{Gesehen} The Defenders Season 1

Image: imdb.com

Darum geht es:
Blind ninja. Smart-ass detective. Bulletproof ex-con. Kung Fu billionaire. Marvel’s The Defenders centers on four outsider heroes that have to put aside their personal issues and come together when a villainous sect threatens to destroy New York City as we know it.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender:
Netflix
Jahr: 2017
Staffel: 1 über weitere wurde noch nicht entschieden
Anzahl Folgen/Staffel: 8
Laufzeit einer Folge: etwa 55 Minuten
Schauspieler: Charlie Cox, Krysten Ritter, Mike Colter, Finn Jones, Elodie Young, Sigourney Weaver, Jessica Henwick, Scott Glen, Rosario Dawson, Wai Ching Ho, Eden Henson, Simone Missick, Rachael Taylor, Deborah Ann Woll
Rezensionen zu weiteren Staffeln & Serien aus dem Defenders Universum: Daredevil (Staffel 1 & Staffel 2), Jessica Jones (Staffel 1), Luke Cage (Staffel 1), Iron Fist (Staffel 1)

Meine Meinung:
Nachdem ich von Iron Fist doch ziemlich enttäuscht war, hatte ich doch etwas Skepsis wie sehr es den Machern gelingen würde diese vier ungleichen Helden und ihre Serien zu einem stimmigen Höhepunkt zusammen zu bauen. Aber es ist recht gut geglückt.

Die Handlung selbst hat einige Schwächen und/oder Logiklücken. So finde ich es zum Beispiel alles andere als glaubwürdig, dass Alexandra erst jetzt ihren großen Auftritt hat und nicht schon vorher in Iron Fist oder auch auch der zweiten Daredevil Staffel zumindest erwähnt wurde. Das ergibt einfach keinen Sinn.
Und dann ist da noch der (die? das?) Black Sky, der was ganz besonderes ist und unheimlich wichtig. Wird auch ganz oft betont. Aber auch nach dem Ende der Serie hab ich keine Ahnung, was das Besondere ist. Ja sie ist ein exzellenter Martial Arts Kämpfer, ohne Zweifel. Aber das sind – sehr grob und vorsichtig geschätzt – noch so ungefähr drei Dutzend weitere Figuren in der Serie. Was macht sie so speziell? Wofür wird sie gebraucht? Und so gibt es noch ein paar unstimmige Dinge. Allerdings haben sie mich, auch wenn sie mir aufgefallen sind, mich nicht daran gehindert die Serie mit Vergnügen zu verfolgen.

Und zu meiner großen Überraschung fand ich auch Danny halbwegs erträglich (besser wird unser Verhältnis vermutlich auch nie werden). Was allerdings nur zu einem kleinen Teil Danny selbst bzw. Finn Jones zu verdanken ist, dessen Kampfszenen hier wenigstens deutlich besser aussehen als in seiner Solo-Serie. Aber vor allem liegt es daran, dass seine drei Mit-Defenders mal schön skeptisch-sarkastisch auf Dannys Mysik-Jumbojumbo reagieren und sich seinen Bullshit keine Sekunde lang gefallen lassen.
Und natürlich hilft es auch ungemein, dass sich viel zentrale Figuren das Spotlight teilen (müssen). Da kann sich keiner davon so sehr profilieren wie in den Einzelszenen.
Und es war einfach schön so viele der wichtigeren Nebenfiguren aus den anderen Serien wiederzusehen und miteinander agieren zu sehen: Mein kleines Highlight: Trish und Karen als Journalisten-Team (Spinoff, pleeeeeeease?).

Ich war etwas überrascht, dass sich die Serie nahezu drei Episoden (man beachte, dass das etwa 38% der Serie entspricht!) Zeit nimmt, bis die vier mal alle aufeinander treffen. Bis man sie als Team bezeichnen kann, noch mal länger. Das gibt ihr zwar auch Zeit die Handlungsfäden langsam und passend zusammen laufen zu lassen und auch noch mal eine kleine Einführung in die Charaktere und ihre Probleme (aka Murdocks Schuldkomplex, Jessicas Alkoholproblem, Lukes Verantwortung für Harlem, Dannys äh… Taktik des erst Zuschlagen und sich dann fragen warum) zu geben und die Verbindung zu ihren jeweiligen Serien herzustellen. Aber gleichzeitig fand ich da am Anfang die Serie auch etwas zäh.
Was ich allerdings da super gemacht fand, war die Arbeit mit den Farben. Jede/r der vier Defenders hat seine eigene Farbe. Das beginnt schon im Intro, setzt sich aber auch in den einzelnen Szenen fort. Jessica hat blau/purple, Daredevil rot, Luke in Gelb-/Goldtöne und Danny in grün, in welche die ganzen Szenen als Hintergrundfarbe getaucht sind. io9 hat das ausführlich analysiert und ich find es sehr faszinierend.

Irgendwo ist es schon so eine Art realistischere, street-level Version of Avengers. Erwachsener und dunkler wie die Solo-Serien ja auch schon, aber deswegen nicht schlechter. Nur anders. Eine gute Zusammenführung aller bisherigen Handlungen mit genug offenen Punkten am Ende um weitere Staffeln der Solo-Serien anzustoßen.

Dieser Beitrag wurde unter 4 Sterne, Serien, Superheroes abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu {Gesehen} The Defenders Season 1

  1. Pingback: {Gesehen} The Punisher Season 1 | Mind Palace

Mit der Abgabe eines Kommentars erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden. Weitere Informationen dazu findest Du in meiner Datenschutzerklärung (https://amerdale.wordpress.com/datenschutzerklaerung/)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.