{Gelesen} Jeff Lindsay: Dearly Devoted Dexter

Taschenbuch, 296 Seiten
Orion, 2005
ISBN: 978-0-7528-7788-4
Goodreads
Dexter #2

Klappentext:
A charming monster. A macabre hero. The serial killer who only kills bad people is back on the prowl – at least he would be if he could shake off his permanent shadow. Ever since their paths first crossed, the handsome charming homicidal maniac Dexter Morgan has been pursued by Sergeant Doakes. Dexter may well be a Miami PD blood-spatter analyst, but Doakes has a pretty good idea of how Dex likes to spend his free time and he’s determined to catch him in the act.
Then a body turns up, horribly mutilated and barely breathing. To trap the torturer Doakes and Dexter will have to work together – and one of them will have to be the bait…

Meine Meinung:
Manchmal frag ich mich ja, was das Tourist Office von Miami von der Buchreihe (und der TV-Serie) eigentlich hält. Man bekommt ja den Eindruck, dass die Stadt nur aus Polizisten, Serienmördern (manchmal beides in einer Person) und deren Opfern besteht. Lädt nicht gerade zu nem Urlaub ein.

Aber es sorgt für eine spannende Geschichte. Wenn ich auch hier die Hintergründe um den Serienkiller verworren bis unverständlich fand – aber das kann durchaus auch daran liegen, dass in meinem Geschichtsunterricht der Bürgerkrieg in El Salvador nicht vorkam. Von daher ließ mich die Handlung um den Folterer mit dem großartigen Namen Doctor Danco [ich weiß nicht warum, aber ich musste jedes Mal an Donnie Darko denken..] recht kalt. Interessanter fand ich aber zum Glück wie Dexter und Doakes umeinander herumgeschlichen sind und versucht haben sich gegenseitig zu überlisten. Besonders, weil ich einfach nicht wusste, mehr ich mehr Erfolg wünschen sollte. Also es war ja klar, dass Dexter gewinnen würde – die Reihe hat ja noch sechs oder so Bände -, aber trotzdem. Dexter ist ein Mörder. Charmant und interessant, aber trotzdem. Von daher handelt Doakes ja komplett richtig (mal abgesehen davon, dass Beschattungen nur auf Grund eines Gefühls und ohne Beweise auch eher naja sind, aber hey) – er ist aber auch so unsympathisch und ein Kotzbrocken.

Und dann ist da noch die Beziehung zu Rita, der Königin der Naivität. Aber irgendwie macht genau das ihre Beziehung auch süß und ich find sie erstaunlich wenig störend; sie bringt eher den doch etwas dringend benötigten humorvollen Ausgleich. Was aber auch zu nem guten Teil an Cordy und Astor liegen könnte, die einfach die genialsten Kids ever sind. Ihr Handlungsstrang ist einfach nur klasse gemacht und ich bin so gespannt wo das noch hinführt.

Insgesamt fand ich das Buch zwar etwas schwächer als den ersten Band, was vor allem an dem Killer-of-the-Book liegt – aber Brian ist halt auch ein sehr spezieller Fall, es war sehr unwahrscheinlich, dass da noch jemand anders mithalten könnte. Aber zum Ausgleich hat mich überrascht, wie viel Anteil ich doch an Dexters Privatleben nehme.

Dem zweiten Band entspricht wohl mehr beziehungsweise eher weniger die zweite Staffel der TV-Serie, zumindest insofern wie es um das Katz-und-Mausspiel zwischen Dexter und Doakes geht. Allerdings sind die Enden völlig unterschiedlich und auch schon vorher verläuft einiges anders. Zum Teil sind das einfach Änderungen/Abweichungen aus Band eins, die jetzt hier erst richtig zum Tragen kommen. Aber auch sonst: so kommt beispielsweise Lila gar nicht vor (Riesenpluspunkt fürs Buch xD). Hier merkt man deutlich, wie sich die beiden Medien handlungsmäßig in unterschiedliche Richtungen begeben und sich anders entwickeln. Und die Morde konnte sie auch unmöglich so zeigen, wie sie hier im Buch vorkommen, das ugh nee visualisiert will ich das auf keinen Fall erleben.

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2 Antworten zu {Gelesen} Jeff Lindsay: Dearly Devoted Dexter

  1. Miss Booleana schreibt:

    Mensch, krass … jetzt bekomme ich doch wieder Lust die Bücher zu lesen. War mir trotz aller Neugier nicht im Klaren, ob das viel Sinn macht, da ich die Serie auch zu Ende geschaut habe und deswegen von allem ein Bild und eine Vorstellung. Aber wenn es Unterschiede gibt!? 🙂
    Lila hat mich auch sehr genervt in der Serie …

    Gefällt 1 Person

    • Amerdale schreibt:

      Ja, ab Buch 2 werden die Unterschiede deutlich (schon allein dadurch, dass im Finale von Buch 1 jemand stirbt, der in der Serie nicht stirbt sorgt für entsprechend große Veränderungen). Und Ritas Kinder haben ne größere/aktivere Rolle.
      Klar, man (oder zumindest ich xD) hat halt das Aussehen der Schauspieler für die entsprechenden Figuren im Kopf, egal ob das zu den Beschreibungen im Buch passt oder nicht.

      Gefällt mir

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