{Gesehen] Pirates of the Caribbean: Dean Men tell no Tales

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
Captain Jack Sparrow finds the winds of ill-fortune blowing even more strongly when deadly ghost pirates led by his old nemesis, the terrifying Captain Salazar, escape from the Devil’s Triangle, determined to kill every pirate at sea…including him. Captain Jack’s only hope of survival lies in seeking out the legendary Trident of Poseidon, a powerful artifact that bestows upon its possessor total control over the seas.

Trailer:

Eckdaten:
Jahr: 2017
Land: USA
Laufzeit: etwa 130 Minuten
FSK: 12
Darsteller: Johnny Depp, Javier Bardem, Geoffrey Rush, Brenton Thwaites, Kaya Scodelario, Kevin R. McNally

Meine Meinung:
Ich hab lange überlegt, ob ich den Film überhaupt im Kino sehen will oder nicht. Zum einen waren die letzten 2, 3 Filme der Reihe ja nun wirklich keine Meisterwerke der Unterhaltungskunst und zum anderen ist da Johnny Depp, der nun ja … Sagen wir mal an Glanz verloren hat. Aber eine Mischung aus überraschend guten Kritiken, nem Batzen Nostalgiegefühl und einem einer Situation von „ich hab nichts besseres zu tun“ hat mich dann doch ins Kino geführt (das für eine Vorstellung in der zweiten Woche übrigens relativ leer war…)

Und ich bin immer noch überrascht wie sehr mir der Film gefallen hat. Ich würde ihn sogar als zweitbesten – nach The Curse… natürlich – der Reihe einordnen. Zwischendrin hatte ich zwar mal das Gefühl er könnte etwas kürzer sein (also naja vor allem meine Blase hatte das Gefühl xD) aber gleichzeitig wüsste ich auch nicht was man kürzen könnte.

Johnny Depp als Jack Sparrow ist wie immer. Wobei ich mir nach all den Schlagzeilen der letzten Monate nicht mehr sicher bin, was von dem Verhalten als gleichgültiges, dauerbesoffenes, misogynes Arschloch nun Sparrows Charakter ist und was einfach nur Depps normales Verhalten übertüncht von nem dezent albernen Kostüm (aber der Hut ist immer noch verdammt geil xD) und der Weltproduktion an Mascara ist.
Upps, so negativ wollte ich gar nicht klingen, aber Sparrow als Figur ist einfach meh. Er hat für mich seinen Reiz nach vier Filmen praktisch ohne irgendeine Form von Weiterentwicklung einfach verloren. Klar, manchmal ist er noch immer lustig mit seiner Art und seinen Sprüchen, aber da ist in zwischen einfach zu viel Gewöhnung eingetreten.

Zum Glück traut der Film selbst aber seinem bekanntesten Namen auch nicht allzu sehr und hat deshalb mit Henry und Carina, den zwei anderen Hauptrollen auch sehr viel Raum und Bedeutung für die Handlung gegeben. Nun muss ich sagen, ich hab die anderen vier Filme schon länger nicht mehr gesehen und kann mich durchaus irren, aber ich meine mich zu Erinnern, dass Will und Elizabeth mir damals mehr als Beiwerk und Statisten für Jack vorgekommen waren und nicht wie hier als gleich wichtige Elemente für die Handlung.

Wobei Carina und Henry natürlich schon irgendwo Will und Elizabeth 2.0 sind, inklusive Liebesgeschichte. Besonders bei Henry, als Wills Sohn drängt sich der Gedanke natürlich auf, aber trotz Ähnlichkeiten gibt es auch genug Unterschiede, welche die zwei zu eigenständigen Figuren machen. Besonders Carina beziehungsweise auch die mir bis dahin völlig unbekannte Schauspielerin Kaya Scodelario ist mir in der Hinsicht sehr positiv aufgefallen.

Ansonsten macht der fFilm das gut, was alle Filme irgendwo doch gut machten: die Szenen auf See sind einfach gelungen und die Schiffskämpfe großartig. Der ganze Swashbuckling-Teil ist einfach gelungen. Und auch besonders die Darstellung von Salazars (hey, der Film schafft es Bardem hässlich wirken zu lassen :D) tote Crew und sein ebenso totes Schiff sehen wirklich beeindruckend aus. Ganz im Gegensatz zum künstlich verjüngten Jack Sparrow in einem Flashback, der einfach nur albern und unglaubwürdig wirkt.

