{Gesehen} Mary kills People (Season 1)

Image imdb.com

Darum geht es:
The series follows Dr. Mary Harris, a single mother and emergency doctor by day, who also moonlights as an underground angel of death — helping terminally ill patients who want to die and slip away on their own terms. So far Mary has managed to stay under the radar; but business is booming, and her double life is getting complicated. When her world starts to unravel, Mary realizes she’s going to have to fight dirty if she’s going to stay in the killing game.

Eckdaten:
Trailer: Youtube
Sender:
  Global (Kanada)
Jahr: 2017
Staffel: 1 von bisher 2
Anzahl Folgen/Staffel: 6
Laufzeit einer Folge: etwa 60 Minuten
Schauspieler: Caroline Dhavernas, Jay Ryan, Richard Short, Lyriq Bent, Greg Bryk, Sebastien Roberts, Abigail Winter

Meine Meinung:
Irgendwo in den Weiten des Internets bin ich über die Serie gestolpert und war ganz begeistert davon, dass die Leute dahinter den Mut hatten die Thematik der aktiven Sterbehilfe als Grundlage für eine Serie zu nehmen. Und dann auch noch Caroline Dhavernas als Hauptfigur, die mich schon als Alana Bloom in Hannibal begeisterte. Meine Vorfreude und Erwartungen waren dementsprechend hoch.

Und nun ja.
Frau Dhavernas ist wie erwartet großartig als die titelgebende Mary und zeigt eine große Bandbreite von eiskalt kalkulierend bis hin zu Verletzlichkeit und emotionalster Hilflosigkeit. Und auch die restlichen Rollen sind super gespielt. Überhaupt ist handwerklich an der Serie nichts auszusetzen. Sie sticht jetzt nicht durch irgendwelche großen Effekte heraus, aber das würde auch nicht zur Handlung passen.

Aber die Handlung, da beginnen die Probleme. Oder besser gesagt Enttäuschungen. Denn die Serie setzt einfach andere Schwerpunkte, als ich mir erhofft hatte. Ich hatte gehofft, dass aktive Sterbehilfe darin von den verschiedensten Blickwinkel (Mary als aktiv auf Wunsch Tötende, die Sterbenden, deren Angehörige, Vertreter der Staatsgewalt, die von berufswegen dagegen sein müssen, es aber als Person zum Teil vielleicht gar nicht sind) beleuchtet und diskutiert würde und der Zuschauer auch herausgefordert wird, sich eine Meinung zu bilden beziehungsweise seine Meinung zu überdenken.
Aber all das kommt nur selten und wenn dann eher oberflächlich zum Thema. Stattdessen entwickelt sich die Serie immer mehr zu einer Standard-Crime-Show – nur eben mit einer sehr sympathischen und selbstlosen Killerin. Aber es besteht halt eine für mich viel zu starke Konzentration auf der Frage „Können Mary und Komplize(n) der Polizei entwischen oder nicht?“ und viel zu wenig auf der Frage „Sollte aktive Sterbehilfe verboten sein oder nicht?“. Und letzteres wäre für mich um einiges spannender gewesen.

Klar, Mary ist sehr sympathisch und ich versteh, warum sie macht, was sie macht. Aber gleichzeitig ist sie von allem so überfordert und stellt sich manchmal so ungeschickt an, dass ich einfach nur den Kopf schütteln konnte. Und die Anzahl von Patienten, die bereit ist dafür zu zahlen (übrigens auch so ein Punkt, der einen Marys Hobby kritisch erscheinen lässt) um von ihren Leiden erlöst zu werden, erschien mir selbst für eine Großstadt zu hoch zu sein.

Insgesamt dann doch eher durchschnittlicher Serienstoff, den man sehen kann, wenn man Medizin- und/oder Cop-Show mag. Man verpasst aber auch nichts, wenn man es sein lässt. Aber man sollte nicht, wie ich, eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Thematik der aktiven Sterbehilfe erwarten.
Und ich bin doch etwas überrascht, dass es eine zweite Staffel geben soll, ich meine mich zu erinnern, dass die Serie als Mini-Serie angekündigt wurde. Und auch die Handlung ist in der ersten Staffel eigentlich abgeschlossen.

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