{Gesehen} Broadchurch Season 3

Quelle: imdb.com

Worum geht es:
Three years have passed in a town that will never forget; but times change. The local newspaper, once the backbone of Broadchurch, is about to be closed down. And DI Alec Hardy with DS Ellie Miller are about to explore a case that reopens old wounds and divides the town in ways they could never have predicted. Hardy and Miller are called on to investigate the brutal sexual assault of a local woman, Trish Winterman. The crime scene points to a party attended by close to a hundred people. But not a casual assault the act appears premeditated. What dark secrets still lie buried in a town that has been so closely examined? And how will unresolved issues around the death of young Danny Latimer finally be settled?

Trailer:

Eckdaten:
Sender: ITV
Jahr: 2017
Staffel: 3 von 3
Anzahl Folgen/Staffel: 8
Laufzeit einer Folge: etwa 45 Minuten
Schauspieler: David Tennant, Olivia Colman, Julie Hesmondhalgh, Sarah Parish, Mark Bazeley, Lenny Henry, Charlie Higson, Sebastian Armesto, Jodie Whittaker, Andrew Buchan
Rezensionen zu weiteren Staffeln: Season 1, Season 2

Meine Meinung:
Hoppla, ich war der festen Überzeugung schon vor Monaten über diese abschließende Staffel dieser großartigen Serie gebloggt zu haben. Nur um eben mit Schrecken festzustellen, dass ich wohl den Post nur in Gedanken formuliert, aber nie getippt und veröffentlicht habe. Das muss aber schnell nachgeholt werden.

Im Gegensatz zu den anderen zwei Staffeln steht hier nicht der Mord an Danny Latimer und die Folgen davon für die Einwohner von Broadchurch im Vordergrund. Es geht nicht einmal um einen Mord. Was die Handlung der Staffel aber nicht weniger spannend oder wichtig macht. Ganz im Gegenteil.

Denn es geht um Vergewaltigung. Und vor allem darum, was das für das Opfer bedeutet. Während der Tat, aber auch in den Wochen und Monaten danach. Wie gründlich und langfristig es ein Leben zerstören kann.
Natürlich geht es auch um die Suche nach dem Täter als Handlung, aber Trish, das Opfer, und ihre Erlebnisse und Gefühle stehen so sehr im Vordergrund und werden von der Serie als wichtig erachtet und dargestellt, wie ich es noch in keiner Serie erlebt habe. Und auch wenn es teilweise verdammt schwer anzuschauen war und mich emotional mehr mitgenommen hat als die Morde aus den ersten Staffeln (aber gut ich hab mit Trish und was ihr angetan wurde auch mehr gemein als mit den Latimers), so war es großartig, wie hier das Opfer und nicht der Täter die zentrale Figur war. Und dass das Opfer keine Schuld trägt und auch nicht durch Kleidung oder was auch immer dazu eingeladen hat sie zu vergewaltigen, hab ich auch noch nie so klar dargestellt gesehen. Es ist echt so super gemacht, dass allein schon dafür sich das Ansehen der ganzen Staffel lohnt.

Der Mord an Danny wird allerdings nicht komplett vergessen, sondern ist in einer Nebenhandlung präsent. Und zwar geht es da einfach nur darum wie seine Angehörigen, vor allem seine Eltern, seinen Tod verarbeitet haben und wie sich ihr Leben nach diesem Einschnitt (inzwischen sind ein paar Jahre seit eben jener Verhandlung vergangen) gestaltet. Dabei ist durch Beths ehrenamtliches Engagement eine gelungene Verbindung zwischen dieser und der Haupthandlung geschaffen.

Insgesamt war ich etwas überrascht, wie sehr sich diese Staffel von den anderen unterscheidet. Schon allein dadurch, dass es um ein Sexualdelikt und nicht einen Mord geht (ergo Opfer, dass Auskunft geben kann), lässt von der Ermittlungsseite eine ganz anderen Herangehensweise bei der Suche nach dem Täter zu. Aber auch sonst konzentriert es sich mehr auf das Opfer und potentielle Täter und Zeugen, und weniger auf den Ort Broadchurch als Ganzes. Nicht schlechter, ganz im Gegenteil, meine Reaktion auf diese Staffel war emotional deutlich stärker als in den vorigen. Aber eben anders.
Und es ist einfach schade, dass dies die letzte Staffel sein wird, da wäre noch Potential für viele Staffeln gewesen. Und ich hätte gern mehr von Tennant und Colman als Team gesehen. Für mich schon jetzt eine der besten Staffeln 2017.
(Andererseits: Chibnall und Whittaker könnten dann nicht versuchen Doctor Who für mich wieder interessant zu machen.)

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