Und der Humor, der ja auch ein Markenzeichen der Filme ist, ist noch genauso vorhanden. Ich hab während des Schauens mehr mal lachen müssen, besonders bei dem Bankraub, der einfach klasse ist. Toll choreographiert, mit vielen kleinen albernen Episoden, die einfach ein amüsantes Ganzes ergeben.

Was ich so auch nicht erwartet habe, ist wie rund und abschließend der Film sich anfühlt. Viele Handlungen, auch schon aus vorigen Filmen, werden echt zufriedenstellend aufgelöst und nahezu alle Figuren erleben ein (meist recht happy) Ende ihrer aktuellen Handlung. Als die Credits anfingen zu rollen, dachte ich echt, dass sie damit einen guten Abschluss der Filmreihe hinbekommen habe.
Und dann kam ne Post-Credit-Scene, die eventuell auf nen weiteren Film hindeutet. Und ernsthaft? Noch ein Film ist einfach zu viel. Außer er konzentriert sich komplett auf Carina (und meinetwegen Henry) und verbannt Sparrow total zu einen Nebenrolle, dann wäre ich vielleicht interessiert. Betonung liegt aber auf vielleicht.

Klar, der Film ist reinstes Popcorn-Kino, dessen Anspruch nicht darüber hinaus geht den Zuschauer einfach nur gut zwei Stunden unterhalten zu wollen. Aber das erfüllt er wirklich unerwartet gut. Doch kann man sehen. Übrigens auch, wenn man die anderen Filme nicht kennt, denke ich. Das einzigste, was echt unnötig war, war der Gastsauftritt von Paul McCartney, der absolut nichts zum Film beiträgt als einen miserablen Witz. Und wahrscheinlich mehr Marketingmöglichkeiten, wobei das Franchise das ja wohl kaum nötig hätte.

Bechdel Test: 1/3 erfüllt (wegen Mini-Spoilers muss die ausführliche Antwort zu Frage 1 vorm Lesen markiert werden!)
1) es gibt zwei namentlich eingeführte Frauen: Jaaaaaa, so ganz knapp. Portman Kneightley hat nen Mini-Cameo-Auftritt als Elizabeth Swann und dann gibt es natürlich noch Carina Smyth. Ansonsten gibt es noch Shansa, ne Hexe, aber ich bin mir nicht sicher, ob ihr Name nur in der Cast-Liste steht oder auch im Film genannt wird.
2) die sich miteinander unterhalten: nope
3) über etwas anderes als einen Mann: nope-nope

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5 Antworten zu {Gesehen] Pirates of the Caribbean: Dean Men tell no Tales

  1. pur3inspiration schreibt:

    Kaya Scodelario ist wirklich ziemlich gut. Ich empfehle die Serie Skins (UK nicht US). Das war der Vorreiter zu Serien wie Shameless. Netflix müsste die ganze Serie streamen. Ansonsten kennt man sie auch aus The Maze Runner und seinem Nachfolger oder an Dakota Fannings Seite in Now is good.
    Ich habe auch schon überlegt, ob ich mir den Film im Kino ansehen möchte. Inzwischen denke ich allerdings, ich warte bis er auf DVD rauskommt

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Kritik: Pirates of the Caribbean – Salazars Rache – Filmexe – Blog über Filme und Serien

  3. Miss Booleana schreibt:

    Ah – da ist er mal wieder, der Bechdel-Test 😀 Nur leider hat der Film nicht bestanden, ich hätte das schon befürchtet XD Und das mit Johnny Depp hast du ja noch sehr diplomatisch ausgedrückt. 😉
    Wenn einer einfach alt wird und die Knochen ein bisschen knacken, dann ist das sympathisch und menschlich. Aber Johnny Depp altert leider nicht in Würde, wenn man die ganzen Eskapaden betrachtet. Seine Filmwahl der letzten Jahre gibt einem auch zu denken.

    Gefällt 1 Person

    • Amerdale schreibt:

      Das alberne ist ja, es gibt sogar eine Szene wo zwei namentlich bekannte Frauen zusammen zu sehen sind und sie auch mehr als genug Gesprächsstoff hätten meiner Meinung nach. Da einfach zwei Zeilen einzubauen, hätte sogar schon ausgereicht. Aber nein….

      Gefällt mir

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