nahtlos weitererzählt (wenn auch zum Großteil mit anderen Schauspieler*innen). Oder andersrum ausgedrückt kann man den Film auch als Pilotfolge in Spielfilmlänge betrachten. Abgesehen von dem Wechsel der Schauspieler*innen jedenfalls wirken beide wie zu einander passende Teile eines Ganzen. Allerdings sind beide Teile auch eigenständig verständlich. Der Film ja sowieso, da war ursprünglich ja keine Serienfortsetzung geplant und die Serie fasst in der ersten Staffel nochmal schnell die Handlung des Films zusammen. Ich würde trotzdem dazu raten beides zu sehen. Nicht weil es notwendig ist, sondern weil es gut gemacht und unterhaltsam ist.

Ich bin positiv überrascht wie sehr Film und Serie es schaffen ein so wichtiges Thema wie Rassismus mit dem gebotenen Ernst und auch sehr informativ zu behandeln und gleichzeitig über die ganze Handlung hinweg auch eine gewisse Leichtigkeit und viel intelligenten Humor zu behalten.
Und aus wie vielen (schwarzen) Blickwinkeln das Thema Rassimus betrachtet und interpretiert werden kann und wird, ist hier auch schön aufgezeigt. Während in anderen Serien leider immer noch viel zu oft, Minderheiten als eine homogene Masse mit den gleichen Ansichten und Meinungen dargestellt wird, ist das hier völlig anders. Es gibt eine Szene in der Serie, in der sich die verschiedenen politischen Bewegungen der Schwarzen treffen und ihre Reaktion auf eben jene Black-Face-Party diskutieren, die das Ganze einfach nur großartig darstellt.
Aber auch die einzelnen Personen sind sehr differenziert und glaubhaft dargestellt. Besonders toll fand ich dabei Sam und Coco, die sehr gegensätzliche Positionen vertreten.

Und dabei geht es nicht mal nur um Rassismus. Klar, das ist das zentrale, vordergründige Thema. Aber es sind nun mal Studenten an einem College. Und wie das halt mit College-Studenten so ist, sind sie in einer Lebensphase, in der sie erst raus finden müssen, wer sie eigentlich sind und was sie wollen. Oder wer sie sein wollen. Ich fand das besonders bei Lionel, der mit seiner Sexualität kämpft, und Troy, dessen Leben bisher sehr von den Vorstellungen seines Vaters kontrolliert wurde, sehr eindrucksvoll umgesetzt.

Wirklich toll gemacht und ich finde es sehr schade, dass bisher nichts über eine Fortsetzung bekannt ist. Denn zum einen endet die erste Staffel sehr offen (The Fuck, Troy?) und zum anderen hab ich mich einfach im Armstrong-Parker-Haus* unheimlich wohl gefühlt.
Und total wichtig: Wie soll ich sonst erfahren, wie Defamation weitergeht? 😉

*Die Wohnhäuser auf dem Campus von Winchester haben alle Namen und A-P ist das Haus, in dem traditionell nur schwarze Studenten wohnen.

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