{Gesehen} Rome – Season 1 & 2

Image: imbd.com

Darum geht es:
„Rome“ is the saga of two ordinary Roman soldiers and their families. An intimate drama of love and betrayal, masters and slaves, and husbands and wives, it chronicles epic times that saw the fall of a republic and the creation of an empire. The series begins in 52 BC, as Gaius Julius Caesar has completed his masterful conquest of Gaul after eight years of war, and is preparing to return to Rome. He heads home with thousands of loyal battle-hardened men, huge amounts of loot in gold and slaves, and a populist agenda for radical social change. Terrified, the aristocracy threatens to prosecute Caesar for war crimes as soon as he sets foot in Rome. Caesar’s old friend and mentor, Pompey Magnus, attempts to foment mutiny in order to maintain the balance of power. Two of Caesar’s soldiers, Lucius Vorenus and Titus Pullo, thwart Pompey’s plan and in the process, win the eternal gratitude of Caesar and the Julian clan, affording the two plebian officers an intimate view of the ruling class. The fates of Pullo and Vorenus become entwined with those of Caesar, Mark Antony, Cleopatra and the boy Octavian, a strange and awkward child who, by political guile and bloody force, will become the first emperor of Rome.

Trailer:

Eckdaten:
Sender: HBO
Jahr: 2005
Staffel: 1 & 2 von 2
Anzahl Folgen/Staffel: 12 bzw. 10
Laufzeit einer Folge: etwa 60 Minuten
Schauspieler: Kevin McKidd, Ray Stevenson, Ciarán Hinds, James Purefoy, Polly Walker, Tobias Menzies, Lindsay Duncan, Kerry Condon, Nicolas Woodeson, David Bamber, Max Pirkis, Simon Woods

Meine Meinung:
Eine Serie zu schauen, kann ja merkwürdige Auswirkungen haben. Im Fall von Rome hat es bei mir die Lust darauf geweckt mich mit meinen nahezu vergessenen Lateinkenntnissen zu beschäftigen und sie etwas aufzufrischen. Was mehr als seltsam ist, denn das lateinischste an der Serie sind die Namen. Und selbst da nur bedingt. Mark Antony ist ja echt mein Liebling von der ganzen Serie (okay das ist zugegeben zu nem Großteil Purefoy geschuldet 😉 ), aber diese verenglischte Namensform hat mich durchgehend irritiert.

Wobei eigentlich ist Marcus Antonius gar nicht mein Liebling, er steht an zweiter Stelle. Den ersten Platz nimmt Rom selbst, oder wenn man es genau nehmen will, die Rom darstellenden Kulissen, ein. Einfach weil es nicht diese weiße, blendend saubere Marmorstadt  voll mit Leuten in blütenweißen Togen ist, wie man sie aus so vielen Filmen kennt. Nein, Rom hier ist schmutzig, da laufen Hühner und auch mal größeres einfach so über die Straßen, es hat viele schmale Gassen, ist überfüllt von den verschiedensten Leuten und einfach laut und eng. Und sagte ich schon schmutzig? Da ist nicht von glanzvoller Stadt (abgesehen von der Folge mit nem Triumphzug, aber auch da sieht man wie vorher gründlichst gereinigt werden musste). Und dieser Realismus ist einfach großartig. Ich mein ich war nicht dabei, aber es fühlte sich an als hätte es damals problemlos so aussehen können. Und man sieht halt auch alle Schichten und nicht nur die reichen Patrizier. Wobei ich absolut keinen Plan hab wie groß Atias Haus ist. Gefühlt sind das mehrere Fußballfelder. Im Kontrast dazu Vorenus‘ kleine Wohnung…

Aber wie ich irgendwo gelesen habe, war auch genau dies das Ziel der Macher der Serie. Sie strebten, wie sie selbst sagten nach „authenticity rather than accuracy“ (Series Historical Consultant Jonathan Stamp, Quelle) und meiner Meinung nach ist ihnen das zum einen toll gelungen und zum anderen ein Motto, dass sich mehr Macher von historischen Stoffen zu Herzen nehmen könnten.
Historisch ist es nicht 100%-korrekt und das nicht nur bei kleineren Details – sie historische Atia ist beispielsweise 43BC gestorben, was etwa Episode 2×06 entsprechen würde, während sie in der Serie noch am Ende lebt. Aber es ist ja auch kein Dokumentarfilm. Und Cäsar stirbt in der Serie wie wahrscheinlich im realen Leben auch, das ist das wichtigste.

Ansonsten war ich überrascht, wie aktuell sich die ganzen politischen Dramen und Intrigen doch anfühlen. Da hat sich in über 2000 Jahren echt nicht viel getan. Politiker sind immer noch nach außen so sehr auf das Wohlergehen von allen bedacht, aber doch eigentlich vor allem auf ihren eigenen Vorteil. Und manche sind Politiker ohne Ahnung von Politik, andere sind viel zu leicht zu beeinflussen, etc.
Wirklich spannend, auch wenn die Handlung in groben Zügen natürlich jedem bekannt ist, der nicht mindestens ein halbes Jahr Geschichtsunterricht komplett verschlafen hat. Wobei ich hier auch gerade den Aspekt von Ägypten als für Rom lebenswichtigen Getreideproduzenten sehr interessant fand. Und da sag mal noch einer es ist ein Problem der moderne, dass Länder zu abhängig von Importen sind xD

Was mich etwas störte, waren allerdings die vielen glücklichen Zufälle im Zusammenhang mit Vorenus und Pullo. Sie suchen ne gestohlene Standarte und rein zufällig stolpern sie dabei über den Hilfe bedürftigen Neffen von Cäsar. Sie reiten übers Land und rein zufällig begegnen sie ner Schlüsselfigur in nem Konflikt. Sie reiten übers Land und finden rein zufällig nen Wagen mit kostbarer Fracht. Sie machen ein Picknick und verhindern rein zufällig die Zustellung von einem enorm wichtigen Brief. Usw, etc. Irgendwann ist mal gut, ne?
Wobei ich besonders Vorenus als die spannendste Figur der ganzen Serie empfand. Die Entwicklung, die er in gerade mal 22 Episoden durchmacht ist enorm. Vom Soldaten zum Kaufmann/Metzger zum Politiker und so weiter (will ja nicht spoilern) ebenso wie die Entwicklung seiner Familienbeziehungen ist großartig gemacht.
Und Atia. Oh Gott Atia. Ohne Zweifel in der Darstellung hier faszinierend, aber meine Güte. Den Preis als miserabelste Mutter der Antike hat sie ohne Zweifel verdient, es ich t echt erstaunlich, dass sie nicht von ihren eigenen Kindern umgebracht wurde.

Ohne Zweifel eine großartige Serie und eine noch bessere historische Serie. Für alle an Rom und römischer Geschichte interessierten zu empfehlen.

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