{Gelesen} Jeff Lindsay: Darkly Dreaming Dexter

Taschenbuch, 275 Seiten
Orion, 2004
ISBN: 978-0-7528-6574-4
Goodreads
Dexter #1

Klappentext:
Dexter Morgan appears to be the perfect gentleman. He leads a normal, quiet life, working as a forensic officer for the Miami Police. He has a nice, shy girlfriend and is liked by her young children. But Dexter has a secret hobby. He’s an accomplisher derial killer.
So far he’s killed dozens of people and has never been caught, because he knows exactly how to dispose of the evidence. And there are those who would rather he wasn’t caught t all, because dexter is a serial killer with a difference. He only kills the city’s bad guys.
Then Dexter’s well organised life is thrown into chaos. Another serial killer is invading his territory – and he wants Dexter to come out and play…

Meine Meinung:
Schon im Deutschunterricht waren Alliterationen mein liebstes Stilmittel und das hat sich bis heute nicht geändert. Und genauso scheint es auch dem Autor hier schon immer gegangen zu sein. Denn nicht nur der Buchtitel (was sich übrigens auch so bei den folgenden Titeln der reihe weitestgehend fortsetzt), sondern auch im Innern des Buches wimmelt es nur so von Alliterationen. Ich fand’s großartig, aber ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass es manchem Leser sehr auf die Nerven geht.

Ansonsten ist Dexter, der nicht nur die zentrale Figur sondern auch Erzähler ist, sehr sarkastisch und hat einen herrlich dunklen Humor. Ein Großteil der Handlung besteht aus Dexters Monologen oder ‚Dialog‘ mit seinem Dark Passenger, wie er das Wesen in sich nennt, das ihn zum Morden antreibt. Von daher wird auch sehr viel in der Handlung eher erzählt als gezeigt. Normalerweise finde ich, dass nicht so toll, aber garniert mit Dexters bissigen Kommentaren hier war es sehr unterhaltsam.

Die Handlung selbst war okay aber auch nicht so umwerfend, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch schon mal ne deutsche Ausgabe des Bandes gelesen habe und die Verfilmung kenne. Von daher war die Identität des Killers für mich halt auch keinerlei Überraschung.
Von daher fand ich auch Dexter als Person weitaus faszinierender als die Handlung selbst. Seine Art andere und ihr Verhalten zu beobachten und zu analysieren sowie seine Versuche es zu imitieren, ist einfach unterhaltsam. Und manchmal konnte ich seine Ratlosigkeit in Bezug auf menschliches Verhalten einfach nur zu gut nachvollziehen.

Auch wenn sich die Handlung mit der Suche nach einem Mörder befasst, ist es alles andere als ein normaler Thriller. Schon allein dadurch, dass sich Dexter zwischendrin fragt, ob er nicht vielleicht selbst der Mörder ist.
Ein wirklich gelungener Reihenauftakt, der Lust macht auf die restlichen Bände. Eine Empfehlung für alle, die von eher unnormalen, dunklen Charakteren fasziniert sind.

Noch ein kurzer Vergleich Buch / TV-Serie:
Die Handlung des ersten Bandes entspricht im Großen und Ganzen auch der Handlung der ersten Staffel. Sie enden auch beide mit dem gleichen großen Finale – allerdings sterben in beiden Versionen unterschiedliche Personen. Das hat hier natürlich noch keine großen Auswirkungen, aber in den folgenden Bänden/Staffeln wird man das schon merken.
Ansonsten gibt es ein paar kleinere Veränderungen, manche davon einfach durch die verschiedenen Medien unvermeidlich, andere, wie zum Beispiel die Änderung von Vornamen, sicher diskutierbar. Aber sie haben zumindest bis zu diesem Punkt keinerlei nennenswerte Auswirkungen.

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2 Antworten zu {Gelesen} Jeff Lindsay: Darkly Dreaming Dexter

  1. Nelly schreibt:

    Hallöchen!
    Eine schöne Rezension! Ich bin selbst ein großer Fan der Dexterserie und habe sie mehr als einmal komplett durchgesuchtet. Klar, dass ich da auch mal nach den Büchern greifen musste. Aber irgendwie konnte mich Teil 1 gar nicht abholen. Die Atmosphäre war eine ganz andere, das Gefühl. Keine Ahnung, wie man das in Worte fassen soll. Daher habe ich bisher auch noch nicht zum Nachfolger gegriffen…. Dabei ist die Grundidee doch so toll… sehr schade

    Alles Liebe, Nelly

    Gefällt 1 Person

    • Amerdale schreibt:

      Danke 🙂
      Ich kann dich verstehen, auch wenn die Grundidee die gleiche ist, so setzen Buch und Serie einfach verschiedene Schwerpunkte. Die Buchreihe (bzw. halt der Autor) ist viel mehr an Dexters Dark Passenger interessiert, während es der Serie mehr darum geht das Dexter als Rächer auftritt.

      Gefällt mir

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